Rapid Hammer

has been moved to new address

http://rapidhammer.footballunited.com/

Sorry for inconvenience...

RAPIDHAMMER: Legal
Showing posts with label Legal. Show all posts
Showing posts with label Legal. Show all posts

Monday, 18 January 2010

Never A Dull Moment...

"Never a dull moment with West Ham United" ist ein geflügelter Satz unter den supporters des Londoner Traditionsklubs.
Dass es mit den Hammers nie langweilig wird, dass da nie etwas nach Plan geht, dass das Wahrscheinliche oft nicht eintritt und dass Hoffnungen und Träume oft zerplatzen wie die Seifenblasen - das hat man in den letzten Jahren oft genug gesehen:
  • beim verlorenen Cupfinale 2006 durch einen Fernschuss von Steven Gerrard praktisch Sekunden vor dem Schlusspfiff,

  • bei der Carlos Tévez-Affäre (Kosten für den Klub neben einer Strafe von 8,5 Millionen bis zu 20 Mio Pfund Schadenersatz an Sheffield Utd),

  • beim finanziellen Niedergang des isländischen Eigentümers, der die Hammers seit Monaten destabilisiert,

  • bei der "Frühpensionierung" des vielversprechenden Stürmer-Stars Dean Ashton

  • und bei ....
    Meinen Lesern fallen sicher noch jede Menge mehr "bubbles" ein, deren Zerplatzen uns immer wieder Abwechslung beschert (leider allzu oft jenseits des grünen Rasens, auf dem sich ja eigentlich das Fußball-Geschehen abspielen sollte!).
Auch die Übernahme des Klubs durch einen hoffentlich potenten Investor zieht sich wieder einmal "wie ein Strudlteig". Wer am Montag hoffnungsfroh die Internetseite des Telegraph öffnete, um da vielleicht schon etwas über den Vollzug des Verkaufes zu erfahren, wurde wieder einmal enttäuscht. Der Abschluss mit Fan-Favorit Tony Fernandes, der bei einer Umfrage auf West Ham Till I Die einen "Erdrutschsieg" errungen hat, verzögere sich weiter, heißt es - und nun seien daher auch wieder Gold/Sullivan im Rennen..., von denen es heißt, sie wollten Manager Gianfranco Zola durch Mark Hughes ersetzen. Und laut KUMB soll Tony Fernandes überhaupt schon aufgegeben haben!
Verständlich, dass die Gläubigerbanken von Herrn Gudmundsson, dem früheren Eigentümer, so viel wie möglich herausschlagen wollen, wenn die CB Holding Gesellschaft den Klub verkauft. Vielleicht ist man sich auch immer noch nicht ganz sicher, ob man 100 % oder nur, wie es einem früheren Vorschlag von Gold/Sullivan entsprach, zunächst nur 51 % der Aktien übertragen - und auf ein besseres wirtschaftliches Klima (sprich: einen möglicherweise ünftig erzielbaren höheren Erlös) warten möchte. Da derzeit ein Moratorium, also ein Hinausschieben fälliger Zahlungen durch das zuständige isländische Gericht, in Kraft ist, meint man vielleicht, es nicht ganz so eilig zu haben.
Wenn aber der Klub nicht bald einen neuen Besitzer findet, der noch im Rahmen des laufenden "transfer windows" Geld zur Verfügung stellt, dann wird sich der Wert der Hammers bald drastisch vermindern. Für einen Liga-Absteiger kann man sicher keine 100 Mio Pfund mehr verlangen!

Mir jedenfalls reicht's im Moment! Da das ständige Hin und Her schon langweilig wird, werde ich werde über den Verkauf der Hammers erst wieder berichten, wenn es soweit ist, das heißt "when the fat lady has sung" - also wenn der Deal in trockenen Tüchern ist!

Friday, 15 January 2010

Kein guter Freitag

Kein Tag der “good news” für West Ham United.
Noch immer keine Entscheidung im “bidding war” der Interessenten für die Übernahme des Klubs, und damit auch kein Geld in der Kasse für die dringend erforderlichen Verstärkungen in der Jänner-Transferzeit. Lustig ist die Warterei auf eine Entscheidung nicht, gesteht Manager Gianfranco Zola, die Unsicherheit beeinflusse schon seine Spieler.
Dafür £115,000 Strafe für die “crowd troubles” während des unseligen Ligacup-Spiels gegen Millwall Ende August. Zwei von vier Vorwürfen hielten vor dem FA Disziplinarsenat:
West Ham habe seine Fans nicht abgehalten von
- Violent, threatening, obscene and provocative behaviour
- Entering the field of play
Nicht erwiesen wurden hingegen die folgenden “Anklagepunkte” in Bezug auf die West Ham-Anhänger:
- Racist behaviour
- Throwing missiles, harmful or dangerous objects on to the pitch.
Man hat nun vierzehn Tage Zeit, ein Rechtsmittel einzulegen.
Keine vierzehn Tage hat man dagegen Zeit, den hoffentlich finanzkräftigen Investor auszuwählen, der den Upton Park-Klub in eine rosigere Zukunft führen soll. In zwei Wochen ist nämlich die Transferzeit schon fast wieder zu Ende…
Hoffentlich wissen wir am Montag mehr.

