Rapid Hammer

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RAPIDHAMMER: February 2008

Friday, 29 February 2008

West Ham v Chelsea Preview

14
The points Chelsea have accrued from their last six league matches. Along with Arsenal and Everton, they are the form team in the Premier League. Crisis, what crisis? Any team can lose a cup final.
(The Times, Ahead of the Game)


Nach drei Spielen gegen Abstiegskandidaten (die statt möglichen 9 Punkten nur 4 einbrachten) kommt nun der Drittplazierte der Liga, Chelsea, zum Boleyn Ground (Samstag, 16:00 MEZ). Chelsea kommt als 1:2-Verlierer des Ligacup-Finales gegen Tottenham, aber die Statistik spricht klar gegen die Hammers.
Die letzten sechs Begegnungen gegen die Blues gingen allesamt verloren. Der letzte Sieg war ein 1:0-Heimsieg am 3. Mai 2003, bei dem einer das Tor schoss, dessen Namen West Ham-Coach Alan Curbishley derzeit gar nicht gerne hört: Paolo di Canio (71.).
Julien Faubert, der letzten Sommer von Bordeaux gekommen ist, könnte erstmals zur Melodie von "Bubbles" auf den Rasen des Boleyn Grounds laufen. Letztes Wochenende gegen Fulham hat er nach seiner Achillessehnenverletzung erstmals in der Startelf gestanden.
Bobby Zamora dürfte wieder fit sein, während Matthew Etherington und Lee Bowyer Trainer Alan Curbishley noch nicht zur Verfügung stehen - ebensowenig wie Kieron Dyer, Craig Bellamy und Scott Parker.
Dass einer der "jungen Wilden" aus der West Ham Academy, der 18-jährige Stürmer Freddie Sears, schon auf der Bank sitzen wird, ist möglich, da Alan Curbishley angekündigt hat, dass Sears, Tomkins oder Jack Collison noch heuer zu ihren ersten Erfahrungen mit dem"First Team" kommen werden.

West Ham vs Chelsea - The Squads
West Ham (from): Green, Wright, Pantsil, Neill, Spector, Upson, Ferdinand, McCartney, Faubert, Ljungberg, Noble, Mullins, Solano, Boa Morte, Cole, Ashton, Camara, Sears.
Chelsea (from): Cech, Cudicini, Hilario, Ferreira, Belletti, Terry, Carvalho, Alex, Ben-Haim, A Cole, Bridge, Lampard, Makelele, Essien, Sidwell, Obi, Malouda, Wright-Phillips, Drogba, Shevchenko, Pizarro, Kalou, J Cole, Ballack, Anelka.

West Ham vs Chelsea - The Predictions
Mark Lawrenson and Sky seem to think that West Ham will bear the brunt of Chelsea's defeat last weekend. Only Setanta think West Ham have any hope this weekend.
Mark Lawrenson thinks West Ham will face the backlash from Chelsea's loss of the Carling Cup. He predicts a 0-2 loss for West Ham.
Sky point out that West Ham have lost only one league game at home in the last nine. However they also notice that they have a very poor record against Chelsea in the Premier League, with May 2003 being the last time they have won this particular derby. Sky predict a 1-3 loss for West Ham.
Setanta feel that Chelsea are not in the best of form, having only picked up one victory in their last five games in all competitions. They also point out that West Ham have become very hard to beat at home. Setanta predict a 0-0 draw.

West Ham vs Chelsea - The Last Season
Der Spielbericht vom vorjährigen Heimspiel gegen Chelsea am 18.4.2007

CHELSEA (H) 1:4 (1:2) - RAPIDHAMMER im Boleyn gegen Chelsea! "I'm Forever Blowing Bubbles..." Wahnsinns-Stimmung und Wahnsinnstempo in der ersten Hälfte. Die Hammers spielen eine Menge Torchancen heraus, aber gegen den Spielverlauf steht es plötzlich 0:1 (sehr schöne Einzelleistung von Shaun Wright-Philips). Ein toller Schuss des sehr engagierten und beinah auf dem ganzen Platz zu findenden Carlos Tévez bringt den verdienten Ausgleich (35.), aber während wir alle noch jubeln, schießt SWP mit einem Volley schon das 1:2.
Auch nach diesem Tor und zu Beginn der zweiten Hälfte haben die Hammers gute Chancen und sind dem Weltklasseteam der Blues ebenbürtig. Erst das 1:3 aus einem Gestocher vor der Torlinie und das 1:4 durch Drogba "killen" das Spiel. Der support der "Upton Park faithful" ist aber weiterhin großartig und "Bubbles" erklingt trotzig bis zum Schluss.
Auch wenn alle denken wie der Zollbeamte in London, der mitleidig zu mir meinte, “West Ham are going down!” ... Aufgegeben wird nur ein Brief, nicht aber der Kampf um den Klassenerhalt. "The miracle is still doable!" - Die Leistung gegen Chelsea gibt durchaus Hoffnung, dass es sich trotzdem noch ausgehen kann!
In dieser Aufstellung spielten die Hammers gegen Chelsea: West Ham United: Green; Spector, Neill, Collins, McCartney; Reo-Coker (c) (Mullins, 75), Noble, Benayoun; Boa Morte, Tevez (Kepa, 83), Zamora (C Cole, 73).
Subs not used: Carroll, Davenport.
Chelsea: Cech; Diarra (Ferreira, 46), Carvalho, Terry (c), Bridge; Mikel, Essien, Lampard (Ballack, 77), Wright-Phillips; Kalou, Drogba (J Cole, 66).
Subs not used: Cudicini, Makelele.

West Ham vs Chelsea - The First Game This Season
An der Stamford Bridge am 2. Dezember 2007 verloren die Hammers durch ein Tor von Joe Cole knapp mit 0:1.
Ex-Hammer Cole trifft: Chelsea 1 West Ham 0
West Ham manager Alan Curbishley: "If we keep going like that we will be OK.
"We set out our stall - we had a plan - and it held us in good stead, but we just didn't have enough to fashion that one chance.
"I'm a bit disappointed. I thought we deserved a draw as we had a great work ethic - there were plenty of positives."
Chelsea: Cudicini, Belletti, Alex, Terry, Bridge, Sidwell (Wright-Phillips 66), Obi, Lampard, Kalou, Drogba, Joe Cole (Makelele 89).
Subs Not Used: Hilario, Shevchenko, Ben-Haim.
Booked: Obi, Kalou, Belletti, Lampard, Terry.
Goal: Joe Cole 76.
West Ham: Green, Neill, Gabbidon, Upson, McCartney, Solano (Ljungberg 74), Parker (Spector 79), Mullins, Etherington (Ashton 79), Boa Morte, Cole.
Subs Not Used: Wright, Collins.B
ooked: Etherington, Solano, Boa Morte.
Att: 41,830
Ref: Howard Webb (S Yorkshire).

Wer schimpft, der kauft?

Der italienische Teamchef der englischen Nationalmannschaft hat dem Betragen der Fans in den Stadien auf der Insel zuletzt ein positives Zeugnis ausgestellt (“they are behaving orderly”, wurde der bisher stets nur italienisch sprechende Fabio Capello übersetzt). West Ham-Coach Alan Curbishley beklagt hingegen in der Times vom Freitag die zunehmenden Beschimpfungen gegenüber Trainern und Spielern in und außerhalb der Stadien.
In dem Artikel ist von einem Spießrutenlauf der Manager die Rede (“managers run gauntlet”): Als Beispiele werden antisemitische Beschimpfungen von Chelsea-Manager Avram Grant nach der Ligacup-Niederlage gegen Tottenham letzten Sonntag sowie an die Adresse von Alan Curbishley gerichtete anonyme Hass- und Drohschreiben und Beschimpfungen im Supermarkt nach der 0:4-Niederlage von West Ham gegen Charlton im letzten Jahr angeführt. Diese Aktionen sind zu verurteilen und es ist nur richtig, wenn die League Managers Association (LMA) eine Kampagne gegen diese Auswüchse starten möchte.

Ein weiteres von der Times genanntes Beispiel für Anpöbelungen durch Fans löste bei mir dagegen Schmunzeln aus: Curbishley hätte nach dem knappen 1:0-Auswärtssieg gegen Fulham letzten Samstag eigentlich unter dem Applaus der Fans vom Platz gehen sollen, schreibt die Times, statt dessen sei er mit einem “Paolo Di Canio”-Gesang bedacht worden. (Der frühere West Ham-Spieler [Bild links] hatte jüngst erklärt, er würde sich wünschen, einmal als Trainer zu den Hammers zurückkehren zu können.)

Das ist, finde ich, der typisch englische Fan-Schmäh, den ein West Ham-Manager, dessen Team in den letzten sechs Spielen nie mehr als ein Tor zustande gebracht hat, schon aushalten muss. Dass die Botschaft bei Curbishley auch angekommen ist, beweisen übrigens seine Aussagen nach dem Spiel, wonach im Training durchaus Wert auf das Offensivspiel gelegt werde.

Nicht ganz zu unrecht beklagen manche West Ham-Fans nämlich, dass das aktuelle Team nicht mehr der Tradition verpflichtet sei, "flowing, attacking football" zu spielen, "even if that might result in defeat".

In Zeiten, in denen es um mehr Geld geht, denn je zuvor, und der Tabellenplatz über die profitbringende Qualifikation für den Europacup entscheidet, ist es sicher verständlich, das Spiel mehr auf den Endzweck - das Resultat - auszurichten. Und eine solide Abwehr erspart den Fans durchaus Frustrationen. Aber auch ich würde mir wünschen, dass einem bei den West Ham-Matches Spielfreude, Kombinationsspiel und Offensivgeist wieder mehr in die Augen springen.

Und was sagte Alan Curbishley dazu?
“They [the fans] are getting frustrated. We have not been prolific [produktiv]. But I am not too fussed [nervös]. If you look at the number of points we have taken in the past year, it has been European form. But you can’t please everyone. Unless we win 3-0 at the weekend or it is a cracking game [they will not be happy].”
In Bezug auf seine Mittelfeldspieler meinte Curbishley, dass diese mehr Tore schießen müssten: “They just have to do better”, redete der West Ham-Manager Freddie Ljungberg, Luis Boa Morte und Mark Noble ins Gewissen.

Der Samstag gegen Chelsea wird zeigen, ob die Botschaft nicht nur gehört wurde, sondern auch umgesetzt werden kann. Möge “Alan Curbishley's claret and blue army” von den Rängen schallen! Und nicht “La donna è mobile” (“Pa-olo di Ca-nio”).

