Rapid Hammer

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RAPIDHAMMER

Tuesday, 17 March 2009

Monday Proved Costly For Hammers

Montag, der 16.3., wird als teuerster Tag der Geschichte in die Annalen von West Ham United eingehen. Zwischen 10 und 25 Millionen Pfund - so weit gehen die kolportierten Ziffern auseinander - wird der Vergleich mit Sheffield United in der Affäre Carlos Tévez (Bild: News of the World) den East London-Klub kosten. Geld, das die künftigen Erwerber von Anteilen an der West Ham United Holdings Ltd bei der Ermittlung des Kaufpreises abziehen werden, sofern die Zahlungsverpflichtung in die Zukunft gestreckt worden ist, wie es heißt.
Auf den Klub könnten aber noch weitere Zahlungen zukommen, denn Personen aus dem Dunstkreis von Sheffield United möchten nun auch "cash" sehen, der frühere Trainer Neil Warnock ebenso wie Spieler der "Blades" - dabei hatten diese aufgrund miserabler Leistungen gegen Ende der '06/07-Kampagne den Abstieg wahrhaft verdient.
"Tricksen lohnt sich nicht", lautet das Motto der Geschichte. Wenn man zusammenrechnet, was die Hammers bis jetzt für eine Saison Tévez ausgegeben haben, dann hätten sie den argentinischen Kicker im September 2006 wohl sogar permanent erwerben können. Im Sommer 2008 hieß es, Manchester United habe für einen "permanent transfer" von Tévez £32 Millionen bezahlt, doch war dem nicht so. Bis heute scheinen Tévez und Kia Joorabchian, der über eine seiner Gesellschaften die Transferrechte am 25-jährigen Argentinier hält, mit United nicht handelseins geworden zu sein, aber viel mehr als £30-35 Mio werden für Carlitos wohl kaum bezahlt werden - es sei denn, er wechselt zu Manchester City.

Außerdem kostete der Montag die Hammers zwei Punkte, die man in einem schwachen Spiel gegen den Tabellenletzten West Brom liegenließ (0:0) und Verteidiger Matthew Upson, der nach einer knappen halben Stunde am Upton Park verletzt ausgewechselt werden musste.
Der "injury jinx", der Fluch der Verletzungen, der Alan Curbishleys Vorsaison so schwierig machte, scheint zu West Ham zurückgekehrt zu sein...

West Ham 0-0 West Brom

West Ham: Green, Neill, Tomkins, Upson (Spector 29), Ilunga, Noble (Boa Morte 82), Kovac, Parker, Nsereko (Stanislas 68), Di Michele, Sears.
Subs Not Use: Lastuvka, Lopez, Tristan, Payne.
Booked: Nsereko.
West Brom:
Carson, Zuiverloon, Martis, Olsson, Robinson, Morrison (Filipe Teixeira 88), Koren, Dorrans, Greening, Brunt (Simpson 80), Fortune (Moore 80).
Subs Not Used: Kiely, Hoefkens, Cech, Bednar.
Booked: Olsson.
Att:
30,842
Ref:
Mark Halsey (Lancashire).

Monday, 16 March 2009

Schlechter Vergleich besser als schwebendes Verfahren

Die höchstmögliche der in den letzten Tagen genannten Summe - 25 Mio Pfund - wurde laut The Times zwischen West Ham und Sheffield United vereinbart, um das Schadenersatzverfahren vor dem FA Schiedsgericht zu Ende zu bringen. Andere Quellen sprechen von 15 - 25 Millionen.
25 Millionen - eine ordentliche Summe, die den Verkaufspreis des Klubs drücken wird. Aber so ärgerlich es ist, dass der Klub nun doch noch zahlt - Klarheit ist für den zum Verkauf genötigten West Ham-Eigentümer Björgolfur Gudmundsson besser als ein schwebendes Verfahren.
In einem freundlich gehaltenen gemeinsamen Statement auf der Klub-Website verspricht uns West Ham-CEO Scott Duxbury, dass man sich nun auf ein starkes Finish in der Meisterschaft und die Chance, sich für den UEFA Cup zu qualifizieren, konzentrieren werde. Und - so heißt es in dem "kreidefresserischen" Statement seitens des Sheffield Präsidenten McCabe weiter - man hoffe, bald wieder mit West Ham in der Premier League zusammenzutreffen.
Sheffield liegt nach seinem Abstieg in der vorletzten Saison derzeit auf Platz 4 in der Championship.

Hoffen wir, dass die Konzentration auf die Geschehnisse auf dem Rasen heute, Montag Abend, einen vollen Erfolg über den Tabellenletzten West Brom bringt. Carlton Cole ist gesperrt - wer bei den Hammers stürmen wird (Tristan oder Sears), ist noch unklar.

Sunday, 15 March 2009

Alles klar, Herr Kommissar?

Einer meiner "favourite bloggers" hat es schon gestern auf den Punkt gebracht: Alles klar mit West Hams Kompensationszahlung an Sheffield United, nicht wahr?
Und auch heute, Sonntag, fand ich noch nichts Genaueres. Außer einem Hinweis bei Hammered Blog, wonach der verglichene Schadenersatzbetrag zu hoch sei und potentielle Investoren abschrecke, zumal ja noch weitere Forderungen, etwa von Sheffield-Spielern oder anderen Klubs im Raum stehen, die zwar nicht abgestiegen sind, aber in der Tabelle '06/07 hinter den Hammers lagen.
Und die offizielle Homepage schweigt noch immer!

Friday, 13 March 2009

Zahlt West Ham an Sheffield United?

"Vergleich knapp vor dem Verhandlungstermin" könnte es heute oder vielleicht auch erst am Wochenende heißen. Denn für Montag, 16.3., haben Lord Griffiths und sein Schiedsgericht West Ham United und Sheffield United zur nächsten Verhandlungsrunde über die Höhe des Schadenersatzanspruches in der Carlos Tévez-Affäre geladen. Und bei West Ham scheint man einer Zahlung an Sheffield nun doch nicht ganz abgeneigt zu sein, zumal das schwebende Verfahren den Verkauf des Klubs behindert, zu dem der isländische West Ham-Eigentürmer Björgolfur Gudmundsson gezwungen ist.
Der Independent und der Telegraph berichten, dass die Vergleichssumme um (oder über) 10 Millionen Pfund liege und nicht auf einmal sondern in fünf Jahresraten zu bezahlen sei. Erheblich weniger als die von Sheffield für den Ligaabstieg ursprünglich verlangten £30m also, die dann auf £60m (für zwei Saisonen in der Championship) erhöht und schließlich wieder auf £45m reduziert wurden.
Trotzdem ein paar Mille zuviel, denn ein sicherer Kausalzusammenhang zwischen Tévez' Einsatz trotz einer verheimlichten "third party clause" in seinem Vertrag und dem Abstieg von Sheffield United lässt sich in Wahrheit nie herstellen. Die "Blades" waren drei Monate vor dem Ende der Meisterschaft '05/06 noch zehn Punkte von den Abstiegsrängen entfernt und hatten neun Wochen vor Meisterschaftsende sogar 11 Punkte Vorsprung auf die damals auf dem letzten Platz liegenden Hammers. Und Carlos Tévez spielte immerhin seit September 2005 für West Ham. Die Möglichkeit einer dritten Person, Tévez während seines laufenden Leihvertrages mit West Ham an einen anderen Klub zu "verkaufen", wurde nie effektuiert und nach der FA-Disziplinarstrafe von £ 5,5 m von den Hammers zudem gekündigt. Auch wenn man über die Wirksamkeit dieser Kündigung ebenso streiten kann wie über die Wirksamkeit der verbotenen "third party clause" selbst, die Anmeldung von Tévez bei der Liga wurde nie für unwirksam erklärt und der Einsatz des Spielers war daher nicht unzulässig. Zudem konnte Tévez in der folgenden Sommerübertrittszeit erst zu Manchester United transferiert werden, nachdem die "red devils" eine Ablösesumme an West Ham bezahlt hatten, was nicht dafür spricht, dass das Management der Hammers den verpönten Vertragsbestandteil (noch) für gültig erachtet hätte.
Dennoch machte das "Lord Griffith penal" in seinem Zwischenurteil vom vergangenen Herbst West Ham für den Abstieg von Sheffield United und die daraus resultierenden finanziellen Schäden verantwortlich.
Über die Höhe der Ersatzsumme sollte bei dem nun bevorstehenden Termin verhandelt werden, nachdem West Hams Versuche, den jenseitigen Schiedsspruch beim High Court und dem Sportgerichtshof CAS inhaltlich anfechten zu können, gescheitert waren.
Selbst wenn man sich nun auf einen Schadenersatz-Vergleich einigt, ausgestanden ist die Affäre für die Hammers damit noch immer nicht. Die FA hat zu Jahresbeginn eine neue Untersuchung über das Verhalten von West Ham nach der ersten Disziplinarstrafe vom April 2006 eingeleitet. Dort soll vor allem die Behauptung eines Rechtsanwaltes geprüft werden, der aussagte, der heutige West Ham-CEO habe mündlich zugesagt, die Rechte von Kia Joorabchian, dessen Gesellschaften Inhaber der Transferrechte an Carlos Tévez sind, trotz Unwirksamkeit bzw. Kündigung der "third party clause" respektieren zu wollen.
Heute wurde auch bekannt, dass das Moratorium für West Ham's Holdinggesellschaft Hansa von einem isländischen Gericht bis zum 8. Juni verlängert wurde. Das gibt dem gegenwärtigen Hammers-Präsidenten mehr Zeit, um West Hams Verkauf möglichst günstig abzuschließen. West Ham-Vizepräsident Asgeir Fridgeirsson meinte, man spreche derzeit mit "fünf bis zehn" Interessenten, bindendes Offert gebe es aber noch keines.
"There is a growing interest”, fügte der Isländer - vielleicht auch im Hinblick auf den Vergleich mit Sheffield United - hinzu.

