Rapid Hammer

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RAPIDHAMMER

Monday, 7 April 2008

Keine zweite "Rückkehr" für Jermain Defoe

West Ham v Portsmouth, Tue 8 April 2008, 19:45 (BST)
Portsmouth's former West Ham striker Jermain Defoe will miss the chance to play a second time this season at Upton Park against his old club on Tuesday night. The striker who had played for the Hammers until 2004 would have had to prove something against his former club: when Defoe returned to the Boleyn Ground with Tottenham back in November he could have scored the winner, but Robert Green saved his penalty late in the game (1-1; right).
But Defoe was told on Monday his grandmother had died and was due to fly out to the Caribbean to attend the funeral. Defoe, scorer of eight goals since his £7.5million transfer from Tottenham, also missed Pompey's FA Cup semi-final triumph over West Brom because he played for Spurs in an earlier round.
Pompey manager Harry Redknapp said: "Jermain was close to his grandmother and he is going as soon as he can."
Kanu, who scored the semi-final winner against Albion, is being rested for the West Ham match, providing David Nugent with an opportunity to stake a claim for a place in Redknapp's team for next month's final.
Nugent, a £7million signing from Preston, is still looking for his first league goal for Pompey and will partner Milan Baros in attack.
Redknapp will again be without right midfielder John Utaka because of a hamstring injury so Papa Bouba Diop deputises once more.
Defender Hermann Hreidarsson could make way for Lauren while he rests an Achilles. Linvoy Primus (knee) and Noe Pamarot (ankle) remain sidelined. (Eurosport)
West Ham's Freddie Sears and Bobby Zamora are training again after missing the trip to Sunderland last time out.
George McCartney and John Pantsil, who were injured in that game, are also training. Freddie Ljungberg is out but his hamstring is not as bad as feared. (BBC)
West Ham boss Alan Curbishley:
"We have got six games left with four at home.
"We have had a bit of a break. It's amazing that we haven't played but find ourselves in the position we are in and we have got to take advantage of it.
"We have got to get a result and we will put some pressure on Manchester City if we can do that."

Wochenend-Flug nach Italien

Keine schlechte Idee, so ein Weekend am Gardasee und Umgebung. Ein Wochenend-Trip nach Italien ist in einem kalten April mit Schneefall genau das Richtige, nicht wahr - noch dazu, wenn man sich in Italien drei Fußballspiele ansehen kann.
Wenn der Reisende aber Alan Curbishley heißt und Manager eines englischen Premier League-Klubs ist, wird in so eine Reise allerdings einiges hinein gedeutet.
Am spielfreien Wochenende flog der West Ham-Coach nach Brescia in Norditalien (westlich vom Gardasee an der Autobahn nach Mailand), um sich mit dem künftigen Sportdirektor Gianluca Nani, derzeit noch in Diensten des dortigen Serie B-Vereins, zu treffen.
Er sah auch das 0:0 von Brescia gegen Bari und zwei weitere Matches. "I got to see players who could be on our shopping list," erzählte Curbishley nach seiner Rückkehr. Der Hauptzweck der Reise sei aber das Gespräch mit Nani gewesen.
Die englische Presse bringt West Ham mittlerweile beinahe täglich mit neuen italienischen Spielern in Verbindung - kein Wunder, wenn ein Italiener ab dem Sommer Sportdirektor bei den Londonern wird und Curbs sich drei Spiele im sonnigen Süden ansieht.
Welche beiden Partien der West Ham-Manager wohl noch gesehen hat? (Daraus könnte man vielleicht Schlüsse ziehen, wer die "transfer targets" sind.)
Aber auch im KUMB-Forum hat leider keiner eine Idee...

Schnee im April

Nicht nur in Wien ist es heute, Montag, saukalt. In Westösterreich ist Schneefall angesagt und sogar in England schneit es.
Schon gestern mussten die Premier League-Kicker im nördlichen England, sowohl in Middlesbrough (2:2 gegen ManU) als auch in Liverpool bei Schneefall spielen.
Schneeflocken senkten sich also auf Roy Carrolls Haupt, als Absteiger Derby gegen Everton das 0:1 kassierte (oben: BBC-Foto von Everton - Derby County 1:0). Es war Gegentor Nr. 68 in der laufenden Saison für Derby, aber immerhin erst das 17. Tor, das Ex-Hammer Roy Carroll - seit Februar bei den "Rams" - hinnehmen musste.
Weniger Goals, als Carroll in gut zwei Monaten kassierte, hat Derby bisher geschossen. 16:68 lautet das Torverhältnis, ein einziger Sieg gelang bisher im Pride Park: 1:0 gegen Newcastle am 17. September 2007.
Derby in der Premier League - bald "Schnee von gestern".

Schnee von heute soll es auch am Montag wieder geben - sogar in London.

Sunday, 6 April 2008

FA Cup-Finale mit einigen Ex-Hammers

Der "Finalist der Herzen", der FC Barnsley, hat es leider nicht geschafft.
Den "Kötern" gelang nach zwei Sensationssiegen gegen Liverpool und Chelsea am Sonntag Nachmittag in Wembley kein Tor und so bedeutete Joe Ledleys Treffer in der 9. Minute für Cardiff den Einzug ins FA Cup-Finale mit 1:0.

