Rapid Hammer

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RAPIDHAMMER

Thursday, 20 November 2008

Happy Night: Hammers Scored

Nicht nur Matty Upson durfte am Länderspielabend über ein Tor jubeln.
Wie der Guardian berichtet, kommen auch alle anderen West Ham-Internationalen mit Erfolgserlebnissen zu ihrem Klub zurück, um sich auf das wichtige Sonntag-Spiel gegen Sunderland (17:00 MEZ) vorzubereiten. Und ein weiterer West Ham-Internationaler traf ins Netz:
"In Denmark, Bellamy's 77th minute run and low shot - his first international goal in 14 months - capped a fine performance from a Wales side also including Irons' team-mates James Collins and Jack Collison.
All three Hammers' players completed the full 90 minutes in Brondby and won the friendly against Denmark 1-0.
In St Gallen, Valon Behrami appeared as a half-time substitute as Switzerland secured a 1-0 friendly win over Finland.
The Swiss winner came courtesy of an 84th minute goal from former Tottenham midfielder Reto Ziegler.
Earlier in the day, Lucas Neill captained Australia to a narrow 1-0 2010 World Cup qualifying win over Bahrain in Manama."

There Are Better Tales To Tell Now

Ist das nicht ein schönes Bild?
Zugegeben, für meine Leser aus Deutschland ist es weniger erfreulich, aber die mögen sich damit trösten, dass die "Ösis" doppelt so hoch verloren haben wie die Deutschen: nicht 1:2 gegen England, sondern 2:4 gegen die Türkei hieß das Endergebnis gestern Abend in Wien.
Aber für alle West Ham-Fans war es wohl Balsam, dass einer der ihren zur Stelle war, als Deutschlands Adler den Ball nicht wegfausten konnte und Matthew Upson auf 1:0 für die "Three Lions" stellen konnte.
Scott Parker haben wir leider nicht auf dem Rasen gesehen, dafür aber ein weiteres Argument für das "ceterum censeo" aller Hammers: "Robert Green for England!"
Scott Carsons peinliches Auftreten beim deutschen Gegentor, sollte - auch wenn John Terry die Schuld dafür auf sich nahm - die Karriere des Keepers der derzeitigen Tabellenletzten West Brom, der sich schon beim entscheidenden EM-Qualifikationsspiel gegen Kroatien ordentlich blamiert hatte, endgültig beenden.

Englands Nationalteam bleibt jedenfalls auf Kurs. Kevin McCarra, The Guardian:
"It is impossible to make out England's ultimate destination under Fabio Capello, but a glance over the shoulder confirms the great distance already travelled. It is a journey away from all the stereotypes of hapless underachievement. John Terry's late winner was a refusal to allow another sob story. There are better tales to tell now."
Kevin McCarra, The Guardian

Wednesday, 19 November 2008

Club vs. Country

Freundschaftsspiele gegen Ende einer langen Herbstsaison sind offenbar bei den Nationalkickern ebenso wenig beliebt wie Spiele vor der Sommerpause. Das mag vielleicht weniger an den Spielern selbst liegen, als an ihren Arbeitgebern. Die Klubs sehen es nämlich gerade bei eher bedeutungslosen Freundschaftsspielen immer weniger ein, dass sie ihre Spieler trotz eines dichten Meisterschafts-, Cup- und Europacup-Kalenders abstellen müssen. Und besonders unangenehm wird's dann, wenn sich ein Spieler noch dazu im Teamtraining verletzt, wie es jetzt Arsenals Theo Walcott vor dem "friendly" gegen Deutschland in Berlin passiert ist.
Times Online wärmte daher jüngst wieder das ewige "Club versus Country"-Thema auf (siehe -> hier!)
Nicht nur bei Österreichs Team trudelten vor dem Freundschaftsspiel gegen die Türkei fast im Minutentakt die Absagen ein:
Bei Österreich fehlen Salzburg-Torjäger Marc Janko, Rapid-Stürmer Stefan Maierhofer und auch Middlesbrough-Verteidiger Emanuel Pogatetz ebenso wie die Torhüter Alexander Manninger (Juventus) und Jürgen Macho (AEK Athen) sowie Ümit Korkmaz (Mittelfußknochenbruch), Martin Harnik (Bänderverletzung) und Franz Schiemer (Fersenbeinverletzung).
Und auch bei England müssen neben Walcott, der sich im Training verletzte, zahlreiche weitere Stars absagen: Lampard und Gerrard sind die prominentesten unter den sieben Ausfällen. "Don Fabio" Capello bestellte Steven Gerrard sogar zur Untersuchung nach London, weil er die "Krankmeldung" vom Vereinsarzt nicht akzeptieren wollte.
Die Ausfallsserie eröffnete West Ham-Mittelfeldspieler Scott Parker die Chance, wieder im Nationalteam zu stehen. Dass neben Parker und Upson nicht auch Keeper Robert Green einberufen wurde, verursacht allerdings wieder einmal Kopfschütteln.
Ich werde mir wahrscheinlich eher das England-Spiel in Berlin ansehen, denn wann sah man zuletzt zwei West Ham-Spieler in einem englischen Nationalteam? Beim letzten Freundschaftsspiel gegen Deutschland in Wembley (1:2) spielte übrigens Kieron Dyer - kurz bevor er sich im Carling-Cup den Unterschenkel brach - ab Minute 57 für die "Three Lions" und zeigte damals, was für ein schneller, dynamischer Offensivspieler er ist. Von ihm hört man, dass er nun im "full training" stehe.
Naja, mal sehen, was wir heute von Upson und (vielleicht) Parker - und von den österreichischen Kickern, zu denen ich natürlich auch hin-"zappen" werde - gezeigt bekommen...