Thursday, 12 March 2009

6 Wochen, 6 Monate

The injury news on West Ham gets worse. The official site has confirmed that Jack Collison is out for six weeks, Behrami will be out for six months.
The question now is: What is the Hammer's strongest midfield four?
Iain Dale goes for: Parker, Noble, Kovacs, Savio.
Good choice. And what do you think?

England 4 Italien 0

"I guarantee that the four English clubs will be drawn against each other in the Champions League quarter-finals. Guarantee it", schrieb ein gewisser "Steve" in einem Fußballforum der Times.

Ja, sie haben es tatsächlich geschafft, die "Big Four", und lassen die italienische Konkurrenz in der Champions League alt aussehen. Während alle drei italienischen Vertreter - Juventus, Inter und AS Roma - sich im CL-Achtelfinale verabschiedeten und nicht mehr vom Finale träumen können, das ausgerechnet heuer in Rom stattfindet, sind ManU, Chelsea, L'pool und Arsenal im Viertelfinale.
Wer kann die vier Premier League-Teams fordern? Barcelona, Bayern, Porto und Villareal werden im Topf liegen, wenn in einer Woche - wenn auch die Überlebenden des UEFA Cup-Achtelfinales feststehen - die Auslosung des Viertelfinales erfolgt.
Porto qualifizierte sich ohne Sieg aufgrund der Auswärtstorregel gegen Atletico Madrid und ist wohl ebensowenig wie Villareal, das mit Panathinaikos einen weit schwächeren Gegner bezwingen musste als die englischen Klubs, ein ernst zu nehmender Gegner für die "Big Four".
Bleiben also wieder einmal die Bayern, die sich in der deutschen Bundesliga schwertun, in der Champions League aber immerhin 12 (zwölf!!!) Tore gegen Sporting Lissabon schossen, und Barcelona, das gegen Lyon wahrhaft überzeugte.
Ob Bayern stark genug sein wird, um gegen einen der vier Premier League-Klubs zu bestehen, ist eine spannende Frage - die Antwort lautet aber ziemlich sicher "NO", meine ich. Doch wie ich die Deutschen kenne, haben die wieder Losglück und bekommen Porto als Gegner.

Auslosung: 20.3., 12:00 Uhr MEZ - wobei dann gleich Viertelfinale, Halbfinale und Finale ausgelost werden!

Kreuzbandriss bei Behrami

Seit seinem "Unfall" vor eineinhalb Wochen beim Match gegen Manchester City hoffte und bangte man, dass die ohne "Feindeinwirkung" erlittene Verletzung von Valon Behrami nicht so schlimm sein möge, wie der Vorfall ausgesehen hatte.
Seit vorgestern wissen die Leser der offiziellen West Ham Homepage aber - leider - Bescheid:
Der Schweizer Nationalspieler erlitt laut Diagnose im Rahmen einer Arthroskopie einen Kreuzbandriss im linken Knie, der ihn lange ausfallen lässt. Am Dienstag ist der 23-Jährige, der zum Kader der Schweiz bei der EURO 2008 gehörte, bereits erfolgreich operiert worden. Als Stammspieler bei S.S. Lazio war Behrami nach dem Turnier im eigenen Lande zu West Ham United FC in die Premier League gewechselt, wo er ein wichtiger Mann im rechten Mittelfeld war und auch schon zwei Tore (eines in der Liga und eines im FA Cup) erzielte. Besonders West Ham-Teamkapitän Lucas Neill wird Behrami vermissen, denn die beiden halfen sich auf der rechten Defensivseite immer wieder aus.
Man geht davon aus, dass Behrami sechs Monate, vielleicht sogar noch länger, ausfallen wird.

Monday, 9 March 2009

Bright Play For Georg Grasser - Arsenal Reserves 0 West Ham Res 1

72 min - GOAL! West Ham's pressure in this part of the second half finally told as Miller gave the Hammers the lead. After Grasser's superb ball forward, a cross-shot from Montano was only parried by Arsenal keeper Shea and the rebound fell to the on-rushing right-back. Miller made no mistake with a firm finish low into the goal. Bright play for the young West Ham side involving Georg Grasser.
West Ham's outstanding goalkeeper Stech then proved an unbeatable barrier and reserve team coach Alex Dyer's side hung on to claim the win.

-> WHUFC match report (photo)
-> WHUFC Match Ticker
-> Georg Grasser: Der Sprung auf die Insel

West Ham United:
Marek Stech, Ashley Miller, Matthew Fry, Oliver Lee, Holmar Orn Eyjolfsson, Bondz N'Gala (captain), Daniel Kearns, Georg Grasser, Balint Bajner (Conor Okus 83), Ahmed Abdulla (Christian Montano 70), Anthony Edgar
Subs not used: Peter Loveday, Sergio Sanchez, Callum McNaughton

Georg Grasser: Der Sprung auf die Insel

Ein Österreicher bei West Ham United

Das nächste Match des "First Teams" von West Ham United findet erst Montag in einer Woche (16.3.) gegen West Brom statt. Am heutigen Montag ist aber das "Reserves Team" gegen Arsenal im Einsatz, bei dem auch der 19-jährige Österreicher Georg Grasser im Mittelfeld dabei ist. Mittlerweile dürfte sich der junge Steirer, dem ein Lokalblatt schon bei seinem Debut in der U18 "passing ability" attestiert hatte, einen Stammplatz in der Reserve der Hammers erarbeitet haben. Auch gegen Arsenal hat er wieder einen Startplatz.
Einen Match-Vorbericht und Live Ticker kann man -> hier auf der offiziellen Website von West Ham finden. Beginn: 20 Uhr MEZ.
Über den Sprung von Georg Grasser auf die britischen Inseln habe ich jüngst einen längeren Beitrag für die österreichische Fußballzeitung "Null Acht", die soeben in sechster Ausgabe erschienen ist, vorbereitet. Für alle Freunde des RAPIDHAMMER hier dieser Artikel:

Sprung auf die Insel

Beim Londoner Traditionsklubs West Ham United spielt seit kurzem ein junger Österreicher: Georg Grasser wechselte siebzehnjährig im August 2008 vom GAK in das Academy Team der „Hammers”. RAPIDHAMMER hat nachgefragt, wie man den Sprung auf die Insel schafft, wo die Unterschiede zu Österreich liegen und welche Ziele sich der Grazer gesteckt hat.

Es war im Herbst 2007, als eine Jugendmannschaft aus der GAK-Akademie Freundschaftsspiele gegen Tottenham, Charlton und auch West Ham austrug. Bei Letzteren gefiel offenbar der links im Mittelfeld und in der Verteidigung zum Einsatz kommende Grasser und er erhielt eine Einladung für eine Woche Probetraining in London.
Im Sommer 2008 waren schließlich alle Bedingungen für einen Wechsel zu den „Hammers“ ausverhandelt. Für die Londoner sprach, so Grasser, dass man ihm ein „gutes Angebot“ gemacht habe und er in deren „Youth Academy“ die besten Möglichkeiten sah, sich weiterzuentwickeln.

The Academy of Football

Die „Academy of Football“ von West Ham United unter ihrem Leiter Tony Carr ist in England für ihre hervorragende Kickerausbildung bekannt. Aus dieser Talenteschmiede sind zahlreiche englische Teamspieler wie Rio Ferdinand, Frank Lampard, Joe Cole, Jermain Defoe und Michael Carrick hervorgegangen. Auch der legendäre Bobby Moore war ein West Ham-Eigenbau, und bis heute werden immer wieder Akademieabgänger in die erste Mannschaft von West Ham integriert – jüngst etwa der 19-jährige Stürmer Freddie Sears und der 20-jährige Mittelfeldspieler Jack Collison. Und der 21-jährige Mark Noble hat schon seit Längerem einen fixen Platz im West Ham-Mittelfeld und in der englischen U21.
In eine der Football Academies, die bei allen Premier League und manchen anderen Liga-Klubs eingerichtet sind, kann man frühestens mit neun Jahren aufgenommen werden. Allerdings dürfen Jugendliche unter 12 Jahren nicht weiter als eine Stunde bzw U16-Spieler nicht weiter als 90 Minuten vom Klubstandort entfernt wohnen. Bei West Ham gibt es in den unteren Altersstufen 15 Spieler pro Jahrgang, erläutert Akademie-Leiter Tony Carr, der die jährlichen Kosten mit einer Million Pfund beziffert, auch wenn in England viele Jugendtrainer so gut wie umsonst arbeiten. Mit 16 entscheidet sich meist, ob die jungen Kicker einen Drei-Jahres-Vertrag als Trainee erhalten. In diesem Zeitraum sollte man dann über das Youth Team in den Reservekader hineinwachsen. Theoretisch kann man in England aber schon mit 17 einen Profivertrag abschließen wie einst Wayne Rooney (Everton, Manchester United).
Georg Grasser war nicht ganz 18, als er von der GAK-Akademie in die berühmte „Academy of Football“ im Osten Londons wechselte. West Ham hat einen fairen Zwei-Jahres-Vertrag mit ihm abgeschlossen, an dessen Ende der Steirer ablösefrei wechseln kann. Obwohl er am 3. Oktober achtzehn Jahre alt geworden ist, kann Grasser heuer noch in der U18 spielen, weil auch drei ältere Spieler im Kader stehen dürfen. Inzwischen kommt er aber auch schon regelmäßig in der zweiten Mannschaft von West Ham zum Einsatz.