Tuesday, 5 January 2010

Rapid-Kontrastprogramm

Während in England "Schneechaos" herrscht, dem die beiden Ligacup-Semifinali Blackburn v Aston Villa und Manchester City v ManUtd zum Opfer fielen, haben wir in Österreich Fußball-Winterpause. Dennoch verirrte sich der Fußball heute sogar in die ORF-Nachrichtensendung ZiB 2.
93 Rapid-Anhänger sollen von der StA Wien u.a. wegen "Landfriedensbruch" (§ 274 StGB) angeklagt werden. Sie sind - gemeinsam mit etwa doppelt so vielen weiteren Grünen - nach einer verlorenen Partie gegen den SV Mattersburg im Mai 2009 auf den Wiener Westbahnhof gefahren, um die von einem Auswärtsspiel in Linz heimkehrenden Fans der Austria "abzuholen". Dort trafen sie allerdings auf Polizisten, die die "Begrüßungszeremonie" verhindern wollten, dafür aber selbst angegriffen worden seien (siehe Bericht sportnet).
Sechs Polizisten sind damals verletzt worden, vier Fußballfans wurden noch an Ort und Stelle festgenommen. Identifiziert wurden 93 Verdächtige mit Hilfe von in der Bahnhofshalle installierten Überwachungskameras.
Ein ziemlicher Kontrast zu dem beeindruckenden Auftreten der Rapid-Fans anlässlich der Auswärtsspiele in der EUROPA LEAGUE im Herbst 2009. Im letzten RAPID-Magazin (12/2009) schrieb dazu Stefan Singer:

"Unvergesslich bleiben die Auftritte in Birmingham, Glasgow und Hamburg, wo
grße Fußballnationen staunend zur Kenntnis nehmen mussten, welche Fankultur ein
im internationalen Vergleich kleiner Verein wie der SK Rapid hervorzubringen
vermag. Ohne nennenswerte Zwischenfälle wurde dort die Mannschaft in einer Art
und Weise unterstützt, wie man sie in Europa nur ganz selten findet. Ausnahmslos
alle internationalen Stimmen, sei es in Medien oder in einschlägigen
Diskussionsforen, lobten die Begeisterungsfähigkeit und Stimmgewalt sowie das
ordentliche Auftreten der Rapid-Anhänger.
Dies sei auch all jenen ins Stammbuch geschrieben, die immer wieder
versuchen, Fußballfans generell zu drangsalieren und zu kriminalisieren (zB
Pyrotechnikgesetz): Die Fans des SK Rapid waren wahrscheinlich die in der
europäischen Fußballszene am positivsten wahrgenommenen Österreicher der
vergangenen Jahre!"
Bleibt zu wünschen, dass die Rapidler weiterhin positiv auf sich aufmerksam machen. Und dass der möglicherweise bevorstehende Prozess (denn noch ist formell nicht Anklage erhoben worden!) nur einzelne "schwarze Schafe" betrifft, nicht aber insgesamt ein gewalttätiges Bild von den Rapid-Fans zeichnet, das so sicher nicht stimmt!

Friday, 11 December 2009

Erfüllungsgehilfenhaftung für Fußballer-Verletzung?

Der Telegraph berichtet, dass der seit langem verletzte West Ham-Stürmer Dean Ashton endgültig seinen Rücktritt bekannt geben wird.
Der 26-jährige Angreifer (Foto: Telegraph), den ich aufgrund seiner kraftvollen Spielweise und Torgefährlichkeit gerne mit Rapids Hans Krankl verglichen habe, wurde im Sommer 2006 bei einem Trainingslager des englischen Teams in Manchester durch ein Tackling des damaligen Chelsea-Spielers Shawn Wright-Phillips am Knöchel verletzt. Die komplizierte Verletzung war so schwer, dass "Deano" die gesamte Saison 2006/07 ausfiel und sich auch in der Folge nicht mehr von dieser Verletzung erholte.
Nach immerhin noch 35 Spielen und 11 Toren 2007 und 2008 wurde die Knöchelverletzung unmittelbar nach dem Amtsantritt von Gianfranco Zola bei West Ham im Herbst 2008 wieder akut und seither stand "Deano" in keiner West Ham-Formation mehr.
Laut dem Telegraph-Artikel möchte Dean Ashton, der bei dem fatalen Trainingsunfall zum ersten Mal mit dem englischen Teamkader trainierte, Chelsea auf Schadenersatz klagen, weil den Klub eine Erfüllungsgehilfenhaftung (vicarious liability) für seinen damaligen Spieler SWP treffe, auch wenn dieser gerade mit der englischen Nationalmannschaft trainierte. Ein interessanter Präzedenzfall...
Auch West Ham möchte zumindest den (damaligen Klubrekord-) Transferbetrag von £7 Mio, den man im Jänner 2006 für den früheren Norwich-striker bezahlt hat, einfordern - allerdings bei der englischen FA, die für die Spieler on "international duty" auch eine Versicherung abgeschlossen hat.
Kritischer Hauptpunkt dieser Rechtsstreitigkeiten wird wohl sein, ob der Rückzug von Ashton - der maßgeblichen Anteil am "cup run" der Hammers 2006 hatte und im FA Cupfinale gegen Liverpool eines der drei West Ham-Tore schoss, allein auf die im Teamtrainingslager erlittene Verletzung zurückzuführen ist oder auch spätere Ereignisse dafür (mit-)verantwortlich sind.
Chelsea wird sicherlich einwenden, dass SWP weder ein Schadenersatz auslösendes Verschulden treffe noch eine Erfüllungsgehilfenhaftung für Unfälle im Teamtrainingslager in Betracht kommt.

Friday, 4 December 2009

Good Old Days...

Man muss ja nicht unbedingt Krawatte tragen am Fußballplatz, aber ...

... man sollte zumindest auf der Tribüne bleiben

Foto unten: Zuschauer von Austria Wiens Osttribüne öffnen eine Absperrung
beim Europa League-Spiel gegen Bilbao am Donnerstag (0:3)
und stürmen den Platz (Foto: oe24)
(Foto oben vom twitter account von FourFourTwo )

Thursday, 3 December 2009

"Bier-Cup" erreicht Semis

Der von mir wegen seines Sponsors CARLING gerne als "Bier-Cup" titulierte Ligacup passte eigentlich perfekt zur Hauptbeschäftigung vieler Rapid-Fans in Hamburg - auch wenn sich sicher kaum einer von ihnen am Mittwoch für das gestrige Carling Cup-Viertelfinale interessiert haben dürfte.