Tuesday, 18 November 2008

West Ham-Muttergesellschaft ersucht um Zahlungsaufschub

West Ham Holding Company Request Moratorium

Hansa, the holding company of English football club West Ham, requested a moratorium its payments yesterday. Björgólfur Gudmundsson, former majority owner and chairman of Iceland’s Landsbanki bank, is the majority owner of Hansa. 

According to Ásgeir Fridgeirsson, vice-chairman of the board of West Ham and spokesperson for Gudmundsson, the moratorium was requested to secure the interest of the football club’s owners and of their loan granters, Fréttabladid reports. 

Fridgeirsson said it is highly likely that Hansa’s assets will cover all debts and that the moratorium will be extended. He did not want to reveal any specific amounts. The moratorium is expected to speed up the sale of West Ham. 

“West Ham is one of the company’s [Hansa’s] assets and the owner is looking at all possibilities in regards to sale,” Fridgeirsson said.

Quelle: Iceland Review

Saturday, 15 November 2008

West Ham United v Portsmouth 0-0

Und erste Niederlage für Spurs unter Redknapp

Zwei (oder vielleicht sogar drei) Besonderheiten, die wir aus den letzten Spielen nicht gewöhnt waren:
1) Die gute Nachricht: "first clean sheet"!
2) Die schlechte Nachricht: kein Tor erzielt.
3) So gut wie in den letzten Spielen (zumindest über 60, 70 Minuten) dürften die Hammers dieses Mal nicht gespielt haben.

LiveOnlineFooty hatte leider keinen Live Stream von diesem Match, dafür sah ich aber heute Nachmittag Fulham - Tottenham (Bild rechts). Und das war eine echt beeindruckende Vorstellung der Cottagers, bei denen Ex-Hammers Bobby Zamora als Mittelstürmer und John Paintsil sowie Paul Konchesky als Außenverteidiger spielten.
Beim 1:0 für Fulham machte Tottenham-Keeper Heurelho Gomes dem früheren Spurs-"Fliegenfänger" Paul Robinson echt Konkurrenz und ließ einen Kopfball von Simon Davies, der zwar leicht abgefälscht aber durchaus haltbar war, ins eigene Netz fallen. In der zweiten Hälfte stellte Andy Johnson, der zweite Fulham-Stürmer neben Zamora, auf 2:0, und da die Spurs nur mehr einen Treffer aufholen konnten, bedeutete das 1:2 ihre erste Niederlage unter Harry Redknapp.
Womit Tottenham in der Tabelle wieder in die Abstiegszone rutschte! Also doch ZWEI Positiva für den West Ham-Fan in dieser Runde!

West Ham 0-0 Portsmouth
West Ham: Green, Neill, Collins, Upson, Ilunga (Faubert 61), Behrami, Parker (Mullins 75), Collison, Sears (Etherington 46), Cole, Bellamy.
Subs Not Used: Lastuvka, Davenport, Bowyer, Di Michele.
Portsmouth: James, Johnson, Kaboul, Distin, Pamarot, Diop, Davis, Diarra (Armand Traore 19), Belhadj, Crouch (Kanu 75), Defoe.
Subs Not Used: Ashdown, Hreidarsson, Nugent, Mvuemba, Hughes.
Booked: Pamarot.
Att: 32,328
Ref: Martin Atkinson (W Yorkshire).

Friday, 14 November 2008

Sperre für Drogba - Rüffel für Brooking

Vergessen wir die im vorigen Posting gestellte Frage. In Wahrheit bewegt den englischen Fan derzeit, nach nur 12 Saisonspielen, die Abstiegsfrage noch nicht wirklich.

Interessanter ist da schon die Diskussion um Didier Drogbas Münzenwurf: er warf bei Chelseas Ligacup-Spiel gegen Burnley eine Münze, die zuvor auf das Spielfeld geflogen war, zurück in den Sektor der Burnley-Anhänger. Nun droht ihm eine Sperre - voraussichtlich für drei Spiele.

Und West Ham-Legende Trevor Brooking (Bild), bei der englischen FA für die Jugend zuständig, beklagte sich, dass zuwenig für die Ausbildung der heimischen Fußballjugend getan werde.
In den Akademien der Klubs müssten die Engländer sich mit Talenten aus der ganzen Welt "matchen" und es kämen daher zu wenige "home grown talents" nach.
Brookings Traum:ein Expertenteam und Vollzeittrainer mit Youngsters aller Altersklassen in einem National Football Centre in Burton upon Trent, Staffordshire, arbeiten zu lassen. Immerhin hat die FA nun eine grundsätzliche Zustimmung zur Planung eines solchen Zentrums gegeben, dennoch ist Brooking (60), mittlerweile fast fünf Jahre als "FA's director of football development"im Amt frustriert:
“We can't get the money to support our youth programmes,” sagt er. “We've been treading water for 2 years. There's more money in the game than ever before, but I don't see us in ten years' time having capitalised on it.”