Thursday, 28 February 2008

Altach - Rapid: Neuaustragung wegen Regelverstoß bei Elfmeter

Bemerkenswerte Entscheidung in der österreichischen Bundesliga:
Wie der ORF berichtet, hat der Senat 1 der österreichischen Bundesliga (Vorsitz Dr. Manfred Luczensky, weitere Mitglieder Dr. Norbert Wess, Julius Reiter und Herbert Gneist) am Donnerstag entschieden, dass das Spiel der 25. Runde der T-Mobile Bundesliga zwischen Cashpoint SCR Altach (Vorarlberg) und dem SK Rapid Wien vom Samstag, 24. Februar, neu ausgetragen wird.
Die Vorarlberger hatten die Partie mit 2:1 für sich entschieden. Schiedsrichter Brugger hatte einen umstrittenen Strafstoß für Altach gegeben, der zum 1:0 führte. Aber nicht nur der regelkonforme Einsatz von Rapid-Verteidiger Markus Katzer, der den Ball spielte, war kein Foul,vor allem bei der Ausführung des Penaltys ging es nicht mit rechten Dingen zu.
Rapid beschwerte sich: Der Schiedsrichter habe den Elfer bereits freigegeben, bevor der Tormann richtig stand. Helge Payer, der Rapid-Keeper, hatte sich die Handschuhe am Tornetz abgeputzt und war mit dem Rücken zum Schützen hinter der Torlinie gestanden, als Brugger den Ball freigab. Roland Kirchler lief an und traf für Altach. (Video siehe hier!)
Verstoß gegen FIFA-Regel
Wie die Bundesliga auf ihrer Homepage erläutert, ist für diese Neuaustragung nicht entscheidend ob der Elfmeter selbst zurecht gegeben wurde. Das Urteil des Strafsenates wurde vielmehr damit begründet, dass Schiedsrichter Bernhard Brugger bei der Ausführung des Strafstoßes gegen Regel 14 der aktuellen FIFA-Spielregeln verstoßen hat.
Diese besagt, dass der Referee das Signal zur Ausführung des Elfmeters erst geben darf, wenn alle Spieler ihre vorgeschriebenen Positionen eingenommen haben, was im vorliegenden Fall nicht gegeben war.
Schiedsrichter Brugger hat in einer schriftlichen Stellungnahme seine irrtümliche Wahrnehmung eingeräumt und bestätigt, dass Tormann Helge Payer offensichtlich noch nicht spielbereit war.
"Zu betonen ist, dass hier nicht eine falsche Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters sanktioniert wird, sondern ausschließlich ein formaler Fehler zu beurteilen war", sagte der Senatsvorsitzende Manfred Luczensky.
"Außerdem kann im konkreten Fall nicht ausgeschlossen werden, dass bei regelkonformer Durchführung des Strafstoßes das Spiel anders ausgegangen wäre."
Der neue Spieltermin wird von der Bundesliga in den nächsten Tagen fixiert.
Altach kann gegen die Entscheidung bis Dienstag Abend Protest einlegen.


FIFA-Regel 14: Strafstoß

Ausführung:
Finten bei der Ausführung eines Strafstosses gehören zum Fussball. Ist der Schiedsrichter jedoch der Ansicht, dass die Finte eine Unsportlichkeit darstellt, wird der betreffende Spieler verwarnt.
Vorbereitung:
Der Schiedsrichter prüft, ob folgende Bedingungen vor der Ausführung des Strafstosses erfüllt sind:

  • Der Schütze steht fest.
  • Der Ball liegt korrekt auf der Strafstossmarke.
  • Der Torhüter steht auf der Torlinie zwischen den Torpfosten und blickt zum ausführenden Spieler.
  • Die Mitspieler des Schützen und dessen Torhüter befinden sich
    – ausserhalb des Strafraumes,
    – ausserhalb des Strafraum-Halbkreises,
    – hinter dem Ball.
  • Sheffield raus aus dem FA Cup, Rechtsstreit gegen West Ham noch lange nicht zu Ende

    Posted to 101 Great Goals on February 27, 2008

    Während gestern, Mittwoch, Sheffield United durch ein kurioses Eigentor von Tormann Paddy Kenny in der Verlängerung gegen Middlesbrough aus dem FA Cup flog (siehe Video) - was die West Ham Fans mit ziemlicher Schadenfreude erfüllte -, wärmen die englischen Zeitungen die Rechtsstreitigkeiten rund um die Carlos Tévez-Affäre wieder auf.
    Auch die Times berichtet heute erneut von der 7,1 Millionen Pfund-Klage des Agenten Kia Joorabchian gegen West Ham United, gegen die der Klub noch diese Woche eine Klagebeantwortung zu erstatten hat, und auch das Schiedsverfahren von Sheffield Utd wegen Schadenersatz infolge des Abstieges der Blades ist noch anhängig.

    Wednesday, 27 February 2008

    English Football: Hard - Harder - Hardest?

    Raphael Honigstein beschreibt in seinem Buch "Harder, better, faster, stronger. Die geheime Geschichte des englischen Fußballs", wie er gleich in seinem ersten Spiel für das University College in London mitkriegte, was den englischen Fußball seit jeher geprägt hat. Ein dauergrätschender Gegner hinterließ bei ihm ein blutendes Loch im Unterschenkel, das die medizinische Abteilung bloß mit einem "Das wird schon wieder" kommentierte.
    Fair Play und gesunde Härte: abgesehen vom atemberaubenden Tempo, das die meisten Spiele auszeichnet, sind es diese zwei Attribute, die im Zusammenhang mit dem englischen Fußball immer wieder genannt werden. Und deshalb ist auch die Diskussion um Martin Taylors Beinbruch-Tackling gegen Eduardo da Silva noch lange nicht zu Ende.
    Während nicht nur Birmingham-Trainer Alex McLeish, sondern auch Ex-Spieler und Kommentatoren den Abwehrspieler verteidigten und von einem Foul sprachen, das in jedem Spiel mehrmals vorkomme, hat Martin Samuel in der Times in einem beachtlichen Kommentar beklagt, dass die Schiedsrichter in der Premier League brutalen Attacken gegenüber zu tolerant seien.
    Und tatsächlich: Wäre Eduardos Verletzung nicht so offensichtlich gewesen, Referee Mike Dean hätte ihm möglicherweise nicht einmal die gelbe Karte gezeigt. Die Attacke passierte schon in der dritten Minute und welcher Schiri, zumal in England, will schon eine Partie von Anfang an "zerpfeifen"...
    Dass das forsche Tackling von einem Verteidiger gemacht wurde, der bis jetzt wirklich nicht als brutaler Eisenfuß aufgefallen war, macht die Beurteilung der Situation schließlich nicht einfacher.
    Mir ist bei dieser Gelegenheit eine Episode eingefallen, die in der Bobby Moore-Biographie von Jeff Powell über den am 9. Februar 2006 verstorbenen West Ham-Manager und englischen Teamchef Ron Greenwood (Bild links) erzählt wird:
    West Ham, das von Ron Greenwood von 1961 bis 1974 trainiert wurde (anschließend war er bis zur Ernennung zum englischen Teamchef 1977 General Manager am Upton Park), gewann mit Greenwood als Trainer 1964 den FA Cup und 1965 den Europapokal der Cupsieger. Weitere Pokale oder gar ein Meistertitel blieben den Hammers verwehrt; ein sechster Platz war 1972-73 das höchste der Gefühle. In den Sechzigerjahren verlangte Mannschaftskapitän Bobby Moore von seinem Trainer äußerst dringend, einen harten Verteidiger zu verpflichten, und Greenwood fand diesen schließlich in der Person eines Schotten namens John Cushley. Für Greenwood war dessen rustikale Spielweise aber eine Zwickmühle:
    "Ron knew in his heart that we needed someone to do some kicking ... but he couldn't bear watching", beschrieb Bobby Moore das Dilemma des Managers. Und bei einem Spiel in Deutschland gegen Dortmund, in dem Cushley Siggi Held so lange abklopfte, bis dieser "die weiße Flagge hisste", nahm Greenwood seinen Abwehrspieler in der Pause zur Seite und sagte: "John, I've bought you to be tough, but sometimes you've got to take it easy."
    Und zu Alan Stephenson, einem anderen harten West Ham-Verteidiger, meinte Ron einmal: "Alan, you can't get stuck in that all the time. Sometimes you've go to read it, hold off, use your brain."
    West Ham stand stets für attraktiven, unterhaltsamen Angriffsfußball, und es war vor allem auch Ron Greenwoods Überzeugung, "flowing and open football" zu spielen. Für eine Attacke wie jene von Martin Taylor hätte Greenwood kein Verständnis aufgebracht, und mit ihm auch jene zehntausenden Fußballliebhaber nicht, die Ron Greenwood für das offensive Passspiel bewunderten, das er bei West Ham stets forcierte.
    Mit dem Blick auf diese Anhänger meinte der spätere englische Teamchef einmal:
    "The crowds at West Ham haven't been rewarded by results, but they keep turning up because of the good football they see. Other clubs will suffer from the old bugbear that results count more than anything. [Andere Klubs leiden unter dem alten Schreckgespenst, dass Resultate mehr zählen als alles andere.] This has been the ruination of English soccer."
    Ein Kommentar, dem nichts hinzuzufügen ist!

    Schaut nicht gut aus für die Premier League Extra-Runde

    Premier League climbdown
    According to Paul Kelso, Guardian, the Premier League was forced into a major climbdown over its plans for an international round of fixtures last night, cancelling a scheduled meeting with the Fifa president, Sepp Blatter, at 36 hours' notice and effectively killing off the prospects of Game 39 proceeding in its current form. The league cancelled plans to meet Blatter today after intense negotiations between the chief executive Richard Scudamore and the Fifa general secretary, Jérôme Valcke, aimed at preventing the league being humiliated in Zurich.
    A Premier League statement said:
    "It is our considered view that we need to conduct further internal studies and consultation before seeking the advice of Fifa and the key confederations."
    The English Football Association FA has already distanced itself from the Premier League's proposal of "Game 39" in order to preserve England's chances of hosting the 2018 World Cup. The FA's chairman, Lord Triesman, said there was a consensus in the game that in its current form Game 39 would not work.
    Is there anybody who didn't know that before?

    Tuesday, 26 February 2008

    Ankick für »Null Acht«

    Die zweite Ausgabe von »Null Acht«, der neuen österreichischen Zeitschrift für Fußball und Sport, ist seit letzter Woche im Handel erhältlich.
    Um 1,20 Euro liest man unter anderem:

    Martin Blumenau über die Wiederbelebung des scheintoten österreichischen Nationalteams:
    Wie sich scheinbar Erstarrtes plötzlich bewegt, oder: wie der tranige Fatalismus des Josef Hickersberger einem neuen leichtlebigen Pragmatismus des Bauchgefühls Platz gemacht hat.