Harte Umstellung
Die Umstellung vom Fußball in Österreich zur U18 von West Ham, die gegen neun weitere Teams in der Premier Academy League spielt, bezeichnet Grasser als „sehr hart“. Obwohl er auch in Österreich eine Fußball-Akademie besucht hat, die für seine Entwicklung „ein guter Ort“ gewesen sei, war er „körperlich nicht ansatzweise auf dem Level, auf dem die anderen Spieler waren“. Die U18 in England „entspricht einer U19 in Österreich“, meint der junge Steirer. Das Training sei körperlich anspruchsvoller, es werde „auf ein bis zwei Kontakte gedrillt“ und auch im Training „will jeder sein Match gewinnen“. An Schnelligkeit und Körperbetontheit des englischen Spiels musste sich der vielseitige ÖFB-Youngster erst gewöhnen. Mittlerweile bestätigt man ihm aber auf der Klub-Website: „Georg Grasser is fitting in well.“

Fußball wird gelebt
Etwas deftiger drückt dasselbe Johnny Ertl, der bei Crystal Palace in der zweiten Liga englischen Liga unter Vertrag steht, in einem Interview mit dem „Kurier“ aus: „Du musst dir den Arsch aufreißen, das wollen die Leute hier sehen“. Einsatzbereitschaft, Tempo und sogar die Härte des Balles seien anders als in Österreich. „Es geht alles verdammt schnell. Die Netto-Spielzeit ist fünf bis sieben Minuten länger als in Österreich“, betont Ertl. Mit dem 26-jährigen Steirer – auch er wechselte im letzten Sommer auf die Insel – trifft sich Georg Grasser regelmäßig in London im Rahmen der sogenannten „Kernöl Connection“.
Einig sind sich Ertl und Grasser auch, was die Einstellung der Engländer zum Fußball betrifft: Fußball werde in England ganz anders gelebt als bei uns. Es tut unheimlich gut, in einer solchen Atmosphäre kicken zu können, sagen sie.
Für das praktische Leben und auch die Ausbildung hat West Ham vorgesorgt. Die Jugendspieler, die nicht in der Nähe leben, wohnen zusammen in einem großen Haus in Romford, Essex, im Osten Londons, nicht weit entfernt von den Trainingszentren in Chadwell Heath und Little Heath. West Ham United gibt den Jugendspielern die Möglichkeit, eine Trainerausbildung zu machen und die UEFA-B Lizenzprüfung abzulegen. Auch einen Schiedsrichterkurs mit Praxis hat Grasser schon erfolgreich absolviert. Jeden Mittwoch-Vormittag müssen die youth player im „College“ büffeln, wo sie eine Ausbildung erhalten, die ein Weiterstudium in bestimmten Fächern an Unis in England ermöglicht.

Schritt für Schritt
Was seine Zukunft betrifft, versucht Grasser, der zum Glück noch nie ernsthaft verletzt war, locker zu bleiben. Zunächst einmal ins „Reserves Team“ hineinzuwachsen und Profi-Fußballer zu bleiben, „in der bestmöglichen Liga“, nennt er seine Ziele. Er versuche aber, eher von Tag zu Tag zu denken, weil sich „alles auf einmal ändern kann, und man nie weiß, was morgen passiert“. Einen sportlichen Leitspruch oder ein Lebensmotto wollte Georg uns nicht verraten, so etwas „kann auch sehr einschränken“, meint er.
Das höchste der Gefühle wäre, im österreichischen Nationalteam zu spielen – so wie Freund Johnny Ertl, der siebenmal das Teamtrikot getragen hat. Grasser war U18-Nationalspieler, wurde aber in die U19, die derzeit um die Qualifikation für die EM 2009 in der Ukraine spielt, zuletzt nicht mehr einberufen. „Ich war natürlich enttäuscht über die Entscheidung der Trainer, und auch wie sie kommuniziert wurde“, beklagt sich der West Ham-Spieler. Allerdings habe er so auch die Möglichkeit genutzt, sich schneller bei seinem neuen Klub eingewöhnen zu können. Nun fühlt er sich nicht nur reif für die Insel: „Ich hoffe sehr, bald wieder eine Chance zu bekommen. Ich spüre schon, dass ich hier viel dazulerne und dem Team eine Hilfe sein kann.“
Weihnachten verbrachte Georg Grasser nach seinen ersten fünf Monaten in Fußball-England bei der Familie in Graz. Ab dem 2. Jänner wurde aber schon wieder fleißig in London trainiert; vormittags im Jugendtrainingszentrum, und nachmittags meistens im selben Areal wie das „First Team“ des englischen Premier League Klubs. In den ersten beiden Monaten des neuen Jahres hat sich Grasser nun einen Stammplatz in der von Alex Dyer trainierten West Ham-Reserve erarbeitet. Er kommt immer wieder von Beginn an in der zweiten Mannschaft zum Einsatz.

Can we have a little game?
„Da wir uns im gleichen Bereich aufhalten, kommt es auch oft zu Berührungspunkten mit der Ersten“, erzählt Grasser, den man in der Mannschaft mit seinem Vornamen „George“ nennt, über das tägliche Training. Bei den Trainingseinheiten der Reserves nehmen die Spieler der Kampfmannschaft manchmal auch aktiv teil. Da kann es dann schon mal heißen: „Can we have a little game please?”
Georg Grasser gegen Valon Behrami, Scott Parker oder Matthew Upson – da muss man sicher kämpfen, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Aber wenn das gelingt, dann stehen auch einem Österreicher alle Wege offen bei dem Klub, den man „The Academy of Football“ nennt.
„Profi-Fußballer in der bestmöglichen Liga“ hat der ehrgeizige junge Steirer als Berufsziel genannt. Vielleicht sogar in der Premier League…

Internet:
http://www.georggrasser.at/
www.whufc.com/page/Youths

Sunday, 8 March 2009

FA Cup Semi-Final Draw

Arsenal/Hull v Chelsea
Man Utd v Everton

FA Cup: Clarets scheitern nicht im Viertelfinale

Obwohl es im "Emirates" zur Stunde schon 2:0 für Arsenal im Spiel gegen Burnley (Bild links; BBC) steht, weiß ich sicher, dass die "Clarets" nicht im Viertelfinale aus dem FA Cup ausscheiden werden.
Burnley, jenes Team, das heuer im Ligacup für Furore sorgte und dort eben die Gunners aus dem Bewerb boxte, um erst im Semifinale an Tottenham zu scheitern, spielt nämlich heute, Sonntag, im FA Cup noch ein letztes, beinahe vergessenes Achtelfinalspiel.
Entgegen der anlässlich der Termingestaltung wohl durchaus verbreiteten Annahme, an diesem Wochenende würden vier FA Cup-Viertelfinal-Spiele stattfinden, handelt es sich bei Arsenal v Burnley um ein Fünftrunden-Match, das sich deshalb verzögerte, weil Arsenal in der vierten Runde gegen Cardiff zunächst nur ein 0:0 erreichte, das Replay Anfang Februar wegen des ungewöhnlich starken Schneefalls in London absagen musste und dieses dann erst am 16. Februar nachtragen konnte: anstelle des bereits für diesen Tag angesetzten Fünftrundenspiels gegen Burnley.
Ganz schön verwirrend, nicht?
Aber Burnley schafft es nicht, im FA Cup das Carling Cup-Kunststück zu wiederholen und Arsenal rauszuwerfen. Zwar wird Burnley nicht - wie im Vorjahr - schon in der dritten Runde 0:2 gegen Arsenal verlieren, sondern stattdessen in der fünften.
Während ich das schreibe, laufen die letzten Minuten und nun steht es sogar schon 3:0 für die Gunners - klare Sache also im "Emirates".
Der Sieger wird im Viertelfinale übrigens auf Hull treffen, aber schon heute Abend seinen potentiellen Semifinalgegner erfahren. Um 18:45 (GMT) werden die Semifinale ausgelost - in etwa zur selben Zeit wie auch in Österreich. Gespielt werden beide FA Cup-Semis im Wembley Stadium (18., 19.4.)

Saturday, 7 March 2009

Hoppauf, Null Acht !

"Null Acht" heißt noch immer "Null Acht" - auch wenn wir schon '09 haben. Die Jahreszahl als Titel bleibt dem "Magazin für Rasenpflege" erhalten, in Analogie zu den Namen vieler Fußballklubs als Gründungsjahr des nun in seiner sechsten Ausgabe erscheinenden Fußballmagazins.

Mit einer Release-Party am Samstag, 7. März, ab 20 Uhr im Café Anno, Wien 8., wird die aktuelle Ausgabe mit dem Schwerpunkt "Brasilien" aus der Taufe gehoben. Ab nächster Woche sollte das 60 Seiten dicke und um € 3,20 wohlfeile Heft im guten Zeitschriftenhandel zu haben sein.

Erfreulich, dass trotz Wirtschaftskrise, die aufgrund der drastisch zurückgehenden Werbeeinnahmen gerade auch die Printmedien fest im Griff hat, "Null Acht" auch '09 wieder da ist - wenn auch mit acht Seiten weniger Umfang als geplant.

Dass letzterem Umstand ein Artikel mit dem Titel der "Sprung auf die Insel", verfasst von Ihrem RAPIDHAMMER, zum Opfer fiel, ist für mich der kleine Wermuthstropfen im Glas, mit dem ich Alois Gstöttner und seinem Team zuproste und viel Erfolg beim Verkauf von Nr. 6 wünsche. Österreich braucht ein sowohl vom Inhalt als auch von der Aufmachung her qualitätsvolles Sportmagazin wie "Null Acht".

Also: Alles Gute und (wie man früher zu sagen pflegte) "Hoppauf, Null Acht"!!!

Null Acht – Magazin für Rasenpflege
Tannengasse 15, A 1150 Wien
http://www.nullacht.at/

Drei Monate Galgenfrist für Herrn Gudmundsson

West Ham-Verkauf erst im Juni

"West Ham Fans" war die erste Seite, auf der ich einen Bericht über die erfolgte (oder zumindest sicher erwartete) Verlängerung des Moratoriums für "Hansa" gefunden habe, die Holdinggesellschaft, über die Björgolfur Gudmundsson West Ham besitzt. Ob die Entscheidung des isländischen Gerichts gleich verkündet wurde oder erst nächste Woche schriftlich ergeht, ist mir nicht klar.
Vielleicht war sich Ed, der Autor dieses Fan-Forums auch nur sicher, dass das Moratorium verlängert wird, weil ein Konkurs der "Hansa" und ein "fire sale" des Klubs wenig Sinn machen würde.
Fünf oder sechs Interessenten haben bisher NDA's (non disclosure agreements) unterschrieben und sind damit in eine Prüfung eines Erwerbs von West Ham eingestiegen, bei keinem hat sich das Interesse aber bisher zu einer Due diligence-Prüfung verdichtet.
Drei Monate mehr Zeit hat nun offenbar das zuständige isländische Gericht der "Hansa" eingeräumt, damit der Verkaufsprozess hoffentlich zu einem guten Ende gebracht und dann die Gläubiger von Herrn Gudmundsson befiedigt werden können.
Die Meisterschaft wird man bei West Ham also noch mit Präsident Gudmundsson zu Ende spielen. Dann wird nach nicht ganz drei Jahren die "Isländische Periode" bei den Hammers wieder zu Ende sein - ein "Kollateralschaden" der gegenwärtigen Wirtschaftskrise.

