Rapid Hammer

has been moved to new address

http://rapidhammer.footballunited.com/

Sorry for inconvenience...

RAPIDHAMMER

Tuesday, 19 February 2008

FA Cup: Nani Showboat

Es war zum Ärgern, dass die beiden Premier League-Spitzenreiter Manchester United und Arsenal im FA Cup-Achtelfinale am letzten Samstag zumindest fünf Stammspieler schonten (kein Tévez, kein Giggs, kein Ronaldo, kein Senderos, kein Adebayor...).
Aber das Spiel stand dennoch auf hohem Niveau und war für den neutralen Zuschauer äußerst unterhaltsam - weniger dagegen für die Arsenal-Fans, denn die Gunners mit Jens Lehmann im Tor kamen ordentlich unter die Räder. Die 0:4-Niederlage kommt einer Demütigung gleich.
Besonderen Spaß mit den Gunners-Verteidigern hatte Herr Nani von ManU: Was er in diesem Video zeigt, ist ebenso sehenswert wie provokant! (Zur Diskussion über diese Szene siehe Richard Williams im Guardian.)

Das FA Cup-Viertelfinale wird am Samstag, 8. März, 15:00 (GMT) gespielt.
Die am Montag gelosten Paarungen:
1 Sheffield United oder Middlesbrough (Replay 27.2.) v Cardiff City
2 Manchester United v Portsmouth
3 Bristol Rovers v West Bromwich Albion
4 Barnsley v Chelsea

Der letzte Klub aus der zweiten Liga, der das FA Cup-Finale erreichte, war übrigens West Hams "Erzrivale" Millwall 2004. (Milwall verlor durch Tore von Cristiano Ronaldo und van Nistelroy (2) 0:3.) Diesmal ist mit den Bristol Rovers noch ein Klub aus der dritten Liga im Bewerb. Barnsley, das es nach Liverpool nun mit Chelsea (H) zu tun bekommt, Sheffield, Cardiff und WBA spielen in der Championship.

Fabio Capello lobt englische Fußballkultur

Aber keine guten Aussichten für Robert Green
Für West Ham-Keeper Robert Green - laut ironischer Einschätzung seines Handschuhmachers ohnehin nur "England's No. 6" (Bild rechts) - schaut's nicht gut aus mit einer Einberufung in die englische Nationalmannschaft. In einem Interview mit dem italienischen Radio sagte Englands Teamtrainer Fabio Capello, er sei gezwungen gewesen, gegen die Schweiz einen 38 Jahre alten Tormann zu nominieren, aber er habe beim U21-Team einen Goalie gesehen, der sehr interessant für ihn sei.
Gemeint ist Joe Hart von Manchester City. Rob Green von West Ham United erwähnte der Italiener in dem Interview, in dem er auch den Mangel an heimischen Spielern in der Liga beklagte (“nur 38% der Spieler sind englisch, die Auswahl ist beschränkt!”) hingegen nicht.
Portsmouth-Coach Harry Redknapp, der sich am Wochenende über eine beeindruckende Leistung des aktuellen Teamkeepers David James freuen konnte (Portsmouth besiegte im FA Cup Preston North End mit 1:0), meinte hingegen, er würde mit James, der bald 38 Jahre alt wird, auch noch bis zur WM 2010 planen.
Capello, der sich noch immer weigert, Pressekonferenzen in Englisch zu geben, hat sich in dem Interview mit dem italienischen Radio sehr positiv über die englische Fußballkultur geäußert:
“The stadiums are always full, and the [fan] participation is very high, but always very orderly,” sagte er.
Und auch die englischen Schiedsrichter erwähnte Capello durchaus lobend: “As far as the referees, they let the play run a lot more than in Italy, where the play is continually interrupted.”
Eine Beobachtung, die West Hams französischer Mittelfeldspieler Julien Faubert nur bestätigen kann: “The refs don’t whistle often”, sagte er vor kurzem in einem Interview.

(PS: Wer das das erwähnte Faubert-Interview liest, sollte allerdings auch die Antwort von West Ham-Manager Alan Curbishley studieren!)