Mehr hat Sir Trevor nicht gebraucht: Lord Mawhinney, Chairman der Football League, forderte heute beinahe die Ablöse von Brooking.
Das sagte der aufgebrachte Lord:
“Frankly, I don't have much time for people who go public and criticise their employers.”
“That doesn't seem to be a great idea. He's critical of coaching in the Football League, but who is responsible for coaching in this country?”
“It is seriously starting to undermine our confidence in him [Brooking]. Trevor was a fantastic footballer. He was an iconic footballer, but none of us must assume that because we were very good in one job that we are very good in all jobs.”
The Football League works alongside the FA, the Professional Footballers' Association and the Premier League to oversee youth development at football league clubs through the Football League Trust. All contribute funding to the trust, which aims to turn promising players into professionals through coaching programmes.
“This season Football League clubs will be putting into youth development something north of £13 million, the FA will be putting in £7.8 million and last year it was £4.5 million."
“Sir Trevor has been going on about age-related coaching, particularly five to 11-year-olds, but he has been in the job for five years. What has been happening over the last five years? Somebody has to ask who has been responding to him in the last few years, including his employers.”

West Ham: Too Good To Go Down?

Die böse Frage stellte gestern Times-Kolumnist Martin Samuel.
Das Ergebnis der Diskussion kann -> hier nachgelesen werden.
Aber Vorsicht: am Samstag nach dem Spiel gegen Portsmouth kann alles schon wieder ganz anders aussehen!

Thursday, 13 November 2008

Claret & blue besiegt Chelsea!

Ja, leider waren's nur die "Clarets" aus Burnley, die Mittwoch im Ligacup - wie West Ham in weinroten Leibchen mit hellblauen Ärmeln spielend - den Finalisten des Vorjahres FC Chelsea im Elferschießen aus dem Bewerb warfen, nachdem es nach der Verlängerung 1:1 gestanden war (BBC-Spielbericht -> hier).
Der FC Burnley, in der Championship (2. Liga) derzeit auf Platz 5, zog damit in das Viertelfinale des "Carling Cups" ein.
West Ham dagegen hat sich schon in der letzten Runde gegen einen anderen Zweitligisten, den FC Watford, aus dem Cupbewerb verabschiedet. Dieser Klub, bei dem Elton John kürzlich seine Position als lebenslanger Präsident aufgegeben hat, kämpft in der Championship zwar gegen den Abstieg. Im Ligacup konnten die "Hornets" aber mit einem 1:0-Auswärtssieg über den in der gleichen Liga spielenden FC Swansea ebenfalls in das Viertelfinale aufsteigen.
Der Ligacup bringt also wieder mal interessante Ergebnisse - nicht zuletzt einen neuerlichen Erfolg der wahrhaft auferstandenen Spurs mit "Harry Houdini" Redknapp: 4:2 gegen Liverpool, immer noch ungeschlagen unter dem neuen Manager.
18 mal in sechs Spielen haben die Spurs getroffen, fünf von sechs Spielen gewonnen: "I should get out now," schmunzelte Redknapp da. "I've clearly taken them as far as I can."
Am 8. Dezember wird's einen heißen Tanz geben am Upton Park. Da treten die "Erzrivalen" mit ihrem ehemaligen West Ham-Mann am Steuerrad bei West Ham United in der Liga an.

Wednesday, 12 November 2008

Gerichtsberichterstattung

Bubbleview bietet erneut eine gute Darstellung der aktuellen rechtlichen Situation im Verfahren beim High Court wie auch in dem nun offenbar doch fortgeführten FA Schiedsverfahren. (Eine kurze Darstellung fand sich auch schon gestern bei KUMB sowie bei BBC Online.)
Im FA Schiedsverfahren, das mit dem Zwischenurteil, wonach West Ham grundsätzlich Schadenersatz an Sheffield United wegen des Einsatzes von Carlos Tévez (links) leisten müsse, für Aufsehen und heftiges Kopfschütteln gesorgt hat, hat das dreiköpfige Schiedsgericht nun eine verfahrensrechtliche Entscheidung getroffen: West Ham darf Einsicht in die Bücher von Sheffield United nehmen, um die Berechtigung des geltend gemachten Ersatzbetrages überprüfen zu können, über den voraussichtlich im kommenden Jahr verhandelt werden wird. Zunächst wird aber wohl über Art und Umfang der Bucheinsicht noch trefflich weitergestritten werden.
Eine endgültige Entscheidung des Schiedsgerichtes wird für März 2009 erwartet - wenn nicht das Zwischenurteil über den Grund des Anspruches aufgrund der beim CAS und/oder High Court anhängigen Verfahrens vorher aufgehoben oder für nichtig erklärt wird.

Tuesday, 11 November 2008

Vertagt ...

Keine Entscheidung über den Antrag auf einstweilige Verfügung. Justice Tear vertagte die Causa auf Dezember, was ich deshalb für günstig halte, weil der CAS dadurch voraussichtlich noch vorher über seine Zuständigkeit entscheiden wird. 

