Rapid Hammer

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RAPIDHAMMER

Monday, 15 October 2007

EURO: Wer ist schon qualifiziert?

Offiziell d.h. 100 %ig sind bisher nur die Deutschen qualifiziert. Außer Schweiz und Österreich selbstverständlich! Wobei zumindest Letztere es aus eigener Kraft nie und nimmer geschafft hätten, an der eigenen EURO teilzunehmen. Zum Glück ist der Veranstalter ja fix dabei - bleibt nur zu hoffen, dass wir uns nicht allzu sehr blamieren...

Wie steht's also in den Qualifikationsgruppen? (Alle Daten und Tabellen siehe hier!)
Gruppe A: Bei Polen schoss Ebi Smolarek (Santander) beim 3:1 gegen Kasachstan einen lupenreinen Hattrick - soll heißen drei Tore hintereinander in einer Halbzeit, was deshalb möglich war, weil die Kasachen in Warschau zur Pause überraschend mit 1:0 führten und die Polen erst nach der Pause so richtig zeigten, was sie können. Polen ist praktisch durch, abzuwarten bleibt, ob sie diesmal nicht nur in der Qualifikation, sondern endlich einmal auch im Turnier selbst überzeugen. Den zweiten Platz in dieser Gruppe wird sich am ehesten Portugal sichern, Finnland ist zwar punktegleich, muss aber noch zu Portugal.

Gruppe B: Spannender Dreikampf zwischen Schottland (24 Punkte), Italien (23) und Frankreich (22). Am vorletzten Spieltag in dieser "Todesgruppe" mit den beiden Finalisten der letzten WM und den sensationellen Schotten kommt es im Hampden Park zum wahrscheinlich entscheidenden Duell Schottland gegen Italien. Frankreich spielt noch gegen Litauen (H) und Ukraine (A), Italien außerdem gegen die Faröer (H), die Schotten am Mittwoch gegen Georgien (A).

Gruppe C: Griechenland liegt schon 4 Punkte vor der Türkei und 5 Punkte vor Norwegen; am 17.11. kommt es zum Duell um Platz 2, Norwegen - Türkei. Die Griechen werden ihren überraschenden EM-Titel von 2004 wohl in Österreich und der Schweiz verteidigen können.

Gruppe D: Deutschland ganz fix und Tschechien so gut wie. Republik Irland müsste gegen die zweitplazierten Tschechen fünf Punkte in drei Spielen aufholen. Wales mit seinen drei West Ham-Spielern liegt derzeit nur an vorletzter Stelle hinter der Slowakei und Zypern.
Die Deutschen jammern übrigens schon über die voraussichtliche Topf-Einteilung für die Gruppenauslosung bei der EURO: Sie würden nämlich mit Griechenland (Europameister) und den Veranstaltern Schweiz und Österreich in Topf 1 gesetzt. Womit sie keinefalls gegen die "Ösis" spielen könnten - den derzeit wohl beliebtesten Gegner dieser EURO. (Mittlerweile ist Österreich 9 Spiele ohne Sieg - so schlecht wie bisher nur unter Kurt Stastny vor 33 Jahren!)

Gruppe E: Die England-Gruppe schaut im Moment auch ziemlich klar aus. Kroatien mit 26 Punkten ist die Qualifikation praktisch nicht mehr zu nehmen und dahinter hat England (23) nach drei 3:0-Siegen schon fünf Punkte Vorsprung auf Russland. Die Russen haben aber ein Spiel weniger und treffen am Mittwoch in Moskau auf England. Wenn die "Three Lions" gewinnen oder zumindest unentschieden spielen, haben sie's wohl geschafft. Russland hat außer den Engländern (H) noch Israel und Andorra auswärts als Gegner.

Gruppe F: Schweden und Spanien sind auf EURO-Kurs. Nordirland lag die längste Zeit gut im Rennen, doch nach zwei Auswärtsniederlagen in den letzten beiden Spielen (0:1 gegen Lettland und 1:2 gegen Island) werden sie wohl nach der folgenden Auswärtspartie gegen Tabellenführer Schweden (=> West Ham-Duell Freddie Ljungberg - George McCartney) endgültig weg vom Fenster sein. Die Dänen sind in dieser Gruppe als Vierter schon chancenlos.

Gruppe G: Rumänien (23) führt vor Holland (20), dahinter lauert Bulgarien (18). Am 17.11. spielt Bulgarien gegen Rumänien, das am Wochenende Holland mit 1:0 besiegen konnte. Die Rumänen haben neben Bulgarien noch Luxemburg (A) und Albanien (H) als Gegner, die Niederlande haben zwei Heimspiele (Slowenien, Luxemburg) und spielen auswärts gegen Weißrussland. Und Bulgarien muss nun nach Albanien und nach dem Heimspiel gegen Rumänien noch nach Slowenien. Alles noch offen, würde ich sagen.

Saturday, 13 October 2007

Frühe Tore - klare Siege (Ausnahme: Wales)