Blackburn gegen Chelsea und Manchester City gegen Arsenal lauteten die Mittwoch-Paarungen, nachdem die ersten beiden Viertelfinali schon am Dienstag gespielt worden waren.
Und die erste der beiden oben genannten Partien endete mit einer Sensation - was ich allerdings auch erst heute Morgen mit rotunterlaufenen Augen registrierte:
Blackburn besiegte Chelsea nach 3:3 (1:0, 2:2) n.V. im Elferschießen.
Den entscheidenden letzten Chelsea-Elfer verhaute übrigens der junge Gael Kakuta, den Chelsea unter umstrittenen Umständen von Lens nach London gelockt hat. Der deswegen von der FIFA über Chelsea verhängte Transferbann wurde vom Sportgerichtshof CAS nur vorläufig außer Kraft gesetzt, eine endgültige Entscheidung des Lausanner Schiedsgerichtshofes steht noch aus. Und Ballack konnte seinen Penalty im shoot-out auch nicht verwerten. Blackburn gewann das Elferschießen 4:3.

Die übrigen Ergebnisse im "Bier-Cup"-Viertelfinale:
ManCity v Arsenal 3:0 (Arsene Wenger ärgerte sich wieder mal grün und blau und verweigert seinem Gegenüber auf City's Trainerbank Mark Hughes den Handschlag nach dem Spiel.)
Portsmouth v Aston Villa 2:4
ManU v Tottenham 2:0

Das Anfang und Mitte Jänner "auf zwei Beinen" (two legs) gespielte Semifinale bestreiten die beiden Manchester-Klubs gegeneinander sowie Blackburn und Aston Villa.

Tuesday, 3 November 2009

West Ham verliert gegen Curbishley

Wie nicht anders zu erwarten - die von mir zuletzt vorgebrachten Argumente contra Ex-Manager Curbishley überzeugten mich auch nicht gerade! - wurde heute ein für West Ham unerfreuliches Ergebnis des Schiedsgerichtsverfahrens Alan Curbishley v West Ham United wg. "constructive dismissal" bekannt:
Das Schiedsgericht der englischen Fußball-Manager-Vereinigung erkannte den Austritt von Curbishley aus seinem Vertrag mit West Ham für berechtigt.
Curbishley hatte sich vertraglich die letzte Entscheidung bei Spielerverkäufen vorbehalten. Dass der Klub in der Sommerübertrittszeit 2008 gegen seinen Willen Anton Ferdinand und George McCartney "verkaufte", berechtigte "Curbs" daher zum Austritt aus seinem Vertrag.
Der Entschädigungsbetrag wird noch festgesetzt werden.

Siehe auch: -> Keegan gewinnt ....

Thursday, 15 October 2009

Fanni Not Funny

Möglicherweise der dreisteste Diver des gesamten WM-Quali-Abends! Frankreich bekommt für das kontaktlose "Elfer-Foul" an Herrn Rod Fanni (Stades Rennes) einen Elfer zugesprochen und Österreich-Verteidiger Christian Fuchs sieht Gelb. Not funny!



Wäre das nicht ein neuer Fall für eine nachträgliche Sperre à la Eduardo ?
(vgl. CL-Qualifikation Arsenal v Celtic)
Diese Sperre würde vielleicht sogar in der Berufung halten!!
Oder könnte es sein, dass Fanni gestolpert ist, als er den für ihn gedachten Pass annehmen wollte?

Saturday, 3 October 2009

Keegan gewinnt "constructive dismissal"-Klage

Und wie steht's mit Alan Curbishley?

Kevin Keegan, im September des Vorjahres zurückgetretener Newcastle United-Manager, hat von einem Schiedsgericht £ 2 Millionen zugesprochen erhalten. Die Schiedsinstanz für Premier League-Manager urteilte, dass der Klub den Uruguayer Ignacio Gonzalez gegen Keegans Willen verpflichtet habe, obwohl Keegan das letzte Wort bei Transfers vertraglich zugesichert war. Angeblich hatte man Gonzalez vor seinem Engagement nur auf YouTube gesehen:

“I resigned because I was being asked to sanction the signing of a player in
order to “do a favour” for two South American agents,” Keegan said. “ No one at
the club had seen this player play and I was asked to sign him on the basis of
some clips on YouTube."
(Originalwortlaut des Schiedsspruches siehe -> hier; Bericht im Telegraph -> hier.)

Der Fall erinnnert frappant an Alan Curbishleys Austritt aus seinem Manager-Vertrag bei West Ham United, nur wenige Tage vor Keegans Demission. Bei Curbishley war es vor allem der Transfer von "left back" George McCartney zu Sunderland, der das Fass zum Überlaufen brachte. Curbishley forderte £3 Mio von West Ham. Das sagte Ex-Hammers-Trainer "Curbs" am 2. September 2008 zu seinem Rücktritt:
"The selection of players is critical to the job of the manager and I had
an agreement with the club that I alone would determine the composition of the
squad.
"However, the club continued to make significant player decisions without
involving me. In the end such a breach of trust and confidence meant that I had
no option but to leave. Nevertheless, I wish the club and the players every
success in the future."
(Bericht aus Daily Mail mit Bild/Getty siehe -> hier.)
"Constructive dismissal" und "breach of contract" nennt das die englische Rechtssprache. Ich meine, am besten spricht man - da Curbishley selbst das Traineramt zurückgelegt hat - von berechtigtem Austritt aus dem Arbeitsvertrag.
Die Frage ist allerdings, ob in Curbishleys Fall eine ähnliche Klausel im Arbeitsvertrag stand wie bei Keegan. Da es bei West Ham seit Juni 2008 einen Sportdirektor gibt (Gianluca Nani) und dieser prinzipiell für die Transfers zuständig ist, könnte die Sachlage bei den Hammers etwas anders sein.
Das Curbishley-Verfahren ist noch nicht abgeschlossen, jedenfalls hat man seit Dezember nichts mehr davon gehört. Eine ähnlich hohe Kündigungsentschädigung wie sie Kevin Keegan zugesprochen erhalten hat, würde die Transfer-Kasse von West Ham-Manager Gianfranco Zola für Jänner noch mehr schrumpfen lassen. Ob da wohl bald wieder ein außergerichtlicher Vergleich ins Haus steht oder will West Ham die Causa durchfechten?