Friday, 6 March 2009

Collison nur zwei Wochen out?

Während der Telegraph die Ansprüche von Sheffield United wegen der Carlos Tevez-Affäre aufwärmt (45 Mio Pfund fordert Sheffield mittlerweile, West Ham bietet 5), hat der Independent heute wirklich positive Nachrichten:
Jack Collisons Verletzung dürfte nicht so schlimm gewesen sein, wie es ausgesehen hatte, als er auf dem miserablen Rasen des JJB-Stadiums an der Outlinie gestürzt war. Der Ultraschall hat keinen Bänderriss im Knie, sondern nur eine Zerrung ergeben. Schon in zwei Wochen könnte der 20-jährige Mittelfeldspieler, der heuer so hervorragend spielt, wieder in der Mannschaft stehen.
Und auch über Valon Behrami, Opfer des Spieles vom Sonntag gegen ManCity, weiß der selbe Independent Tröstliches: auch seine Verletzung soll nicht so schlimm sein, dass der Schweizer bis zum Saisonende ausfällt. In einem Monat könnte Behrami wieder fit sein.
Wegen des FA Cups gibt es jetzt 12 Tage Matchpause für West Ham. Die nächste Partie steigt erst am 16. März gegen WBA (H). Dieses und die folgende Auswärts-Begegnung gegen Blackburn wird Carlton Cole infolge seiner roten Karte gegen Wigan verpassen.
Aber Zola/Clarke haben jetzt immerhin ordentlich Zeit, um die veränderten Mannschaftsaufstellungen zu üben.

That's Playing The West Ham Way: Goal Of The Season So Far!

Wigan 0 West Ham 1
Goal: Carlton Cole (34.) assisted by Scott Parker - David di Michele - Mark Noble - David di Michele

Match of the Day:
"Oh what a fantastic goal! What a brilliant West Ham United goal!"

Video: click -> here!

Wigan: Kirkland, Melchiot, Boyce, Bramble (Watson 78), Figueroa, Valencia, Brown (Scharner 64), Cattermole, N'Zogbia, Mido, Zaki (Rodallega 64).
Subs Not Used: Pollitt, Edman, Sibierski, Kapo.
Sent Off: Cattermole (52).
Booked: Brown, Valencia.
West Ham: Green, Neill, Tomkins, Upson, Ilunga, Collison (Spector 78), Noble, Parker (Lopez 88), Kovac, Di Michele (Nsereko 75), Cole.
Subs Not Used: Lastuvka, Sears, Payne, Stanislas.
Sent Off: Cole (37).
Booked: Noble, Cole, Parker, Neill, Nsereko.
Goal: Cole 34.
Att: 14,169
Ref: Stuart Attwell (Warwickshire).

Wednesday, 4 March 2009

Wigan v West Ham 0-1: Cole Scores ... And Sees Red. Collison Injured!

Full Time 90+6 Walter Lopez takes a shot. Maynor Figueroa gets a block in. Mark Noble takes a outswinging corner.

90+3 Charles N'Zogbia delivers the ball, Close range headed effort by Paul Scharner misses to
the right of the goal.

77:13 Jonathan Spector joins the action as a substitute, replacing Jack Collison. Collison stretchered off with what looked a terrible knee injury. The 20-year-old midfielder landed awkwardly as he attempt a routine piece of control and, after lengthy treatment was carried away on a stretcher.

50:56 RED CARD Wigan
Not sure Lee Cattermole can have many complaints about that one. Perhaps still fuming about that Lucas Neill challenge, the Wigan midfielder lunges in two-footed on Scott Parker, leaving the Hammers midfielder writhing around in agony. Stuart Attwell brings out the dreaded red and it's 10 men each at the JJB.

47:56 Lucas Neill receives only a caution after a horror lunge on Lee Cattermole, who has treatment before returning unscathed.

36:33: RED CARD West Ham
Already carded for an earlier foul on Michael Brown, goalscorer Carlton Cole gets his second booking for having his foot high in a challenge with Emmerson Boyce. Stuart Attwell is the ref.

33:16 GOAL Wigan 0-1 West Ham
What a move by West Ham: slick, one-touch passing featuring Scott Parker, David Di Michele and Mark Noble before Carlton Cole sidefoots in. Lovely.
The move from West Ham ended with a Di Michele one-two with Noble on the edge of the box before Di Michele passed to Cole and Cole from the edge of the area curled the ball past Kirkland. The Premier League appears to be in a very good mood tonight.

Team News Wigan v West Ham: No Scharner, No Nsereko

Die beiden deutsch sprechenden potentiellen Protagonisten der Partie Wigan v West Ham sind nicht in der Anfangsformation, die soeben bekannt gegeben wurde. Für den verletzten Schweizer Behrami kommt bei West Ham Mark Noble ins Mittelfeld. Ansonsten spielt das Team, das am Sonntag Manchester City 1:0 besiegen konnte.

1909: TEAMS Wigan v West Ham
Wigan: Kirkland, Melchiot, Boyce, Bramble, Figueroa, Valencia, Brown, Cattermole, N'Zogbia, Mido, Zaki. Subs: Pollitt, Edman, Sibierski, Rodallega, Kapo, Watson, Scharner.
West Ham: Green, Neill, Tomkins, Upson, Ilunga, Collison, Noble, Parker, Kovac, Di Michele, Cole. Subs: Lopez, Nsereko, Spector, Lastuvka, Sears, Payne, Stanislas.

comment by FergiesSoldier (U8114922)
posted 2 Minutes Ago
I don't get it. Why did West Ham break the bank on NSereko if they never start him?

Tuesday, 3 March 2009

Who Needs Bellamy?

Immer wenn der umstrittene Waliser in den letzten Wochen für Manchester City ins Tor getroffen hat, habe ich bedauert, dass Bellamy seine gute Form nicht mehr bei den Hammers ausspielt.
Nun ist dem Forward aber auch im neuen hellblauen Trikot dasselbe passiert, was wir von ihm während des Großteils seiner Zeit bei West Ham gewöhnt waren: Bellamy ist verletzt.

Treffend beschreibt Bellamys gar nicht erfolgreiche Rückkehr zum Upton Park am Sonntag Dan Silver in seiner heutigen Kolumne im Daily Mirror, 3/03/2009:

Why Craig Bellamy’s return to Upton Park was like stepping back in time for West Ham fans

There was something deeply serendipitous about Craig Bellamy’s return to Upton Park on Sunday.
Prior to the game he’d given it the big’un in the press previously about the relative ambitions of his current and previous employers - Not to mention how he would fire Manchester City into Europe and beyond.
On the pitch, however, the loveable Welshman struggled to make an impression for 70 minutes before eventually limping off with an injury.
Mark Hughes shouldn’t have been unduly surprised by this turn of events.
As any of the 30 000-odd cockneys in the crowd could have told him (and likely did ), it was the kind of thing that used to happen to Craig all the time at Upton Park while he was wearing a West Ham shirt.

"Alternativen und Optionen": (Wann) Wird West Ham verkauft?


Update:
-> Artikel im Telegraph (4.3.09)

Seitdem die internationale Finanzkrise Island besonders hart getroffen hat, war der Verkauf von West Ham United durch Björgólfur Gudmundsson, den früheren Mehrheitseigentümer der mittlerweile verstaatlichten isländischen Landsbanki, weniger eine Frage des "Ob" als des "Wann".
Nun hat "Hansa", Gudmundssons West Ham-Holdinggesellschaft, um Verlängerung des von einem isländischen Gericht im Dezember gewährten Moratoriums angesucht, damit man die "Alternativen und Optionen", die dem Klub derzeit in Bezug auf potentielle Käufer offenstünden, in Ruhe prüfen könne.
Asgeir Fridgeirsson, West Ham-Vizepräsident, versicherte indes, der laufende Verkaufsprozess werde den Klub nicht beeinträchtigen. Hier ein Bericht des Blogs "Just Like My Dreams":

Alternatives And Options
Various news sources have today confirmed that West Ham United’s owners will ask an Icelandic court this week for a moratorium to prevent banks from seizing its assets and forcing the sale of the club. The judgment to be heard in Reykjavik on March 6 relates to West Ham's holding company, Hansa, which was granted the original stay of execution in November.
Vice Chairman Asgeir Fridgeirsson reiterated Hansa has been actively talking with creditors. "Hansa believes that the progress that the club has been making shows the importance of continued stability," he said today in an interview. "A decision from the judges on extending the December ruling is expected next week.
"Hansa is controlled by Bjorgolfur Gudmundsson, who was the majority shareholder of an Icelandic bank seized by government regulators. In November, West Ham’s holding company applied to enter administration, a form of protection from creditors, because of Gudmundsson’s financial troubles. Hansa Eignarhaldsfelag ehf, or Hansa, is run by an administrator appointed by Icelandic authorities.
Gudmundsson is trying to decide whether to sell, and in December the east London team sent data on its debt levels, income, expenditures and salary ratios to potential bidders.
Fridgeirsson said at the time there were between 5 and 10 groups looking at the team, although there haven’t been any firm offers. "There is still an interest," he said. "We haven’t closed down the process at all." Reports over the weekend linked a Far Eastern consortium with a deal for the club, with some suggestion that funds used to temporarily stabilize Gudmundsson's position had already changed hands.
Gudmundsson, whose fortune was estimated at $1.1 billion by Forbes magazine last March, is the former chairman of Landsbanki Islands hf, which was seized by the nation’s Financial Supervisory Authority in October. Fridgeirsson said that even if the court declines to give the extension, the club should not be affected. "There are alternatives and options," Fridgeirsson said, without being more specific. "It will in no way effect the club."