Mit einem schnellen Tor leitete Schottland einen wichtigen Sieg in der EURO-Qualifikation ein. Die Schotten gingen schon in der 4. Minute gegen die Ukraine in Führung und gewannen 3:1 (Tore: Miller 4, McCulloch 10, McFadden 68 bzw. Shevchenko 24). Christian Dailly wurde in der 60. Minute bei Schottland eingewechselt.
Auch die Franzosen scorten früh - schon in der 7. Minute (durch Anelka) - und wahrten mit einem 6:0 gegen die Faröer-Inseln ihre Qualifikationschance. Da aber auch Italien in der Gruppe B gewann (2:0 gegen Georgien), bleibt diese Gruppe extrem spannend: Schottland 24, Italien 23 und Frankreich 22 Punkte (je 10 Spiele)! Schottland muss nun nach Georgien, Frankreich spielt zu Hause gegen Litauen und am 17.11. kommt es dann in Glasgow zum entscheidenden Duell Schottland gegen Italien.
Gut schaut es für England aus: Die "Three Lions" führten gegen Estland schon ab der 11. Minute 1:0 und siegten schließlich nach zwei weiteren Toren in der ersten Halbzeit 3:0 (Tore: Wright-Phillips 11, Rooney 32, Rahn o.g. 33). England liegt in Gruppe E nun auf Platz 2, fünf Punkte vor Russland, dem nächsten Gegner im vorentscheidenden Spiel am Mittwoch in Moskau.
Auch bei Zypern gegen Wales gab es ein frühes Tor - und zwar von West Ham-Verteidiger James Collins (rechts beim Torjubel mit Craig Bellamy). Er erzielte in der 21. Minute das 1:0, doch die Heimmannschaft konnte dank einer starken zweiten Hälfte noch 3:1 gewinnen (Tore: Okkas 59, 68, Charalampidis 79). Für Wales wird es nun schwer werden, das erklärte Ziel - Platz 3 in der Gruppe D hinter Deutschland (heute 0:0 in Irland und damit als erstes Team fix qualifiziert!) und Tschechien - zu erreichen.
Und noch ein West Ham-Spieler sorgte für ein schnelles Tor: Freddie Ljungberg scorte für Schweden beim 3:0-Sieg in Liechtenstein. Er schoss in der 19. Minute das 1:0, wurde aber in der 39. Minute ausgewechselt. Schweden und Spanien halten in Gruppe F nun beide bei 22 Punkten und führen damit 6 Punkte vor den Nordiren, die am Mittwoch gegen Schweden spielen werden. Ljungberg, dessen Auswechslung eher eine Vorsichtsmaßnahme gewesen sein dürfte, wird daher wohl im Heimspiel gegen Nordirland am Mittwoch wieder mit dabei sein und auf seinen West Ham-Kollegen in der NI-Verteidigung George McCartney treffen.
Das schnellste Tor des Abends gab es in Zürich: Schon nach 71 Sekunden ging die Schweiz durch Streller mit 1:0 gegen Österreich in Führung; Endstand nach diesem Patzer schließlich 3:1 (2:1) für die Schweiz, wobei man allerdings mit der Leistung der Österreicher in der ersten Hälfte (aber nur in dieser!) zufrieden sein konnte.

Die Wichtigkeit des frühen Tors

Robert Green, der am Länderspiel-Wochenende unbeschäftigte West Ham-Goalkeeper, beschäftigt sich in seinem heutigen Artikel im Independent mit dem Einfluss der Zuschauer und der Atmosphäre im Stadion auf die Spieler. Besonders hebt er die Wichtigkeit eines "frühen Tors" für die Heimmannschaft hervor.
So ein frühes Tor ist heute sowohl England als auch Schottland gelungen: Die Schotten gingen gegen die Ukraine in der vierten Minute durch Derby County-Stürmer Kenny Miller 1:0 in Führung (Bild rechts, Pausenstand 2:1), die Engländer führten gegen Estland durch Shaun Wright-Phillips in der 11. Minute in Wembley mit 1:0 (Pausenstand 3:0).

Hier einige Auszüge aus dem Artikel von Robert Green:
Everyone in the team hopes for an early goal. This settles down a sometimes impatient crowd and dents the hopes of the opposition. Players feel the mood of a crowd rise and fall in the course of a match, this can reflect in their own temperament and play. The longer a game goes on goalless, the more the opposition believe in themselves, grow in stature and become more resolute in defence.
...
On the other hand, being in a side that wins such a game is one of the best feelings in football. At West Ham we played at Arsenal and Manchester United at the end of last season and won both 1-0 after being written off by everyone but ourselves.
As a supposed lesser team, the key is to keep a clean sheet for the first 15 minutes, "ride the storm" as they say. At the Emirates in April Arsenal had a number of chances in the game's opening passages and you could feel the crowd's anticipation of a goal rising, feeling it would be "when" rather than "if". If they had scored early, I am fairly sure they would have got more.
After scoring just before half-time, such was the belief and determination in our side that even a team of Arsenal's quality found it difficult to find time and space near our goal. I remember players on the bench saying at the end of the game that they felt there had been a force field around our goal and six-yard box, such was our luck. At one corner I can remember saying to Freddie Ljungberg, now a team-mate but then with Arsenal, "Come on, you must score soon. This is getting silly". I don't think it helped ease their frustration.
My lasting memory of those games was leaving the pitch to a heroes' reception from our fans, then being applauded for our performance by the disappointed home fans who had booed their own team off.

Friday, 12 October 2007

Freddie gegen Macca - und andere Duelle

Die bevorstehenden Länderspiele werden einige Duelle von Spielern bringen, die ansonsten im Verein miteinander spielen. In einer Nationalmannschaft werden aber auch drei Hammers gemeinsam kämpfen.

Am Samstag beim freundschaftlichen Länderkampf Schweiz - Österreich (Zürich, Letzigrund) wird für die Hausherren Vonlathen und für die Österreicher Aufhauser (beide im "Zivilberuf" bei Red Bull Salzburg) spielen.
Die Österreicher, die sich keine allzu großen Hoffnungen auf ihren ersten Sieg seit November 2006 machen können, werden in den neuen schwarzen Auswärtsdressen spielen - in meinen Augen die passende Trauerkleidung angesichts der schwachen Leistungen des Teams. Aber vielleicht geht's mit Teamkapitän Andi Ivanschitz (Bild oben links), der nach seiner Verletzungspause wieder mit dabei ist, endlich besser...

Aus der Sicht des West Ham-Fans viel interessanter ist das Duell am Mittwoch, 17. Oktober: Freddie Ljungberg (rechts) spielt für Schweden gegen George McCartney (Nordirland, links). Die Nordiren sind am Samstag spielfrei und werden leider zusehen müssen, wie sich Schweden (auswärts gegen Liechtenstein) und Spanien (auswärts gegen Dänemark) in der Tabelle der Gruppe F weiter von den Nordiren, die zuletzt gegen Island verloren haben, absetzen werden.

Craig Bellamy ist nach seiner Operation erstaunlich schnell wieder fit geworden und wird gemeinsam mit James Collins und Danny Gabbidon für Wales zwei Auswärtsspiele bestreiten: Samstag gegen Zypern und Mittwoch gegen San Marino.

Bei England werden weder Dean Ashton (verletzt) noch Robert Green (nicht einberufen) mit dabei sein, stattdessen wird gegen Estland (Samstag, 16:00 MEZ) und Russland (Mittwoch, 17:00 MEZ) wieder Fliegenfänger Paul Robinson von Tottenham im Tor stehen.