PS:
Curbishley hat noch keinen neuen Manager-Posten übernommen und ist im Fernsehen immer wieder als Experte tätig. Sein Vorgänger bei West Ham, Alan Pardew, managt nach seinem erfolglosen Job bei Charlton (Abstieg aus der Premier League und im Sommer neuerlicher Abstieg in die League One) mittlerweile das League One-Team Southampton. Dieses steht derzeit auf dem letzten Taybellenplatz, weil man in der letzten Saison in Konkurs gegangen war und mit einem Punkte-Minus von 10 in die Saison starten musste. Nach einem Sieg und sechs Unentschieden hält Pardews Team nun bei -1 Punkt. Heute Samstag spielt man gegen Gillingham.

Tuesday, 22 September 2009

Minimum Or Maximum?

Das Geheimnis der Nachspielzeit

Im spannenden und torreichen Manchester Derby am vergangenen Sonntag in Old Trafford fiel das entscheidende 4:3 durch Michael Owen erst in der 6. Minute der Nachspielzeit. In der 90. Minute hatte Craig Bellamy für Manchester City zum 3:3 ausgeglichen, aber vom vierten Unparteiischen waren bloß 4 Minuten "additional time" angezeigt worden.
Der "winner" gelang dem für Berbatov in der 78. Minute eingewechselten Owen 85 Sekunden nach dem Ende der angezeigten 4 Minuten, und City-Manager Mark Hughes und die Fans der Gastmannschaft fühlten sich durch die lange "Nachspielzeit" um einen Punkt betrogen.
Der Chef der englischen Schiedsrichter sprang dem Match-Referee Martin Atkinson (Bild: Daily Mirror) nun unterstützend bei: Keith Hacket führte aus, die Verlängerung der angezeigten "injury time" sei "spot on" gewesen. Der Referee sei entsprechend Regel 7 der FIFA Statuten berechtigt, die angezeigte, als bloße Minimum-Angabe zu qualifizierende Nachspielzeit selbständig zu verlängern, wenn dies durch Tore, Auswechslungen, Verletzungen, Zeitschinden und dgl. notwendig werde.
Hackett erläuterte, es werde nicht bloß für die Zeit von einem Tor bis zum Wiederankick oder im Fall von Auswechslungen Zeit hinzugerechnet, obwohl man oft annehme, dass z.B. für Auswechslungen 30 Sekunden addiert würden. Der Schiedsrichter halte vielmehr seine Uhr immer dann an, wenn ein spielverzögernder Umstand eintrete.
Man habe sich Videos vom Manchester-Derby angeschaut und festgestellt, dass die Zeit, die der von der Polizei vom Platz geleitete Atkinson eingerechnet hatte, korrekt gewesen sei, meinte Schiedsrichter-Boss Hacket.

Tuesday, 15 September 2009

Eduardo: Berufung erfolgreich

Bekanntlich wurde Arsenal-Spieler Eduardo da Silva nach dem CL-Qualifikationsspiel gegen Rapid Wiens nunmehrigen Europa League-Gegner Celtic Glasgow im Nachhinein für zwei Spiele gesperrt. Nun wurde die Strafe aufgrund einer Berufung von Arsenal wieder aufgehoben (siehe -> hier). Grund genug, einen Blick auf das Regelwerk zu werfen.

Grund für die 2 Spiele Sperre laut Begründung der erstinstanzlichen UEFA-Disziplinarkammer: Eduardos angeblicher "diver", bei dem der Schiedsrichter jedoch Elfer gegeben hat.
Strafausmaß: die zwei nächsten internationalen Spiele.
Diziplinarrechtliche Begründung der ersten Instanz: laut Rechtspflegeordnung der UEFA, Ausgabe 2008 (pdf, 0.6 MB) Artikel 8 werden unsportliches Verhalten, Spielregelverletzungen sowie Zuwiderhandlungen gegen die Statuten, Reglemente, Beschlüsse und Weisungen der UEFA disziplinarisch geahndet, und gemäß Artikel 10 (Unkorrektes Verhalten von Spielern) ist unter lit. c) eine Sperre auch vorgesehen für:

"Täuschung oder Irreführung der Spieloffiziellen, die bei letzteren eine
offensichtlich falsche Entscheidung bewirkt";
Gemäß Art 10 (4) kann eine "disziplinarische Ahndung ... selbst dann erfolgen, wenn der Schiedsrichter krass sportwidriges Verhalten eines Spielers nicht gesehen hat und deshalb keine
Tatsachenentscheidung treffen konnte".

Der UEFA-Berufungssenat hat die Sache nun nicht so klar wie die Kontroll- und Disziplinarkammer gesehen. Sie hat Eduardos Sperre mit der Begründung aufgehoben, Videos hätten gezeigt, dass es vor dem Elferpfiff doch einen Kontakt mit Celtic-Keeper Boruc gegeben haben könnte. Keine "offensichtlich falsche Entscheidung" des Schiedsrichters also. Im Zweifel für den Angeklagten sozusagen…