Monday, 10 November 2008

Großkampftag am High Court

Wie das Weblog Bubbleview meldet, stehen heute Montag zwei wichtige Gerichtstermine in Sachen West Ham United beim High Court an:
Einerseits möchte West Ham eine Veröffentlichung der Gründe für das Schiedsgerichts-Zwischenurteil in der "Carlos Tévez-Affäre" durchsetzen. Eine eigenartige Klage, denn zumindest den Hammers selbst sollten die Gründe ja bekannt sein und Schiedsgerichtsverfahren finden üblicherweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Vielleicht war aber auch nur gemeint, dass vor dem High Court Nichtigkeit des Schiedsspruches geltend gemacht wird und darüber ein (nicht-öffentliches?) "hearing" stattfindet.
Andererseits soll es vor dem High Court um eine einstweilige Verfügung gehen, die West Ham die Weiterverfolgung des "appeals" an den Sportgerichtshof CAS in Lausanne verbieten möchte. Der CAS hat aber ohnehin bereits erklärt, bis Ende November einen Beschluss über seine Zuständigkeit fassen zu wollen. Dass man gegen dieses höchste sportliche Jurisdiktionsorgan nun sogar mit einer Klage vor einem britischen Gericht vorgehen möchte, spricht nicht gerade für die FA und noch weniger für Sheffield United. Soll man doch den CAS seine Zuständigkeit selbst klären lassen!
Hoffen wir, dass Maurice Watkins, der Rechtsvertreter der "Hammers", den Fall dem High Court so präsentieren kann, dass das absurde Zwischenurteil des FA-Schiedsgerichtes, dass dazu führen könnte, dass West Ham aufgrund von richterlichen Spekulationen über Spielergebnisse zu Schadenersatz in der Höhe von 30 Mio. Pfund verurteilt wird, einer Überprüfung durch den CAS unterzogen werden kann.
Und dass West Ham nicht kurz nach dem schmerzlichen 1:3 gegen Everton erneut eine Niederlage beziehen muss...

Sunday, 9 November 2008

The West Ham We Were Used To

In der vorletzten Ausgabe des österreichischen Fußball-Magazins “Null Acht” schrieb ich einen Beitrag in meiner Rubrik "Mein Jahr mit West Ham United", der folgendermaßen begann:

>> West Ham hatte in England den Ruf, so etwas wie „everybody’s second team“ zu sein. Man schätzte den Traditionsklub für den kreativen Angriffsfußball und das gekonnte Kombinationsspiel, das am Upton Park stets gezeigt wurde. Vielleicht waren die „Hammers“ bei den gegnerischen Anhängern aber auch deshalb beliebt, weil das Team mit seinem Spielstil oft auf das Absichern des Ergebnisses verzichtete und damit dem Gegner noch den Ausgleich oder gar Siegestreffer ermöglichte. <<

Hätten Sie, lieber Leser, gedacht, dass es so schnell gehen würde mit der Rückkehr von "West Ham we were used to"?

Mit seinem Rücktritt Anfang September hat sich Alan Curbishley der Chance begeben, den Hammers-Anhängern zu zeigen, ob der wenig inspirierte Spielstil der letzten Saison, der trotz vieler Verletzungen ein "top ten finish" erbrachte, seinem "Credo" entsprach oder aus der Not geboren wurde.

Gianfranco Zola, Curbishleys Nachfolger, aber hat mittlerweile gezeigt, dass er es ernst meinte, als er "Football the West Ham Way" versprach - allerdings nicht nur in Bezug auf die von ihm favorisierte offensive Spielweise, sondern ironischerweise auch mit diesem "In-Führung-gehen- und-dann-doch-nicht-gewinnen", das wir in den letzten beiden Spielen erleben durften.

Diesmal war es besonders arg: Auch gegen Everton am Samstag spielten die Hammers gut, ja zeitweise genial - nur was fehlte, war wieder einmal der Vollstrecker, der den Ball ins Tor kriegt. Trotz einer großartigen ersten Hälfte gingen die Irons durch Collison erst in der 63. Minute in Führung und verpassten schließlich den Sieg doch deutlich.
Statt dem nach dem Führungstreffer stärker werdenden Druck von Everton einen zusätzlichen Mittelfeldspieler (z.B. Mullins statt des jungen Angreifers Sears oder statt des erschöpften Scott Parker) entgegen zu setzen, reagierte Zola nicht - und prompt fielen in unglaublichen vier Minuten drei Tore gegen eine hilflose Hammers-Verteidigung. Lescott und 2 x Saha killten West Ham innerhalb von Minute 83 bis 87.
Aber wer in den Weblogs die Spielberichte der Besucher des Boleyn Ground liest, der kann nur wieder sagen: Da ist was im Kommen! Das muss doch wieder mal klappen mit den Resultaten. C'mon you Irons!!!

KUMB - Match Report click -> here!
The West Ham Process Match report click -> here!
Joppe (Bubble View) Match report click -> here and here!

West Ham United - Everton 1-3 (0-0)

West Ham boss Gianfranco Zola:

"It's very difficult to accept. It is not the first time we've spoilt a good job in the last 10 minutes of a game.
"It is something that concerns me very much, obviously. The only thing I can say right now is that we need to find a solution.
"Maybe I have to give something more because the Premier League is punishing. You cannot afford to drop your attention for a minute."



West Ham: Green, Neill, Collins, Upson (Collison 18), Ilunga, Faubert, Parker (Di Michele 87), Bowyer, Sears, Bellamy, Boa Morte (Etherington 57).
Subs Not Used: Lastuvka, Lopez, Mullins, Reid.
Booked:
Etherington.
Goal:
Collison 63.