    Mit Shirt, Short und Millionen:
    Welche Dressen die Teams bei der Europameisterschaft tragen werden, ist weder eine Frage der Passform noch eine der Mode. Ein Überblick über den Kampf ums Leiberl.

    Über den Mut zur Unvollständigkeit:
    »Null Acht« traf Ambrosius Kutschera, das "Gedächtnis des österreichischen Fußballs". Der Wiener hat eine Datenbank erstellt, die über 270.000 Spiele enthält.

    Die Freude am Flügel: Mané Garrincha: Ein Porträt des "schlampigsten Talents" der Fußballgeschichte. Was für Argentinien Diego Maradona, für Manchester United Éric Cantona - das ist und bleibt Mané Garrincha für Brasilien: einer mit ordentlichen Schwächen, einer, in dem sich unsere Träume und Sehnsüchte spiegeln. Zweimal Weltmeister mit Brasilien als kongenialer Partner des großen Pele, bei der WM 1962 in Chile auch Torschützenkönig. Am 20. Jänner 1983, im Alter von 49, an einer Leberzirrhose verstorben. Mané Garrincha hinterließ mindestens vierzehn Kinder. Zahlreiche Fußballtricks wurden nach ihm benannt.

    Der St.Jakob-Park in Basel
    als beidseitiges Poster in Heftmitte.

    Europa! Europa, hört unsere Stimmen...
    Ein türkisches Sprichwort sagt: »Allah lässt seinen geliebten Untertan seinen Esel verlieren und dann wieder finden, um ihn zu erfreuen.« Die Geschichte der EM-Qualifikation der türkischen Nationalelf verlief genau so. Aus der unspektakulärsten Gruppe der Vorrunde hat man sich erst im letzten Moment, ähnlich einem Tor in der Nachspielzeit, qualifiziert.

    Not in my house. Not tonight.
    253 Curlingspieler sind in den sechs heimischen Vereinen gemeldet. Eher wenig. Was die mittelfristige Zukunft angeht, ist die überschaubare Szene dennoch positiv gestimmt. Potenzielles Mitglied 254 durfte zwischen Kitzbühel und Ottakring mitfegen. Eine Randsportart in den eisigen Startlöchern.

    Es begann – der Schuhlegende nach – als »Wunder von Bern«.
    Mittlerweile zwischen Statussymbol und Prestigefrage in der Volksschule Gassergasse im fünften Wiener Gemeindebezirk. Die Redaktion und Freunde ziehen ihre Sneakers aus.

    Mein Jahr mit West Ham

    Wolfgang Berger über die Modefarben »Claret & Blue«, Carlos Tévez und sportliche Höhepunkte in der englischen Hauptstadt.

    Mein Jahr mit dem 1. FC Köln

    »Wenn nicht jetzt, wann dann?« Spiros Papadopoulos versucht auf diese ur-kölsche Frage passende Antworten zu finden.

    Mein Jahr mit dem FC Barcelona

    Philipp Wolfesberger, am Spielfeldrand des FC Barcelona, über die aussichtslose Meisterschaft und die »wahrhaftigen« Gründe dafür.

    Wien wird EURO

    Am 7. Juni beginnt die Fußball-Europameisterschaft. Wien macht sich bereit.

    Neues Hinweisschild in der Schnellbahnstation Wien Mitte

    Schnellbahnstation Praterstern mit dem Riesenrad:
    Derzeit muss man zum Ernst Happel Stadion hier aussteigen.

    Mit der U-Bahnlinie U 2 fährt man ab 10. Mai
    in acht Minuten vom Zentrum zum Stadion.
    Noch sind die neuen Stationen geschlossen.
    Das Riesenrad wird zum "EURO-Rad".
    Der neue Eingangsbereich in den Prater ist noch eine Baustelle ...

    ... und das Ernst Happel Stadion ist nach dem Ländermatch
    gegen Deutschland wieder im Winterschlaf versunken.

    Sunday, 24 February 2008

    Bobby Moore: The Greatest Of All

    Vor 15 Jahren starb "Ikone der Sechziger"

    Sonntag vor 15 Jahren, am 24. Februar 1993, starb Bobby Moore, Kapitän von West Ham United und der englischen Weltmeistermannschaft von 1966. Er war nur 51 Jahre alt, als er einem Krebsleiden erlag.
    Eine Tribüne des Boleyn Ground von West Ham Utd ist nach ihm benannt, am Ende der Green Street steht sein Denkmal mit dem WM-Pokal in der Hand, und auch vor dem neuen Wembley-Stadion ist eine majestätische Bobby Moore-Statue nicht zu übersehen.
    Im September 2007 wurde Bobby Moore (links mit Pele nach dem Spiel gegen Brasilien bei der WM 1970 in Mexiko) zu Englands "Spieler des Jahrhunderts" gewählt. Samstag spielten Fulham und West Ham (die beiden einzigen Klubs, für die "Mooro" in England spielte) bei ihrem Premier League-Duell mit schwarzen Armbändern.
    In diesem Blog wurde Bobby Moore schon mehrfach gewürdigt (siehe hier und hier), und auch im aktuellen Team von West Ham United weiß jeder, was es bedeutet, mit der legendären "Number 6" des füheren Kapitäns zu spielen.
    Jenseits des grünen Rasens hatte Bobby Moore, der erste Fußballer, der den Order of the British Empire erhielt, einen Stellenwert, der weit über jenen eines genialen Verteidigers hinausging.
    Jeff Powell schreibt in seiner Biographie, dass Bobby Moore eine Ikone der 60er-Jahre war, ein lebendiges Beispiel dafür, dass jedermann, unabhängig von Klasse und Geburt seinen Weg machen konnte. Er hatte Stil, Charme und Intelligenz, war der upper class ebenbürtig, vergaß aber nie seine Wurzeln im Londoner East End.
    Sein Tod im Jahr 1993 fiel zusammen mit der Entführung und brutalen Ermordung eines Zweijährigen aus einem Liverpooler Einkaufszentrum - für Jeff Powell ein Symbol: Bobby Moore hatte stets die Hoffnung und das Gute repräsentiert, hier aber zeigte sich einmal mehr, dass es mit der englischen Gesellschaft bergab ging, schrieb Powell (unten).
    Bobby Moores Tod ließ niemand unberührt. Die "Nummer 6" bleibt unvergessen.


    Siehe auch: Bobby Moore remembered (West Ham Utd Official Site)
    Bobby Moore, ein Meister seines Faches (von Jeff Powell, UEFA-Website)

    Ligacup-Sieger heißt T*ttenham

    Nicht Chelsea, sondern Tottenham Hotspur gewann den ersten Titel der Saison '07/08: Obwohl Didier Drogba mit einem Freistoß die Blues in Wembley in Führung gebracht hatte, ging schließlich Tottenham als Sieger vom Platz. Berbatov glich mit einem provokant lässig geschossenen Elfer aus und in der Extra Time scorte Jonathan Woodgate, der erst im Jänner von Middlesbrough zu den Spurs gekommen war, den Siegestreffer für Juande Ramos' Team. Dem Treffer ging ein schrecklicher Fehler von Chelsea-Keeper Petr Cech voraus: Nach einem Freistoß von Jermaine Jenas' faustete der tschechische Keeper den Ball genau auf Woodgates Kopf.
    Der spanische Trainer der Spurs, in seinem Heimatland als Cupspezialist bekannt, bekam die traditionelle Sektdusche (Bild). Juande Ramos, der frühere Sevilla-Trainer, hat noch nie ein Cup-Finale verloren - mit Sevilla gewann er fünfmal den spanischen Cup.
    Für die Spurs bedeutete das 2:1 den vierten Erfolg im League Cup und den ersten Titel seit 1999, als die Londoner ebenfalls den Ligacup gewannen.

    Fußball ist nicht schön (II)

    Am 28. August 2007 erwischte es in einem Ligacupspiel gegen Bristol Rovers West Hams Kieron Dyer (siehe Fußball ist nicht schön [I]): Schien- und Wadenbeinbruch.
    Gestern, Samstag, lag der kroatische Teamstürmer Eduardo im Spiel Birmingham gegen Arsenal schon nach drei Minuten mit einem doppelten offenen Unterschenkelbruch auf dem Rasen.
    Martin Taylor wurde für sein Tackling gegen Eduardos Schienbein sofort ausgeschlossen, die EM im Juni kann Eduardo aber abschreiben.
    In einer ersten Reaktion meinte Arsenal-Coach Arsene Wenger:
    "Taylor’s tackle was absolutely horrendous. The intention is not to play the ball first but to go down Eduardo’s shin. This guy should never play again."
    Später schwächte Wenger seinen ersten Kommentar ab:
    "I feel that my comments about Martin Taylor were excessive. I said what I did in the heat of the moment. It was a highly emotional afternoon and we were all shocked by the injury."
    Birmingham Manager Alex McLeish verteidigte Taylor:
    "Martin's not a dirty player. He's distraught over Eduardo's injury," sagte er. "I've seen the challenge and, yes, the studs land on Eduardo's ankle. In slow motion these tackles always look bad but he's not a malicious player - Eduardo was just too quick for him," meinte der Birmingham-Trainer.
    Ein solches Tackling in der dritten Minute (siehe Video) - ein Horror!!! Verletzungsabsicht war's wohl nicht, aber offenbar wollte Birmingham den Gunners von Anfang an "die Schneid' abkaufen". Traurig...

    Saturday, 23 February 2008

    Fulham 0-1 West Ham



    Nolberto Solano
    Solano came on as a substitute to score West Ham's winner

    A late goal from Nolberto Solano gave West Ham a narrow win that saw West Ham move up the table to ninth place.

    West Ham boss Alan Curbishley:
    "From my angle Nobby got a clean connection but then they are saying it might have been his elbow.

    "It was difficult for the referee to see but if it has been our little bit of luck then we'll take it.

    "It was always going to be a tight game and we had to keep going so I'm pleased with the result."


    Fulham: Niemi, Stalteri, Hughes, Hangeland, Konchesky, Andreasen, Bullard, Murphy, Dempsey (Johnson 76), McBride, Kamara.
    Subs Not Used: Keller, Bocanegra, Smertin, Nevland.

    Sent Off: Andreasen (88).

    Booked: Murphy, Hangeland, Andreasen.

    West Ham: Green, Neill, Ferdinand, Upson, McCartney, Ljungberg (Spector 90), Mullins, Faubert (Solano 63), Noble, Boa Morte, Cole (Ashton 80).
    Subs Not Used: Wright, Pantsil.

    Goals: Solano 87.

    Att: 25,280

    Ref: Howard Webb (S Yorkshire).

    Bringt Fair Play-Wertung West Ham in den UEFA Cup?