Monday, 18 February 2008

HANSE DER WOCHE: Erwin Hoffer

Es gibt wieder einen "Hanse der Woche"*) - und er trägt sogar Grün-Weiß, wie der Namensgeber dieses ehrenvollen Titels. Es hätte sich diesmal aber auch kein anderer als unser "Jimmy" diesen Titel verdient.
"Mit O-Beinen zum Sieg" überschreibt Daniel Mandl sein Posting im KURIER-Blog "Fankurve" und würdigt dort die "Kickerhax'n" der 20-jährigen Rapid-Stürmerhoffnung Erwin Hoffer. Diese klassischen O-Beine, für die Fitnesscoach Canestrini sogar ein Sondertrainingsprogramm entworfen hat, hämmerten am Samstag in der Klagenfurter EM-Arena den Ball in einer Art und Weise ins Netz des Austria Kärnten-Tores, wie es nicht oft gelingt.

"Ich habe noch nie so ein Tor geschossen", sagte der Torschütze selbst zu seinem für den SK Rapid erlösenden ersten Tor, dem er in diesem Spiel bald noch ein zweites folgen ließ.

Es war die 80. Minute, in der "Jimmy" Hoffer nach Pass von Hofmann aus spitzem Winkel, fast von der Toroutlinie, zum Schuss ansetzte und - wie Marco van Basten (EM-Finale 1988) - den Ball aus spitzem Winkel via Latte und Stange zum 1:0 ins Netz donnerte. Nur wenig später netzte der Rapid-Angreifer erneut ein und der Rekordmeister gewann letztendlich verdient mit 2:0 beim Abstiegskandidaten.

Bei der für Österreich so erfolgreichen U20-Weltmeisterschaft im Sommer in Kanada (4. Platz) spielte Hoffer vor allem als "Joker" eine entscheidende Rolle. Auch bei Rapid kam der pfeilschnelle junge Stürmer bisher über die Joker-Rolle nicht hinaus, obwohl er mit seinen Toren vom Wochenende nun schon bei 11 Bundesliga-Treffern hält.
Der mit Lob meist zurückhaltende Trainer Peter Pacult sang aber nach dem Kärnten-Spiel beinahe schon eine Lobeshymne auf den introvertierten jungen Angreifer: "Jimmy hat in den vergangenen Wochen brav gearbeitet – das war noch nicht alles", meinte Pacult. "Er hat seine Torgefährlichkeit zweimal beweisen und seine Aufstellung absolut gerechtfertigt", lobte der Rapid-Coach, der auch die leihweise verpflichtete Neuerwerbung Stefan Maierhofer (der für Bazina eingewechselt wurde) positiv hervorhob: "Er hat seine Sache gut gemacht, war bei hohen Bällen immer da. Wir haben durch ihn mehr Alternativen". Rapid liegt jetzt einen Punkt hinter Red Bull Salzburg an zweiter Stelle in der Tabelle der österreichischen Bundesliga.
Erwin Hoffer, dessen Spitznamen ihm ein früherer Betreuer in Anspielung auf den amerikanischen Gewerkschaftsführer Jimmy Hoffa gab, war schon als Jugendlicher ein glühender Rapid-Fan und gründete sogar einen eigenen Fanklub. Der am 14. April 1987 in Baden bei Wien geborene Stürmer kam 2006 von der Admira zu Rapid. In der Jugend spielte er beim 1. SC Haidhof, bei Tribuswinkel und beim BAC (Badener AC).
Für mich ist "Jimmy", der zweieinhalb Wochen älter ist als West Hams Mark Noble, ein echter "local hero". Denn als Schüler war ich regelmäßig auf dem von meinem Wohnort nicht weit entfernten, mit dem Fahrrad leicht zu erreichenden BAC-Platz zu finden, bevor ich meinen Aktionsradius ausdehnen und nach Wien-Hütteldorf oder später zum Upton Park fahren konnte, um Hans Krankl und Rapid bzw. die Hammers "live" zu bewundern.
*) In der Rubrik
"HANSE DER WOCHE" (benannt nach Rapid-Legende Hans Krankl) wird regelmäßig ein Akteur aus der weiten Welt des Fußballs vor den Vorhang gebeten und vom RAPIDHAMMER der Akklamation durch die werte Leserschaft empfohlen.