Ich möchte in diesem Zusammenhang auch darauf hinweisen, dass in der Regel 5 des FIFA-Regulativs (2009/10) bestimmt wird:
"Die Entscheidungen des Schiedsrichters zu spielrelevanten Tatsachen sind
endgültig. Dazu gehören auch das Ergebnis des Spiels sowie die Entscheidung
auf „Tor“ oder „kein Tor“."
Im vorliegenden Fall hat der Schiri eine Tatsachenentscheidung getroffen – aber eben eine (laut Berufungsinstanz) nicht offensichtlich, sondern nur möglicherweise falsche, weil er Elfer statt Karte gab.
Natürlich wurde der Elfer durch Eduardos Sperre nicht revidiert (wie es einmal fälschlicherweise ein österreichischer Beglaubigungssenat machen wollte und eine Neuaustragung eines Spieles anordnete; was die Berufungsinstanz aber wieder rückgängig machte), aber auch die nachträgliche Sperre für eine Aktion, die der Schiri sah und darüber eine Tatsachenentscheidung fällte, schien mir sehr fragwürdig zu sein!
Denn eine falsche Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters - und dazu gehört meines Erachtens auch die Entscheidung, keine gelbe oder rote Karte (wegen "diving") zu zeigen - darf grundsätzlich nicht revidiert werden. So will es eben "Regel 5".
Und von dieser, wenn auch nur im Disziplinar-Zusammenhang, abzugehen, ist nicht unproblematisch. Der Tatbestand des Artikel 10 lit c) der UEFA-Rechtspflegeordnung, der praktisch eine Ausnahme von dieser Regel statuiert, muss daher behutsam angewendet werden. Er enthält zwei streng zu prüfende Voraussetzungen:
  • dem Spieler muss VORSÄTZLICHE IRREFÜHRUNG der Offiziellen nachgewiesen werden und
  • deren Entscheidung muss OFFENSICHTLICH falsch gewesen sein.
Dass der Berufungssenat die Eduardo-Strafe aufgehoben hat, ist daher - bei aller Unterstützung für das Anliegen, "diving" und ähnliche Unarten zu unterbinden - aus rechtlichen Gründen durchaus zu begrüßen.

Tuesday, 21 July 2009

Why Tevezgate Is Over

"At last a long nightmare seems to be over", schrieb vor wenigen Tagen Iain Dale in seinem Weblog "West Ham Till I Die". Und er hat recht.
Die offizielle Website von West Ham United brachte am Freitag den Text eines Statements der Premier League und der FA, wonach die Untersuchungskommission, die aufgrund des für West Ham vernichtenden Zwischenurteils des Lord Griffiths-Schiedsgerichtes eingerichtet worden war, keine weiteren Verfehlungen feststellen konnte. Aufgabe dieser letzten "inquiry" des statutenrechtlichen Alptraumes rund um das West Ham-Engagement der beiden Argentinier Carlos Tevez (neuerdings bei Manchester City) und Javier Mascherano (2006/07) war es, das Verhalten des Klubs nach der ersten Disziplinarstrafe gegen West Ham vom 27.4.2007 zu untersuchen. Mit Genugtuung konnte der Klub nun nach zwischenzeitigen teuren juristischen Rückschlägen das Verdikt vernehmen, dass (weitere) Verfehlungen von West Ham United nicht festzustellen waren:

"The inquiry has concluded that, on the basis of the evidence available to
them, there is no prima facie case that West Ham United and/or its officials did
commit any further breaches of Premier League or FA rules immediately after the
independent disciplinary commission's decision."
Wörtlich: auf Grundlage der dieser Kommission zur Verfügung stehenden Beweismittel gebe es keinen "prima facie"-Beweis, dass West Ham weitere Regelverstöße begangen habe.
Und für die im Zuge der Registrierung von Carlos Tevez unterlaufenen Unkorrektheiten hat der Klub schließlich schon mit einer Millionen-Pfund-Strafe und dem Millionen-Schadenersatzbetrag, den man vergleichsweise an Sheffield United bezahlt hat, gebüßt.
Der Jurist überlegt, ob nun nicht die Grundlage des Sheffield-Schiedsgerichtsspruches weggefallen ist, in dem Lord Griffiths ausführte:

"If the Premier League had known what Mr Duxbury for West Ham was saying to
Mr Joorabchian's solicitor following the commission decision [dass nämlich der
Klub die sogenannte "third party clause" trotz schriftlicher Kündigung weiterhin
für verbindlich ansehe], we are confident that the Premier League would have
suspended Mr Tevez's registration as a West Ham player.
"We have no doubt that those [Tevez's] services were worth at least three
points to West Ham over the season and were what made the difference between
West Ham remaining in the Premiership and being relegated at the end of the
season."
Aber da das Schiedsverfahren mit einem Vergleich beendet wurde und nicht mit einem Schiedsspruch, und Vergleiche es nun einmal so an sich haben, dass sie nur mehr sehr schwer aus dem Rechtsbestand entfernt werden können, wird man bei West Ham wohl froh sein, dass die Causa nun endlich, endlich ausgestanden sein dürfte!
Zur Anfechtbarkeit eines Vergleichs sagt übrigens der österreichische Oberste Gerichtshof:
"Nach § 1385 ABGB kann ein Vergleich wegen Irrtums nur insoweit angefochten
werden, als er die Wesenheit der Person oder den Gegenstand betrifft. Da der
Vergleich dem Zweck dient, strittige oder zweifelhafte Rechte einverständlich
neu festzulegen (§ 1380 ABGB) und damit die Strittigkeit oder Zweifelhaftigkeit
zu beseitigen, kann er nicht angefochten werden, wenn ein Partner beim Abschluss
über den wahren Sachverhalt geirrt hat (§ 1387 ABGB), verlöre doch sonst der
Vergleich seinen Sinn. ... Nach ständiger Rechtsprechung setzt daher die
Anfechtung eines Vergleiches - arglistige Irreführung ausgenommen - die
Geltendmachung eines Irrtums über wesentliche Umstände voraus, die die Parteien
beim Abschluss des Vergleiches als feststehend, unzweifelhaft und unstreitig
(= "Vergleichsgrundlage") angenommen haben ... Es können jedoch nur solche
Umstände als unstrittige Vergleichsgrundlage angesehen werden, bei denen auch
dem Vertragspartner ersichtlich ist, dass insoweit eine übereinstimmende Ansicht
beider Vertragsparteien vorliegt." (OGH 16.3.2004, 10 Ob 62/03w)
Da ich West Ham zur Vergleichsanfechtung somit kaum raten kann, zum Abschluss wenigstens noch ein positiver Nebenaspekt des neuesten Untersuchungsergebnisses:
Für die im Gefolge des Griffiths-Spruches und des nachfolgenden Vergleiches angekündigten weiteren Klagen (von anderen Klubs, die in der Liga 2006/07 hinter West Ham platziert waren, und von Spielern von Sheffield Utd) sind die Chancen mit dem "FA-Freispruch" zweifellos erheblich gesunken. Es sollte also schlussendlich wirklich vorbei sein mit "Tévezgate"!