    Gestern habe ich mich mit der Qualifikation für den UEFA Cup beschäftigt, wobei ein Detail noch nachzutragen ist. Neben der Meisterschaft und den nationalen Cupbewerben ist eine Qualifikation nicht nur über den Intertoto Cup möglich - für den West Ham bisher nicht genannt hat! -, sondern auch über die UEFA Fairplay-Wertung.
    Neben den
    elf Gewinnern aus den Endspielen des UEFA Intertoto Cups (der allerdings 2009 abgeschafft wird!) qualifizieren sich nämlich auch drei Klubs aus der Fairplay-Wertung der UEFA für den UEFA-Pokal der kommenden Saison.
    Und in dieser Wertung führt derzeit England vor Norwegen und Deutschland. Bleibt es dabei bis Ende April, wenn die endgültige Fair Play-Wertung erstellt wird, so würde England einen zusätzlichen Platz in der ersten Qualifikationsrunde für den UEFA Cup erhalten. Je nach den Ergebnissen der Cup-Endspiele und den Ligaplätzen der Endspielteilnehmer könnte dann sogar der achte Endrang in der Premier League genügen, um sich für das Abenteuer "Europa" zu qualifizieren.
    Die Fair Play-Statistik wird nach Kriterien wie Fanverhalten, positives Spielverständnis und Vermeidung von roten und gelben Karten sowohl in Länderspielen als auch in Europacup-Spielen erstellt.

    Friday, 22 February 2008

    Weekend in England: Carling Cup Final And Fulham Away

    Das Fußball-Wochenende in England hat als Höhepunkt das Carling Cup-Finale am Sonntag um 16:00 (MEZ) in Wembley zu bieten, bei dem Vorjahresfinalist Chelsea und Tottenham (das im Semifinale Arsenal ausgeschaltet hat) aufeinander treffen. Der Gewinner des Ligacups ist für den UEFA Cup startberechtigt.
    Aus diesem Grund ist es auch für die Teams, die sich über die Meisterschaft für den UEFA-Pokalbewerb qualifizieren wollen, nicht uninteressant, ob Chelsea oder die Spurs den Ligacup gewinnen. Nur die auf dem fünften Endrang der Premier League rangierende Mannschaft qualifiziert sich nämlich jedenfalls für den UEFA-Pokal. Die auf dem sechsten und siebten Rang befindlichen Klubs können sich an diesem Wettbewerb nur beteiligen, wenn sowohl FA Cup-Sieger als auch FA Cup-Finalist und Ligacup-Sieger die Qualifikation für die Champions League oder den UEFA Cup über ihre Meisterschaftsplatzierung geschafft haben.

    Mit anderen Worten:
    Wenn Tottenham (derzeit Elfter der Ligatabelle) den League Cup gewinnt, qualifiziert es sich unabhängig von seinem PL-Endrang für den UEFA Cup; der Verlierer des morgigen Finales ist im UEFA Cup dagegen nicht dabei. Anders beim wichtigeren der beiden englischen Cupbewerbe: Der "runner-up" des FA Cup-Finales spielt im UEFA Cup (wie zB West Ham nach dem verlorenen Cupfinale 2006) - sofern er sich nicht schon über die Ligaplatzierung qualifiziert.

    Gewinnt also Chelsea morgen in Wembley, so bleibt ein zweiter UEFA Cup-Platz frei. Ein Grund mehr, als West Ham-Anhänger NICHT für Tottenham zu sein - wenn es eines solchen Grundes überhaupt bedürft hätte!!

    West Ham, das sich - trotz der Niederlage gegen Wigan und dem Unentschieden gegen Birmingham in den letzten Wochen - noch Chancen auf einen UEFA Cup-Startplatz ausrechnet, spielt am Samstag (16:00 MEZ) auswärts gegen Abstiegskandidat Fulham. Nachdem die beiden Klubs am letzten Wochenende aufgrund des FA Cup-Achtelfinales spielfrei waren, geht es morgen im altehrwürdigen Craven Cottage-Stadion am Themse-Ufer wieder zur Sache.

    Keine leichte Partie für West Ham:
    Für Fulham geht es um sehr viel und die Cottagers konnten in ihrem letzten Heimspiel gegen Aston Villa immerhin den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Ray Hodgson einfahren. Im Jänner verpflichtete man den mittlerweile 36-jährigen finnischen Altstar Jari Litmanen, der schon für Barcelona, Ajax, Liverpool und 110mal für die finnische Nationalmannschaft stürmte. Weiters holte Hodgson, der zuletzt das finnische Nationalteam trainierte, zwei Verteidiger: den Finnen Toni Kallio von Young Boys Bern den kanadischen Internationalen Paul Stalteri (leihweise von Tottenham). Außerdem sind die Offensivspieler Jimmy Bullard and Brian McBride nicht mehr verletzt; Jimmy Bullard erzielte auch prompt das Siegestor gegen Aston Villa vor drei Wochen.
    Bei West Ham hingegen dominieren erneut Meldungen über Verletzte die Berichterstatttung: Craig Bellamy musste sich neuerlich einer Leistenoperation unterziehen und fällt für zumindest sechs weitere Wochen aus.
    Angreifer Bobby Zamora hat zwar schon mehrere Spiele - durchaus erfolgreich - in der Reserve bestritten, Alan Curbishley möchte ihn aber offenbar noch nicht ins Team gegen Fulham stellen; immerhin war er seit 28. August wegen einer hartnäckigen Knieverletzung nicht mehr im "First Team"-Einsatz.
    Scott Parker beginnt nach seiner Knieverletzung am Montag mit dem Training, während Kieron Dyer nach seinem schrecklichen Unterschenkelbruch im vergangenen Herbst im Carling Cup zwar auf dem Weg der Besserung, aber noch lange nicht einsatzfähig ist.
    Immerhin soll laut Homepage von West Ham United Nolberto Solano (Muskelprobleme am Oberschenkel) für das Spiel gegen Fulham bereits wieder zur Verfügung stehen. Und der gegen Birmingham ausgeschlossene Lee Bowyer feierte einen Sieg am "grünen Tisch"; seine rote Karte führte zu keiner Sperre, er kann gegen Fulham also mit dabei sein.

    Die drei Februar-Spiele gegen "relegation strugglers" (Wigan, Birmingham und Fulham) erbrachten bisher nur einen Punkt und der März beginnt mit Spielen gegen Chelsea (H), Liverpool (A) und Tottenham (A). "We have got a tough March", meinte Manager Alan Curbishley zutreffend.

    Wenn man sich die Chance auf die Qualifikation für "Europa" erhalten will, gilt daher, was West Ham- und Australian-Teamkapitän Lucas Neill kürzlich sagte: "The season starts now!" 13 Spiele haben die Hammers noch vor sich und Neill glaubt, dass der fünfte oder sechste Tabellenplatz am Saisonende noch möglich ist. Das Match am Samstag - das übrigens am Vorabend des fünfzehnten Todestages von West Ham-Legende Bobby Moore stattfindet - wird zeigen, ob das realistisch ist.

    Thursday, 21 February 2008

    Bestellte Tévez sechs Bier?

    Im Vorjahr erklärte ein österreichischer Politiker seine Geste, die man als Neonazi-Gruß interpretieren kann, damit, er habe nur "drei Bier" bestellt.
    Und was wollte uns Carlos Tévez nach dem 1:1-Ausgleichstreffer für Manchester United in der Champions League gegen Lyon sagen, als er sechs Finger in die Höhe streckte?
    Dass Carlitos eine Bestellung für sechs Bier aufgeben wollte, ist nicht sehr wahrscheinlich, zumal der Junge ja zu Jahresbeginn noch am Schnuller saugte (rechts: Szene vom 1:0 gegen Birmingham am Neujahrstag 2008).
    Florencia, die Tochter des 24-jährigen argentinischen Ex-West Ham-Stürmers, ist zweieinhalb Jahre alt. Ihr kann der Gruß diesmal wohl nicht gegolten haben.
    Wie alt aber ist Tevez' Frau Vanessa? Vielleicht hatte sie ihren 24. Geburtstag und es sollte "Happy Birthday" heißen, was uns Carlitos da zeigte?
    Weiß jemand mehr???

    Wednesday, 20 February 2008

    Mein Jahr mit West Ham

    Seit 18. Februar ist die zweite Ausgabe von NULL ACHT, der neuen österreichischen Zeitschrift für Fußball und Sport, erhältlich (Preis: € 1,20).
    Auch der RAPIDHAMMER ist unter die Zeitungsjournalisten gegangen. In der Rubrik "spielfeldrand" findet sich der Beitrag "MEIN JAHR MIT WEST HAM" - sozusagen als Einstieg für eine regelmäßige Kolumne zum Thema Insel-Fußball, natürlich mit Schwerpunkt West Ham United.
    Da dieser Beitrag noch nicht auf der Website von NULL ACHT gelesen werden kann, hier ein "Internet-Vorabdruck" für die Leser meines Weblogs:

    MEIN JAHR MIT WEST HAM
    "Claret & Blue" - das sind heuer durchaus wieder Modefarben in der englischen Premier League. Aston Villa und West Ham United, die beide in der ausgefallenen Farbkombination "weinrot und blau" spielen, sind zwar keine Titelanwärter, können sich aber Hoffnungen auf die Qualifikation für einen europäischen Cupbewerb machen.
    Dabei hatte sich West Ham-Manager Alan Curbishley zu Beginn der laufenden Spielzeit nur "eine solide Saison" gewünscht. Seit dem Wiederaufstieg 2005 – nach zwei Saisonen in der zweiten Liga – hat sich der Klub aus dem East End von London wahrlich wie auf der Hochschaubahn gefühlt.
    In der Saison 2005-06 kam man – damals noch unter Manager Alan Pardew – bis ins FA Cup-Finale gegen Liverpool und musste sich nach einem packenden Spiel (3:3) erst im Elferschießen geschlagen geben.
    Im Vorjahr dagegen lagen die "Hammers" nach der Übernahme des Klubs durch ein isländisches Konsortium, dem folgenden Trainerwechsel und rechtlichen Turbulenzen um die Spielberechtigung der Argentinier Carlos Tévez und Javier Mascherano die längste Zeit auf einem Abstiegsplatz. Besagter Carlos Tévez und Mark Noble, ein neunzehnjähriger Eigenbauspieler, inspirierten die Londoner aber zu einer fulminanten Aufholjagd, die in einem 1:0-Auswärtssieg gegen Manchester United und dem damit geschafften Klassenerhalt kulminierte.
    Tévez wechselte im Sommer zu ManU, für ihn kamen unter anderem Craig Bellamy von Liverpool und Freddie Ljungberg von Arsenal zum Boleyn Ground, der Heimstätte von West Ham.
    Dort ertönt vor jedem Spiel die traditionelle Hymne "Bubbles" über die Lust am Produzieren von Seifenblasen und Träumen – auch wenn sie immer wieder zerplatzen. Wenn vor Spielbeginn die 35.000 im regelmäßig ausverkauften Stadion mitsingen, kriegt man wirklich die Gänsehaut. Sportliche Höhepunkte am Upton Park, wie das Stadion in der multikulturellen Green Street nach der nahen U-Bahn-Station auch genannt wird, waren in dieser Saison bislang Siege gegen Manchester United (2:1) und Liverpool (1:0).
    Eine "solide Saison" hat sich Manager Alan Curbishley gewünscht. Ob es noch mehr wird, hängt nicht zuletzt davon ab, ob das Verletzungspech, das dem Klub heuer an den Fersen klebt, abgeschüttelt werden kann. Eine Riesenfreude für die "supporters" der "Hammers" wäre es aber auch, wenn man sich heuer als drittbester Premier League-Klub in London etablieren könnte. Die Chance ist da, denn Rivale Tottenham liegt nach einem schwachen Saisonbeginn hinter den "Hammers".