Never Waste A Day

"Never waste a day", gibt uns West Ham-Innenverteidiger Matthew Upson heute einen über das Fußballgeschäft hinaus wichtigen Rat mit auf den Weg.
Der 28-Jährige, der in dieser Saison für West Ham bisher in allen Ligaspielen von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz stand und gegen die Schweiz zum achten Mal im englischen Team spielte, trägt heuer das Trikot mit der "Nummer 6" - die Nummer, mit der der legendäre Bobby Moore spielte.
Auf der Homepage von West Ham beschreibt Upson, der beim 2:1-Sieg über Manchester United heuer auch schon ein entscheidendes Tor erzielt hat, seine Philosophie so:
"Turn up to work every morning and improve at something, even if it's learning how to do something really miniscule, it doesn't matter. Take something out of the day which has made you a better player. If you do that throughout your career, you can only get better."
Diese Einstellung kann auch abseits des grünen Rasens durchaus zur Nachahmung empfohlen werden!

Sunday, 17 February 2008

Stellungnahme der FA zur Premier League-Extra Runde

Man muss in der Frage der "Extra-Runde" der Premier League, die im Ausland gespielt werden soll und bereits auf herbe Kritik gestoßen ist, zwischen der Position der Premier League, von der die Idee stammt, und jener des englischen Fußballverbandes FA unterscheiden.
Nachdem FIFA und UEFA sich bereits sehr negativ zu dem Plan geäußert haben, hat die FA am letzten Freitag, 15. 2., ein durchaus reserviertes - wenn auch noch nicht endgültiges - Statement herausgegeben:
FA statement Friday, 15 February 2008.
The FA has listened carefully to the comments made by FIFA President Sepp Blatter regarding the Premier League’s proposal for an international round of fixtures. This proposal has generated a high level of debate both domestically and with the international football family. While The FA has given full consideration to views expressed by all parties, we must also make our own position on this subject clear.
We can confirm that The FA did speak to FIFA General Secretary Jerome Valcke about this matter yesterday. We explained that while we had received a verbal summary on the subject, at this time we are not in possession of any detailed proposals from the Premier League to pass on to FIFA.
It was also made clear to FIFA that The FA has some serious reservations about the proposal. We have a responsibility to the whole of English football and we have to consider any wider consequences and implications that this proposal may create.
As a national association we also recognise the authority of FIFA and its Executive Committee.
We have heard the criticism from supporters and the objections raised by others in the worldwide football family.
The FA has worked extremely hard for several years to improve our relationships and standing with FIFA and UEFA, and has largely succeeded.
Clearly we do not want this extensive work to be damaged. We also do not want the Premier League’s proposal to affect England’s 2018 World Cup bid in any way. At this time, due to The FA’s strong international relations, we do not believe it has.
This matter will be discussed at The FA’s scheduled Board meeting which will take place next Thursday, 21 February. This will provide an opportunity for The FA Board to fully debate the subject as a group for the first time.
The FA’s Chairman Lord Triesman said: “I am determined that our international and domestic relations must be sustained at the highest level, and I will not countenance any damage to those relations.”

FA Cup: Pogatetz-Kopfball wär's gewesen...

... aber leider wurde sein Kopfball in der 88. Minute von einem Sheffield United-Verteidiger auf der Linie abgewehrt. So endete das FA Cup-Match der fünften Runde zwischen Sheffield United und Middlesbrough 0:0 und Dienstag in einer Woche steigt das Replay in Middlesbrough. Pogatetz (Bild) spielte bei "Boro" durch und durfte nach Arcas Auswechslung ab der 67. Minute als Kapitän agieren. In Minute 73 sah der Österreicher die gelbe Karte.
Portsmouth unter Ex-Hammers-Coach Harry Redknapp, aber ohne Angreifer Jermain Defoe (cup-tied), besiegte hingegen knapp - und unverdient - Zweitligist Preston Northend mit 1:0 durch ein Eigentor von Carter in der 93. Minute. Zuvor hat David James einen Elfmeter von Whaley in der 2. Halbzeit abgewehrt.

Das Viertelfinale wird morgen, Montag, um 14:25 (MEZ) am Soho Square ausgelost.
Im Topf sind:
1 Bristol Rovers
2 Cardiff City
3 Sheffield United or Middlesbrough
4 Barnsley
5 Manchester United
6 Portsmouth
7 West Bromwich Albion
8 Chelsea
Die sechste Runde wird am 8. und 9. März gespielt.
Nur noch zwei Spiele bis Wembley!!!