Everton: Howard, Neville, Yobo, Jagielka, Lescott, Arteta, Cahill, Rodwell (Vaughan 65), Osman, Saha (Hibbert 90), Anichebe (Baines 86).
Subs Not Used: Nash, Castillo, Jutkiewicz, Gosling.
Booked:
Lescott.
Goals:
Lescott 83, Saha 85, 87.

Att: 33,961
Ref:
Mark Halsey (Lancashire).

Saturday, 8 November 2008

Business As Usual ?

West Ham-Geschäftsführer Scott Duxbury (Bild) veröffentlichte folgendes Statement auf der offiziellen Website:

"West Ham United would like to assure all supporters that the club is financially sound and running as normal.
"It's business as usual," said Chief Executive Scott Duxbury. "Like all businesses we have been affected by the current economic climate but we're in a strong position financially and are a well-run club. Everyone here, from the playing staff to those in the back office, is focused on building for success.
"The business plan and the prospects for the development of the club have never been clearer. We are looking forward to a bright and successful future and this applies especially to playing matters and the support for the manager Gianfranco Zola. We have a talented squad with a healthy mix of elite internationals and homegrown youngsters, plus more coming through from the Academy.
"All talk of fire sales to raise revenue, and having to sell players for reasons other than football ones, is simply not true. Gianfranco made it clear when he joined us the playing squad was too large and can be better managed, and be more successful, if it is reduced. That's why players might be sold and the manager will decide what happens.
"It's about having quality rather than quantity and he is happy with what he has at the moment."
The club can also confirm that good progress is being made on a new shirt sponsor. Detailed and productive discussions are taking place and as soon as the club is in a position to confirm this agreement, the new partners will be unveiled via whufc.com.

Friday, 7 November 2008

Yes we can!

Nach Aston Villas 0:2-Niederlage bei Newcastle am Montag sind sie wieder unter sich: die "big four". Chelsea, Liverpool, Manchester United und Arsenal führen wie immer in den letzten Jahren die Tabelle der Premier League an. Der letzte Klub, dem es gelang, dieses Monopol in der Abschlusstabelle zu brechen, war Everton (2005).

Am Samstag sind die "Toffees" aus Liverpool zu Gast bei West Ham United am Upton Park und Hammers-Manager Gianfranco Zola hat Everton zu einem Beispielfall für seine Mannschaft erklärt.

“I like their manager", sagte der Coach der Londoner über David Moyes. "He did a great job last year and he can be one of the examples we can use.”

“They’re a smaller team who got good results", meinte der Italiener, "and it would be great for us to emulate them or maybe do even better.”

Was Zola aber nicht möchte, ist, den körperbetonten Fußball der "Toffees" zu kopieren. Er plädiert mehr für einen Spielstil, den der italienische Trainer laut Guardian als “spicy”, "entertaining, passing, attacking style" beschrieben hat.

“I like to play spicy,” (feurig, würzig) wird Zola zitiert, der allerdings auch zugeben muss: “We have conceded a lot of goals and in the last few games we were quite solid. But having said that I won’t give up on my idea and I would love to play attacking football."

Wer Fußball "the West Ham way" liebt, den wird Zolas Versprechen freuen. “Now I won’t change my attitude. The fans have a lot of confidence in us and they are happy with what we’re trying to achieve here."

Vor dem Samstag-Spiel möchte man dem Hammers-Team, in dem Noble und Behrami (verletzt) und Carlton Cole (gesperrt) fehlen, während Scott Parker wieder fit sein dürfte (-> BBC-Vorschau) zurufen:

"Yes we can!"

Ihr könnt es! Vergesst die wirtschaftlichen und rechtlichen Troubles rund um den Klub. Zeigt, was ihr drauf habt, erfüllt dem Manager seinen Wunsch, zeigt uns den Angriffs- und gepflegten Kombinationsfußball für den West Ham immer berühmt war, und klettert in der Tabelle wieder nach oben. Auf den 4. Platz fehlen zwar derzeit 7 Punkte, aber wichtig ist im Fußball immer das Selbstvertrauen.

Nochmals: Ihr könnt es, "Yes we can!"

West Ham Invite Obama

From Hammered Blog:
West Ham have quickly tried to gain some publicity on the back of the election of Barack Obama.
Obama attended a West Ham game in 2003 and the club are inviting him to attend again.
West Ham director Mike Lee told BBC Sport,"We are very proud of what Barack Obama has achieved and respect what he has done".
"We plan to send him a letter of congratulations and invite him to come to a game at Upton Park the next time he is in London."
The BBC neglect to report the post script added to the bottom of the invite, which reads:"
"When you have saved the world's economy can you come and sort out our finances as well?"
Can we go bankrupt?
Yes we can!

Thursday, 6 November 2008

Unerfreuliches von der Rechts- und Finanzfront

Kommt wenigstens bald ein neuer Sponsor? Oder gar ein neuer Eigentümer?