    Tuesday, 19 February 2008

    Ein Hoch auf die Blatter-Platini-Achse

    "The more I think about the good turn the disapproving words of Sepp Blatter and Michel Platini did English football last week, the more I am reminded of Hans Blix and Jacques Chirac vainly trying to warn Tony Blair against the advisability of invading Iraq. What a pity those two didn't have Fifa/Uefa-style authority over our neo-imperialist ambitions."
    Richard Williams (Guardian) freut sich über den Dämpfer, den die kritischen Kommentare von Blatter/Platini (rechts) dem Plan der Premier League, eine 39. Runde in Übersee zu spielen, versetzt haben. Nach diesen Aussagen war auch der englische Verband, der sogar seine Bewerbung für die Fußball-WM 2018 in Gefahr sieht, über Mr. Scudamores Ansinnen "not amused".

    FA Cup: Nani Showboat

    Es war zum Ärgern, dass die beiden Premier League-Spitzenreiter Manchester United und Arsenal im FA Cup-Achtelfinale am letzten Samstag zumindest fünf Stammspieler schonten (kein Tévez, kein Giggs, kein Ronaldo, kein Senderos, kein Adebayor...).
    Aber das Spiel stand dennoch auf hohem Niveau und war für den neutralen Zuschauer äußerst unterhaltsam - weniger dagegen für die Arsenal-Fans, denn die Gunners mit Jens Lehmann im Tor kamen ordentlich unter die Räder. Die 0:4-Niederlage kommt einer Demütigung gleich.
    Besonderen Spaß mit den Gunners-Verteidigern hatte Herr Nani von ManU: Was er in diesem Video zeigt, ist ebenso sehenswert wie provokant! (Zur Diskussion über diese Szene siehe Richard Williams im Guardian.)

    Das FA Cup-Viertelfinale wird am Samstag, 8. März, 15:00 (GMT) gespielt.
    Die am Montag gelosten Paarungen:
    1 Sheffield United oder Middlesbrough (Replay 27.2.) v Cardiff City
    2 Manchester United v Portsmouth
    3 Bristol Rovers v West Bromwich Albion
    4 Barnsley v Chelsea

    Der letzte Klub aus der zweiten Liga, der das FA Cup-Finale erreichte, war übrigens West Hams "Erzrivale" Millwall 2004. (Milwall verlor durch Tore von Cristiano Ronaldo und van Nistelroy (2) 0:3.) Diesmal ist mit den Bristol Rovers noch ein Klub aus der dritten Liga im Bewerb. Barnsley, das es nach Liverpool nun mit Chelsea (H) zu tun bekommt, Sheffield, Cardiff und WBA spielen in der Championship.

    Fabio Capello lobt englische Fußballkultur

    Aber keine guten Aussichten für Robert Green
    Für West Ham-Keeper Robert Green - laut ironischer Einschätzung seines Handschuhmachers ohnehin nur "England's No. 6" (Bild rechts) - schaut's nicht gut aus mit einer Einberufung in die englische Nationalmannschaft. In einem Interview mit dem italienischen Radio sagte Englands Teamtrainer Fabio Capello, er sei gezwungen gewesen, gegen die Schweiz einen 38 Jahre alten Tormann zu nominieren, aber er habe beim U21-Team einen Goalie gesehen, der sehr interessant für ihn sei.
    Gemeint ist Joe Hart von Manchester City. Rob Green von West Ham United erwähnte der Italiener in dem Interview, in dem er auch den Mangel an heimischen Spielern in der Liga beklagte (“nur 38% der Spieler sind englisch, die Auswahl ist beschränkt!”) hingegen nicht.
    Portsmouth-Coach Harry Redknapp, der sich am Wochenende über eine beeindruckende Leistung des aktuellen Teamkeepers David James freuen konnte (Portsmouth besiegte im FA Cup Preston North End mit 1:0), meinte hingegen, er würde mit James, der bald 38 Jahre alt wird, auch noch bis zur WM 2010 planen.
    Capello, der sich noch immer weigert, Pressekonferenzen in Englisch zu geben, hat sich in dem Interview mit dem italienischen Radio sehr positiv über die englische Fußballkultur geäußert:
    “The stadiums are always full, and the [fan] participation is very high, but always very orderly,” sagte er.
    Und auch die englischen Schiedsrichter erwähnte Capello durchaus lobend: “As far as the referees, they let the play run a lot more than in Italy, where the play is continually interrupted.”
    Eine Beobachtung, die West Hams französischer Mittelfeldspieler Julien Faubert nur bestätigen kann: “The refs don’t whistle often”, sagte er vor kurzem in einem Interview.

    (PS: Wer das das erwähnte Faubert-Interview liest, sollte allerdings auch die Antwort von West Ham-Manager Alan Curbishley studieren!)

    Monday, 18 February 2008

    HANSE DER WOCHE: Erwin Hoffer

    Es gibt wieder einen "Hanse der Woche"*) - und er trägt sogar Grün-Weiß, wie der Namensgeber dieses ehrenvollen Titels. Es hätte sich diesmal aber auch kein anderer als unser "Jimmy" diesen Titel verdient.
    "Mit O-Beinen zum Sieg" überschreibt Daniel Mandl sein Posting im KURIER-Blog "Fankurve" und würdigt dort die "Kickerhax'n" der 20-jährigen Rapid-Stürmerhoffnung Erwin Hoffer. Diese klassischen O-Beine, für die Fitnesscoach Canestrini sogar ein Sondertrainingsprogramm entworfen hat, hämmerten am Samstag in der Klagenfurter EM-Arena den Ball in einer Art und Weise ins Netz des Austria Kärnten-Tores, wie es nicht oft gelingt.

    "Ich habe noch nie so ein Tor geschossen", sagte der Torschütze selbst zu seinem für den SK Rapid erlösenden ersten Tor, dem er in diesem Spiel bald noch ein zweites folgen ließ.

    Es war die 80. Minute, in der "Jimmy" Hoffer nach Pass von Hofmann aus spitzem Winkel, fast von der Toroutlinie, zum Schuss ansetzte und - wie Marco van Basten (EM-Finale 1988) - den Ball aus spitzem Winkel via Latte und Stange zum 1:0 ins Netz donnerte. Nur wenig später netzte der Rapid-Angreifer erneut ein und der Rekordmeister gewann letztendlich verdient mit 2:0 beim Abstiegskandidaten.

    Bei der für Österreich so erfolgreichen U20-Weltmeisterschaft im Sommer in Kanada (4. Platz) spielte Hoffer vor allem als "Joker" eine entscheidende Rolle. Auch bei Rapid kam der pfeilschnelle junge Stürmer bisher über die Joker-Rolle nicht hinaus, obwohl er mit seinen Toren vom Wochenende nun schon bei 11 Bundesliga-Treffern hält.
    Der mit Lob meist zurückhaltende Trainer Peter Pacult sang aber nach dem Kärnten-Spiel beinahe schon eine Lobeshymne auf den introvertierten jungen Angreifer: "Jimmy hat in den vergangenen Wochen brav gearbeitet – das war noch nicht alles", meinte Pacult. "Er hat seine Torgefährlichkeit zweimal beweisen und seine Aufstellung absolut gerechtfertigt", lobte der Rapid-Coach, der auch die leihweise verpflichtete Neuerwerbung Stefan Maierhofer (der für Bazina eingewechselt wurde) positiv hervorhob: "Er hat seine Sache gut gemacht, war bei hohen Bällen immer da. Wir haben durch ihn mehr Alternativen". Rapid liegt jetzt einen Punkt hinter Red Bull Salzburg an zweiter Stelle in der Tabelle der österreichischen Bundesliga.
    Erwin Hoffer, dessen Spitznamen ihm ein früherer Betreuer in Anspielung auf den amerikanischen Gewerkschaftsführer Jimmy Hoffa gab, war schon als Jugendlicher ein glühender Rapid-Fan und gründete sogar einen eigenen Fanklub. Der am 14. April 1987 in Baden bei Wien geborene Stürmer kam 2006 von der Admira zu Rapid. In der Jugend spielte er beim 1. SC Haidhof, bei Tribuswinkel und beim BAC (Badener AC).
    Für mich ist "Jimmy", der zweieinhalb Wochen älter ist als West Hams Mark Noble, ein echter "local hero". Denn als Schüler war ich regelmäßig auf dem von meinem Wohnort nicht weit entfernten, mit dem Fahrrad leicht zu erreichenden BAC-Platz zu finden, bevor ich meinen Aktionsradius ausdehnen und nach Wien-Hütteldorf oder später zum Upton Park fahren konnte, um Hans Krankl und Rapid bzw. die Hammers "live" zu bewundern.
    *) In der Rubrik
    "HANSE DER WOCHE" (benannt nach Rapid-Legende Hans Krankl) wird regelmäßig ein Akteur aus der weiten Welt des Fußballs vor den Vorhang gebeten und vom RAPIDHAMMER der Akklamation durch die werte Leserschaft empfohlen.

    Never Waste A Day

    "Never waste a day", gibt uns West Ham-Innenverteidiger Matthew Upson heute einen über das Fußballgeschäft hinaus wichtigen Rat mit auf den Weg.
    Der 28-Jährige, der in dieser Saison für West Ham bisher in allen Ligaspielen von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz stand und gegen die Schweiz zum achten Mal im englischen Team spielte, trägt heuer das Trikot mit der "Nummer 6" - die Nummer, mit der der legendäre Bobby Moore spielte.
    Auf der Homepage von West Ham beschreibt Upson, der beim 2:1-Sieg über Manchester United heuer auch schon ein entscheidendes Tor erzielt hat, seine Philosophie so:
    "Turn up to work every morning and improve at something, even if it's learning how to do something really miniscule, it doesn't matter. Take something out of the day which has made you a better player. If you do that throughout your career, you can only get better."
    Diese Einstellung kann auch abseits des grünen Rasens durchaus zur Nachahmung empfohlen werden!