Schon heute Abend hätte Mark Noble mit England U21 gegen Montenegro U21 in Leicester (Spielbeginn 21:00 MEZ) spielen können - wenn er nicht gesperrt wäre. Am Dienstag kommende Woche geht es für Stuart Pearce's Nachwuchself gegen die Republik Irland (auswärts), da sollte "Nobes" wieder mit dabei sein.
Christian Dailly
(derzeit "on loan" bei Southampton) wurde wieder ins schottische Team einberufen. Die Ausgangsposition für die Schotten ist nach dem 1:0-Auswärtssieg in Paris bestens, nun kommt die Ukraine in den Hampden Park (Samstag, 16:00 MEZ). Mittwoch haben die Schotten dann ein Auswärtsspiel gegen Georgien.
Schließlich wird auch Nolberto Solano - der für West Ham seit seinem Wechsel Ende August noch kein Spiel bestritten hat - mit Peru in Lima schon die Qualifikation für die WM 2010 beginnen. Es geht gegen Paraguay am Wochenende und nächsten Mittwoch gegen Chile.

Thursday, 11 October 2007

Bobby Charlton 70

Der englische "Player of the Century" ist natürlich Bobby Moore von West Ham United, der 1966 als Kapitän mit dem englischen Team Weltmeister wurde. Während Bobby Moore (geboren 12. April 1941) viel zu früh (1993) verstorben ist, feiert ein anderer großer Bobby - ebenfalls Mitglied der Weltmeistermannschaft von 1966 - heute seinen 70. Geburtstag: Manchester United-Legende Bobby Charlton.
(Bild rechts: Bobby Charlton bei Englands 2:3-Niederlage gegen Deutschland bei der WM in Mexiko 1970; Nummer 4 ist "Kaiser Franz" Beckenbauer.)

Der ORF berichtet heute ausführlich über Sir Bobby Charlton:
Der Mann mit der hohen Stirn wurde am 11. Oktober 1937 in Ashington in Northumberland im Nordosten Englands geboren. Heute ist der 70-Jährige, lange nach nach dem Ende seiner aktiven Karriere, immer noch der Inbegriff des finanzkräftigsten Vereins der Welt und lebende Legende von Manchester United.
Unsterblich wurde der Rekordnationalspieler und Torschütze (49 Treffer in 106 Länderspielen) durch den ersten und einzigen WM-Titel Englands 1966 im eigenen Land und dadurch, dass er nach dem Flugzeugabsturz 1958, bei dem acht seiner Mannschaftskameraden, der "Busby Babes", ums Leben kamen, beim Wiederaufbau des Vereins half.
Europacup-Triumph zehn Jahre späterZehn Jahre später erntete er als Kapitän von Manchester United den Lohn dafür, als er im Finale des Europacups der Meister beim 4:1 nach Verlängerung gegen Benfica gleich zwei Treffer erzielte und damit entscheidend am ersten Europacup-Triumph eines englischen Clubs beteiligt war.
Der europäische Fußballer des Jahres 1966 kam 1953 zu Manchester United und blieb den "Red Devils" bis 1973 treu, bei Preston North Ende (Saison 1973/74 als Spielertrainer) und Watford (1975) ließ er seine aktive Laufbahn ausklingen.
1976 arbeitete er noch für einige Zeit als Interimscoach und Sportdirektor bei Wigan Athletic, doch letztlich entschied er sich, nicht als Betreuer arbeiten zu wollen. 1984 wurde er Mitglied des Vereinsvorstands von Manchester United und blieb seinem Stammclub bis zum heutigen Tag in repräsentativer Funktion erhalten.
Charlton war kein Pele, Maradona, Cruyff oder Prohaska. Andere hatten sicher mehr Talent als er, doch mit Einsatz und Beharrlichkeit machte der "attacking midfielder" das mehr als nur wett, meint Christian Tragschitz im ORF. Sein Instinkt für torgefährliche Situationen und seine kraftvollen Distanzschüsse waren sein Markenzeichen.
Noch heute hält der Jubilar die Rekorde als englischer Rekordinternationaler und Torjäger (Michael Owen liegt immer noch neun Treffer hinter dem Spitzenreiter).
Auch bei Manchester United bedeuten die 754 Spiele und 239 Tore nach wie vor eine Bestmarke (auf Rang zwei liegt hier Ryan Giggs).
Auch Bobby Charlton wurde natürlich, ebenso wie Bobby Moore, vom englischen Profi-Fußballer-Verband in die Mannschaft des Jahrhunderts gewählt.

Heute Abend: Goleador zu Gast beim Kaiser

Nein, Hans Krankl trifft nicht Franz Beckenbauer, sondern ist heute um 21:55 Uhr auf ORF1 zu Gast bei "Kaiser Robert".
In der ORF-Comedy "Wir sind Kaiser" empfängt Seine Majestät, Robert Heinrich I. alias Robert Palfrader (links) - als Kaiser in der wieder eingeführten österreichischen Monarchie - prominente und weniger prominente Gäste aller Disziplinen ein. Pro Audienz werden drei Gäste vorgelassen, um dem Kaiser ihre Anliegen vorzubringen oder vom Kaiser zu verschiedenen Themen befragt, gelobt, aber auch getadelt zu werden.
In der heutigen Folge öffnet der Kaiser seine Türe für Rapid-Legende Hans Krankl (rechts mit dem echten Bundespräsidenten). Dem "Goleador" wird von Kaiser Robert der Titel JOHANN GRAF HÜTTELDORF RITTER VON CORDOBA verliehen werden.
Außerdem sind Künstler Hermann Nitsch und Eveline Dungl, Pflegerin des Pandababys im Tierpark Schönbrunn, eingeladen.
Die erste und bisher einzige Folge von "Wir sind Kaiser" erreichte am 3. Mai 331.000 Seher. Insgesamt sind acht Folgen sowie ein "Best of" geplant. Weitere Audienzen gewährt Robert Heinrich I. am 18. Oktober, 15. November und dann erst wieder am 27. Dezember.