Damit spielt am 17. Mai Blau gegen Blau, Bluebirds gegen Pompey: der walisische Klub Cardiff und der FC Portsmouth spielen um den traditionsreichen englischen Pokal.
Für den sentimentalen Anhänger von West Ham United gibt es zwei Jahre nach dem Sensations-Durchmarsch der Hammers ins Cupfinale 2006 (3:3 n.V. gegen Liverpool; 1:3 im Elferschießen) immerhin eine paar ehemalige Upton Park-Heroes, die beim zweiten Cup-Endspiel im neuen Wembley Stadion dabei sein werden:
Harry Redknapp, West Ham-Spieler (1965-1972) und langjähriger Trainer (1994-2001), sowie Tormann David James (2001-2004) und Stürmer Jermain Defoe (1999-2004) sind jetzt bei Portsmouth. Letzterer wird allerdings im Finale nicht antreten können. Er ist "cup-tied", weil er schon mit seinem früheren Klub Tottenham im heurigen FA Cup spielte. Dafür spielt mit Verteidiger Glen Johnson ein weiterer Kicker aus der West Ham-Akademie, der in der Saison 2002/03 auch im "first team" der Hammers stand, bei Pompey.
Auch bei Cardiff City ist ein ehemaliger United-Spieler dabei. Einer der Veteranen des Championship-Klubs heißt Trevor Sinclair. Er wurde in diesem Weblog vor nicht allzu langer Zeit gewürdigt, denn er war es, der im November 1999 das Siegestor beim vorletzten Heimsieg der Hammers über Liverpool erzielte. Auf die besagte Liverpool-Vorschau folgte dann der jüngste 1:0-Heimsieg gegen die "Reds" am 30.1.2008 (Torschütze: Mark Noble [Penalty]). Sinclair spielte als Flügel von 1998-2003 für die Hammers und erzielte in 177 Ligaspielen 37 Tore.

FA Cup Semifinale

Portsmouth mit Ex-Hammers Manager Harry Redknapp ist durch: ein knapper 1:0-Sieg gegen West Bromwich, das ebenbürtige Team aus der Championship (2. Liga), reichte Pompey im ersten der beiden Semifinalspiele in Wembley, um das Ticket für das FA Cup-Finale zu buchen. Das entscheidende Tor zum ersten Finale der Blauen seit 69 Jahren erzielte Kanu, der frühere West-Brom-Stürmer (Bild rechts).

Heute Sonntag spielen um 17:00 (MEZ) Cardiff und Barnsley um den zweiten Finalplatz (BBC-Matchvorschau: hier klicken!).

Barnsley ist den Fußballfans im deutschsprachigen Raum durch das herrliche Buch "Der Traumhüter" ans Herz gewachsen.
Der aktuelle "Traumhüter" Luke Steele, den der FC Barnsley von West Brom bis zum Saisonfinale ausleihen konnte, wird heute dabei sein können, nachdem es vor ein paar Wochen noch Probleme um die Verlängerung seines Leihvertrages gegeben hatte.
Dass Barnsley durch schlechte Resultate in die Abstiegszone der Championship gerutscht ist, macht die Aufgabe von Barnsley-Manager Simon Davey gegen Cardiff, das noch Chancen auf das Aufstiegs-Playoff hat, sicher nicht leichter. Aber der FC Barnsley hat ja auch bisher schon als Außenseiter gegen Chelsea (1:0) und Liverpool (2:1) gewonnen.
In ihren neuen Anzügen von Marks & Spencer (Bild rechts und hier) werden die "Reds", die auch den wenig schmeichelhaften Spitznamen "The Tykes" (die Köter) führen, heute zunächst ehrfürchtig über den Rasen von Wembley schreiten, um dann später in den speziell für das Semifinale gesponserten roten Dressen zu versuchen, die Bluebirds aus Cardiff zu überflügeln.
Termin für das Finale in Wembley: 17. Mai 2008.

Saturday, 5 April 2008

»Null Acht« - Die Nummer Eins in Wien

Finalsieg für neues Sportmagazin beim Wiener Journalisten-Fußballturnier

Beim Journalisten-Fußballturnier am Samstag auf der Kaiserwiese vor dem Riesenrad – veranstaltet vom Branchenmagazin »Der österreichische Journalist« – fand sich die Crème de la Crème des österreichischen Sportjournalismus ein. Es reichte schlussendlich für insgesamt fünf Mannschaften.
Das Team von »Null Acht«, dessen Redaktion auch der Autor des RAPIDHAMMER angehört, konnte sich bei diesem Kleinfeldturnier nach drei Siegen und einer Niederlage (Torverhältnis 12:3) in der Tabelle an erster Stelle positionieren.
Das anschließende Finale der beiden besten Teams, »Null Acht« und »Datum«, war an Dramatik kaum zu überbieten:
Nach einem 2:3-Rückstand lag »Null Acht« kurz vor Spielende mit 4:3 in Führung. Die Kollegen von »Datum« glichen aber in der hektischen Schlussphase noch zum 4:4 aus.
In der anschließenden Verlängerung schafften die Burschen von Österreichs neuem Magazin für Fußball und Sport dann das »Golden Goal« - und »Null Acht« siegte mit 5:4.

Die siegreiche Mannschaft von »Null Acht« (links und unten):
Matthias, Jürgen, Joachim, Philipp und Alois
mit Stephanie und "RapidHammer".