    Sunday, 17 February 2008

    Stellungnahme der FA zur Premier League-Extra Runde

    Man muss in der Frage der "Extra-Runde" der Premier League, die im Ausland gespielt werden soll und bereits auf herbe Kritik gestoßen ist, zwischen der Position der Premier League, von der die Idee stammt, und jener des englischen Fußballverbandes FA unterscheiden.
    Nachdem FIFA und UEFA sich bereits sehr negativ zu dem Plan geäußert haben, hat die FA am letzten Freitag, 15. 2., ein durchaus reserviertes - wenn auch noch nicht endgültiges - Statement herausgegeben:
    FA statement Friday, 15 February 2008.
    The FA has listened carefully to the comments made by FIFA President Sepp Blatter regarding the Premier League’s proposal for an international round of fixtures. This proposal has generated a high level of debate both domestically and with the international football family. While The FA has given full consideration to views expressed by all parties, we must also make our own position on this subject clear.
    We can confirm that The FA did speak to FIFA General Secretary Jerome Valcke about this matter yesterday. We explained that while we had received a verbal summary on the subject, at this time we are not in possession of any detailed proposals from the Premier League to pass on to FIFA.
    It was also made clear to FIFA that The FA has some serious reservations about the proposal. We have a responsibility to the whole of English football and we have to consider any wider consequences and implications that this proposal may create.
    As a national association we also recognise the authority of FIFA and its Executive Committee.
    We have heard the criticism from supporters and the objections raised by others in the worldwide football family.
    The FA has worked extremely hard for several years to improve our relationships and standing with FIFA and UEFA, and has largely succeeded.
    Clearly we do not want this extensive work to be damaged. We also do not want the Premier League’s proposal to affect England’s 2018 World Cup bid in any way. At this time, due to The FA’s strong international relations, we do not believe it has.
    This matter will be discussed at The FA’s scheduled Board meeting which will take place next Thursday, 21 February. This will provide an opportunity for The FA Board to fully debate the subject as a group for the first time.
    The FA’s Chairman Lord Triesman said: “I am determined that our international and domestic relations must be sustained at the highest level, and I will not countenance any damage to those relations.”

    FA Cup: Pogatetz-Kopfball wär's gewesen...

    ... aber leider wurde sein Kopfball in der 88. Minute von einem Sheffield United-Verteidiger auf der Linie abgewehrt. So endete das FA Cup-Match der fünften Runde zwischen Sheffield United und Middlesbrough 0:0 und Dienstag in einer Woche steigt das Replay in Middlesbrough. Pogatetz (Bild) spielte bei "Boro" durch und durfte nach Arcas Auswechslung ab der 67. Minute als Kapitän agieren. In Minute 73 sah der Österreicher die gelbe Karte.
    Portsmouth unter Ex-Hammers-Coach Harry Redknapp, aber ohne Angreifer Jermain Defoe (cup-tied), besiegte hingegen knapp - und unverdient - Zweitligist Preston Northend mit 1:0 durch ein Eigentor von Carter in der 93. Minute. Zuvor hat David James einen Elfmeter von Whaley in der 2. Halbzeit abgewehrt.

    Das Viertelfinale wird morgen, Montag, um 14:25 (MEZ) am Soho Square ausgelost.
    Im Topf sind:
    1 Bristol Rovers
    2 Cardiff City
    3 Sheffield United or Middlesbrough
    4 Barnsley
    5 Manchester United
    6 Portsmouth
    7 West Bromwich Albion
    8 Chelsea
    Die sechste Runde wird am 8. und 9. März gespielt.
    Nur noch zwei Spiele bis Wembley!!!

    Klub des "Traumhüters" liefert wieder Sensation

    Wer hat es nicht gelesen? Ronald Rengs Fußballbuch "Der Traumhüter - Die unglaubliche Geschichte eines Torwarts".
    Der Kölner Lars Leese kam im August 1997 völlig überraschend als Tormann zu dem damals erstmals in der Vereinsgeschichte in die englische Premiership aufgestiegenen FC Barnsley und musste, als der erste Keeper David Watson ausfiel, schon bald nach Meisterschaftsbeginn regelmäßig in der besten Liga der Welt ran. Und das, obwohl er zuvor als dritter Keeper bei Bayer Leverkusen kein einziges Bundesligaspiel bestritten hatte.
    Nach einer Reihe von Niederlagen spielte Barnsley am 22. November 1997 an der Anfield Road gegen den FC Liverpool - und holte einen sensationellen 1:0-Auswärtssieg. Es war ein Spiel, wie es sie immer wieder gibt - ein Team rennt an und rennt an, das andere Team hat eine Torchance und gewinnt. Lars Leese ("Lies" nannten ihn die Engländer!) war nicht zu bezwingen gewesen.
    Samstag wiederholte der nun in der Championship spielende FC Barnsley die Sensation von 1997. Durch ein Tor von Brian Howard in der 90. Minute warfen die Roten aus Barnsley die "Reds" aus Liverpool, bei denen auch Ex-Hammer Yossi Benayoun sich vergeblich bemühte, im eigenen Stadion vor 42.000 Zuschauern aus dem FA Cup. Obwohl der Vierzehntplazierte der zweiten Liga durch einen Treffer von Dirk Kuyt in der 32. Minute mit 0:1 in Rückstand geraten war, konnten Stephen Foster (57.) und Brian Howard (90.) die Partie völlig überraschend für die Gäste noch umdrehen.
    Und auch diesmal gibt es eine besondere Geschichte rund um den Torhüter von Barnsley: Wie The Home of Football berichtet, musste Barnsley drei Tage vor dem Match notfallmässig einen Torhüter organisieren. Die Nummer 1 war verletzt, der zweite Torhüter nicht spielberechtigt. Also gelangte man an Luke Steele, die Nummer 2 von West Bromwich Albion, den man für einen Monat ausleihen konnte. In seinem ersten Spiel für die "Tykes" ("Köter") zeigte er an der Anfield Road eine überragende Leistung und trieb mit unglaublichen Paraden Liverpool zur Verzweiflung - nicht anders als Lars Leese vor mehr als zehn Jahren.
    Simon Davey, der Barnsley-Trainer, der den Transfer-Coup eingefädelt hatte, meinte nach dem Spiel über Steele: Er absolvierte einige Trainings mit uns, das reichte aber nicht, um sich unsere Namen und Gesichter zu merken. Also studierte er im Internet unsere Spieler und versuchte, sich die Namen einzuprägen.
    "We have a new set of Anfield heroes", jubelt nun die vereinseigene Homepage.
    Und während Liverpool-Coach Rafa Benitez, dessen Posten damit wieder etwas wackliger geworden ist, seine große Enttäuschung eingestehen musste, war Barnsley-Manager Simon Davey überglücklich: "Das ist ein Märchen. In der Schlussminute an der Anfield Road das Siegestor zu machen, das werden die Spieler nie in ihrem Leben vergessen", freute sich der siegreiche Coach.
    Und nach der 0:4-Niederlage von Arsenal bei ManU sind damit schon wieder zwei Premier League-Klubs aus dem FA Cup ausgeschieden. Da waren's nur noch zwei... Aus den sechs Samstag-Partien sind nur zwei Klubs aus der höchsten Spielklasse in die nächste Runde aufgestiegen. Am Sonntag können mit dem FC Middlesbrough und Portsmouth aber noch zwei dazukommen, wenn sie ihre Spiele gewinnen und in die Runde der letzten acht aufsteigen.

    Die Resultate:
    FA Cup 5th Round, 16 Feb 2008:
    Manchester United FC 4 - 0 Arsenal FC
    Cardiff City FC 2 - 0 Wolverhampton Wanderers FC
    Liverpool FC 1 - 2 Barnsley FC
    Coventry City FC 0 - 5 West Bromwich Albion FC
    Chelsea FC 3 - 1 Huddersfield Town FC
    Bristol Rovers FC 1 - 0 Southampton FC

    Sonntag spielen:
    14:00 (GMT) Sheffield United v Middlesbrough
    16:00 Preston North End v Portsmouth

    Saturday, 16 February 2008

    FA Cup: Man Utd v Arsenal

    Endlich einmal ein echtes englisches Spitzenspiel live im Free TV:
    Das Deutsche Sportfernsehen DSF überträgt heute, Samstag, das Achtelfinal-Duell des FA Cups Manchester United gegen FC Arsenal. Dabei treffen die beiden Top-Clubs der Premier League aufeinander - für einen der beiden Rivalen ist der Cup-Wettbewerb damit schon in der Runde der letzten 16 beendet. Bei den "Gunners" steht in der Neuauflage des Endspiels von 2005 wohl erneut Jens Lehmann im Tor, bei Manchester United wird man sehen, wie sie die Derby-Niederlage vom letzten Wochenende gegen City verdaut haben (BBC-Vorschau hier).
    Spielbeginn: 18:15 MEZ.

    Thursday, 14 February 2008

    Real die Reichsten

    West Ham United zählt nicht mehr zu den Top 20 der reichsten Fußballklubs der Welt - obwohl es einem Milliardär gehört (Björgólfur Guðmundsson, laut Forbes-Magazin an 799. Stelle der Reichsten der Welt). Angeführt wird die Liste der Reichsten der Reichen weiterhin von Real Madrid. Die "Königlichen" sind das dritte Mal hintereinander jener Klub, der die meisten Einnahmen generierte: £236.2 Millionen (€ 351.8 Mio).
    Die Hammers, die in ihrer ersten Saison nach dem Wiederaufstieg (2005/06) mit Einnahmen von £60.1 Mill. auf dem 19. Platz gelistet waren, sind in der von Deloitte's veröffentlichten "Football Money League" 2006/07 nicht mehr unter den ersten Zwanzig. Auch Glasgow Rangers, Manchester City und Benfica sind in der aktuellen "Geld-Liga" nicht mehr dabei.
    Zu beachten ist allerdings, dass die Aufstellung die vergangene Saison betrifft, in der West Ham beinahe permanent gegen den Abstieg kämpfte, während 2005/06 auch ein dezenter "Cup-run" bis ins Finale gegen Liverpool zweifellos einige Pounds mehr in die Kassa der Hammers spülte. Die "Liga" für die laufende Saison kann angesichts der verbesserten Performance des Klubs aus dem Londoner East End schon wieder ganz anders aussehen, zumal West Ham United eine Pre-Season-Tour durch Nordamerika plant, die sicher auch einige Einnahmen zu jenen aus der laufenden Saison addieren würde. (Ob die Hammers also nicht mehr in der Steiermark trainieren werden wie im letzten Juli?)
    Hinter dem Reichsten der Reichen, Real Madrid, liegt Manchester United, das die "Geld-Liga" acht Jahre dominiert hatte, bevor sie von Real überholt wurden. Sieben britische Klubs liegen in den Top 20 (sechs englische, ein schottischer). Bei Deloitte erwartet man für die kommenden Jahre, dass die englischen Klubs zu den spanischen Top-Klubs Real und Barca aufschließen. Schon im diesjährigen Ranking verbesserten sich die "Red Devils" mit einem Umsatzsprung von 30% vom vierten wieder auf den zweiten Platz und verdrängten mit Einnahmen von £212,1 Millionen (€ 315.4 Mio) den FC Barcelona auf Platz 3.
    "Die neuen Dreijahres-TV-Verträge der Premier League, die mit Beginn der Saison 2007/08 in Kraft getreten sind, werden die Erlösstruktur der englischen Top-Klubs weiter verbessern und den Vorsprung von Real Madrid schmelzen lassen", meinte Stefan Ludwig von Deloitte.
    Dass Geld Fußball spielt, zeigt übrigens der Umstand, dass die Champions League in den letzten zehn Saisonen neun Mal von Klubs gewonnen wurde, die zu den zehn reichsten der "Money League" gehören. Nur der FC Porto (CL-Sieger 2003/04) schaffte es, diese Dominanz einmal zu durchbrechen.