Die Daily Mail meldete am Donnerstag, dass Sheffield United mittels einer einstweiligen Verfügung West Ham daran hindern will, das Rechtsmittel gegen das Schadenersatz-Zwischenurteil des FA-Schiedsgerichts beim CAS in Lausanne weiter zu verfolgen. Die englische FA hat ja bereits erklärt, dass sie einen "appeal" zu dem sowohl von der UEFA als auch der FIFA anerkannten Sportgerichtshof für unzulässig halte, weil ein solches Rechtsmittel gegen Schiedsgerichtsentscheidungen in den Statuten der FA nicht vorgesehen sei.
Ein FA-Sprecher meinte: "The parties agreed to the terms of the FA arbitration process when they decided to use the system to resolve this dispute."
Der CAS hat angekündigt, bis Ende November über seine Zuständigkeit zu entscheiden.

Mittlerweile gibt es auch weitere finanzielle Probleme für Björgolfur Gudmundsson, den West Ham-Präsidenten und Eigentümer. Die Samson Holding des Isländers, die die West Ham Anteile halten dürfte, soll nun einen Konkursantrag gestellt haben. Die isländische Landsbanki des West Ham-Präsidenten war bereits vor Wochen der internationalen Finanzkrise zum Opfer gefallen und wurde verstaatlicht.
Und auf BBC wurde nun erstmals von einem Mitglied des West Ham-Präsidiums, Vize-Präsident Asgeir Fridgeirsson, zugestanden, dass "B.G." einen Verkauf des Klubs erwäge: "He is evaluating all of his business interests, including West Ham," sagte Fridgeirsson laut BBC Sport.
"West Ham sei ein gut geführter Klub ohne Schulden", fügte Fridgeirsson hinzu, als wolle er eine Verkaufs-Annonce aufgeben.

Interessant ist auch, dass Mike Lee seinen Vorstandsposten bei West Ham zurückgelegt hat und nur mehr als "director of communications" fungiert. Im selben Artikel von Times Online finden sich aber auch "good news: West Ham stehe kurz vor dem Abschluss mit einem neuen Sponsor, heißt es da.

Wednesday, 5 November 2008

WHU - White House United?

Bringt Obama-Wahl Aufschwung für US-Fußball-Liga?

Ich hatte schon im Jänner davon berichtet, dass laut einem Artikel in der SUN Barack Obama, der nunmehr nächste Präsident der USA, ein großer "Soccer"- und vor allem auch West Ham-Fan sein soll.
Obama soll seit seinem Besuch in England vor fünf Jahren das Schicksal der "Hammers" laufend im Auge behalten haben. Die Familie seiner Schwester, die mit einem Briten verheiratet ist, ist "West Ham through and through" und dürfte auch Mr. Obama, der als Student an der Harvard Law School selbst Fußball spielte, mit dieser Leidenschaft angesteckt haben.
Der Wiener KURIER vom Mittwoch porträtierte Obama allerdings als begeisterten Basketballer: in der Schule habe sein Spitzname "Barry O’Bomber" gelautet und abseits des Sportplatzes habe sich der junge Barack "immer ein wenig allein" gefühlt.
Und nun schreibt Iain Dale gar in seinem heutigen West Ham Blog, Obama habe laut einem Magazin bereits in Abrede gestellt, Hammers-Fan zu sein. Schade. Oder wollte der wahlkämpfende Barack einfach die Anhänger anderer Mannschaften nicht vergraulen? 
Immerhin fragte sich aber ein anderer Kommentator jüngst, ob Obamas Sieg auch eine Steigerung der Fußballbegeisterung in den USA bringen könnte: "If you took a map of America where Obama is strongest and laid it over a map of where soccer has its biggest appeal, you'd see an incredible overlap," sagte Joe Roth, Eigentümer des MLS-Teams Seattle Sounders (wo Ex-Hammer Freddie Ljungberg nun anheuerte!): "The blue states on both coasts are very soccer-friendly as well as huge areas of support for Obama, where as the center of the country is full of people who are the enemies of soccer and Obama -- white, 50-and-over guys who listen to talk radio and only care about [American] football or basketball." Roth unterstützte Obamas Präsidentschaftskandidatur.
Vielleicht spielte der künftige Präsident in der Schulzeit Basketball, an der Law School von Harvard hingegen mehr Fußball, soweit das die Zeit, die er für seinen "summa cum laude"-Abschluss aufwenden musste, zuließ. In Harvard studierte Obama nach seinem Politikstudium und Sozialarbeit in Chicago, um dann als Anwalt wieder nach Chicago zurückzukehren.
Zurück in Chicago, blies dem ehrgeizigen jungen Abgeordneten und Anwalt ein rauer Wind entgegen, so der KURIER. Darauf habe er mit einem anderen "Sport" reagiert: Obama habe "viele, viele Abende mit seinen Kritikern Poker gespielt" und dabei auch nicht gerade wenig geraucht. Während des Wahlkampfes erklärte er allerdings, sich das Rauchen abgewöhnen zu wollen und rauchte zuletzt angeblich nur mehr 3 Marlboros pro Tag.
Heutzutage soll Barack Obama sich mit Basketball, Joggen und Golf fit halten.
Als einer von ganz wenigen US-Politikern stimmte Obama seinerzeit gegen den Irak-Krieg: "Ich bin nicht gegen Krieg", rechtfertigte er sich, "ich bin nur gegen dumme Kriege."
Neben vielen Entscheidungen, die dem künftigen Präsidenten nun abverlangt werden - nicht zuletzt die Zusammenstellung seines Regierungsteams -, wird er in den kommenden Monaten auch eine wichtige religiöse Entscheidung treffen müssen: Der Wahlsieger ist, um aufgrund problematischer Aussagen eines Kirchenleiters seine Wahlchancen nicht zu beschädigen, Ende Mai 2008 aus der Chicagoer Trinity United Curch of Christ ausgetreten. Er hat erklärt, sich bis Jänner '09 eine neue religiöse Heimat suchen zu wollen. Es wird wohl eine Gemeinde in der Nähe des Weißen Hauses sein.
Alles Gute also, Mr. Obama, herzlichen Glückwunsch, dass der bessere Kandidat gewonnen hat! Und vergessen Sie ob der vielen Probleme, deren Lösung man sich nun von Ihnen erwartet, nicht darauf, sich am Samstag ab 15:00 Uhr (GMT) über den Spielstand bei West Ham United v Everton zu informieren! Oder interessiert Sie das vielleicht wirklich nicht?