Alle Ergebnisse und die Endtabelle:
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Hallo - Platzverweis 2:3
Datum - Null Acht 0:4
Ballesterer - Platzverweis 1:2
Hallo - Null Acht 0:5
Platzverweis - Datum 1:2
Hallo - Ballesterer 1:1
Ballesterer - Null Acht 2:1
Datum - Hallo 3:1
Null Acht - Platzverweis 2:1
Datum - Ballesterer 1:1
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Abschlusstabelle
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Null Acht 4 3 0 1 12:3 9
Datum 4 2 1 1 6:7 7
Platzverweis 4 2 0 2 7:7 6
Ballesterer 4 1 2 1 5:5 5
Hallo 4 0 1 3 4:12 1
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Finale
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Null Acht - Datum 5:4 (n.V.)
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Thursday, 3 April 2008

Kein englischer Sieg am Champions League-Mittwoch

Anders als bei den Nationalmannschaften haben die englischen Klubs in Europa bekanntlich die Nase vorn: vier Vertreter im Viertelfinale der Champions League.
Dass es trotzdem Spieltage geben kann, an denen auf der Insel kein Sieg zu bejubeln ist, zeigte der gestrige Mittwoch. Chelsea verlor gegen Galatasaray in Istanbul 1:2 und Arsenal und Liverpool trennten sich 1:1 unentschieden. Insgesamt also nur ein voller Erfolg für die Premier League-Vereine im "first leg" der vorletzten CL-Runde: ManU siegte bei AS Roma (ohne den verletzten Totti) am Dienstag 2:0.

Wer den Schaden hat

... braucht für den Spott (oder den Werbegag) nicht zu sorgen:

Tuesday, 1 April 2008

Gratulation an Manchester United

2:0-Auswärtssieg in Rom. Torschützen die "üblichen Verdächtigen" (Ronaldo 39, Rooney 66; Tévez kam erst in der 84. Minute für Rooney). Das war wohl schon das Semifinale - und zwar gegen Barcelona (1:0-Sieg "auf Schalke"; Torschütze Bojan Krkic, 17 [=Alter, nicht Minute!]).
Könnte wirklich "ManU's Jahr" werden.

Freddie In, Freddie Out

Die aktuellen Krankenstände bei West Ham United
Da der FC Portsmouth, nächster Gegner von West Ham United, am Samstag (13:15 MEZ) - als einziger Premier League-Klub - im FA Cup engagiert ist, findet das nächste Heimspiel der Hammers erst am Dienstag-Abend (9. April, 20:45 MEZ) statt.
Dass diese Partie als letzter Dienstagtermin der Saison "under the lights of the Boleyn" gespielt wird, könnte die chronischen Aufstellungssorgen von Manager Alan Curbishley ein wenig mindern. Der Trainer meinte, dass Freddie Sears fit genug sein sollte, um gegen Portsmouth wieder das Trikot mit der Nummer 40 tragen zu können. Der 18-Jährige erzielte den "winner" gegen Blackburn und traf im Goodison Park gegen Everton die Stange, musste aber anschließend gegen Sunderland mit Leistenproblemen pausieren.

Dafür kam es für George McCartney (einen der Verlässlichsten bisher) und Freddie Ljungberg gegen Sunderland ziemlich dick: Beide mussten bekanntlich mit "hamstring injuries" w.o. geben. "Hamstring" - was das genau ist, ist Gegenstand von Diskussionen bei Englisch-Übersetzern. Es handelt sich um eine schlimme Oberschenkelzerrung, vielleicht auch einen Muskelfasereinriss, denn laut aktuellem Injury Table von Physioroom.com ist bei beiden Verletzten ein "return date" noch unbekannt. Das Trikot von "Freddie No. 7" wird daher wohl in dieser Saison nicht mehr aus dem Kleiderschrank genommen werden. Hoffentlich ist nicht sogar die EURO für den schwedischen Teamkapitän in Gefahr.

Bei Physioroom war West Ham ja die längste Zeit in dieser Saision Führender der "Verletzten-Tabelle" mit (meistens) einer ganzen Elf im Krankenbett. Nun versuchen die Hammers aber offenbar, auch eine Ersatzbank mit weiteren Maroden vollzukriegen: 15 (i.W. FÜNFZEHN) Spieler führt die aktuelle Aufstellung auf der Mediziner-Website.

Einzig Tröstliches dabei ist das angenommene "Rückkehrdatum" bei einigen Spielern:
John Pantsil (Gehirnerschütterung), der schon erwähnte Freddie Sears, aber auch Matthew Upson, Lee Bowyer, Danny Gabbidon und sogar Craig Bellamy werden als mit 8. April wieder fit geführt. Sogar der unglückliche Nigel Quashie (ja den gibt es auch noch!) wird unter diesem Datum genannt.

Ob alle diese Spieler tatsächlich schon im Kader für das Heimspiel am 8. April stehen werden, bezweifle ich. Vorsicht ist sicher angebracht, denn wer sich jetzt nochmals verletzt, kann die Saison, die immerhin noch 6 Spiele dauert, endgültig abschreiben. Zu den Klubs, die den Hammers in den verbleibenden Spielen den 10. Platz noch abjagen wollen, hat sich nach dem Erfolg gegenTottenham nun auch Newcastle gesellt. Kevin Keegan - nach neun sieglosen Spielen zuletzt zweimal erfolgreich - hat angekündigt, dass die Magpies nun ein "top ten finish" anpeilen würden. Newcastle liegt derzeit allerdings 9 Punkte hinter West Ham. Sehr optimistisch, King Kev...

Monday, 31 March 2008

Ist es ManU's Jahr?