Sunday, 1 March 2009

Bravo! Carling Cup an ManU

Warum man sich bei West Ham über den Ausgang des Ligacup-Finales doppelt freut

Nachdem die Hammers schon in der zweiten Runde gegen ein unterklassiges Team - in diesem Fall Watford - aus dem weniger attraktiven der beiden englischen Cupbewerbe geschieden waren, konnte einem dessen Ausgang eigentlich ziemlich egal sein.
Oder auch nicht: Denn der Sieger des Carling Cups spielt im UEFA Cup, der Verlierer des Finales nicht. Und das bedeutet, dass ein Carling Cup-Sieg durch ein Team, das sich ohnehin schon über seine Ligaplatzierung für die Champions League qualifiziert, einen zusätzlichen Platz im UEFA Cup freimacht. Und wenn dann noch der "richtige" Klub das FA Cup Finale gewinnt, qualifiziert sich neben dem Sechsten auch der Siebente der Meisterschaft für den nun "Europa Liga" genannten UEFA Cup.
Nach meinem Informationsstand kommt der Verlierer des nationalen Pokalfinales, falls der Pokalsieger sich schon anderweitig für "Europa" qualifiziert haben sollte, nämlich nicht mehr in die "UEFA Europaliga". Da England 2009/10 vier Klubs in die Champions League(-Qualifikation) schickt und in den UEFA Cup den Fünftplatzierten & den Ligacup-Sieger & den FA Cup-Sieger, spielt nach ManU's Ligacup-Sieg nun jedenfalls der Sechste der Liga im UEFA Cup. Der Siebente qualifiziert sich nur dann, wenn eines der in der Liga erst- bis sechstplatzierten Teams den FA Cup gewinnt. (Derzeitigen Tabellenstand siehe unten!)
So gesehen, freut ManU's Sieg über Titelverteidiger Tottenham den West Ham-Anhänger nicht nur, weil die Spurs wieder einmal verloren haben!
Platz 6 ist aber noch acht Punkte weit entfernt...

Ligacup Finale: Man United - Tottenham 0:0 n.V. (4:1 im Elferschießen)

Collison The Hero, Behrami Unlucky

Ein wichtiger Sieg für die Hammers: 1-0 gegen Manchester City nach fünf sieglosen Spielen in Serie!
Torschütze: Collison, der im Anschluss an eine schöne Aktion mit Doppelpass Savio - Cole und anschließendem gefährlichem Schuss von Savio an den Ball kam. City-Torhüter Given konnte Savios Versuch nur kurz abwehren und Collison hob den Ball volley mit dem Innenrist gefühlvoll über zwei Verteidiger und den Keeper zum entscheidenden Treffer ins Tor! (Bild links)
Eine tolle Leistung des ganzen West Ham-Teams!Der Pechvogel aber war Behrami, der knapp vor der Pause mit den Stollen im Rasen hängen blieb und sich dabei am Knie schwer verletzt haben dürfte.

Goal Video: -> hier klicken!

"The Hammers were by far the better team" (-> BBC match report)
"Most of the play belonged to West Ham, with Scott Parker pushing the hosts forward from midfield and Collison and Behrami and then Savio getting into advanced positions down the flanks.
Their football at times was a joy to behold but they were frequently in danger of over-playing it, always looking for that one extra pass instead of finding a killer finish."

West Ham: Green, Neill, Tomkins, Upson, Ilunga, Behrami (Nsereko 43), Parker, Collison, Kovac (Spector 83), Di Michele (Lopez 87), Cole.
Subs Not Used: Lastuvka, Sears, Stanislas, Payne.
Booked: Parker, Kovac.
Goal: Collison 71.
Man City: Given, Richards (Caicedo 15), Onuoha, Dunne, Bridge, Zabaleta, De Jong (Bojinov 89), Kompany, Ireland, Bellamy (Elano 66), Robinho.
Subs Not Used: Hart, Vassell, Garrido, Berti.
Booked: Kompany, Ireland.
Att: 34,562.
Ref: Mike Dean (Wirral).

Wednesday, 25 February 2009

FA Cup-Out: Boro 2 West Ham 0

Kalt abgeschossen - Part II
Wie zuletzt gegen Bolton musste West Ham auch im Cup-Replay gegen Middlesbrough zwei schnelle Gegentreffer hinnehmen, die die Partie praktisch schon in der 20. Minute entschieden.
Man fühlt sich an die Anfangszeit des Regiments Zola/Clarke erinnert, als es auch immer wieder Verteidigungsfehler waren, die West Hams Niederlagen besiegelten. Der FA Cup 2009 ist für die Hammers Geschichte.

Match report from BBC:
Middlesbrough produced an inspired attacking display to beat West Ham in their FA Cup fifth-round replay and set up a trip to Everton in the last eight.
The hosts made a fine start and took the lead when Stewart Downing curled a stunning free-kick into the top corner.
West Ham were rugged in possession and Tuncay Sanli volleyed in a second after James Tomkins failed to clear.
David Di Michele wasted an opening for West Ham but Boro could have extended their lead and were worthy winners.
The Hammers have now gone five matches without a win but this defeat enables them to now focus solely on their Premier League campaign.
Manager Gianfranco Zola will be concerned at how easily his team's defence was penetrated time and again, although as the match wore on they showed impressive glimpses going forward.
Middlesbrough's victory brings to an end a five-match winless run in all competitions and they are into the quarter-finals for the fourth season running.

Middlesbrough: Jones, Hoyte, Wheater, Huth, Pogatetz, O'Neil, Bates, Arca (Walker 88), Downing, Sanli (Adam Johnson 81), Aliadiere (Emnes 67).
Subs Not Used: Turnbull, Taylor, Alves, McMahon.
Booked: O'Neil.
Goals: Downing 5, Sanli 20.
West Ham: Green, Neill, Tomkins, Upson, Ilunga, Behrami, Parker, Noble (Collison 56), Kovac (Tristan 69), Cole, Sears (Di Michele 57).
Subs Not Used: Lastuvka, Lopez, Nsereko, Spector.
Booked: Behrami.
Att: 15,602
Ref: Steve Bennett (Kent).

Middlesbrough Preview

Middlesbrough kam gestern in die internationalen Schlagzeilen. Aber nicht wegen einer tollen Leistung auf dem Rasen, sondern wegen der Aufforderung der Sicherheitsbeauftragten des Klubs, doch bitte im Riverside Stadium nicht zuviel Lärm zu machen (siehe -> hier!)
West Hams Anhänger werden zu Tausenden zum Cup-Replay in den Norden pilgern, übernimmt doch der Klub die Kosten der Busreise und zudem sind die Cup-Tickets erheblich billiger als jene in der Premier League (Einheitspreis 15 Pfund).
Die Hammers-Fans haben keinen Brief von Sue Watson, der Sicherheitsbeauftragten, erhalten und würden sich die lautstarke Anfeuerung ihres Teams sowieso nicht verbieten lassen
"Zola's claret & blue army" darf also - im Gegensatz zu Boro, das heuer in der Liga zu Hause erst 10 Tore erzielt hat - auf ordentlichen "support" zählen.
Um 20:10 GMT geht's los in diesem wichtigen Spiel, das West Ham unbedingt gewinnen möchte, um ins Cup-Viertelfinale einzuziehen.
Und Boro - das sich für Mrs. Watsons Schreiben übrigens schon entschuldigt hat (-> hier) - soll sich doch lieber auf den Abstiegskampf konzentrieren!

BBC match preview: click -> here!
Preview "West Ham Till I Die": click -> here!
Preview "Bubble View": click -> here!

Bravo, Bobby!

Einer meiner persönlichen Lieblingsspieler der letzten Jahre kickt seit August nicht mehr bei West Ham, sondern bei den Cottagers. Und musste dort beinahe 30 Stunden auf sein zweites Tor für Fulham warten, obwohl er mit DER Stürmer-Rückennummer 9 spielt.
Die Rede ist von Bobby Zamora, der nach zahllosen wichtigen Toren für die Hammers seit Februar 2004 ziemlich lange Ladehemmung hatte - auch wegen Verletzungen - und im vergangenen Sommer gemeinsam mit John Pantsil zu Fulham wechselte. Wo sich die Ladehemmung jenes Mannes, der für die Hammers unter anderem den entscheidenden Treffer gegen Preston North End erzielt hat, der den Aufstieg in die PL sicherstellte, fortgesetzt hat, bis ...
Bis er am Sonntag gegen West Brom traf und gestern, Dienstag, gegen Swansea beim 2:1 den Aufstieg von Fulham in die Runde der letzten Acht des FA Cups sicherstellte.
Bravo, Bobby! Und im Viertelfinale geht's gegen Manchester United.

Tuesday, 24 February 2009

"Danke, Pogatetz!"