    Deloitte's WORLD'S WEALTHIEST CLUBS BY REVENUE 06/07
    (last year's position in brackets, income in Million-Euros)
    1 (1) Real Madrid 351.8
    2 (4) Manchester United 315.4
    3 (2) FC Barcelona 291.1
    4 (6) Chelsea 284.4
    5 (9) Arsenal 264.2
    6 (5) AC Milan 227.7
    7 (8) FC Bayern Munich 223.7
    8 (10) Liverpool 202.1
    9 (7) Inter 195.4
    10 (12) AS Roma 157.7
    11 (15) Tottenham Hotspur 153.6
    12 (-) Juventus 145.5
    13 (11) Lyon 141.5
    14 (13) Newcastle United 129.4
    15 (16) SV Hamburg 121.3
    16 (14) Schalke 04 114.5
    17 (-) Celtic 111.8
    18 (-) Valencia 107.8
    19 (-) Marseille 99.7
    20 (-) Bremen 97.0
    Source: Deloitte: 2006/7

    Tuesday, 12 February 2008

    Trapattoni kommt nicht zu West Ham - aber wer dann?

    Laut Hammered Blog soll West Ham United eine Short-list mit zwei Kandidaten für den Posten eines Sportdirektors oder "technischen Direktors" erstellt haben. Die Ernennung werde noch im Februar erfolgen. Das Anforderungsprofil für diesen Posten, für den vor kurzem auch Salzburg-Coach Trapattoni ins Spiel gebracht wurde, umfasst Scouting (West Ham war angeblich einer von wenigen PL-Klubs, die keinen Scout beim African Cup of Nations hatten!) sowie die Entwicklung des neuen Stadions und eines neuen Trainingsgeländes. Giovanni Trapattoni kann - zum Glück für West Ham, sage ich! - nicht auf der Short-list stehen, denn schon morgen soll er als neuer Teamchef der Republik Irland präsentiert werden; er wird bei Red Bull somit nur mehr bis Saisonende auf der Trainerbank sitzen.
    Wer die beiden möglichen Kandidaten für den neuen West Ham-Job sind, verrät die Times nicht.
    Stattdessen teilt uns die Times in einem anderen West Ham-Artikel mit, dass wir Craig Bellamy in dieser Saison voraussichtlich nicht mehr "in action" sehen werden. Er muss sich zwei Operationen (Leiste, Knie) unterziehen. Bellamy, der im Sommer um £7.5 Millionen von Liverpool gekommen ist, brachte es bisher nur auf sieben Ligaeinsätze und könnte nun für den Rest der Saison ausfallen.

    Ein Bild wie aus dem Album

    Am Sonntag spielten Manchester United und Manchester City in Erinnerung an die vor 50 Jahren beim Münchener Flugzeugunglück ums Leben gekommenen Mitglieder des damaligen ManU-Teams ohne Werbeaufschriften auf den Dressen. Carlos Tévez gelang bei dieser Aktion gegen City-Goalkeeper Joe Hart kein Tor, Manchester United verlor das Derby in Old Trafford 1:2.
    Bei dem Flugzeugunglück am 6. Februar 1958 waren acht Mitglieder der vielleicht besten Mannschaft aller Zeiten und fünfzehn weitere Passagiere gestorben. Die umstrittene Schweigeminute zu Beginn des Spieles wurde zwar etwas verkürzt, aber auch von den Manchester City-Fans respektiert.
    Durch die Niederlage gegen Manchester City verlor United wichtige Punkte im Titelkampf. Nach Arsenals 2:0-Sieg gegen Blackburn am Montag Abend haben die Gunners schon fünf Punkte Vorsprung auf Verfolger ManU und 8 Punkte auf Chelsea.

    Wie wahrscheinlich ist die Premier League-Extra Runde?

    Die Premier League verfolgt ihren Plan, eine 39. Meisterschaftsrunde außerhalb Englands zu spielen, weiter. Die englischen Zeitungen melden, dass die Premier League ein hochrangiges Team zusammenstellt, das die Idee einer "International Round" von Matches umsetzen soll. Auch der - bisher sehr kritische - Standpunkt der Anhänger soll berücksichtigt werden.

    Bei der Premier League argumentiert man auch damit, dass ihre Idee den Plänen, eine weltweite Liga mit den größten Klubs wie Manchester United, Arsenal, AC Milan und Real Madrid den Wind aus den Segeln nehmen soll.

    Entgegen ersten Berichten soll es bei der Auslosung der 39. Runde keine gesetzten Klubs geben, sodass auch ManU gegen Arsenal gelost werden könnte. Immer noch unklar ist mir aber, wie die Symmetrie der Meisterschaft gewahrt werden soll, denn das Meisterschaftssystem bedingt seit jeher einen Modus "jeder gegen jeden", auch wenn natürlich Play Off-Spiele am Ende einer Meisterschaftssaison stehen können. Gerade das ist hier aber nicht geplant. Die Extra-Runde, deren Spiele an die meistbietenden Veranstalter versteigert werden soll, soll im Jänner gespielt werden.

    Interessant wird auch sein, wie sich die englische FA zu diesem kühnen Plan der PL stellt. Henry Winter im Telegraph meint, die FA könne sich ihr Einverständnis teuer bezahlen lassen, etwa zusätzliche Vorbereitungszeiten für Fabio Capellos Nationalmannschaft herausschinden oder ein "gentlemen's agreement" der Liga verlangen, das die Zahl ausländischer Spieler beschränkt. Fabio Capello wird schon bemerkt haben, dass nur 38 % der von ihm bei Premier League-Matches beobachteten Akteure in seiner Nationalmannschaft spielberechtigt sind.

    Jeder vernünftige Fußballfan betet, dass Richard Scudamores Plan auf dem Reißbrett bleibt. Aber wenn die Premier League - wie es aussieht - diese verrückte Idee der Profitmaximierung ohne Rücksicht auf die Fairness der Meisterschaft weiterverfolgt, so sollte man für deren Durchführung jedenfalls einen hohen Preis verlangen, meint Henry Winter mit Blick auf den englischen nationalen Fußballverband.

    Monday, 11 February 2008

    West Ham 1 Birmingham 1

    Samstag, 9/2/2008, 15:00 (GMT)
    West Ham: Green, Neill, Ferdinand, Upson, McCartney, Ljungberg, Bowyer, Mullins, Etherington (Camara 83), Ashton (Spector 90), Cole (Faubert 62).
    Subs Not Used: Wright, Collison.
    Sent Off: Bowyer (88).
    Goal: Ljungberg 7.
    Birmingham: Maik Taylor, Kelly, Martin Taylor, Ridgewell, Murphy, Larsson, Muamba, Johnson, McSheffrey (Parnaby 87), Forssell (Jerome 76), McFadden.
    Subs Not Used: Doyle, Nafti, Zarate.
    Booked: Johnson, McSheffrey, Muamba, Maik Taylor, Jerome.
    Goal: McFadden 16 pen.
    Att: 34,884.
    Ref: Mark Clattenburg (Tyne & Wear).

    Sunday, 10 February 2008

    Ein fußball-loses Wochenende

    Ein Wochenende in Prag - nein, nicht mit dem SK Rapid, der am Samstag gegen den tschechischen Rekordmeister Sparta Prag in einem Freundschaftsspiel 0:0 spielte.
    Aber dem Fußball entkommt man auch hier nicht: die EURO wirft ihre Schatten voraus (Foto: Werbung an einem Sportgeschäft).
    Von den Premier League-Resultaten erfuhr ich erst am Sonntag beim Frühstück - enttäuschendes 1:1 von West Ham gegen Birmingham -, den 4:2-Sieg Ghanas gegen die Elfenbeinküste (Afrika Cup, Spiel um den 3. Platz) kriegte ich aber schon gestern Abend mit, denn das Spiel lief überall auf Eurosport.
    In einem Souvenirgeschäft, in dem es auch T-Shirts und Fußballleiberln gab, stellte sich mir die Frage, ob man in Prag jemals West Ham-Dressen zu kaufen kriegen wird. Nur drei der "Big Four" hingen da am Haken (neben Milan, Barcelona, Brasilien, Argentinien und selbstverständlich Tschechien). Der Vierte der Großen aus der Premier League fehlte wohl zurecht, denn Liverpool schwächelt heuer enorm.
    Mit Ergebnissen wie dem 1:1 gegen Abstiegskandidat Birmingham wird sich am mangelnden Interesse der Touristen an West Ham-Leiberln auch so schnell nichts ändern. Immerhin erzielte Freddie Ljungberg am Samstag sein erstes Tor für die Hammers, aber vor allem in der zweiten Hälfte dürfte West Ham nur mehr wenig Erfreuliches zustande gebracht haben.
    Zum Glück hatte unser Prag-Wochenende nichts mit Fußball zu tun, schließlich ist dieser für mich ja nur eine "Nebensache" im Leben.
    West Ham macht nun zwei Wochen Pause, denn am nächsten Wochenende wird FA Cup-Runde 5 gespielt, die Premier League hat spielfrei.
    Und im FA Cup ist West Ham bekanntlich nicht mehr dabei...