Monday, 3 November 2008

Middlesbrough v West Ham 1-1

Auf diesem Video sieht man eine gute erste Hälfte von West Ham, Chancen von Freddie Sears, einen lebhaften Bellamy, gutes Kombinationsspiel, einen gefährlichen Freistoß von Collins, aber leider auch das Foul desselben und dessen ungeschicktes Verhalten beim folgenden Feistoß von Mido (83.). Und so brachte Hayden Mullins erstes PL-Tor nach zwei Jahren (21.) nicht den ersten Sieg von West Ham nach einer 4-Partien-Niederlagenserie.
Dass es beim 1:1 blieb, verdankte West Ham am Ende einer schönen Abwehraktion von Robert Green. Und Middlesbrough verdankte es einer unglaublichen Doppel-Abwehr von Keeper Turnbull bei einem West Ham-Konter, der in der Nachspielzeit einen Schuss von Bowyer (nach Assist von Faubert) wegschlagen und den gleich folgenden "effort" des jungen Collison mit dem Fuß abwehren konnte.
West Ham wirkte lebhaft, gefährlich und kombinierte gut, vor allem die Schnelligkeit von Bellamy und Sears machte der Boro-Abwehr (mit Österreicher Pogatetz) mehrmals Probleme. Die Hammers hätten sich nach den Chancen in der ersten Hälfte durchaus den Sieg verdient.
The Times lobte vor allem den jungen Freddie Sears, der erstmals unter Zola von Beginn an spielte: "outstanding not only in his striking role but in linking up the play as West Ham formed their familiar pleasing triangle shapes all over the pitch."
Ein magisches Dreieck entwickelt sich da bei den Hammers, und die Bestellung von Gianfranco Zola zum neuen Manager scheint trotz der zuletzt unbefriedigenden Resultate eine gute Wahl gewesen zu sein. Auch wenn der erst seit September im Amt befindliche Neo-Hammers-Coach aus Italien laut Medienberichten wieder mal als wahrscheinlichster Ablösekandidat in der Premier League gehandelt wird.
Der gute Gianfranco, der es auf der Bank anstrengender findet als seinerzeit als Spieler auf dem Platz, würde sicher ruhiger schlafen, wenn West Ham endlich wieder nicht nur gut spielen, sondern den Ball öfter im Netz unterbringen würde. Oder auf der anderen Seite ein "clean sheet" schaffte.
Aber das 1:1 gegen Middlesbrough war schon ein halber Erfolg. Und gegen Everton am kommenden Samstag und dann gegen Portsmouth (ebenfalls "at home") sollten doch wieder 2 x drei Punkte her! Die Tickets sind jetzt "on general sale". Viele Tickets für Everton gibt es jedenfalls nicht mehr, wie es scheint!

West Ham manager Gianfranco Zola:

"I thought we would get a victory but I am pleased because it was not an easy game for us.
"We came into the game from four away defeats and the players were great so I'm upset with the result, not them.
"We are going to try and improve some things and maybe we should have taken our chances better."


Middlesbrough: Turnbull, Wheater (Hoyte 46), Riggott, Pogatetz, Taylor, Aliadiere, O'Neil, Digard (Arca 56), Downing, Sanli, Alves (Mido 67).
Subs Not Used:
Jones, Emnes, Adam Johnson, Grounds.
Booked:
Wheater, Riggott, Arca.
Goal:
Mido 83.

West Ham: Green, Neill, Collins, Upson, Ilunga, Faubert, Collison, Mullins, Boa Morte (Bowyer 84), Bellamy, Sears (Etherington 73).
Subs Not Used: Walker, Lopez, Tristan, Tomkins, Di Michele.
Booked:
Neill, Collison, Boa Morte, Bellamy.
Goal:
Mullins 21.
Att:
25,164
Ref:
Andre Marriner (W Midlands)

Thursday, 30 October 2008

Gehasste Geliebte - 0:2 gegen ManU

"Du solltest doch wohl schon wissen, daß sich meine Liebe zu dir nicht darin ausdrückt, daß ich für irgendein Kunstwerk plötzlich das Interesse verliere."
Arthur Schnitzler an die Schauspielerin Adele Sandrock, 22.5.1894