Kleine Freuden beim Verfolgen der Premier League

Es ist ja ganz interessant, dass Chelsea in der 26. Runde der Premier League gegen Aston Villa gewonnen, Anelka den Siegestreffer für das Team des russischen Teamchefs Guus Hiddink erzielt und Keeper Petr Cech seinen Kasten reingehalten hat. Oder dass das Österreicher-Duell Pogatetz gegen Scharner beim Spiel Middlesbrough gegen Wigan nicht stattfand, weil Paul Scharner verkühlt war und daher in der "Latics"-Defensive fehlte. Und dass Everton bei Newcastle ein 0:0 erreichte, wobei Verteidiger Julean Lescott eine äußerst ansprechende Leistung für die "Blues" bot...
Für mich sind diese Tatsachen besonders interessant. Warum? Nun, heuer verfolge ich die Premier League - abgesehen von West Hams Resultaten, die natürlich immer im Fokus stehen - aufmerksamer als sonst. Ich spiele nämlich erstmals von Beginn der Meisterschaft an bei der Fantasy Premier League mit.
Man stellt zu Saisonbeginn ein Team zusammen, für das man maximal 100 Mio. Pfund ausgeben darf und das höchstens drei Spieler des selben Premier League-Klubs beinhalten darf. Und Woche für Woche kriegen alle Kicker Punkte aufgrund eines Index, der für gehaltene Schüsse, geschossene Tore und Assists, "Man of the match" und die Anwesenheit auf dem Spielfeld Pluspunkte vorsieht, während für gelbe und rote Karten, erhaltene Tore und verschossene Elfer Punkte abgezogen werden ("Rules" siehe -> hier). Natürlich kann man auch Transfers durchführen, die kosten aber in der Regel Punkte, Punkte, Punkte.
Mein aktuelles Team, genannt "Rapidhammers United" ist ziemlich in "claret and blue" gehalten und besteht aus: Cech - Lescott, Ferdinand, Pogatetz - Young, Noble, Carrick, Barry, Collison - Anelka, Agbonlahor; substitutes: James; Scharner, Pa(i)ntsil, Carlton Cole.
Man beteiligt sich an einer Liga, zum Beispiel in meinem Fall an "Iain Dales League", und man erfährt Woche für Woche, wo man mit seinem Gesamtpunkte-Score unter allen "Managern" liegt (in der erwähnten Liga derzeit Platz 321 !).
Am lustigsten finde ich aber, dass man automatisch in eine von einem Zufallsgenerator erstellte Liga mit 19 anderen Teams, die sich an Fantasy Premier League beteiligen, gesteckt wird. In dieser "Head to head"-Statistik spielt man jede Woche gegen einen anderen Teammanager und der, dessen Mannschaft in dieser Runde mehr Punkte erhalten hat, gewinnt das Spiel und erhält drei Punkte für die Tabelle. Wenn es einem Spaß macht, kann man sich auch die Aufstellungen des kommenden Gegners anschauen, entsprechende Transfers oder Umstellungen im eigenen Team vornehmen und nach dem Ende der PL-Runde schauen, wie das Duell endgültig ausgegangen ist. Besonders spannend ist es aber, während der laufenden Runde auch den provisorischen Punktestand mitzuverfolgen.
Nun, an diesem Wochenende war mein aktueller Gegner in der "Head to head"-Liga, "Amsterdam 11" mit "Klubnamen", noch am Samstag Abend mit seinen Punkten deutlich hinter mir gelegen. Doch am Sonntag verhalfen ihm die in seinem Team stehenden Schwarzer (Elfer gehalten!), Pantsil, Carragher und Bellamy (Assist) zu einem ordentlichen Punktezuwachs, worauf "Amsterdam" plötzlich mit 51:47 Punkten den Sieg im "Match" gegen meine "Rapidhammers United" davonzutragen schien.
Aber dann kam (immer erst ganz am Ende der Runde, also Montag Abend nach Hull v Tottenham) die "Automatic substitutions"-Regel zur Anwendung: Ist ein Spieler aus meiner Aufstellung nicht angetreten, so wird er durch einen der von mir angegebenen Wechselspieler ersetzt - und das war in diesem Fall, weil Paul Scharner bei Wigan wegen Verkühlung nicht spielte, "Eisenfuß" Emanuel Pogatetz. Und der hatte diesmal beim 0:0 von Boro gegen Wigan 6 Punkte bekommen. Machte für meine "United" insgesamt 53 Punkte und ich konnte "Amsterdam" doch noch biegen.
Der Lohn: in der "Head to head"-Tabelle kletterte ich auf Platz 8 mit 43 Punkten.
Doch noch ein kleines "Erfolgserlebnis" in dieser Runde nach der Niederlage der Hammers gegen Bolton...
Danke, Pogatetz!

Saturday, 21 February 2009

Das Ende zweier Serien

WEST HAMs Siegesserie - 8 Spiele ohne Niederlage - ging schon vor zwei Wochen gegen Manchester United (0:1) zu Ende, aber eine andere Serie hatte bis Samstag gehalten: seit 29. Oktober 2008 waren die Hammers auswärts ohne Niederlage geblieben. Das letzte Mal, dass man punktelos heim zum Upton Park gekehrt war, war das 0:1 gegen Hull City an eben jenem 29.10. gewesen.
Nicht gerade überraschend endete dieser "away-run" nach nicht ganz vier Monaten am Samstag gegen Bolton. Da oben im Norden bei diesem uninspirierten Holzhackerteam hatten es die technisch besseren, aber körperlich weniger robusten Hammers noch nie leicht - und auch diesmal setzte es im Reebok Stadium eine Niederlage - 1:2, obwohl West Ham wesentlich mehr Chancen hatte, sich sicher ein Unentschieden verdient gehabt hätte:
"BOLTON have never worried too much about football’s sweet science. But even they would have been a trifle embarrassed about the manner of this victory. West Ham will wonder how on earth they managed to lose to a team of such minimal ambition and technical poverty as Bolton twice in a season." (Andrew Longmore, Times Online)

UND EINE ZWEITE SERIE ENDETE an diesem Samstag: Manchester Uniteds Verteidigung wurde nach 14 "clean sheets" in der Meisterschaft erstmals bezwungen. Seit 8. November hatten die Red Devils den Ball nicht mehr aus dem Netz holen müssen, diesmal aber gelang einem gegnerischen Angreifer das mittlerweile schon fast nicht mehr für möglich Gehaltene: Roque Santa Cruz (einstmals bei den Bayern, nun Blackburn) hatte angekündigt, dass er Edwin van der Sar's Rekord - vor dem Spiel gegen Blackburn 1302 Minuten ohne Gegentor - beenden werde.
Und am Samstag, 21.2., hätte der aus Paraguay stammende Stürmer seine Ankündigung beinahe wahrgemacht: in der 32. Minute bezwang Santa Cruz den Keeper von Manchester United. Es war aber nicht van der Sar, der mittlerweile den englischen und den britischen Ligarekord für "zu Null" hält. Der spielte nämlich an diesem Samstag in Manchester gegen Blackburn nicht, sondern wurde geschont und musste Tomasz Kuszczak das gelbe Tormanntrikot von United überlassen.
Den europäischen Goalie-Rekord von 1390 Minuten, aufgestellt von Dany Verlinden in der Belgischen ersten Division zwischen 3. März und 26. September 1990, wird van der Sar also nicht mehr einstellen können, denn der hat wohl innerhalb dieser Zeit ununterbrochen im Tor des Club Brügge gestanden.
Übrigens: ManU gewann trotz des ersten Liga-Gegentores nach 1333 Minuten dennoch 2:1.

Bolton Wanderers 2 West Ham United 1

Bolton Wanderers: Jaaskelainen, Steinsson, Cahill, Puygrenier (O'Brien 73), Gardner, Samuel, McCann, M.Davies, Taylor, K.Davies, Elmander (Muamba 76).
Subs not used: Al Habsi, Shittu, Smolarek, Makukula, Basham.
Goals: Taylor (10), Davies (11).
Efforts on goal: 9 (2, 10*, 11*, 13, 27; 46, 50, 57, 80).
Booked: None.

West Ham United: Green, Ilunga, Spector (Sears 85), Upson, Collins (Tomkins 16), Parker, Noble, Collison (Savio 62), Behrami, Di Michele, Cole.
Subs not used: Lastuvka, Lopez, Kovac, Tristan.
Goal: Parker (66).
Efforts on goal: 14 (29, 35, 39, 42, 43; 60, 66*, 72, 74, 81, 82, 82, 85, 90).
Booked: Upson (23), Noble (55).

Referee: Steve Tanner.
Attendance: 21,245.

Friday, 20 February 2009

Tony Carr und die Academy of Football: Der Stolz von East London

Im Dezember brachte der RAPIDHAMMER ein Interview mit dem Österreicher Georg Grasser, der seit einem guten halben Jahr in Tony Carrs West Ham Youth Academy spielt. Nun las ich eine Hymne über den 58-jährigen Leiter der berühmten West Ham-Jugendabteilung. Diesen wirklich interessanten und gut geschriebenen Artikel aus Trilby's Blog "Just Like My Dreams" möchte ich meinen Lesern ans Herz legen:

Ever since Ron Greenwood sent forth Bobby Moore, Geoff Hurst and Martin Peters from Upton Park to win the World Cup, few teams have done more than West Ham, as their most celebrated fan, Alf Garnett, might put it, "for Queen and bleedin' country". A grateful Buckingham Palace responded when they made them the first club with two former players elevated to the rank of knight, Sir Geoff and then Sir Trevor Brooking. Recognition, perhaps, that throughout the eras, West Ham United have always played as though their famous claret-and-blue shirts were edged in ermine.

They may never have won the championship, but the Hammers have acquired a reputation for doing things in a certain style while producing a constant supply of dazzling young players. According to Greenwood's philosophy: "The crowds at West Ham have never been rewarded by results but they keep turning up because of the good football they see. Other clubs will suffer from the old bugbear that results count more than anything. This has been the ruination of English soccer."

Greenwood's personal epiphany came on a dank November afternoon at Wembley in 1953 when Hungary's Magnificent Magyars trounced England 6-3 in a display of football the like of which the world had never seen. It changed Greenwood's philosophy of the game. Within a decade West Ham, the club he now managed, were imitating the best bits of Ferenc Puskas and Sandor Kocsis, sweeping the ball around in intricate patterns, and winning the FA Cup, European Cup-Winners' Cup and providing the backbone of England's successful World Cup-winning side.


That style has continued to evolve over the years, and the name of West Ham is synonymous with open, attacking football. It doesn't always show itself in results, but it is pretty to watch for those who prefer aesthetics. Greenwood died at the grand old age of 84 in 2006, but his life's work still breathes. One of the most adherent of disciples, Tony Carr, is still preaching the Greenwood philosophy six decades on.

Carr, 58, is now the godfather of Green Street, the man who has nurtured the talent emerging from West Ham’s youth academy over the past 35 years. Born in Bow and a lifelong fan he joined West Ham as a 15-year-old apprentice in 1966, polishing the boots of the three returning World Cup heroes. But competition was fierce and the young centre-forward found himself looking for a new club just four years later, ending up at then non-league Barnet. He admits that he did not have the ability to play at the highest level and a broken leg left him considering his future in the game.