Thursday, 25 June 2009

Einladung: "RECHT SPORTlich" in Klagenfurt

RECHT SPORTlich
Aktuelle Rechtsfragen bei Sportveranstaltungen

Freitag, 31. Juli 2009
10:00 Uhr bis 14:00 Uhr
im
Lindner Seepark Hotel Congress & Spa
Universitätsstraße 104,
9020 Klagenfurt am Wörthersee

PROGRAMM:

Mag. Michael Truppe

(Bundeskanzleramt-Verfassungsdienst)
„Weu mit sein Color-TV, sicht er ollas gonz genau“
Sportberichterstattung im österreichischen Rundfunkrecht

Ass.-Prof. Dr. Doris Hattenberger
(Universität Klagenfurt)
Recht auf Naturnutzung? – Rechtliche Rahmenbedingungen
der Sportausübung anhand ausgewählter Beispiele

Univ.-Ass. Mag. Pia Haschke
(Universität Wien)
Ausgewählte Haftungsfragen bei Sportveranstaltungen

Dr. Wolfgang Berger / Dr. Wilhelm Bergthaler
(HASLINGER / NAGELE & PARTNER Rechtsanwälte GmbH)
„Ich wage eine Prognose: Es könnte so oder so ausgehen“
Sportanlagen in der UVP

Die Teilnahme ist kostenlos!

ANMELDUNG:

E-Mail oder FAX an Frau Dagmar Huber
Dagmar.Huber@uni-klu.ac.at
Fax: +43 463 2700-993303

Saturday, 13 June 2009

Dear Prudence

"Prudence from the new owners" - so fasste der Blogger von "Hammered" das gestern auf der offiziellen Website von West Ham United erschienene Statement des neuen Non-executive Chairmans Mr. Andrew Bernhardt (Bild rechts) zusammen.
"Prudence is the better part of valour", heißt ein englisches Sprichwort - auf deutsch: "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste". "Prudence" heißt also Vorsicht, Klugheit und Umsichtigkeit.
Bankdirektor Bernhardt, der sich nun seit knapp einer Woche im Amt befindet, betonte, dass der Klub keine Spieler verkaufen müsse, dass man aber natürlich trachten müsse, ausgeglichen zu bilanzieren und keinesfalls den Schuldenstand erhöhen wolle.

Zugleich äußerte Bernhardt sich begeistert
über das, was er in den ersten Tagen von West Ham mitbekommen habe. "The club has a buzz about it", meinte er - da sei Begeisterung spürbar und auch ihn, den Banker, hat vielleicht der Kick vom Boleyn Ground schon erfasst:

"I have been so impressed with what has been achieved here in the last 12 months with a proper strategy that everyone has bought into. Gianfranco Zola has not even been at the club a year, yet he has put his indelible mark on a young, skilful, vibrant team.

"The club has a buzz about it, from the people you meet at reception to those involved in the first team. I have complete faith in how CEO Scott Duxbury and Gianfranco work together in improving the squad without external investment.

"Scott's self-sufficient business model is sensible and prudent in these challenging times and will deliver success. I am confident there are strong foundations we can all build on."

"I can assure fans that Gianfranco absolutely does not have to sell any players for financial reasons and new players will be arriving in the summer to augment what is already a strong playing staff.

"We believe the club should not spend more than it earns and thus increase the debt. It simply isn't necessary when you have such a talented management team and pool of up-and-coming young players. It seems pointless to invest in West Ham United's world famous academy if you are then not going to use the players you have nurtured and developed."

"We totally support Gianfranco Zola's philosophy of following the West Ham tradition of bringing young players through, as well as investing in new talent where appropriate."

Bernhardt erwähnt, dass man einen Jahresumsatz von ca. 100 Millionen Pfund mache. Weiter heißt es, dass die Gehaltsausgaben reduziert worden seien und auch für die Zahlungen aus dem unseligen Vergleich mit Sheffield Vorsorge getroffen sei.

Dem Beispiel der neuen Klubführung folgend gibt sich auch der RAPIDHAMMER nun einmal ganz seriös. Bitte sehr:

Dear Prudence
(Lennon/McCartney)

Recorded: August 28-30, 1968, Abbey Road Studios, London
Length: 3:57
Discography:
Video: - The Beatles (The White Album)

Dear Prudence, won't you come out to play
Dear Prudence, greet the brand new day
The sun is up, the sky is blue
It's beautiful and so are you
Dear Prudence won't you come out and play

Dear Prudence open up your eyes
Dear Prudence see the sunny skies
The wind is low the birds will sing
that you are part of everything
Dear Prudence won't you open up your eyes?

Look around round
Look around round round
Look around

Dear Prudence let me see you smile
Dear Prudence like a little child
The clouds will be a daisy chain
So let me see you smile again
Dear Prudence won't you let me see you smile?

Thursday, 11 June 2009

Rumänien: Punkte zurück - auf in die Champions League!