Klub des "Traumhüters" liefert wieder Sensation

Wer hat es nicht gelesen? Ronald Rengs Fußballbuch "Der Traumhüter - Die unglaubliche Geschichte eines Torwarts".
Der Kölner Lars Leese kam im August 1997 völlig überraschend als Tormann zu dem damals erstmals in der Vereinsgeschichte in die englische Premiership aufgestiegenen FC Barnsley und musste, als der erste Keeper David Watson ausfiel, schon bald nach Meisterschaftsbeginn regelmäßig in der besten Liga der Welt ran. Und das, obwohl er zuvor als dritter Keeper bei Bayer Leverkusen kein einziges Bundesligaspiel bestritten hatte.
Nach einer Reihe von Niederlagen spielte Barnsley am 22. November 1997 an der Anfield Road gegen den FC Liverpool - und holte einen sensationellen 1:0-Auswärtssieg. Es war ein Spiel, wie es sie immer wieder gibt - ein Team rennt an und rennt an, das andere Team hat eine Torchance und gewinnt. Lars Leese ("Lies" nannten ihn die Engländer!) war nicht zu bezwingen gewesen.
Samstag wiederholte der nun in der Championship spielende FC Barnsley die Sensation von 1997. Durch ein Tor von Brian Howard in der 90. Minute warfen die Roten aus Barnsley die "Reds" aus Liverpool, bei denen auch Ex-Hammer Yossi Benayoun sich vergeblich bemühte, im eigenen Stadion vor 42.000 Zuschauern aus dem FA Cup. Obwohl der Vierzehntplazierte der zweiten Liga durch einen Treffer von Dirk Kuyt in der 32. Minute mit 0:1 in Rückstand geraten war, konnten Stephen Foster (57.) und Brian Howard (90.) die Partie völlig überraschend für die Gäste noch umdrehen.
Und auch diesmal gibt es eine besondere Geschichte rund um den Torhüter von Barnsley: Wie The Home of Football berichtet, musste Barnsley drei Tage vor dem Match notfallmässig einen Torhüter organisieren. Die Nummer 1 war verletzt, der zweite Torhüter nicht spielberechtigt. Also gelangte man an Luke Steele, die Nummer 2 von West Bromwich Albion, den man für einen Monat ausleihen konnte. In seinem ersten Spiel für die "Tykes" ("Köter") zeigte er an der Anfield Road eine überragende Leistung und trieb mit unglaublichen Paraden Liverpool zur Verzweiflung - nicht anders als Lars Leese vor mehr als zehn Jahren.
Simon Davey, der Barnsley-Trainer, der den Transfer-Coup eingefädelt hatte, meinte nach dem Spiel über Steele: Er absolvierte einige Trainings mit uns, das reichte aber nicht, um sich unsere Namen und Gesichter zu merken. Also studierte er im Internet unsere Spieler und versuchte, sich die Namen einzuprägen.
"We have a new set of Anfield heroes", jubelt nun die vereinseigene Homepage.
Und während Liverpool-Coach Rafa Benitez, dessen Posten damit wieder etwas wackliger geworden ist, seine große Enttäuschung eingestehen musste, war Barnsley-Manager Simon Davey überglücklich: "Das ist ein Märchen. In der Schlussminute an der Anfield Road das Siegestor zu machen, das werden die Spieler nie in ihrem Leben vergessen", freute sich der siegreiche Coach.
Und nach der 0:4-Niederlage von Arsenal bei ManU sind damit schon wieder zwei Premier League-Klubs aus dem FA Cup ausgeschieden. Da waren's nur noch zwei... Aus den sechs Samstag-Partien sind nur zwei Klubs aus der höchsten Spielklasse in die nächste Runde aufgestiegen. Am Sonntag können mit dem FC Middlesbrough und Portsmouth aber noch zwei dazukommen, wenn sie ihre Spiele gewinnen und in die Runde der letzten acht aufsteigen.