In London: Neulengbach gegen Arsenal

Diese etwas skurril klingende Paarung gibt es wirklich, allerdings nicht bei den Herren, sondern im UEFA Women's Cup.
In der Runde der 16 besten europäischen Teams trifft der SV Neulengbach, der regierende Frauen-Fußballmeister aus Niederösterreich (Bild links), in einer Vierer-Gruppe auf niemand geringeren als den regierenden Titelträger Arsenal (unten rechts). Weitere Gegner des in London ausgetragenen Turniers sind der italienische Meister Bardolino Verona sowie der kasachische Vertreter Alma KTZH.
Der Sprung ins Viertelfinale wird für die österreichischen Damen, die leider zahlreiche Verletzte beklagen, schwierig. Auch die brasilianische Vizeweltmeisterin Rosana ist angeschlagen, macht aber die Reise nach London mit.
Heute (15:00 MEZ) beginnt das Europacup-Viertelfinal-Turnier im Londoner Meadow Park - Borehamwood mit dem Match gegen das nach einer Rotweinsorte benannte Team aus der Heimatstadt von Romeo und Julia. Am Abend um 19:30 spielen die Arsenal Ladies (rechts), die in der vorigen Saison den UEFA Womens Cup gewonnnen haben, bei freiem Eintritt gegen Alma.
Am Samstag (13:00) kommt es zum Duell des SV Neulengbach gegen die mit zahlreichen englischen Teamspielerinnen auflaufenden Ladies von Arsenal. Zum Abschluss wartet am kommenden Dienstag (19:00) die Partie gegen den unberechenbaren kasachischen Meister.
Jeweils die beiden Top-Teams jeder der vier Gruppen zieht ins Viertelfinale des UEFA Womens's Cup ein.
"Entscheidend ist sicherlich das erste Spiel. Wenn wir das gut überstehen ist vieles möglich", meinte Neulengbach-Trainerin Olga Hutter zur Ausgangssituation. Also dann: Daumen halten für die österreichischen Mädels!

100.000 Quadratmeter für 100.000 Fans

Der KURIER berichtet heute über die Wiener "Fanmeile", die bei der EURO 2008 vom Heldenplatz über die Ringstraße bis zum Rathausplatz reichen wird. Auf 100.000 Quadratmetern sollen täglich bis zu 100.000 Fans Platz finden. Für die Versorgung in der als Fußball-Partyzone gedachten "Fanmeile" sorgen 100 Gastro-Stände, über deren Vergabe derzeit gerade von der Stadt Wien mit den interessierten Unternehmen verhandelt wird. Die "Fanmeile" wird mit neun TV-Großbildschirmen ausgestattet sein (die hoffentlich - bei Schönwetter - besser funktionieren werden als jene für den Papst bei Dauerregen Am Hof). Der Fanbereich wird vom 7. bis 29. Juni 2008 von 9 bis 24 Uhr geöffnet sein. Bier wird es geben, Schnaps soll aber ausgespart bleiben. Auch die Zahl der Toiletten wurde bekanntgegeben: es sollen 400 mobile Toiletten und ebensoviele Pissoirs aufgestellt werden.

Wednesday, 10 October 2007

Mord an Teenager im West Ham Park

Sonntag Abend wurde der 17-jährige Rizwan Darbar im West Ham Park durch einen Bauchstich getötet. Er hatte mit zwei Freunden auf einer Parkbank Musik vom Handy gehört, als drei schwarze Jugendliche das Handy und Geld verlangten. In der folgenden Auseinandersetzung stach einer der Angreifer auf Rizwan ein, der schließlich im Krankenhaus starb (Bericht mit einem Foto von Rizwan hier).
Der 17-Jährige ist der einundzwanzigste Teenager, der in diesem Jahr in London mit einer Schuss- oder Stichwaffe ermordet wurde.
Mittlerweile wurden zwei schwarze Jugendliche, ebenfalls 17 Jahre alt, als Verdächtige verhaftet.

In dem Park drehte ich beim morgendlichen Jogging in London schon einige Runden. Das gefährlichste Lebewesen, das mir dort begegnete, war glücklicherweise ein Fuchs, und die zahlreichen Eichhörnchen wünschten mir durchaus freundlich einen guten Morgen.
Dass dort an einem Sonntag um 6 Uhr abends ein solcher Mord passieren kann, ist schrecklich und zeigt, dass die Gewalt unter Jugendlichen in der englischen Hauptstadt in jüngster Zeit dramatische Ausmaße angenommen hat.

West Ham United hat den Angehörigen des jungen indischstämmigen Mordopfers auf der Klub-Website das Beileid ausgesprochen.
Der gläubige Moslem Rizwan war ein begeisterter West Ham-Fan, liebte Musik und war ein guter Schüler, der plante, "Wirtschaft" zu studieren. Er arbeitete halbtags in einem Geschäft als Verkäufer und spielte auch gerne Cricket. Sein Vater sprach von ihm als "lovely, respectful lad".
Als der 1990 geborene Rizwan in das Krankenhaus eingeliefert wurde, war sein 19-jähriger Bruder Tausif bei ihm.
West Ham-Kapitän Lucas Neill sagte: "The thoughts of the manager, coaches, staff and all the players are with Rizwan's family and friends at this difficult time. Life is put into perspective when you hear news like this."
Konservativen-Parteichef David Cameron spricht im Zusammenhang mit derartigen Verbrechen von der "broken society", die es zu heilen gelte. Wer wollte ihm beim Blick in die Londoner Kriminalstatistik widersprechen?