Im vergangenen Herbst war ich in Temesvar in Rumänien und besuchte dort das UEFA Cup-Match FC Timisoara gegen Partizan Belgrad.
Der Fußball-Klub in Temesvar war früher als Poli (Politechnica) bekannt und spielte in Violett-Weiß. Nachdem aber der frühere Klub-Präsident mit Klubnamen und Vereinsfarben in die Nähe von Bukarest übersiedelt war, wurde der nun in Temesvar beheimatete FCU Politechnica Timisoara S.A. aufgrund von Entscheidungen des Sportgerichtshofes CAS 2006 gezwungen, den Vereinsnamen, die Farben und das Vereinswappen (rechts) zu ändern (Violett raus!!), um Verwechslungen zu vermeiden. Schlussendlich setzte es noch eine Punktestrafe von -6 Punkten für die Saison 2008/09.
Nun hat der CAS aber mit einer gestern veröffentlichten Entscheidung den Punkteabzug für nichtig erklärt und dem FC Timisoara (vormals: Poli) die sechs Punkte wieder zugesprochen (siehe Website "Justice for Poli"). Damit überholt Timisoara den bisherigen Ligazweiten Dinamo Bukarest und wird in der Champions League-Qualifikation als zweiter rumänischer Vertreter starten (-> Tabelle). Herzlichen Glückwunsch!
Rumänischer Meister wurde übrigens "Newcomer" Unirea Urziceni.

Wednesday, 13 May 2009

Amtlich: Zola / Clarke gehen nicht zu Chelsea!

Jetzt ist es sogar in einem gerichtlichen Protokoll festgehalten worden: Gianfranco Zola und sein Co-Trainer Steve Clarke bleiben bei West Ham United und wechseln nicht zum FC Chelsea, wie ein BBC-Reporter im Februar behauptet hatte.
Zola/Clarke hatten ein Gerichtsverfahren angestrengt, weil sie die Meldung, sie hätten an einem Interview für den Managerposten bei Chelsea 2009/10 teilgenommen, nicht auf sich sitzen lassen wollten. Die BBC muss nach einem von Justice Eady beim High Court protokollierten Vergleich, den die beiden offenbar befreundeten Anwälte der Streitteile ausgehandelt haben, einen nicht bekanntgegebenen Schadenersatzbetrag an das von Solicitor James Quartermaine vertretene West Ham-Duo bezahlen und folgende Entgegnung und Entschuldigung publizieren:

STATEMENT
A statement concerning Gianfranco Zola and Steve Clarke
IN THE HIGH COURT OF JUSTICE QUEEN'S BENCH DIVISION
Claim No. SIOC/09/0435
(1) GIANFRANCO ZOLA
(2) STEVE CLARKE
(Applicants)
and
THE BRITISH BROADCASTING CORPORATION (Respondent)

JOINT STATEMENT IN COURT
Solicitor for Mr Zola and Mr Clarke:
My Lord, in this matter I appear for Gianfranco Zola and Steve Clarke, respectively the manager and first team coach of West Ham United Football Club, the London Premier League team. My friend [David Carrington] appears on behalf of the British Broadcasting Corporation. This libel complaint arises out of an interview broadcast on the BBC Radio 5 Live breakfast show on 13 February 2009, which featured a contribution by the sports journalist, Harry Harris, regarded by many as an expert on Chelsea Football Club where Mr Zola and Mr Clarke both enjoyed successful playing careers. During the interview, Mr Harris wrongly alleged that Mr Zola and Mr Clarke had attended an interview with the Chelsea owner, Roman Abramovich, the previous week with a view to becoming the management team at Chelsea for the 2009/2010 season. Mr Zola and Mr Clarke were (and remain) under contract to West Ham United and for them to have attended an interview of this type unauthorised by West Ham United would have constituted a breach of their contracts of employment and, in the case of Mr Zola, FA Premier League rules.
The broadcast of this unfounded allegation caused Mr Zola and Mr Clarke acute distress and anxiety as it was understandably feared that it would damage their relationship with their employers and with the players and fans of West Ham United.
I am pleased to inform your Lordship that the BBC has accepted that this allegation is without foundation. The BBC has made it clear that it does not endorse Mr Harris' comments and regrets any distress caused.
I am glad to say that the BBC is here today to apologise to Mr Zola and Mr Clarke for broadcasting the allegation. In addition, in order to compensate them for any harm done to their reputation, it has agreed to pay them damages and their legal costs.
BBC Solicitor: My Lord, on behalf of the BBC, I accept everything my friend has said. The BBC does not endorse Mr Harris' comments and would like to apologise to Mr Zola and Mr Clarke for any distress caused.
Solicitor for Mr Zola and Mr Clarke: In those circumstances, Mr Zola and Mr Clarke feel that they have been vindicated and accordingly are content to let the matter rest. My Lord, it only remains for me to ask leave that the record be withdrawn.

Saturday, 18 April 2009

Bankenkonsortium neuer West Ham-Eigentümer?

Da ein halbwegs einträglicher Verkauf von West Ham United im derzeitigen wirtschaftllichen Klima nicht zu machen sein dürfte, scheinen sich die Gläubigerbanken des aktuellen Hammers-Chefs Björgulfur Gudmundsson entschieden zu haben, den Klub selbst zu übernehmen und das aktuelle Management sein "football project" weiterführen zu lassen. Dieses schließt derzeit nicht nur mit Leistungsträgern und jungen hoffnungsvollen Spielern Verträge bis 2013 ab, sondern scheint darauf bauen zu können, dass auch das finanzielle Fahrwasser wieder ein wenig ruhiger werden könnte.

Hier ein Artikel aus dem Telegraph, auf den "Hammered Blog" heute hingewiesen hat:

The Telegraph say that a formal announcement that Straumur, the Icelandic bank, will take a 75 per cent stake in West Ham, could be made in three weeks time.
They say that Straumur has committed to raise the £5million West Ham need, on top of the £1.5million spent on acquiring the land, to develop a new training complex at Rush Green in Romford, Essex.
The new owners have also agreed that West Ham can spend whatever money they raise through player sales on developing the squad and that the club will continue as a self-financing operation.The bank will also not sell the club immediately. They realise in the current economic climate they may not get the best return and are prepared to wait for the economy to recover.