"It is in Europe where United have it all to lose. For if this most talented United team do not win the Champions League final in the Luzhniki Stadium, Moscow, on May 21, they will have underachieved and Sir Alex Ferguson knows it. United are the best in Europe. This is their time, just as it was Barcelona’s two years ago, and they must make the most of it."

Martin Samuels in The Times über seinen absoluten Favoriten für den Sieg in der Champions League, die ManU das letzte Mal 1998/99 gewonnen hat
Morgen spielt Manchester United in Rom gegen AS Roma, ebenso wie im CL-Viertelfinale der letzten Saison (mit 1:2/7:1 setzte sich damals United durch) und auch schon in der Gruppenphase 2007.
Der Aufsteiger aus dem Viertelfinale spielt dann gegen den Gewinner aus Schalke/Barcelona*).
Wird es ManU's Jahr?
In der englischen Premier League sieht es ganz danach aus: Am Samstag demolierte man Aston Villa mit 4:0 (Ronaldo 17, Tevez 33, Rooney 53, 70) und führt die Tabelle mit 5 Punkten Vorsprung auf Chelsea (Sonntag 1:0 gegen Middlesbrough [Carvalho 6]) an. Dazu haben die "Red Devils" eine um +20 Tore bessere Tordifferenz als die "Blues".
In den englischen Cupbewerben war es bisher aber nicht "ManU's Jahr": im FA Cup machte man sich zwar im Achtelfinale noch eine Hetz mit Arsenal (4:0), verlor aber dann das Viertelfinale in Old Trafford gegen den FC Portsmouth 0:1. Im Ligacup war gar schon in der dritten Runde Schluss (0:2-Heimniederlage gegen Coventry).
Kein Zweifel, ManU spielt heuer toll: Mit Ronaldo, Rooney und Tévez haben sie ein torgefährliches Trio - auch wenn oft nur zwei von diesem "magischen Dreieck" spielen.
Doch die Champions League ist ein Cupbewerb, und in K.O.-Spielen haperte es heuer schon öfters bei den Red Devils. Auch gegen Olympique Lyon im Achtelfinale war's ziemlich knapp (1:1/1:0). Und ich glaube, AS Roma wird diesmal sicher schwerer zu knacken sein als im Vorjahr und in der Gruppenphase dieser Saison, in der ManU 1:0 und 1:1 gegen die Römer spielte. Immerhin hat der AS Roma im Achtelfinale Real Madrif (2 x 2:1) ausgeschaltet.
Ich weiß nicht so recht warum, aber diesmal glaube ich, werden es die Römer schaffen. Die von der UEFA für das Moskauer Finale gewählten Farben (siehe oben) passen ja auch zu gut zu den Giallo-Rossi!
Beinahe halte ich ihnen schon - trotz Insel-Verein und Carlos Tévez - die Daumen. Jedenfalls hoffe ich, dass Francesco Totti morgen spielen kann!

*) Das Hinspiel "auf Schalke" wird übrigens nicht im deutschen Free TV zu sehen sein. Die Partie am 1. April in Gelsenkirchen wird exklusiv vom Pay-TV-Sender und Rechteinhaber Premiere übertragen. Der Free-TV-Sender Sat.1, der laut Vertrag nur Mittwoch-Partien zeigen darf, ist am 2. April beim Spiel Fenerbahce Istanbul - FC Chelsea dabei.

Sunday, 30 March 2008

Thank you, King Kev!

T*ttenham 1-4 Newcastle
Newcastle gewinnt trotz 0:1-Rückstandes an der White Hart Lane und schafft damit erstmals zwei Siege hinter einander seit Dezember.
West Ham bleibt in der Tabelle 5 Punkte vor den Spurs.

Saturday, 29 March 2008

Sunderland 2 West Ham 1

West Ham: Green, Neill, Ferdinand, Spector, McCartney (45 Pantsil, 71 Tomkins ), Ljungberg (injured - ham string 87), Parker, Mullins, Noble, Cole (65 Solano ), Ashton.
Subs not used: Walker, Boa Morte

Goals: Ljungberg (18); Jones (29), Reid (96).

Highlights: Video here.

West Ham manager Alan Curbishley:
"I would have been delighted if we had taken a battling point. Once we scored we seem to back off.
"Then we lost one player after another after another and we were reduced to 10 men.
"The injury situation is chronic now.
"We have to regroup now but I can't tell you who I've got fit and available. Our injury situation has got worse."

Sunderland v West Ham Preview

Sunderland - ein Klub, der gegen den Abstieg kämpft, in den letzten Wochen aber einen ziemlichen Aufschwung erlebte. Roy Keane, der um markige Sprüche nicht verlegene Trainer mit dem (mindestens) Dreitage-Bart, konnte sich am letzten Wochenende sogar über einen 1:0-Auswärtssieg gegen Aston Villa freuen, den ersten Erfolg "on the road" in dieser Saison für seinen Klub.

3:1 am 21. Oktober 2007
Das erste Spiel in dieser Spielzeit gewann West Ham am Upton Park mit 3:1 - ein Ergebnis, das allerdings besser aussieht, als das Spiel war: In der 73. Minute war es noch 1:1 gestanden und Sunderland hatte durch den stets gefährlichen Kenwyne Jones sogar gute Chancen gehabt, in Führung zu gehen. Dann kamen Solano und Boa Morte ins Spiel. Der West Ham-Anhang sang "You don't know what you're doing", aber diesmal war es tatsächlich Boa Morte, der dem Spiel die entscheidende Wendung gab (man glaubt es kaum!): Zwei Assists brachte der Vielgescholtene zustande, einen auf Solano, der die Stange traf (worauf der zurückspringende Ball den Keeper auf dem Fuß erwischte und von dort ins Tor kullerte!), und den anderen auf Craig Bellamy, der ausnahmsweise in dieser Saison einmal spielte. Der kleine Waliser netzte ein und zeigte dem Anhang auf dem Bobby Moore Stand die gekreuzten Arme zum Zeichen des Jubels und der Verbundenheit. Wie schön!