Tuesday, 9 October 2007

Dean Ashton bis zu sechs Wochen out

Eine ganze XI ist verletzt
Die Ultraschalluntersuchung von Dean Ashtons Innenbandverletzung brachte laut Website des Klubs ein unangenehmes Ergebnis: Den Stürmer erwartet eine Pause von bis zu sechs Wochen.
Das bedeutet nicht nur, dass er in wichtigen Meisterschaftsspielen und im Carling Cup fehlen wird, sondern macht es auch Steve McClaren unmöglich, ihn wenigstens im November ins englische Nationalteam einzuberufen. Wenn England am 16. November in Wien gegen Österreich spielt, kann also nicht mit Dean Ashtons Einsatz gerechnet werden.
Für West Ham ist das Fehlen des robusten Stürmers ein schwerer Rückschlag. Ein gewisser Trost könnte sein, dass Craig Bellamy nach seiner Operation in Deutschland mittlerweile wieder mit dem Training beginnen konnte. Er wird möglicherweise sogar schon nächste Woche mit dem walisischen Team gegen San Marino spielen. Wenn er sich nur nicht wieder verletzt!
Unglaublich, wieviele Verletzungen bei West Ham in den letzten Monaten zusammengekommen sind! Es sieht schon beinahe so aus, als könnte das nicht nur "Pech" sein. Ob da etwas mit den Trainingsmethoden oder dem Aufwärmen vor den Spielen nicht passt?
Und wenn das mit den Verletzungen so weitergeht, wird man vielleicht bald Hogan Ephraim von den Queens Park Rangers zurückholen müssen, wo der talentierte neunzehnjährige Stürmer gerade seinen Leihvertrag bis zum 6. November verlängert hat. Derzeit ist "boo-boy" Carlton Cole, der selbst ernannte "Martini-Striker", der einzige fitte Angreifer im Kader!

Die aktuelle Verletztenliste von West Ham umfasst mittlerweile eine gesamte "Elf":
1. Anton Ferdinand (Sehnenzerrung): Zunächst hieß es, er sei im nächsten Spiel gegen Sunderland möglicherweise wird einsatzfähig. Die Times meldete aber nun, dass sich seine Probleme aber auch noch länger hinziehen könnten.
2. Nobby Solano (Fitness): Der Ex-Newcastle-Mann arbeitet noch an seiner Match-Fitness.
3. Calum Davenport (Knöchel): Der Innenverteidiger soll in den nächsten vierzehn Tagen wieder einsatzfähig sein
4. Craig Bellamy (Leistenverletzung): Nach seiner Leistenoperation in München schon wieder im Training. Möchte nächste Woche für Wales spielen.
5. Bobby Zamora (Knieoperation): Soll bis Ende Oktober wieder dabei sein können.
6. Scott Parker (Knie): Der Mittelfeld-General hat sich bei seinem Ligadebut gegen Arsenal wieder verletzt und wird voraussichtlich bis Monatsende ausfallen, nach neueren Zeitungsberichten kann es auch noch vier Wochen dauern.
7. Henri Camara (Sehnenzerrung): Im Spiel gegen Aston Villa schon in der ersten Hälfte angeschlagen, voraussichtlich auch bis Ende Oktober out.
8. Dean Ashton (Knie): Voraussichtlich bis Ende November nicht einsatzfähig.
9. Nigel Quashie (Knöchel): Schon seit der 3:4-Niederlage gegen Tottenham im Frühjahr nicht mehr in der Mannschaft. Wie lange es noch dauern wird, weißman nicht.
10. Julien Faubert (Achillessehnenriss): Kommt keinesfalls vor dem Jänner zurück.
11. Kieron Dyer (Beinbruch): Unwahrscheinlich, dass er vor Februar nächsten Jahres spielen kann

Acht der 11 verletzten Spieler wurden seit Jänner 2007 von Manager Alan Curbishley für die Hammers verpflichtet.

Austria Wien am 8.11. gegen Bordeaux

Die Wiener Austria hat am Dienstag bei der UEFA-Cup-Auslosung mit Girondins Bordeaux, Galatasaray Istanbul, Panionios Athen und Helsingborg recht attraktive Gruppengegner gezogen.
Zuerst dachte man, dass die Austria gegen Galatasaray zu Hause spiele - ein Match gegen die Türken hätte sicher ein volles Haus garantiert. Die ursprüngliche Auslosung wurde kurze Zeit später aber termintechnisch und auch bezüglich des jeweiligen Heimrechts komplett umgedreht. Angeblich ist das in der UEFA-Cup-Gruppenphase durchaus nichts Außergewöhnliches, werden für die Spielplangestaltung doch nationale Konstellationen ebenso herangezogen wie klimatische Verhältnisse an den jeweiligen Austragungsorten.
Und so beginnt die Austria am 25. Oktober nicht mit dem Auswärtsspiel gegen Panionios, sondern ist zuerst einmal spielfrei.
Die "Veilchen" eröffnen ihre Gruppenphase erst am 8. November mit der schweren Heimpartie gegen Bordeaux. Sicher auch eine attraktive Partie, die da eine gute Woche vor dem Österreich-Länderspiel gegen England (16.11.) im Happel-Stadion stattfindet! Das zweite Heimspiel der Austria ist jenes gegen den Athener Klub mit Panionios (6. Dezember).

Austria-General Manager Thomas Parits zur Auslosung: "Wir spielen nach der Papierform mit Helsingborg und Panionios um Platz drei. Wenn wir im ersten Spiel gegen die Franzosen punkten und dann in Helsingborg nicht verlieren, hätten wir gegen Panionios im Happel-Stadion vor unseren eigenen Fans schon so etwas wie ein Endspiel um den Aufstieg. Unsere Zielsetzung ist der dritte Platz, und der scheint bei diesem Los durchaus möglich."