"I just didn't have what it takes to be a West Ham player, it's as simple as that," muses Carr. "But I'd been a Hammers fan all my life – one of my earliest memories is gazing in wonderment at the glow of the floodlights from our council estate in Bow – so when John Lyall rang up to ask if I fancied doing a bit of coaching, it was lovely to be given the chance to come `home'. He said 'I heard you broke your leg, what are you doing?'. I said I wasn't doing anything at the moment and he asked me to come and do a little bit of coaching. There was an opportunity of a part-time job. I went for a chat and I took the job on a part-time basis, which was as assistant then to the youth coach, Ronnie Boyce. That was in 1973 and I've been here ever since."

It proved to be an inspired decision by Lyall. The job became full-time in 1980 and Carr's dedication has helped mould some of the greatest players ever to pull on the claret and blue. Of the recent players to have emerged from the self-styled Academy are Rio Ferdinand, Frank Lampard, Joe Cole, Jermain Defoe, Glen Johnson and Michael Carrick, England internationals all. They say that if West Ham had managed to keep them, they and not Manchester United or Chelsea would be Premier League champions, and at a fraction of the cost; that if you could bottle what Carr knows about football, you would make a fortune.

To a certain extent, Carr did bottle it by producing How To Coach A Soccer Team, subtitled 'Professional advice on building a winning team'. It is a veritable coaching bible; a distillation into 144 pages of more than 30 years' worth of practical knowledge gained on the playing fields of metropolitan Essex, a welter of drills and tips for coaches on how to get the best out of players at all levels. Diagrams, photographs and a simple narrative break the game down into bit-sized chunks that can be integrated into match play. There is even a diagnostic section where common failings are analysed and suggestions offered.

Among many common sense pieces of advice, Carr stresses the "importance of constant practice of the basic skills and techniques of the game by players, no matter how experienced they are - repetition becomes permanent". Rio Ferdinand endorses the approach: "Tony was always brilliant at reducing the game to its vital components - movement, control, passing - and designing drills and games that would hone each of them. It was always both demanding and fun."

Although he is far too modest to admit it, as a polisher of youthful diamonds Carr may be the most influential coach in the land. "No way is it all down to me," he claims. "It's very difficult to say why we've been so successful in youth terms; I suppose it's down to a number of factors but, most importantly, our recruitment area of east London and Essex is really fertile. Also, Upton Park was known as `the academy of football' right back to the days of Bobby Moore – and long before academies became commonplace – so youngsters know they'll be given an opportunity, no matter what age they are. The key is finding the talent – and we always had an outstanding recruitment officer in Jimmy Hampson – then, having found them, nurturing them and giving them the chance when the time is right."

Yet Carr is not resting on his laurels because he knows the work he and his staff do is of incalculable benefit to the club, especially in the economic climate. "You can get mugged with young players – some just don't develop for whatever reason – but you can usually tell when a lad has that something out of the ordinary. Tony Cottee and Jermain Defoe were scoring goals as 10-year-olds, while Rio Ferdinand was a fantastic athlete in the centre of midfield. We only converted him to centre-back when he became a full-time professional."

Freddie Sears, James Tomkins and Jack Collison are the latest academy graduates to make an impression on the first-team squad but Carr is determined to keep the conveyor-belt of talent turning. "We impose a target on ourselves to produce one player every year good enough to go into the first team squad," he says. "Not just signing as a pro but good enough for the squad. That’s a minimum requirement. You’re not going to produce players every year, but if you’ve got five, six, seven or more in the last five years then job done. You might have two years when no-one comes through, but in other years you have two or three. Last year we had three making their debuts – Jack, Freddie and James."

Carr, now 58, has nurtured the fledgling careers of a dizzying array of talent since those salad days of the early seventies, so does anyone really stand out? "There are many players for different reasons," he posits. "When we first spotted Joe Cole it was obvious he had unbelievable talent. But even at that age you can never say this player’s going to play for England or our first team. It’s a gradual process and you never really know if they’re good enough until you put them in the first team, that’s the bottom line. What we do year-on-year is make a judgment using our past experience, assess each individual and see if he’s got what it takes to be a top player – if he’s got the talent and impact in the game."

Glen Johnson is a good example, thinks Carr. "He came here as a centre-forward aged 10, played on the right wing, then centre-back and ended up at right-back in the first team where he made an immediate impact. Now he’s playing for England." Johnson was sold after the Irons’ relegation in 2003, along with Cole, Jermain Defoe and Michael Carrick. Selling academy players swells the club’s coffers, but Carr admitted he would prefer them to stay. Like most West Ham supporters he is all too aware of how the stream of talent he has helped produce has moved on to pastures new and it is only natural to think 'what if...? "Yes. We've often sat around the dinner table with friends and family and said 'If those players were playing for you now, think about that. It's a nice dream over a glass of wine but it was never going to be a reality. I have to be a realist and accept market forces dictate, such as the fire sale we had to have when we got relegated," he reflects.

Carr understands there may come a point when a player has to move on. "If we’ve had good service from him and we end up getting a fair transfer fee for him the fans should accept it’s part and parcel of the game," he says. "It’s up to the youth academy to find the next one. It opens the door for someone else so you mustn’t get too sentimental. I’m a West Ham supporter and always have been, so I’m disappointed in that respect, but I have to put my director’s hat on and say that’s the name of the game. It is sad when you see them move on. You’re not going to get a Bobby Moore or a Trevor Brooking that sign at 16 and stay to 32. That’s not going to happen now or it’s going to be very rare. The ultimate success is they play 500 games for the first team and you sell them for £10million or you win the Champions League. But in terms of getting them in the team and getting a financial return the academy’s given good value."

One aspect Carr would like to see is the replacement of the reserve league with an under-21 league, giving clubs the chance to hang on to late developers. "There are too many people within football who want to discard people too quickly today," notes Carr. "We should keep them until they’re 21, because some people develop late. Not everyone is like Joe Cole, going straight into the team at 17. An under-21 league in place of the reserve league would be great because we may unearth a player later in the system we may have discarded at 18. It may never happen. If there’s a big enough ground-swell from the clubs it’ll happen, but if the clubs don’t want it it’ll not happen."

One player who did slip through the net was England skipper John Terry, who spent five years at the Hammers' academy before heading west to link up with Chelsea at the age of 14. His decision to move still baffles Carr. "You'll have to ask John [about] that," he smiles. "I've never really found out the reason why. I think Chelsea lured him and he felt perhaps a change is what he wanted. You'll have to ask him and his parents because I really don't know the exact reason. I still bump into John now and again and he's still John from east London. He's still the same guy. There's no animosity there. I'm pleased for him. He's done fantastic. He's a great player, a great servant for Chelsea and for England."

Terry is not alone, Kieran Richardson, Jloyd Samuel, Freddy Eastwood, Jimmy Bullard all fell through the Upton Park cracks for varying reasons. Yet Carr is determined to keep unearthing the best young talent for a few more years to come, whether they become international players or not. "I'm still enjoying it. From the day I walked in here I've loved it because every year is different. Every year I have a different squad and every year I have to develop different players. The strategy remains the same but it's just a matter of getting your next group of players to emulate the group who've gone before, so the challenge is always there."

And Carr is certain new manager Gianfranco Zola will be keen for the academy to continue producing top-quality players for the first team. "He's been quoted that he's a great believer in youth development and the academies so I'm sure the relationship with Gianfranco, like it's been with all the other managers I've worked under, will give me the same support at the Academy as all the others did," states Carr. "The club is steeped in that tradition and in my opinion it would be a fool that would try and change that. We have to tinker and change and we have to go with the way the game develops."

One of those developments is likely to be an increase in the number of overseas players finding their way to the Hammers academy. Hungarian teenager Balint Bajner and Holmar Orn Eyjolffson from Iceland are already starring for the youth team and more are likely to follow. It's something Carr accepts as part of the modern game, particularly considering the example of Arsenal, whose success is based on cherry-picking the best young talent in Europe. "There are more foreign young players in the game than there ever was," said Carr. "We won't ever say no to that, and we have brought in one or two young foreign players just to see how we can develop them. But there's nothing like bringing your own through from home. Bringing a kid in at nine or 10 and nurturing him right through like Freddie Sears last year. I remember him coming here as a nine-year-old, a little tiny tot, and to see him score that goal against Blackburn in the Premier League and now establish himself as a good squad member, that's a fantastic pleasure."

There's a strong case for saying Carr is a major influence on England's bid to make South Africa in 2010, although he naturally plays down his role. When the national side runs out to play their World Cup qualifiers he is one man who can perhaps feel prouder than most when he sees Frank Lampard, Rio Ferdinand and Jermain Defoe all prominent in England colours, as well as variously Joe Cole, Glen Johnson and Michael Carrick. "I wouldn't like to take the credit for it," he says. "West Ham's youth academy has in some respects produced half the England team, and we take great pleasure in that, especially as the previous youth academy produced the Moore, Hurst, Peters era. We've got a fantastic tradition and I'm just lucky enough to have been in it this long to carry on that tradition, which is what our club's all about."

There's been some great individuals along the way, like Paul Ince and Tony Cottee, but that little crop that came through - Frank and Rio, Joe Cole and Michael Carrick, then Glen Johnson and Jermain Defoe - are the crux of the England team and you could say they are the best crop [we've had through] because they are that close together. Those six alone are enough to be proud of and I follow all their careers."

So Should England return from South Africa in possession of the World Cup next year, you can expect to hear Garnett's voice reminding the nation, in his own inimitable fashion, that Frank Lampard, Joe Cole, John Terry and Sol Campbell all began their careers as schoolboys in London's East End, as did fellow-England internationals who, for one reason or another, were left behind: Rio Ferdinand, Jermain Defoe, Glen Johnson and Michael Carrick. Even David Beckham is recorded as having made a few appearances for the West Ham youth team before being snaffled away by Sir Alex Ferguson."