Die Resultate:
FA Cup 5th Round, 16 Feb 2008:
Manchester United FC 4 - 0 Arsenal FC
Cardiff City FC 2 - 0 Wolverhampton Wanderers FC
Liverpool FC 1 - 2 Barnsley FC
Coventry City FC 0 - 5 West Bromwich Albion FC
Chelsea FC 3 - 1 Huddersfield Town FC
Bristol Rovers FC 1 - 0 Southampton FC

Sonntag spielen:
14:00 (GMT) Sheffield United v Middlesbrough
16:00 Preston North End v Portsmouth

Saturday, 16 February 2008

FA Cup: Man Utd v Arsenal

Endlich einmal ein echtes englisches Spitzenspiel live im Free TV:
Das Deutsche Sportfernsehen DSF überträgt heute, Samstag, das Achtelfinal-Duell des FA Cups Manchester United gegen FC Arsenal. Dabei treffen die beiden Top-Clubs der Premier League aufeinander - für einen der beiden Rivalen ist der Cup-Wettbewerb damit schon in der Runde der letzten 16 beendet. Bei den "Gunners" steht in der Neuauflage des Endspiels von 2005 wohl erneut Jens Lehmann im Tor, bei Manchester United wird man sehen, wie sie die Derby-Niederlage vom letzten Wochenende gegen City verdaut haben (BBC-Vorschau hier).
Spielbeginn: 18:15 MEZ.

Thursday, 14 February 2008

Real die Reichsten

West Ham United zählt nicht mehr zu den Top 20 der reichsten Fußballklubs der Welt - obwohl es einem Milliardär gehört (Björgólfur Guðmundsson, laut Forbes-Magazin an 799. Stelle der Reichsten der Welt). Angeführt wird die Liste der Reichsten der Reichen weiterhin von Real Madrid. Die "Königlichen" sind das dritte Mal hintereinander jener Klub, der die meisten Einnahmen generierte: £236.2 Millionen (€ 351.8 Mio).
Die Hammers, die in ihrer ersten Saison nach dem Wiederaufstieg (2005/06) mit Einnahmen von £60.1 Mill. auf dem 19. Platz gelistet waren, sind in der von Deloitte's veröffentlichten "Football Money League" 2006/07 nicht mehr unter den ersten Zwanzig. Auch Glasgow Rangers, Manchester City und Benfica sind in der aktuellen "Geld-Liga" nicht mehr dabei.
Zu beachten ist allerdings, dass die Aufstellung die vergangene Saison betrifft, in der West Ham beinahe permanent gegen den Abstieg kämpfte, während 2005/06 auch ein dezenter "Cup-run" bis ins Finale gegen Liverpool zweifellos einige Pounds mehr in die Kassa der Hammers spülte. Die "Liga" für die laufende Saison kann angesichts der verbesserten Performance des Klubs aus dem Londoner East End schon wieder ganz anders aussehen, zumal West Ham United eine Pre-Season-Tour durch Nordamerika plant, die sicher auch einige Einnahmen zu jenen aus der laufenden Saison addieren würde. (Ob die Hammers also nicht mehr in der Steiermark trainieren werden wie im letzten Juli?)
Hinter dem Reichsten der Reichen, Real Madrid, liegt Manchester United, das die "Geld-Liga" acht Jahre dominiert hatte, bevor sie von Real überholt wurden. Sieben britische Klubs liegen in den Top 20 (sechs englische, ein schottischer). Bei Deloitte erwartet man für die kommenden Jahre, dass die englischen Klubs zu den spanischen Top-Klubs Real und Barca aufschließen. Schon im diesjährigen Ranking verbesserten sich die "Red Devils" mit einem Umsatzsprung von 30% vom vierten wieder auf den zweiten Platz und verdrängten mit Einnahmen von £212,1 Millionen (€ 315.4 Mio) den FC Barcelona auf Platz 3.
"Die neuen Dreijahres-TV-Verträge der Premier League, die mit Beginn der Saison 2007/08 in Kraft getreten sind, werden die Erlösstruktur der englischen Top-Klubs weiter verbessern und den Vorsprung von Real Madrid schmelzen lassen", meinte Stefan Ludwig von Deloitte.
Dass Geld Fußball spielt, zeigt übrigens der Umstand, dass die Champions League in den letzten zehn Saisonen neun Mal von Klubs gewonnen wurde, die zu den zehn reichsten der "Money League" gehören. Nur der FC Porto (CL-Sieger 2003/04) schaffte es, diese Dominanz einmal zu durchbrechen.