Verschnaufpause für Rapid & Hammers, Lostag für Austria

Während sich die Nationalteams auf die kommenden Qualifikationsspiele vorbereiten, kann man bei den Vereinen nach vielen englischen Wochen wieder einmal durchschnaufen. Die "international break" dauert für West Ham bis 21. Oktober (Heimspiel gegen Sunderland, 17:00 MEZ), Rapid Wien spielt am selben Tag um 15:30 gegen die Wiener Austria (Horr-Stadion).
Für Austria Wien, den einzigen verbliebenen österreichischen Vertreter im Europacup, wird es aber bereits heute Mittag richtig spannend: In Nyon wird die Gruppenphase des UEFA Cups ausgelost.
Die 40 Mannschaften, die die erste Hauptrunde des Pokalbewerbs überstanden haben, werden in acht Gruppen gelost. Jede Mannschaft wird zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele bestreiten.
Vor der Auslosung wurden die Mannschaften, entsprechend ihrem Klub-Koeffizienten, in fünf Töpfe eingeteilt.
In Topf 1 befinden sich die acht besten Teams, Villarreal CF führt hier die Liste vor dem FC Bayern München an. Auch der RSC Anderlecht, der Rapid aus dem Bewerb geworfen hat, ist in Topf 1.
In Topf 2 sind dann die nächstbesten Teams, unter anderem auch der Hamburger SV, Tottenham, Bolton und - als Mannschaft mit dem schlechtesten Koeffizienten dieser Gruppe - Austria Wien.
Im dritten Topf finden sich z.B. Spartak Moskau und Everton.
Aberdeen, der Europapokalsieger der Pokalsieger 1983 ist in den 5. Topf eingeteilt worden.
Die drei erstplatzierten Mannschaften jeder Gruppe ziehen in die Runde der letzten 32 ein, die im kommenden Jahr gespielt wird. Zu diesem Zeitpunkt steigen auch die jeweiligen Gruppendritten der UEFA Champions League in den Wettbewerb ein. Ab dann entscheiden Hin- und Rückspiel über den Aufstieg in die nächste Runde, nur das Endspiel wird in einer Partie entschieden.
Schauplatz des Finales ist das City of Manchester Stadium, Heimat von Manchester City, gespielt wird am 14. Mai 2008.
Die Topfeinteilung aller Teilnehmer an der Gruppenphase kann man auf der UEFA-Homepage (hier) nachlesen.
Prominente Nichtteilnehmer, für die die Europacup-Saison ebenso wie für Rapid zu Ende ist, sind u.a. Brügge (ausgeschieden gegen Brann Bergen aus Norwegen), Blackburn (überraschend gegen den griechischen Pokalsieger Larissa mit gesamt 2:3 gescheitert) und Palermo (das im Vorjahr West Ham aus dem Bewerb warf, heuer aber in Mlada Boleslav [CZ] im Elferschießen seinen Meister fand).
Alle Ergebnisse der ersten Hauptrunde vom vergangenen Donnerstag findet man hier.

Monday, 8 October 2007

Dean Ashton muss dem Nationalteam absagen

Der im Spiel gegen Aston Villa am Knie-Innenband verletzte West Ham-Stürmer Dean Ashton unterzog sich am Montag einer genaueren Untersuchung seiner Verletzung. Und tatsächlich, es ist wie verhext: auch im zweiten Anlauf klappt es nicht mit seinem Teamdebut. Der Angreifer muss Steve McClaren absagen.
Hier ein Bericht von SkySports:
West Ham striker Dean Ashton has been ruled out of England's Euro 2008 qualifiers with Estonia and Russia.
Ashton has been forced to withdraw from the squad after picking up an injury in West Ham's defeat at Aston Villa at the weekend.
The former Crewe hit-man sustained a medial knee ligament injury and he faces a few weeks on the sidelines.
The news is a major blow for Ashton after he was recalled to the squad for the first time since winning his first call-up against Greece in August 2006 [when he got injured in training and was sidelined for one year!].
Ashton joins Everton's Andy Johnson in withdrawing from the squad, with Toffees boss David Moyes confirming his player requires ankle surgery.

Sunday, 7 October 2007

Keane: Football Losing Its Soul

"I believe that there are lots of players in the game these days who do not love football. You're going to say: 'That's amazing', but it's true. There are people playing football and it's not that important to them." (Roy Keane)
Sunderland-Manager und früherer Manchester United-Star Roy Keane hat in dieser Saison schon einmal mit einem markigen Spruch auf sich aufmerksam gemacht. Er meinte im August, für viele Spieler komme der Fußball nicht an erster Stelle. Frauen und Freundinnen von Spielern gingen lieber in London einkaufen, weswegen deren Männer nicht für seinen Premier League-Aufsteiger Sunderland unterschreiben wollten.

Vor dem heutigen Spiel gegen Arsenal hat der Manager des derzeit 15.-plazierten Klubs laut Daily Mail erneut seine Stimme erhoben, um darauf aufmerksam zu machen, dass heutzutage von manchen Spielern nicht viel zu halten sei. Ihnen gehe es nur ums Geld und der Fußball sei in Gefahr, seine Seele zu verlieren, sagte Keane. Die Fans würden im englischen Fußball durch überhöhte Spielergehälter, die Dominanz der "big four", wechselnde Beginnzeiten, die Invasion ausländischer Spieler, unsportliches Verhalten von Spielern und häufige "Schwalben" vor den Kopf gestoßen und verärgert. Diese Dinge seien gefährlich für den Fußball in England und würden einen Keil zwischen die Fans und ihre Klubs treiben. Es gebe tatsächlich Leute, die spielten Fußball und das Spiel sei ihnen in Wahrheit gar nicht wichtig, kritisierte Keane.

Saturday, 6 October 2007

Carlos Tévez trifft wieder

Manchester United's attacking trio of Carlos Tevez, Cristiano Ronaldo and Wayne Rooney put their side top of the table for the first time this season. ManU beat Wigan away 4-0 (0-0) on Saturday.
Tevez's darting run and then his strength and composure to drill into the net gave them a second-half lead. Tevez's goal provided ample demonstration why Ferguson was so keen to bring the Argentine to Old Trafford. The former West Ham forward had the speed and strength to hold off Kevin Kilbane, before drilling the shot into the corner of the goal.
Soon after Ronaldo headed in from close range following a United corner. United confirmed their dominance when Rooney set up Ronaldo, before the England striker headed in the fourth.
Austrian midfielder Paul Scharner (Wigan) missed a good chance in the first half when Patrice Evra reacted quickly to hook the ball away from the Austrian preparing to shoot.
Paul Scharner wasn't called up for the Austrian national team despite his good form and renewed willingness to help Josef Hickersberger's men when they are going to seek their first victory of this year in the upcoming friendlies against Switzerland and Cote d'Ivoire.