Mit anderen Worten: Auch wenn West Ham United oder der SK Rapid ein wichtiges Spiel bestreiten, kann es durchaus vorkommen, dass ich ins Theater gehe - sofern meine Terminplanung es mir nicht ermöglicht, beide Interessen unter einen Hut zu bringen.
Zudem passte der Titel des Stückes, das wir am Mittwoch im Burgtheater gesehen haben, sogar auf das Verhältnis des von einer neuerlichen Niederlage genervten Anhängers zu seinem Klub: "Gehasste Geliebte" mit Elisabeth Orth und Peter Simonischek (Bild).
West Ham United verlor Mittwoch Abend das vierte Mal in Folge (auswärts 0:2 gegen Manchester United). Und schön langsam wird's unlustig: Nur 4 Punkte trennen die auf dem 11. Tabellenrang liegenden Hammers von der "Relegationszone", in der derzeit Wigan, Bolton und natürlich noch immer Tottenham (trotz 4:4 gegen Arsenal) herumkrebsen.
Dass es gegen ManU vor über 70.000 in Old Trafford nichts zu erben geben würde, war den Hammers wohl schon vor dem Spiel klar gewesen, aber zusätzlich zur Niederlage verletzte sich Valon Behrami, der nun bis zu einem Monat ausfallen wird. Nachdem schon in der ersten Hälfte der "Spieler des Jahres" Cristiano Ronaldo zweimal für ManU eingenetzt hatte, dürften sich die "Irons" in der zweiten Hälfte immerhin noch ganz wacker geschlagen haben.
Aber echte Sorgen muss einem die Torausbeute des Klubs des ehemaligen Top-Stürmers Gianfranco Zola machen: West Ham erzielte in den letzten vier Spielen nur ein Tor - gegen Bolton (Carlton Cole, derzeit gesperrt)!
"Ich verstehe dich nicht, du verstehst mich nicht, wir verstehen uns nicht - die alte Liebesconjugation", schrieb Arthur Schnitzler 1894 an seine 'Dilly', wie er die Schauspielerin Adele Sandrock zärtlich nannte. Und auch mir sind die Aufstellung und die taktische Ausrichtung der West Ham United-Elf, seit sie von Zola/Clarke trainiert wird, nicht ganz verständlich.
Man spielt offenbar meist 4-3-3, aber man schießt keine Tore. Und ist das die richtige Taktik für Spiele gegen stärkere Teams oder für Auswärtsspiele?
Aber man muss Zola Zeit geben. Die Hammers spielen unter dem neuen Coach wieder "schöner", offensiver, vielleicht auch mit mehr Herz als in der letzten Saison. Gianfranco verdient Kredit, meine ich.
Wenn's nur endlich wieder einen zählbaren Erfolg gäbe! - Vielleicht am Samstag gegen Middlesbrough!?
Ich fürchte, das wird aber auswärts im Riverside Stadium gegen Boro, ein Team, das nach einem 2:0-Sieg gegen Manchester City derzeit in der "Aufwärtsbewegung" ist, ganz schwer.

West Ham Manager Gianfranco Zola zur Niederlage gegen Manchester United:
"They are the champions of Europe so it's difficult but at least they gave everything in the second half.
"My players deserved a goal in the second half but Sears and Collison came on and did very well. "I have a great belief in my players, I trust them very much, and I am sure this bad spell will be over soon."

Man Utd: Kuszczak, Rafael Da Silva (Neville 81), Ferdinand, Vidic, Evra, Ronaldo, Fletcher (Carrick 69), Anderson, Nani (Rooney 70), Tevez, Berbatov.
Subs Not Used: Foster, Giggs, Park, O'Shea.
Booked: Evra.
Goals: Ronaldo 14, 30.
West Ham: Green, Faubert, Collins, Upson, Ilunga, Behrami (Boa Morte 44), Bowyer (Sears 69), Mullins, Etherington (Collison 46), Di Michele, Bellamy.
Subs Not Used: Lastuvka, Lopez, Davenport, Reid.
Booked: Collison, Collins.
Att: 75,397
Ref: Peter Walton (Northamptonshire).

Wednesday, 29 October 2008

Curbishley vs West Ham United

Ein neuer Rechtsstreit steht den Hammers ins Haus. Diesmal wird aber im Juristenteam kein Sportrechts- oder Schadenersatz-Spezialist gebraucht, sondern ein Arbeitsrechtler.
Alan Curbishley, der im September seinen Rücktritt als Manager von West Ham United bekannt gab, weil der Klub George McCartney gegen seinen Willen an Sunderland abgegeben hatte, verlangt laut BBC eine Kundigungsentschädigung. Curbishley macht geltend, der Klub habe seinen Arbeitsvertrag, der ihm ein Mitspracherecht bei allen Transfers garantiert habe, gebrochen und ihn damit zum Rücktritt genötigt.
Der "Express" beziffert die Streitsumme mit £1 Mio (€ 1,25 Mio). Im Falle eines berechtigten vorzeitigen Austrittes stünden dem Trainer die Ansprüche in dem Ausmaß zu, wie sie bei einer Vertragsauflösung oder Beurlaubung durch den Klub gebührt hätten.
West Ham macht dagegen geltend, dass Curbishley mit seinem Rücktritt selbst vertragsbrüchig geworden sei und daher keinerlei Ansprüche habe.

Bei aller Sympathie für Mr. Curbishley: Ob der Transfer von McCartney tatsächlich eine so grobe Verletzung des Managervertrages war, dass er einen vorzeitigen Austritt des Trainers rechtfertigte, ist meines Erachtens sehr zweifelhaft!

Siehe auch: -> Telegraph Artikel