Kenwyne Jones - "another Didier Drogba in the making"
Nun also geht es am Samstag um 16:00 (MEZ) ins "Stadium of Light", wo die "Black Cats" aus Sunderland zu Hause sind und der gefährliche Kenwyne Jones dürfte sich rechtzeitig von einer mysteriösen Virus-Erkrankung erholen, die seinen Einsatz in einem Ländermatch am Mittwoch für Trinidad & Tobago angeblich noch verhindert hatte.

Verletztenliste bei den Hammers
Bei West Ham hört man, dass Neo-Rakete Freddie Sears mit einer "groin injury" (Leistenverletzung) kämpfe - wäre ja ein Wunder gewesen, wenn es in dieser verletzungsgeneigten Saison einmal eine Woche gäbe, in der zumindest kein neuer Verletzter hinzukäme.
Da Matthew Upson möglicherweise noch immer rekonvaleszent ist, könnte der junge James Tomkins, der am Spieltag seinen 19. Geburtstag feiert, erneut zu einem Platz in der Verteidigung kommen. Bei seinem ersten Einsatz im englischen U19-Team konnte der Junge zur Wochenmitte sogar zwei Tore machen.
Mit dem Einsatz von Etherington, Bowyer oder Faubert rechne ich nicht, die scheinen noch immer nicht voll fit zu sein, während Bobby Zamora vielleicht wieder mal ein "run-out" bekommen könnte.

Angriff
Dean Ashtons Form wird hoffentlich weiter ansteigen, denn obwohl er nach seiner einjährigen Verletzungspause heuer noch nicht zur alten Form und Torgefährlichkeit zurückgefunden hat, ja meistens behäbig und desinteressiert wirkte, ist er dennoch West Hams gefährlichster Angreifer und top-scorer des Klubs mit sieben Toren.

Mittelfeld
Dass Scott Parker im Mittelfeld nun wieder regelmäßig spielen dürfte, freut mich. Mark Noble war für England-U21 über Bitte von Manager Curbishley diesmal nicht im Einsatz und sollte daher frisch genug für eine weitere gute Leistung - hoffentlich von Beginn an - sein. Und Freddie Ljungberg wird derzeit von Spiel zu Spiel stärker und dürfte als Berufsoptimist (er rechnet noch mit UEFA-Cup-Qualifizierung; bis vor Kurzem dachte er sogar an die Champions League) ein durchaus wichtiger Antreiber für das Team geworden sein.

Kapitän
Bei Lucas Neill, der wieder einen Captain's Blog geschrieben hat, muss man hoffen, dass seine weite Reise zum australischen Team (0:0 gegen China) ihn nicht zuviel Substanz gekostet hat.

Der Torhüter, ein EverGREEN
Wenn Robert Green, der für England gegen Frankreich 90 Minuten lang die Bank wärmte, während er für West Ham - als einziger Spieler - jede Minute in dieser Saison auf dem Platz gestanden ist, gut hält und die Mannschaft eine Leistung bringt wie gegen Everton, dann könnte etwas drin sein im "Stadium of Light". Es wäre der erste Auswärtssieg bei Sunderland seit fünf Jahren.

Die Tipps der "Sachverständigen":
Setanta: 1-1
Lawro (BBC): 2-1
Sky: 1-1

Sonst noch in der Premier League:
Die interessanteste Partie vom Wochenende ist sicher Liverpool gegen Everton am Sonntag (17:00 MEZ). Im Merseyside-Derby geht es um die Qualifikation für die Champions League. Everton liegt derzeit auf Platz 5, zwei Punkte hinter dem CL-Platz 4, den Liverpool besetzt.
Die weiteren Spiele:
Samstag:
Birmingham v Man City, 15:00 (alle weiteren Zeiten GMT)
Bolton v Arsenal, 15:00
Derby v Fulham, 15:00
Man Utd v Aston Villa, 17:15
Portsmouth v Wigan, 15:00
Reading v Blackburn, 15:00
Sonntag:
Chelsea v Middlesbrough, 13:30
Tottenham v Newcastle, 15:00

In Schottland steigt schon Samstag Mittag (13:30 MEZ) das Old Firm-Derby
Rangers v Celtic, bei dem Ex-Hammer Christian Dailly (gebrochene Zehe) für die Rangers fraglich ist. Die Rangers haben derzeit 3 Punkte Vorsprung und ein Spiel weniger als Celtic im Rennen um die schottische Meisterschaft.

Friday, 28 March 2008

Frank Hoffmann (Österreich): Wir werden Europameister!

Die Ergebnisse der beiden letzten Testspiele waren noch nicht ganz dazu angetan, den Optimismus von Sänger Frank Hoffmann und den Radioreportern Adi Niederkorn und Edi Finger jun. zu teilen. Aber Adi und Edi meinen: "Die größten Erfolge beginnen mit einem Traum!"
Wobei die Frage ist: Wovon träumt der bekannt manisch-depressive österreichische Fußballfan?