Tuesday, 17 March 2009

"Misguided Arbiters"

That's what Martin Samuel said about the Tévez-settlement in the Daily Mail:
"It does not matter whether the final settlement is £10million or £25m, at the
moment the emphasis in the Carlos Tevez dispute shifted beyond the reinstatement of Sheffield United to the Premier League, it became a row over money between two groups of very rich men and since then the ethical issues have been increasingly lost. The lasting significance is in the precedents that have been set by misguided arbiters such as Lord Griffiths who, in finding against West Ham United in a compensation case, established that a game can be played hypothetically, individual contributions surmised and presented as fact and also that a club is not responsible for its league position. Many will feel justice has been done over Tevez but Sheffield United's victory may prove hollow if the rumours circulating about the direction the Iain Hume case is about to take are correct. Hume is the Barnsley striker and record signing left fighting for his life after a challenge by Chris Morgan, the Sheffield United defender. Barnsley were 17th when Hume got injured but this weekend fell into the bottom three. It might be advisable not to spend all of that compensation money at once."

Monday Proved Costly For Hammers

Montag, der 16.3., wird als teuerster Tag der Geschichte in die Annalen von West Ham United eingehen. Zwischen 10 und 25 Millionen Pfund - so weit gehen die kolportierten Ziffern auseinander - wird der Vergleich mit Sheffield United in der Affäre Carlos Tévez (Bild: News of the World) den East London-Klub kosten. Geld, das die künftigen Erwerber von Anteilen an der West Ham United Holdings Ltd bei der Ermittlung des Kaufpreises abziehen werden, sofern die Zahlungsverpflichtung in die Zukunft gestreckt worden ist, wie es heißt.
Auf den Klub könnten aber noch weitere Zahlungen zukommen, denn Personen aus dem Dunstkreis von Sheffield United möchten nun auch "cash" sehen, der frühere Trainer Neil Warnock ebenso wie Spieler der "Blades" - dabei hatten diese aufgrund miserabler Leistungen gegen Ende der '06/07-Kampagne den Abstieg wahrhaft verdient.
"Tricksen lohnt sich nicht", lautet das Motto der Geschichte. Wenn man zusammenrechnet, was die Hammers bis jetzt für eine Saison Tévez ausgegeben haben, dann hätten sie den argentinischen Kicker im September 2006 wohl sogar permanent erwerben können. Im Sommer 2008 hieß es, Manchester United habe für einen "permanent transfer" von Tévez £32 Millionen bezahlt, doch war dem nicht so. Bis heute scheinen Tévez und Kia Joorabchian, der über eine seiner Gesellschaften die Transferrechte am 25-jährigen Argentinier hält, mit United nicht handelseins geworden zu sein, aber viel mehr als £30-35 Mio werden für Carlitos wohl kaum bezahlt werden - es sei denn, er wechselt zu Manchester City.

Außerdem kostete der Montag die Hammers zwei Punkte, die man in einem schwachen Spiel gegen den Tabellenletzten West Brom liegenließ (0:0) und Verteidiger Matthew Upson, der nach einer knappen halben Stunde am Upton Park verletzt ausgewechselt werden musste.
Der "injury jinx", der Fluch der Verletzungen, der Alan Curbishleys Vorsaison so schwierig machte, scheint zu West Ham zurückgekehrt zu sein...

West Ham 0-0 West Brom

West Ham: Green, Neill, Tomkins, Upson (Spector 29), Ilunga, Noble (Boa Morte 82), Kovac, Parker, Nsereko (Stanislas 68), Di Michele, Sears.
Subs Not Use: Lastuvka, Lopez, Tristan, Payne.
Booked: Nsereko.
West Brom:
Carson, Zuiverloon, Martis, Olsson, Robinson, Morrison (Filipe Teixeira 88), Koren, Dorrans, Greening, Brunt (Simpson 80), Fortune (Moore 80).
Subs Not Used: Kiely, Hoefkens, Cech, Bednar.
Booked: Olsson.
Att:
30,842
Ref:
Mark Halsey (Lancashire).

Monday, 16 March 2009

Schlechter Vergleich besser als schwebendes Verfahren

Die höchstmögliche der in den letzten Tagen genannten Summe - 25 Mio Pfund - wurde laut The Times zwischen West Ham und Sheffield United vereinbart, um das Schadenersatzverfahren vor dem FA Schiedsgericht zu Ende zu bringen. Andere Quellen sprechen von 15 - 25 Millionen.
25 Millionen - eine ordentliche Summe, die den Verkaufspreis des Klubs drücken wird. Aber so ärgerlich es ist, dass der Klub nun doch noch zahlt - Klarheit ist für den zum Verkauf genötigten West Ham-Eigentümer Björgolfur Gudmundsson besser als ein schwebendes Verfahren.
In einem freundlich gehaltenen gemeinsamen Statement auf der Klub-Website verspricht uns West Ham-CEO Scott Duxbury, dass man sich nun auf ein starkes Finish in der Meisterschaft und die Chance, sich für den UEFA Cup zu qualifizieren, konzentrieren werde. Und - so heißt es in dem "kreidefresserischen" Statement seitens des Sheffield Präsidenten McCabe weiter - man hoffe, bald wieder mit West Ham in der Premier League zusammenzutreffen.
Sheffield liegt nach seinem Abstieg in der vorletzten Saison derzeit auf Platz 4 in der Championship.

Hoffen wir, dass die Konzentration auf die Geschehnisse auf dem Rasen heute, Montag Abend, einen vollen Erfolg über den Tabellenletzten West Brom bringt. Carlton Cole ist gesperrt - wer bei den Hammers stürmen wird (Tristan oder Sears), ist noch unklar.