For a club like ours, I think we can feel rightly proud that we've produced so many England players over the years," says Carr. "It's fantastic that such a large number of the squad have a West Ham connection but, to be honest, I can't remember Beckham ever being with us. I've heard the stories that he played once or twice but I was probably involved with another age group at the time. When I watched Rio, Frank, Joe and Michael all walk out of the ground to join their first England camps, I felt immensely proud for them as people. With Jermain and Glen it was slightly different because they'd moved on to Tottenham and Chelsea by the time they won their caps, so I had to congratulate them by phone. Everyone at the club knew they were all very special young players, but we were obviously biased so it's nice when the England coach shares your opinion."

Since 1973 six managers of the first team squad have come and gone, but Tony Carr remains at his post developing the players of tomorrow. He faithfully begins his work anew every July, when he casts his unerring expert eye over the latest intake in the hope of finding another Bobby Moore in his midst. "That's the really exciting thing about this job, that you start out every new season in the hope of uncovering a little nugget. There's another Frank Lampard out there somewhere and our task is to find him, teach him to take his first steps in football, then sit back and watch him run…" And with that, the lineage conceived at Wembley in 1953 is still alive and kicking.

Originally posted by Trilby, Just Like Me Dreams, 19 February 2009

Wednesday, 18 February 2009

HANSE DER WOCHE: Eduardo da Silva

In der Rubrik "HANSE DER WOCHE" wird regelmäßig ein Akteur aus der weiten Welt des Fußballs vor den Vorhang gebeten und vom RAPIDHAMMER der Akklamation durch die werte Leserschaft empfohlen.

Nach längerer Pause drängt es den RAPIDHAMMER, wieder einmal den Titel eines "Hanse der Woche" zu vergeben.
Der Geehrte ist diesmal der kroatisch-brasilianische Arsenal-Stürmer Eduardo da Silva, der vergangenen Montag beim FA Cup-Replay der vierten Runde gegen Cardiff ein Traum-Comeback feierte.
Mit zwei Toren in seinem ersten Spiel knapp ein Jahr nach dem Horror-Tackling von Birmingham-Verteidiger Martin Taylor, bei dem Eduardo zwei Tage vor seinem 25. Geburtstag einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitt, feierte der hochveranlagte Angreifer ein glanzvolles Comeback.
Die Attacke am 23. Februar 2008 - schon in der 3. Minute des Premier League-Spiels von Arsenal gegen Birmingham - schockte Fußball-Fans auf dem ganzen Globus (siehe -> hier!). Arsenal-Coach Arsene Wenger forderte in seiner ersten Reaktion sogar eine lebenslange Sperre für Übeltäter Taylor. Eduardos Karriere hing an einem seidenen Faden.
Nun titelten die Medien in Kroatien, wo der gebürtige Brasilianer seit seinem 16. Lebensjahr bei Dinamo Zagreb spielte, bevor er 2007 zu Arsenal wechselte, und wo er als Nationalteam-Kicker größte Verehrung genießt: "Der König ist zurück".
Und nun erzielte der wegen seiner schweren Verletzung bei der EURO ausgefallene Stürmer beim 4:0 im FA-Cup-Wiederholungsspiel gegen Cardiff City zwei Treffer. "Es war der schönste Tag in meinem Leben. Es war sehr einzigartig, wieder zu treffen. Ich hatte Tränen in den Augen", gestand der nach 358 Tagen Verletzungspause zurückgekehrte Stürmer.
Das britische Boulevardblatt "The Sun" titelte nach dem Comeback: "Die Geschichte Eduardos verdient einen Hollywoodfilm."
Auch Arsenal-Coach Arsene Wenger war voll des Lobes für den 25 Jahre alten Angreifer. "Eduardo musste zahlreiche Frusterlebnisse verarbeiten. Doch man sieht, er wollte immer mehr. Und mich wundert sein tolles Comeback nicht. Dieser Kerl ist klein, hat jedoch die mentale Stärke eines Berges", sagte der Franzose und fügte hinzu: "Ich bin sehr froh, ihn wieder im Team zu haben. Er bietet uns viele Möglichkeiten."
Nach seinem ersten Treffer küsste Eduardo seinen Ehering, nach dem zweiten Treffer per Elfmeter lief er jubelnd zu Arsenals Physiotherapeut Tony Colbert. Arsene Wenger: "Tony war in letzter Zeit häufiger mit ihm zusammen als mit seiner eigenen Frau, und er hat diese Umarmung verdient."
Eduardo ist zu wünschen, dass er den Physiotherapeuten nun weniger häufig sehen muss und seine Gesundung von Dauer ist. Schon wird aber berichtet, dass der Kroate aufgrund einer Oberschenkelzerrung ("ham string") - erlitten im Spiel gegen Cardiff - nun für zwei Wochen ausfällt.
Ein Muster, das mir leider bekannt vorkommt: Eduardos Schicksalsgenosse, West Hams Kieron Dyer (30), der sich schon am 28. August 2007 ebenfalls einen Schien- und Wadenbeinbruch zuzog, ist ebenfalls kurz nach seinem Comeback im Jänner '09 wiederum verletzt ausgefallen. Bei Dyer hieß es zunächst nach knapp einem Jahr, er stehe kurz davor, in die Mannschaft zurückzukommen. Bei ihm dauerte es aber dann noch bis 3. Jänner 2009, bevor er im FA Cup gegen Barnsley sein Comeback feierte (siehe -> hier). Nach einem darauf folgenden Kurzauftritt gegen Fulham zwei Wochen später verletzte der Mittelfeldspieler sich dann wieder im Training. Die Verletztenliste von Physioroom.com vermerkt bei Kieron Dyer "hip/thigh injury" und "no return date".
Es gehört viel dazu, nach einer solchen Horrorverletzung wieder zurückzukommen - und dann noch so erfolgreich wie Eduardo mit zwei Toren! Nicht umsonst pries Arsenal-Coach Arsene Wenger Eduardos mentale Stärke und fügte hinzu: "I've been in the job for a long time and seen a few players not come back from similar injuries." Ich wünsche dem Arsenal-Forward, von dem sein Trainer sagte, er habe gegen Cardiff "with the handbrake off" gespielt, dass er bald wieder fit wird und weiterhin erfolgreich ist.
Für Kieron Dyer, West Hams aktuelle Nummer 7, hoffe ich ich, dass auch er bald wieder ganz gesund ist. Sobald er sein erstes Tor schießt, kriegt auch er den Titel "Hanse der Woche" verliehen. Versprochen!

Tuesday, 17 February 2009

Oh wie war (wär) das schön!

Stimberg Hammer hat sich auf seiner neuen Hammers Website der Cup-Triumphe von West Ham United angenommen. Drei Mal durften die Hammers bisher den Pokal samt Deckel - ich wundere mich, dass Letzterer nicht regelmäßig irgendwo verschwindet! - auf der Ehrentribüne von Wembley übernehmen: 1964, 1975 und 1980.
Hier ein Video vom letzten FA Cup-Sieg 1980 - Torschütze Trevor Brooking:



Mein Gott, ist das schön!
Und bei Stimberg Hammer kann man auch ein Video von der Feier 1980 in Newham sehen (-> hier klicken!).

Heuer müsste man 1) Middlesbrough auswärts, 2) Everton (auswärts) und 3) den noch unbekannten Gegner im Semifinale besiegen, um ins Finale zu kommen.
Übrigens, folgende Parallelen zum erfolgreichen "cup run" 2006 fielen mir auf: Auch damals musste man in der 5th round proper ins replay - damals gegen Bolton (0:0 auswärts im ersten Spiel, 2:1-Sieg im Rückspiel). Und man spielte in dieser Saison auf dem Weg ins Finale gegen Middlesbrough (1:0 im Semifinale im Villa Park).
Und auch eine Parallele zu 1980 gibt es: Wie heuer stand auf der "road to Wembley" Everton im Wege. Im April 1980 bogen die Hammers den Gegner im Semifinale nach einem 1:1 zu Hause im Replay nur vier Tage später auswärts mit 2:1!
Wenn das (alles) kein gutes Omen ist!

2009, May 30th - Wembley Stadium: Mein Gott, wie wär das schön!

Sunday, 15 February 2009

Everton away: schweres Los für West Ham im Cup-Viertelfinale

Blackburn Rovers or Coventry City v Chelsea
Swansea City or Fulham v Manchester United
Cardiff City or Arsenal or Burnley v Sheffield United or Hull City
Everton v West Ham United or Middlesbrough (replay 24 Feb 2009, 20:00 GMT)

Update: Replay Boro vs West Ham - Wednesday, 25 Feb 2009, 20:10 GMT (live ITV)

Wo sind die Stürmer?

Neo-Teamspieler Carlton Cole (Bild) hat sich am Knöchel verletzt gegen Middlesbrough. Immerhin: "The early signs are that the injury is not too serious" (-> West Ham official site).
Dean Ashton wurde noch einmal am Knöchel operiert und ist in dieser Saison sicher nicht mehr dabei (siehe -> hier).
David di Michele und Diego Tristan sind nicht wirklich gut genug für die Premier League und Freddie Sears wohl noch zu jung, um ein Verantwortungsträger in West Hams "strike force" zu sein.
Luis Boa Morte wird in der "squad list" auch unter den "strikers" geführt. Naja. Außerdem hat er auch er sich gegen Middlesbrough verletzt.
Bleibt Savio, der aber wohl eher ein offensiver Mittelfeldspieler als ein echter Goalgetter ist.
Hab ich wen vergessen?
Ja, Zavon Hines. Wird das Kraut heuer auch nicht mehr fett machen.
Wie sagte Floyd vor ein paar Wochen in einem Kommentar auf dieser Seite? "Wer braucht Bellamy? Wir."
Wenn West Ham seinen "cup run" fortsetzen möchte (Replay gegen Boro Dienstag in einer Woche; Auslosung des Viertelfinales heute, Sonntag, nachmittags), muss einer von den Burschen anfangen, regelmäßig zu treffen. Und Carlton Cole muss schnell wieder gesund werden. Denn auch wenn er ein ganz anderer Typ von Forward ist, als ein Dean Ashton oder früher mal ein Hans Krankl: er hat seine Qualitäten.