Nun haben Fußballfans die Gelegenheit, ihre Träume akustisch weiterzutragen und gemeinsam mit Hoffmann bei seinem rot-weiß-roten EM-Song "Wir werden Europameister" mitzusingen. Später werden die Gesangsdarbietungen auf einer CD verewigt. Jedermann kann bei der auf dem Video angegebenen österreichischen Telefonnummer anrufen und mitsingen! Na Bumm!

Der offizielle ÖFB-Song ist allerdings Christina Stürmers FIEBER (Video hier). Ob das Lied auch während der EURO in den Stadien erklingen wird, ist aber fraglich. Offizieller Song der UEFA ist nämlich nicht "Fieber", sondern "Feel the Rush" von Shaggy:


Freddie Ljungberg: "West Ham-Fans für Schweden!"

Schwedens Teamkapitän bleibt bei den Hammers
Freddie Ljungberg spielte am Mittwoch als Schwedens Kapitän 57 Minuten bei der 0:1-Niederlage gegen Brasilien in Arsenals Emirates Stadion. Auf West Hams Homepage lobte er schon vor diesem Spiel den schwedischen Anhang, meinte aber im Hinblick auf die EURO, es wäre nicht schlecht, wenn diesen in Österreich und der Schweiz noch ein paar West Ham-Anhänger verstärken könnten. Vielleicht könnte ich ihm diesen Wunsch sogar erfüllen...

Die Schweden spielen in Gruppe D mit Griechenland, Russland und Spanien. Am 10. Juni (20:45) starten sie in Salzburg mit dem Spiel gegen Titelverteidiger Griechenland, am 14. Juni (18:00) geht es in Innsbruck gegen Spanien und am 18. Juni (20:45) wieder in Innsbruck gegen Russland. "Rache für England" könnte da angesagt sein!

Die beiden Aufsteiger aus Gruppe D werden auf die Überlebenden der "Todesgruppe" C (Frankreich, Italien, Niederlande, Rumänien) treffen, wobei das Match Sieger Gruppe D/2. Gr.C in Wien am 22. Juni stattfindet, während 2.Gr.D/Sieger Gr.C schon einen Tag früher in Basel gespielt wird.

Sollte Schweden die Gruppe D gewinnen, hätte ich eine Chance, Freddies Mannen "live" zu unterstützen: für das Viertelfinale am 22. Juni habe ich zwei Karten!

Für alle künftigen Schweden-Fans hier die "Sveriges startelva mot Brasiliien"
Övre raden fr v: Olof Mellberg, Mikael Nilsson, Fredrik Stoor, Johan Elmander, Daniel Majstorovic, Andreas Isaksson. Nedre raden: Sebastian Larsson, Anders Svensson, Markus Rosenberg, Kim Källström, Fredrik Ljungberg.
Spekulationen in der englischen Presse, wonach die Hammers sich mit Saisonende von dem 1977 geborenen Mittelfeldspieler trennen könnten, hat Freddie Ljungberg mittlerweile in das Reich der Phantasie verwiesen. Als Grund waren ein geplantes Forcieren junger Spieler und
Sparmaßnahmen bei West Ham genannt worden. Ljungberg soll mit ca. £80,000 pro Woche immerhin einer der Topverdiener bei den Hammers sein.

Der Schwede freut sich jedoch schon auf die kommende Saison am Upton Park und geht davon aus, dass er eine wichtige Rolle in der Mannschaft spielen werde.

"Wir haben wirklich gut gearbeitet", meinte der Flügelspieler. "Ich bin letzten Monat sogar zum besten Spieler meiner Mannschaft gewählt worden, ich kann mich also nicht beklagen. Vielleicht werden uns einige verlassen, denn wir haben einen sehr großen Kader." Wenn neue Leute gebracht würden, müsse man sich von einigen Spielern trennen, aber was immer der Manager tue, um das Team besser zu machen, sei eine gute Sache.

"Als ich zu West Ham kam, sagte man mir, dass man willens sei, in den Aufbau einer großen Mannschaft zu investieren", erzählte Ljungberg. Auch wenn das heuer noch nicht ganz geklappt habe - die Hammers liegen auf dem 10. Platz der Premier League -, dieser Plan werde voraussichtlich im Sommer fortgesetzt werden: "Spend a bit and go a bit further on", wie Freddie sich ausdrückte.

Schließlich meinte der 30-jährige Midfielder, er hoffe immer noch auf eine Qualifikation für den UEFA Cup. Es wäre fantastisch für den Klub, Erfahrung in Europacup-Spielen zu sammeln.

"Ich glaube, wir müssen nach vorne schauen, und wenn wir spielen wie gegen Everton [1:1] - die sind Vierter oder Fünfter und wir hätten das Spiel gewinnen müssen -, dann können wir noch Besseres von unserer Mannschaft erwarten."