Deloitte's WORLD'S WEALTHIEST CLUBS BY REVENUE 06/07
(last year's position in brackets, income in Million-Euros)
1 (1) Real Madrid 351.8
2 (4) Manchester United 315.4
3 (2) FC Barcelona 291.1
4 (6) Chelsea 284.4
5 (9) Arsenal 264.2
6 (5) AC Milan 227.7
7 (8) FC Bayern Munich 223.7
8 (10) Liverpool 202.1
9 (7) Inter 195.4
10 (12) AS Roma 157.7
11 (15) Tottenham Hotspur 153.6
12 (-) Juventus 145.5
13 (11) Lyon 141.5
14 (13) Newcastle United 129.4
15 (16) SV Hamburg 121.3
16 (14) Schalke 04 114.5
17 (-) Celtic 111.8
18 (-) Valencia 107.8
19 (-) Marseille 99.7
20 (-) Bremen 97.0
Source: Deloitte: 2006/7

Tuesday, 12 February 2008

Trapattoni kommt nicht zu West Ham - aber wer dann?

Laut Hammered Blog soll West Ham United eine Short-list mit zwei Kandidaten für den Posten eines Sportdirektors oder "technischen Direktors" erstellt haben. Die Ernennung werde noch im Februar erfolgen. Das Anforderungsprofil für diesen Posten, für den vor kurzem auch Salzburg-Coach Trapattoni ins Spiel gebracht wurde, umfasst Scouting (West Ham war angeblich einer von wenigen PL-Klubs, die keinen Scout beim African Cup of Nations hatten!) sowie die Entwicklung des neuen Stadions und eines neuen Trainingsgeländes. Giovanni Trapattoni kann - zum Glück für West Ham, sage ich! - nicht auf der Short-list stehen, denn schon morgen soll er als neuer Teamchef der Republik Irland präsentiert werden; er wird bei Red Bull somit nur mehr bis Saisonende auf der Trainerbank sitzen.
Wer die beiden möglichen Kandidaten für den neuen West Ham-Job sind, verrät die Times nicht.
Stattdessen teilt uns die Times in einem anderen West Ham-Artikel mit, dass wir Craig Bellamy in dieser Saison voraussichtlich nicht mehr "in action" sehen werden. Er muss sich zwei Operationen (Leiste, Knie) unterziehen. Bellamy, der im Sommer um £7.5 Millionen von Liverpool gekommen ist, brachte es bisher nur auf sieben Ligaeinsätze und könnte nun für den Rest der Saison ausfallen.

Ein Bild wie aus dem Album

Am Sonntag spielten Manchester United und Manchester City in Erinnerung an die vor 50 Jahren beim Münchener Flugzeugunglück ums Leben gekommenen Mitglieder des damaligen ManU-Teams ohne Werbeaufschriften auf den Dressen. Carlos Tévez gelang bei dieser Aktion gegen City-Goalkeeper Joe Hart kein Tor, Manchester United verlor das Derby in Old Trafford 1:2.
Bei dem Flugzeugunglück am 6. Februar 1958 waren acht Mitglieder der vielleicht besten Mannschaft aller Zeiten und fünfzehn weitere Passagiere gestorben. Die umstrittene Schweigeminute zu Beginn des Spieles wurde zwar etwas verkürzt, aber auch von den Manchester City-Fans respektiert.
Durch die Niederlage gegen Manchester City verlor United wichtige Punkte im Titelkampf. Nach Arsenals 2:0-Sieg gegen Blackburn am Montag Abend haben die Gunners schon fünf Punkte Vorsprung auf Verfolger ManU und 8 Punkte auf Chelsea.

Wie wahrscheinlich ist die Premier League-Extra Runde?

Die Premier League verfolgt ihren Plan, eine 39. Meisterschaftsrunde außerhalb Englands zu spielen, weiter. Die englischen Zeitungen melden, dass die Premier League ein hochrangiges Team zusammenstellt, das die Idee einer "International Round" von Matches umsetzen soll. Auch der - bisher sehr kritische - Standpunkt der Anhänger soll berücksichtigt werden.

Bei der Premier League argumentiert man auch damit, dass ihre Idee den Plänen, eine weltweite Liga mit den größten Klubs wie Manchester United, Arsenal, AC Milan und Real Madrid den Wind aus den Segeln nehmen soll.

Entgegen ersten Berichten soll es bei der Auslosung der 39. Runde keine gesetzten Klubs geben, sodass auch ManU gegen Arsenal gelost werden könnte. Immer noch unklar ist mir aber, wie die Symmetrie der Meisterschaft gewahrt werden soll, denn das Meisterschaftssystem bedingt seit jeher einen Modus "jeder gegen jeden", auch wenn natürlich Play Off-Spiele am Ende einer Meisterschaftssaison stehen können. Gerade das ist hier aber nicht geplant. Die Extra-Runde, deren Spiele an die meistbietenden Veranstalter versteigert werden soll, soll im Jänner gespielt werden.