    Friday, 8 February 2008

    West Ham v Birmingham City

    Seit 15. Dezember ist West Ham im eigenen Stadion ungeschlagen, zuletzt gab es drei Heimsiege in Folge (ManU, Fulham, Liverpool). Morgen Samstag (16:00 MEZ) kommt "relegation struggler" Birmingham zum Boleyn Ground. Die Hammers müssen die Auswärtsniederlage gegen Wigan auf dem Krautacker des JJB Stadiums wegstecken und unbedingt gewinnen, um sich in der Tabelle weiter nach oben orientieren zu können.
    Das erste Spiel gegen den Aufsteiger in dieser Saison gewann West Ham durch ein Elfertor von Mark Noble mit 1:0.
    Matchvorschau der West Ham Official Site: hier!
    BBC-Matchvorschau hier!
    BBC-pundit "Lawro" tippt aufgrund der Verkleinerung der Verletztenliste bei West Ham einen knappen 2:1-Sieg, glaubt aber nicht, dass West Ham noch eine Chance auf einen UEFA Cup-Platz hat. Birmingham (Platz 18 in der Tabelle) sei derzeit nicht in Form, meint Lawro.

    Africa Cup: Ghana gegen Elfenbeinküste nur um Platz 3

    Veranstalter Ghana wurde am Donnerstag von Kamerun im Halbfinale geschlagen. Die "Black Stars" mit West Ham-Verteidiger John Pantsil waren zwar das couragiertere Team, wurden aber durch einen herrlich vorgetragenen Konter der Kameruner mit 1:0 besiegt (Tor: Alain Nkong, 71.).

    Überraschend und sehr deutlich verlor der Turnierfavorit Cote d'Ivoire mit Drogba gegen Titelverteidiger Ägypten mit 1:4.

    Nun spielen am Samstag um 18:00 Ghana und Elfenbeinküste um Platz 3, während das Finale am Sonntag um 18:00 Ägypten und Kamerun bestreiten (live auf Eurosport).

    West Hams senegalesischer Angreifer Henri Camara scheiterte übrigens schon in der Gruppenphase mit seiner Nationalmannschaft und ist bereits nach London zurückgekehrt und könnte gegen Birmingham City am Samstag eingesetzt werden.

    FIFA: "6+5-Regel" schon ab Mai?

    FIFA-Präsident Joseph "Sepp" Blatter treibt die Einführung der 6+5-Regel weiter voran. Beim FIFA-Kongress Ende Mai in Sydney will der Schweizer die Einführung beantragen.
    Bringt Blatter die Regel tatsächlich durch, würde das für die Klubs einschneidende Veränderungen mit sich bringen. Dann nämlich müssten in jeder Mannschaft mindestens sechs Spieler aus dem Heimatland des jeweiligen Vereins in der Startelf stehen.
    "Mit den Jahren haben die Klubs durch immer mehr ausländische Spieler aus immer entfernteren Ländern zuerst ihre lokale, dann ihre regionale und schließlich gar ihre nationale Identität verloren", erklärte Blatter.
    Die FIFA-Fußball-Kommission unter dem Vorsitz von Franz Beckenbauer bewertete die 6+5-Regel grundsätzlich als notwendig und aus moralischer Sicht auch als empfehlenswert, hegt hinsichtlich ihrer Wirksamkeit aber auch gewisse Zweifel.
    Auf die mangelnde Vereinbarkeit einer solchen Beschränkung mit dem europäischen Gemeinschaftsrecht hat der RAPIDHAMMER schon früher hingewiesen. Sepp Blatter meint zu dieser Problematik, die EU müsse im Interesse des Sports eine Ausnahmeregelung zulassen. Manchester-United-Manager Sir Alex Ferguson hat übrigens im November des Vorjahres eine Lanze für eine freiwillige Beschränkung der Ausländeranzahl in der Premier League gebrochen.
    In Österreich gibt es den sogenannten "Österreicher-Topf", der den Einsatz heimischer Spieler für die österreichischen Bundesligavereine finanziell attraktiv macht.

    Ominöser Artikel 17 soll geändert werden

    Spieler zum Schnäppchenpreis - oder doch nicht?

    Vor einer Woche machten fast alle Sportseiten mit einem Urteil des CAS vom 30. Jänner 2008 auf. Mit dieser Entscheidung wurde ein Rechtsstreit um den vorzeitigen Wechsel des schottischen Internationalen Andrew Webster (rechts) von seinem früheren Klub Heart of Midlothian (Schottland) zum englischen Premier League-Klub Wigan entschieden. Webster hatte vor dem Ende der Laufzeit seines auf vier Jahre abgeschlossenen Vertrages eine einseitige Auflösung dieses Vertrages ausgesprochen, um von Heart of Midlothian zu Wigan wechseln zu können.
    Die drei Schiedsrichter des Genfer Sportgerichtshofes - Quentin Byrne-Sutton (Schweizer Rechtsanwalt), Jean-Jacques Bertrand (französischer Rechtsanwalt) und Hon. Michael Beloff (Barrister aus London) - hatten die Frage zu klären, welche Schadenersatz- bzw. Ablösesumme dem Verein für diesen offensichtlichen Vertragsbruch des Spielers zustand.
    Die in erster Instanz zuständige FIFA-Schlichtungsstelle (DRC/Dispute Resolution Council) hatte dem Klub eine Summe von 625.000 Pfund zugesprochen, zahlbar von Webster und Wigan zu ungeteilten Handen, und den Spieler für zwei Wochen gesperrt. Den Hearts war das zuwenig, der Gegenseite zu viel. Also wurde der Court of Arbitration for Sport (CAS) in Genf angerufen.
    Dieser hatte den Artikel 17 des FIFA Regulativs auszulegen. Diese Bestimmung regelt die Konsequenzen einer vorzeitigen grundlosen Vertragsbeendigung.

    Auslegung des Artikels 17 durch den CAS
    Nach dem FIFA Status Regulativ kann ein Profi bei einem Wechsel ins Ausland seinen Kontrakt nach einer geschützten Laufzeit von drei (bis zum 28. Lebensjahr) oder zwei Jahren (nach dem 28. Lebensjahr) einseitig auflösen. Der vertragsbrüchige Vertragsteil muss der anderen Seite Schadenersatz leisten, für dessen Berechnung der ominöse Artikel 17 ein ganzes Bukett von Kriterien anführt.
    Es sei das Recht des betroffenen Landes zu beachten, aber auch die Besonderheiten des Sports und "andere objektive Kriterien". Diese sonstigen Kriterien sind insbesondere das Einkommen des Spielers aufgrund des bisherigen Vertrages und/oder des neuen Vertrages, die verbleibende Vertragslaufzeit (bis maximal fünf Jahre), die Zahlungen, die der frühere Klub seinerzeit für den Spieler ausgelegt hat, und der Umstand, ob der Vertragsbruch innerhalb oder außerhalb der "geschützten Laufzeit" erfolgte.
    Der Spieler und Wigan argumentierten schließlich vor dem CAS erfolgreich, dass dem Arbeitgeber bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung nach drei Jahren zwecks Wechsel ins Ausland nur das ausstehende Gehalt für die Restlaufzeit des Vertrags als Ablösesumme zustehe. Die in der Entscheidung der FIFA-Schlichtungsstelle festgelegte höhere Ersatzsumme sei nicht zu bezahlen.
    Hervorzuheben ist, dass die Entscheidung nur für Wechsel ins Ausland gilt und nur dann, wenn im Vertrag mit dem Spieler keine ausdrückliche Regelung über die bei Vertragsbruch zu leistende Vertragsstrafe enthalten ist. Interessant ist, dass der CAS aus den in Art. 17 angeführten Bemessungskriterien nur eines - das Gehalt des Spielers aus dem laufenden Vertrag - herangezogen hat.
    Ein Wechsel von Spielern vor dem Ende ihres Vertrages wird auf diese Weise erheblich erleichtert, weil die vom Spieler zu leistende Summe, für die auch sein neuer Verein haftet, in der Regel weit niedriger liegt als die vom Klub geforderte Ablösesumme. "Spieler zum Schnäppchenpreis" lautete daher die häufigste Schlagzeilen der Sportzeitungen am vorigen Wochenende.
    Link zur Original-Entscheidung hier.

    "Der Entscheid des CAS schadet dem Fußball. Er ist ein Pyrrhussieg für die Spieler und Spielervermittler, die mit einer vorzeitigen Vertragsauflösung liebäugeln", erklärte damals FIFA-Präsident Joseph Blatter. "Mit diesem unglücklichen Entscheid wurde der Grundsatz der Vertragsstabilität hinter die kurzfristigen Interessen des betroffenen Spielers gestellt."

    Artikel 17 soll geändert werden
    Die FIFA hat nun erwartungsgemäß eine Änderung des Artikel 17 angekündigt.
    Die FIFA hat den Klubs am Donnerstag bei einem Treffen in ihrem Hauptquartier in Zürich zugesagt, gemeinsam an einer Änderung des Artikels zu arbeiten. Zudem hat der Weltverband beschlossen, ihre Klub-Arbeitsgruppe zur "ständigen FIFA-Klubkommission" aufzuwerten. Die neue Kommission soll gewährleisten, dass der Klubfußball stärker in die Entscheidungsfindungsprozesse der FIFA eingebunden wird, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.
    Das Versprechen, Artikel 17 ("Fall Webster") zu modifizieren, wurde von Klubvertretern mit Erleichterung aufgenommen.
    "Ich bin nach dieser Sitzung wesentlich beruhigter", sagte etwa Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender von Bayern München: "Ich glaube, es wird kein zweiter Fall Bosman auf den Klubfußball zukommen."
    Die FIFA und die Klubs wollen "einen Wechsel- und Kündigungswahn der Spieler" mit der Neugestaltung der bisherigen Regelung vermeiden, ergänzte Rummenigge. "Durch intelligente Manöver und geschickte juristische Formulierungen" könne man aber bereits gewährleisten, "dass die Dinge nicht total in Frage gestellt werden". Klubs könnten etwa in künftige Verträge eine Klausel einbauen, "die beiden Vertragsparteien im Falle einer einseitigen Kündigung nicht nur das Restgehalt, sondern auch eine Strafe in Form des zwei- oder dreifachen Gehaltes zuspricht", sagte Rummenigge. Zudem könne man Treue der Spieler bei langfristigen Verträgen belohnen, indem ab einem gewissen Zeitpunkt mehr bezahlt wird. Von einem "Gentlemen's Agreement", das verhindern soll, dass der Artikel angewendet wird, rät Rummenigge "dringend ab. Das käme einem Kartell zu Lasten der Spieler gleich - und wäre weltweit nicht durchsetzbar." Der Ex-Profi ist überzeugt, dass es zu einer Einigung kommt, weil auch der Spielervereinigung FIFPRO "nicht daran gelegen sein kann, dass es hier zu großen Irritationen kommt".