Wednesday, 26 March 2008

Ver-FLIX-t und zuge-TRIX-t: EM-Gastgeber kassieren acht Tore

Da ist den beiden EM-Maskottchen TRIX und FLIX wohl das Lachen vergangen: Die beiden Gastgeber der EURO verloren ihre Mittwoch-Freundschaftsspiele 0:4 (Schweiz - Deutschland) bzw. 3:4 (Österreich - Holland).
Wobei einem der österreichische Teamchef nun doch leid tun kann: Wieder einmal hatte er in Halbzeit 1 alles richtig gemacht, und diesmal konnten seine beherzt auftretenden "jungen Wilden" sogar ihre Torchancen verwerten - wenn auch mit gütiger Hilfe der niederländischen Verteidigung einschließlich ihres "dritten Goalies" Timmer. So stand es schon in der 35. Minute 3:0 für die Hausherren (Ivanschitz, Prödl 2), unfassbar!
Mit 3:1 (Huntelaar, 37.) ging es in die Pause, aber nach dieser verhieß schon die Ballbesitzstatistik mit 67% (Holland) zu 33% (Österreich) nichts Gutes.
Unser Team, in dem das Mittelfeld immer schwächer wurde, ließ sich allzu sehr hinten hineindrängen und die Oranjes zogen ein richtiges Powerplay auf. Schließlich waren es individuelle Fehler, die unter diesem Druck zwangsläufig passierten - Prödl haute am eigenen Fünfer über den Ball (2:3 Heitinga, 67.). Dann konnte Tormann Payer nach einer Pogatetz-Kerze den Ball nicht wegschlagen, Vennegoor of Hesselink köpfte ein (82.). Und was alle befürchtet hatten, passierte dann auch: aus einem 3:0 wurde ein 3:4: Huntelaar gewann im Strafraum den Zweikampf mit Prödl und schoss zum Endstand ein (87.).

Und was sagt der ÖFB?
"Niederlage, aber Österreich begeistert gegen die Niederlande - so bitter kann der Fußball sein."
In Wirklichkeit ist bitter, dass das österreichische Team maximal eine Stunde mithalten kann und die Spieler fehlen, die in kritischen Phasen den Ball halten und Ruhe hineinbringen können!
Christina Stürmers neuer EM-Song "FIEBER" passte am Mittwoch im Ernst Happel Stadion leider nur bis zur Pause: "Die Stimmung ist am Siedepunkt, das Thermometer explodiert". Was dann explodierte, war nur mehr das holländische Nationalteam.
Vielleicht kann uns künftig der eine oder andere Spieler helfen, der am Nachmittag mit der U21 gegen die Slowakei 1:0 gewonnen hat. Und ein Paul Scharner wäre in dieser Phase natürlich auch nicht schlecht gewesen!

ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger: "Die Enttäuschung ist natürlich groß, aber das Leben geht weiter. Wir müssen die positiven Dinge aus diesem Spiel mitnehmen. Wir haben erkannt, dass wir Fehler machen, wenn wir uns zu weit zurückfallen lassen und dem Gegner ermöglichen, Druck zu machen. Die Holländer haben die Klasse, diese Fehler eiskalt auszunützen.. Wir müssen lernen von den Besten und lernen aus den Fehlern. Leider spielen wir noch nicht über 90 Minuten gut!"

Liveticker (von "Ballverliebt Blog") zum Nachlesen: hier!

Weitere Ergebnisse vom Mittwoch:
Frankreich 1-0 England (Tor: Ribery, Penalty): "England suffered their first defeat under coach Fabio Capello with a disappointing performance in France." (BBC)
Schottland 1-1 Kroatien
Polen 0-3 USA
Luxemburg 0-2 Wales

Nordirland 4-1 Georgien
Portugal 1-2 Griechenland
Rumänien 3-0 Russland
Schweden 0-1 Brasilien

Kein Mitleid mit dem österreichischen Teamchef

Die Kommentare von Martin Blumenau (fm4) zum Zustand der österreichischen Nationalmannschaft und ihres Trainers "Happy Hicko" lese ich wirklich gerne. Und heute hat er in Bezug auf die von vielen Fans - zumindest den "Anglophilen" unter uns - herbeigewünschte Rückkehr von Paul Scharner ins Team wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen.
Man muss wissen, dass sich Teamchef Pepi Hickersberger (r.) am 9. März mit Paul Scharner in England getroffen hat und dabei - wegen des anwesenden ÖFB-Conditioning-Coaches Roger Spry in wahrscheinlich mostviertlerisch gefärbtem Englisch - verlauten ließ: "The door was closed and is now opening."
Dass Scharner im Teamkader für das heutige Holland-Spiel nicht dabei war, war nicht wirklich überraschend, hatte doch Hickersberger nach dem Gespräch über den ÖFB verlautbaren lassen, ein Comeback Scharners bei der EM sei unwahrscheinlich, sofern nicht "außergewöhnliche Umstände" einträten. Scharner als Option für einen "Plan B" sozusagen.
Nun fallen aber zwei Mann in Österreichs defensivem Mittelfeld aus. Rene Aufhauser (Red Bull Salzburg) fehlte schon im Kader, Martin Stranzl (Spartak Moskau), der diesmal aus der Innenverteidigung hätte vorgezogen werden sollen, musste am Montag verletzt ausscheiden. Wäre nicht gerade das die Situation, in der man ausprobieren könnte, ob ein Paul Scharner helfen kann (auch wenn er zuletzt bei Wigan ganz hinten und nicht im defensiven Mittelfeld spielte)?