Dritte Meisterschaftsniederlage in Serie - Dean Ashton verletzt

West Ham United verlor das dritte Premier League-Spiel hintereinander. Im Villa Park siegte im einzigen Spiel zum traditionellen Samstag - 3 p.m.-Termin Aston Villa mit 1:0.
Den entscheidenden Treffer erzielte Craig Gardner durch einen von Danny Gabbidon abgefälschten Freistoß in der 24. Minute. Ashley Young, der frühere Watford-Spieler, den Alan Curbishley im Jänner gerne verpflichtet hätte, gab West Ham am rechten Flügel einiges aufzulösen. Ex-Hammer Reo-Coker spielte bei Aston Villa im Mittelfeld, sein Freund Mark Noble saß bei West Ham diesmal nur auf der Ersatzbank und kam erst in der 80. Minute für Lee Bowyer (links). Marlon Harewood war wie erwartet nicht einmal Ersatz gegen seinen Exklub.
Wie bei der 0:1-Heimniederlage gegen Arsenal vor einer Woche hatten die Hammers zwar deutlich mehr Ballbesitz als die Villans (57:43 %) und auch einige Torchancen, aber wieder einmal brachten sie den Ball nicht ins Tor. In der 9. Minute schoss Henri Camara zwar für West Ham ein, der Treffer wurde aber wegen Handspiels des Torschützen nicht gegeben. Camara wurde schon in der ersten Hälfte angeschlagen ausgewechselt, für ihn kam Carlton Cole, der allerdings wieder eine Vorgabe war und in der zweiten Hälfte zwei exzellente Torchancen versemmelte.
In der Nachspielzeit konnten dann Ashton und Ljungberg eine letzte Gelegenheit zum Ausgleich nicht nutzen, als Villa-Tormann Carson eine Flanke von links nicht erreichen konnte, aber beide Hammers, die am langen Eck freistanden, einen Schritt zu kurz waren; der Ball ging ins Tor-Out.
Dass West Ham in den letzten drei Premier League-Spielen nur ein Tor gelang und dass der ungeschickte Cole überhaupt zum Einsatz kam, zeigt den Mangel an Angreifern bei den Irons deutlich. Der einzige Forward, der im Sommer an Bord kam, ist Craig Bellamy - und der ist bekanntlich verletzt. Zudem fehlt es bei den Hammers auch beim Spielaufbau, allzu oft wird der Ball recht planlos nach vorne gedroschen. Ein Mittelfeldspieler wie Yossi Benayoun, der an seinen guten Tagen wirklich gefühlvolle Passes schlagen konnte, fehlt sehr - was sich vor allem deshalb bemerkbar macht, weil eben auch Julien Faubert und Kieron Dyer wegen ihrer Verletzungen nicht zur Verfügung stehen.
Alan Curbishley wird sich während der nun folgenden Länderspielpause bemühen müssen, die Mannschaft nach drei Niederlagen wieder aufzubauen und den Abwärtstrend zu stoppen. Im nächsten Heimspiel gegen Sunderland am Sonntag, 21. Oktober, 17:00 (MEZ) muss unbedingt wieder ein Sieg her, damit die Hammers die untere Tabellenhälfte wieder verlassen können.

Dazu kam soeben noch die Meldung, dass der gerade erst ins englische Team einberufene Dean Ashton (Bild) sich am Innenband im Knie verletzt haben dürfte und nun, obwohl er gegen Aston Villa bis zum Ende durchhielt, einige Wochen ausfallen könnte.
Kein guter Tag für die Hammers.

West Ham United: Green, Neill, McCartney, Upson, Gabbidon, Bowyer, Mullins (Noble 80), Ljungberg, Etherington (Boa Morte 81), Camara (Cole 36), Ashton.
Subs not Used: Wright, Collins.
Booked: Camara (9), McCartney (73).
Aston Villa: Carson, Mellberg, Laursen, Bouma, Knight, Gardner (Petrov 78), Reo-Coker, Barry, Young, Moore (Maloney 66), Agbonlahor.
Subs not used: Taylor, Davies, Osbourne.
Goal: Gardner (24).
Booked: Knight (36), Reo-Coker (55), Mellberg (68).
Referee: Steve Tanner.
Attendance: 40,824.

Im Lazarett bei West Ham und Rapid

Dass West Ham schon lange Zeit mit zahlreichen Verletzungen wichtiger Spieler zu kämpfen hat, weiß der geschätzte Leser dieses Weblogs:
Julien Faubert (Achillessehne) und Kieron Dyer (Beinbruch) sind Langzeitausfälle. Craig Bellamy wurde in München operiert, seine Leistenprobleme sollen in zwei Wochen der Vergangenheit angehören. Scott Parker wird mit einer Bänderverletzung im Knie noch drei bis vier Wochen ausfallen, Anton Ferdinand hat Probleme an der Achillessehne und ist im heutigen Spiel gegen Aston Villa (16:00 MEZ, live auf Premiere) nicht einsatzfähig. Möglicherweise könnte aber Bobby Zamora im Sturm wieder mit dabei sein, zumindest wurde er im letzten "injury update" nicht genannt (oder hat man bloß auf ihn vergessen?).

Nun hat der Verletzungsteufel aber auch bei Rapid Wien zugeschlagen. Nach dem verlorenen UEFA Cup-Match gegen Anderlecht vom Donnerstag liest sich der aktuelle Arztbrief aus Hütteldorf so:
Ümit Korkmaz: Muskeleinriss,
Mario Tokic: Gehirnerschütterung und Halswirbelzerrung,
Martin Hiden: Wadenverletzung,
Markus Heikkinen: Rippenbruch mit Lungeneinriss (eine Woche Spital).
Schon länger verletzt ist Markus Katzer (Kreuzbandriss).

Mit der dünnen Personaldecke von Rapid wird's in den nächsten Wochen schwer werden, in der heimischen Bundesliga den Anschluss an die Spitze zu wahren. Kann man nur hoffen, dass Austria Wien - der einzige von fünf österreichischen Vertretern, der im Europa-Cup noch dabei ist - der Doppelbelastung Liga/UEFA Cup Tribut zollen muss und in der Meisterschaft auch wieder mal verliert (z.B. beim Wiener Stadtderby am 21. Oktober). Vorher muss Rapid aber noch im neuen Klagenfurter Stadion gegen Austria Kärnten bestehen (Sonntag, 18:00).

Friday, 5 October 2007

Nur mehr 5 Ausländer pro Team?