Martin Blumenau:
"Oft hingegen habe ich wenig Verständnis, fast so gar kein Mitleid mit Josef Hickersberger, dem bereits angesprochenen Teamchef. Wenn er etwa nicht den Mut aufbringt, seinen Plan B fürs Holland-Spiel wirklich durchzuziehen.
Er wollte ja einen der beiden internationalen Defensiv-Allrounder von Europa-Klasse im zentralen Mittelfeld probieren (wo ihm der seit Monaten eh völlig danebene Aufhauser verletzt ausfällt). Martin Stranzl sollte diese vielleicht wichtigste zentrale Rolle des modernen Spiels (den Frings, den Gattuso, den Mascherano ...) ausfüllen - jetzt fällt er verletzt aus. Und der Plan B dieses Plan B, der vor ein paar Tagen wieder dezent ins Spiel gebrachte Paul Scharner, den traut sich Hicke jetzt (am Montag wusste er vom Stranzl-Ausfall) nicht ins Spiel zu bringen.
Man könnte sagen, dass das vorsichtig ist, weil Hicke Angst vor den Reaktionen von sensiblen Spielern wie Ivanschitz hat; man könnte auch sagen, dass es feig ist, dass dieser Ausfall die kurzfristige Chance gebracht hätte, die Scharner-Rückkehr komplett überraschend und schmerzfrei über die Bühne zu bringen. Diesen Mut hatte Hickersberger leider nicht.
Er wagte es nicht einmal den Sturm-Spieler Mario Kienzl, der diese Position spielen kann und seit einiger Zeit sehr sehr gut spielt (noch dazu neben Jürgen Säumel, der auch im Team der aktuelle Partner wäre), nachzunominieren - obwohl es auch hier Vorabsprachen gab. Auch diesen Mut hatte Hicke nicht. Leider. Hicke setzt auf personelle Kontinuität um einen Burgfrieden zu perpetuieren. Sowas wäre in den Trainingslagern im Mai wichtig - jetzt kann man noch Risiko gehen. Aber über diesen Schatten springt der Teamchef nicht. Und kann deshalb kein Verständnis erwarten."

... und Freddie kehrt zurück zu Arsenal

Heute, Mittwoch, Abend testen zahlreiche Nationalteams. Neben Österreich gegen Holland (20:30) unter anderem auch Schweden mit Teamkapitän Freddie Ljungberg (West Ham Utd), der für das Spiel gegen Brasilien in Arsenals Emirates Stadion (rechts) zurückkehrt.
Das Spiel soll an das WM-Finale am 29. Juni 1958 in Schweden erinnern, das Brasilien gegen Schweden in Stockholm 5:2 gewann. Der 17-jährige Pele schoss damals zwei Tore.

Neben Ljungberg, der neun Saisonen für Arsenal spielte, stehen bei den Schweden mit Goalkeeper Andreas Isaksson (Manchester Cit), Olof Mellberg (Aston Villa) und Birmingham-Mittelfeldspieler Sebastian Larsson (ebenfalls früher bei den Gunners) drei weitere Premier League-Profis im Kader.

Insgesamt fünf Profis aus der deutschen Bundesliga werden im Emirates in den Aufgeboten der beiden Nationalteams sein: bei Schweden Markus Rosenberg (bei Werder Bremen Teamkollege von Österreichs Martin Harnik) sowie auf Seiten des fünffachen Weltmeisters Diego (ebnfalls Bremen), Lucio (Bayern München), Josue (VfL Wolfsburg) und Rafinha (Schalke 04).

Aus der Premier League ist bei Brasilien unter anderem Anderson von Manchester United mit dabei. Weiters stehen im Kader für dieses Freundschaftsspiel die Premier League-Spieler Gilberto Silva (Arsenal), Alex (Chelsea) und Lucas Leiva (Liverpool).

Bei den Schweden fehlen Stürmer Zlatan Ibrahimovic (Inter Mailand, Knieprobleme) und Back Erik Edman (Wigan - schwere Knieverletzung). Bei Brasilien werden Kaka (Milan - Oberschenkelblessur) und Ronaldinho (Barcelona) - er soll für kommende WM-Quali-Spiele geschont werden - nicht im Emirates dabei sein.

Für die Selecao ist es das dritte Match in Arsenals Emirates unter Teamchef Dunga. Brasilien schlug Argentinien in London 3-0 (2006) und verlor im Vorjahr gegen Portugal 0-2. Beide Spiele waren ausverkauft.

Tomka debutierte und traf, Becks wird "Centurion"...

Englands U19 spielte gestern, Dienstag, in Milton Keynes gegen Russland und gewann 3:1. West Ham-Verteidiger James Tomkins (links), der am Samstag 19 Jahre alt wird, debutierte nach seinem ersten Einsatz im A-Team gegen Everton in der U19 und wurde mit zwei Toren zum "England Hero".
Nach 66 Minuten wurde "Tomka" ausgewechselt, für ihn kam ein anderer West Ham-Junior, der sogar Junior heißt: Junior Stanislas.
Die beiden können sich gemeinsam mit zwei weiteren Hammers, Freddie Sears und Jordan Spence, berechtigte Hoffnungen machen, an der U19-EM im Mai teilzunehmen. Ein Beweis mehr für West Hams tolle Jugendarbeit durch Akademie-Chef Tony Carr.

Im englischen Nationalteam gibt es heute Abend einen fünften "100er" zu feiern. Nach Billy Wright (1959), den Weltmeistern Sir Bobby Charlton (1970) und Bobby Moore (1973) sowie Goalkeeper Peter Shilton (1988) wird David Beckham - zwanzig Jahre nach Peter Shilton - in den Klub der "England Centurions" aufgenommen (Illustration von BBC; rechts).
Dass der 32-jährige Los Angeles Galaxy-Mittelfeldstar in Paris gegen Frankreich spielen wird, hat der englische Teamchef Fabio Capello mittlerweile bestätigt. "Ich kann ihn doch nicht den weiten Weg aus Amerika machen lassen und ihn dann nicht aufstellen", meinte der Italiener.