FIFA-Präsident stellt sich gegen EU-Recht

FIFA-Präsident Sepp Blatter hat angeregt, in Vereinsmannschaften nur mehr fünf Ausländer pro Team spielen zu lassen. Das würde die Entwicklung heimischer Talente fördern, meinte Blatter.
Eine solche Beschränkung würde dem Recht der Europäischen Union widersprechen. Das sei ihm bewusst, meinte der FIFA-Präsident, er wolle aber die "nationale Identität" des Fußballs schützen und man müsse daher eine Ausnahme von den EU-Vorschriften über die Freizügigkeit der Arbeitnehmer anstreben. Der Fußball sei stark genug, sich selbst zu organisieren. Fußballer seien schließlich keine gewöhnlichen Arbeitnehmer, so Blatter. Hier die eigenwillige und juristisch kaum haltbare Begründung:
"Footballers are not workers and you must be 11 players not one. When you have 11 foreigners in a team, this is not good for the development of football", sagte der FIFA-Präsident.

Nichts gegen Ausländer hat Blatter dagegen, sofern sie Fußball nicht SPIELEN, sondern Fußballklubs BESITZEN:
Im Gegensatz zur Meinung von UEFA-Präsident Michel Platini, der die Fußball-Millionäre zuletzt als "ernste Gefahr" für den europäischen Fußball bezeichnet und die nationalen Regierungen Europas aufgerufen hatte, etwas gegen die ständige wachsende Macht des Geldes im Sport zu unternehmen, lehnte Sepp Blatter ab, sich in diese Frage einzumischen:
"As long as the money is correctly handled, then we do not have anything bad to say about these owners. Also we do not see a need for the EU to interfere in this", meinte der FIFA-Präsident.

WE57HAM v AR53NAL: West Ham schlägt Arsenal

West Ham schlägt Arsenal?
Leider nein, muss man sagen, wenn man an das Resultat vom vorwöchigen Londoner Derby denkt, das Arsenal 1:0 gewonnen hat.
Aber die Hammers haben in diesem Monat eine zweite Chance, die Gunners zu überholen - wenn auch nur beim höchsten Preis, den ein Wunschkennzeichen in England erzielt hat.
Wie gestern gemeldet wurde, kommt es im Oktober zur Versteigerung des Kennzeichens WE57HAM, das halt ein bisserl wie "WEST HAM" aussieht. Es wird angenommen, dass für dieses Kennzeichen bis zu £40.000 geboten werden.
Wie Andy Goodwin (Autotrader) berichtet, hält den bisherigen Auktionsrekord Lokalrivale Arsenal mit dem Kennzeichen AR53NAL (versteigert 2004).
Hier die in diesem Artikel aufgeführte Liste der "top football plates":
1. AR53 NAL - £36,000
2. V1 LLA - £35,000
3. ALB 10N - £19,000
4. DER 8Y - £14,500
5. S41 NTS - £11,500
6. PRE 570N - £9,400
7. 1 WBA - £8,400
8. W1 GAN - £7,700
9. EVR 70N - £6,400
10. S9 URS - £4,600
Die Versteigerung von WE57 HAM wird gemeinsam mit weiteren 1500 anderen Kennzeichen im Down Hall Hotel in Bishops Stortford, Hertfordshire, vom 24. bis 26. Oktober stattfinden.
Übrigens: Ganz ohne Extra-Gebühren habe ich ein Autokennzeichen bekommen, das mit WU-... beginnt. Und diese Abkürzung kann doch nichts anderes bedeuten als West Ham United - oder?

Ashton Gets England Call-Up

Es ist so weit: Was "Deano" erhofft, Curbishley als "zu früh" bezeichnet und mancher wegen der gerade erst überstandenen Knöchelverletzung des 23-jährigen Stürmers gefürchtet hat, ist eingetreten.
Wie die offizielle Website meldet, hat der englische Teamchef Steve McClaren Hammers-Forward Dean Ashton für die bevorstehenden EURO-Qualifikationsspiele gegen Estland (13.10.) und Russland (17.10.) einberufen. Ashton, der sich im August des Vorjahres bei seiner ersten Teamberufung eine langwierige Knöchelverletzung im Training zugezogen hatte, hat in den letzten vier Spielen für West Ham drei Tore erzielt und wurde für seine seit seinem Comeback immer besser werdende Form belohnt.
Steve McClaren sagte: "I am absolutely delighted to be able to include Dean Ashton in the squad. It was sickening for me when he got that inury, but he has worked so hard this past year and he has got his rewards. He has improved game by game and we will watch him tomorrow when he will no doubt impress again and he most certainly deserves this call-up."
Weiter sagte McClaren über Ashton:
He replaces Emile Heskey [whose foot injury rules him out of the games] and McClaren is pleased to have an almost ready made replacement for the Wigan Athletic player in Ashton."That’s why we’ve brought him in, because he’s big and strong. He can hold the ball up, he’s good in the air and he’s a good link player. He deserves his call-up and we have options up there now."
Folgende Stürmer wurden bei den Engländern, die am 16. November in Wien ein Freundschaftsspiel zur Vorbereitung auf ihr letztes Qualifikationsspiel gegen Kroatien austragen werden, einberufen:
Dean Ashton, Peter Crouch, Jermain Defoe, Andrew Johnson, Michael Owen, Wayne Rooney und Alan Smith.
Bei den Torleuten hat sich nichts verändert. Paul Robinson, der letzten Montag wieder 4 Tore (gegen Aston Villa) kassiert hat, wird wohl die Nummer 1 neben David James und Rob Carsons bleiben. Nicht dabei ist West Ham-Keeper Robert Green.
Im Mittelfeld ist David Beckham nicht nominiert worden, wohl aber ist Frank Lampard nach seinem Ausfall bei den letzten beiden England-Matches wieder mit dabei. Überraschend ist die Einberufung von Michael Owen, dem man wegen seiner Leistenprobleme eine längere Pause vorhersagte. Er wurde in München operiert und soll schon wieder einsatzfähig sein.
Dr Ulrike Muschaweck, die Ärztin, die Owen operierte, hat sich übrigens auch Craig Bellamys Leistenproblemen angenommen. Bellamy wurde in München operiert und soll schon in zwei Wochen wieder einsatzfähig sein.
Den gesamten 27-Mann-Kader findet man hier (Seite der FA).