Interessant wird auch sein, wie sich die englische FA zu diesem kühnen Plan der PL stellt. Henry Winter im Telegraph meint, die FA könne sich ihr Einverständnis teuer bezahlen lassen, etwa zusätzliche Vorbereitungszeiten für Fabio Capellos Nationalmannschaft herausschinden oder ein "gentlemen's agreement" der Liga verlangen, das die Zahl ausländischer Spieler beschränkt. Fabio Capello wird schon bemerkt haben, dass nur 38 % der von ihm bei Premier League-Matches beobachteten Akteure in seiner Nationalmannschaft spielberechtigt sind.

Jeder vernünftige Fußballfan betet, dass Richard Scudamores Plan auf dem Reißbrett bleibt. Aber wenn die Premier League - wie es aussieht - diese verrückte Idee der Profitmaximierung ohne Rücksicht auf die Fairness der Meisterschaft weiterverfolgt, so sollte man für deren Durchführung jedenfalls einen hohen Preis verlangen, meint Henry Winter mit Blick auf den englischen nationalen Fußballverband.

Monday, 11 February 2008

West Ham 1 Birmingham 1

Samstag, 9/2/2008, 15:00 (GMT)
West Ham: Green, Neill, Ferdinand, Upson, McCartney, Ljungberg, Bowyer, Mullins, Etherington (Camara 83), Ashton (Spector 90), Cole (Faubert 62).
Subs Not Used: Wright, Collison.
Sent Off: Bowyer (88).
Goal: Ljungberg 7.
Birmingham: Maik Taylor, Kelly, Martin Taylor, Ridgewell, Murphy, Larsson, Muamba, Johnson, McSheffrey (Parnaby 87), Forssell (Jerome 76), McFadden.
Subs Not Used: Doyle, Nafti, Zarate.
Booked: Johnson, McSheffrey, Muamba, Maik Taylor, Jerome.
Goal: McFadden 16 pen.
Att: 34,884.
Ref: Mark Clattenburg (Tyne & Wear).

Sunday, 10 February 2008

Ein fußball-loses Wochenende

Ein Wochenende in Prag - nein, nicht mit dem SK Rapid, der am Samstag gegen den tschechischen Rekordmeister Sparta Prag in einem Freundschaftsspiel 0:0 spielte.
Aber dem Fußball entkommt man auch hier nicht: die EURO wirft ihre Schatten voraus (Foto: Werbung an einem Sportgeschäft).
Von den Premier League-Resultaten erfuhr ich erst am Sonntag beim Frühstück - enttäuschendes 1:1 von West Ham gegen Birmingham -, den 4:2-Sieg Ghanas gegen die Elfenbeinküste (Afrika Cup, Spiel um den 3. Platz) kriegte ich aber schon gestern Abend mit, denn das Spiel lief überall auf Eurosport.
In einem Souvenirgeschäft, in dem es auch T-Shirts und Fußballleiberln gab, stellte sich mir die Frage, ob man in Prag jemals West Ham-Dressen zu kaufen kriegen wird. Nur drei der "Big Four" hingen da am Haken (neben Milan, Barcelona, Brasilien, Argentinien und selbstverständlich Tschechien). Der Vierte der Großen aus der Premier League fehlte wohl zurecht, denn Liverpool schwächelt heuer enorm.
Mit Ergebnissen wie dem 1:1 gegen Abstiegskandidat Birmingham wird sich am mangelnden Interesse der Touristen an West Ham-Leiberln auch so schnell nichts ändern. Immerhin erzielte Freddie Ljungberg am Samstag sein erstes Tor für die Hammers, aber vor allem in der zweiten Hälfte dürfte West Ham nur mehr wenig Erfreuliches zustande gebracht haben.
Zum Glück hatte unser Prag-Wochenende nichts mit Fußball zu tun, schließlich ist dieser für mich ja nur eine "Nebensache" im Leben.
West Ham macht nun zwei Wochen Pause, denn am nächsten Wochenende wird FA Cup-Runde 5 gespielt, die Premier League hat spielfrei.
Und im FA Cup ist West Ham bekanntlich nicht mehr dabei...

Friday, 8 February 2008

West Ham v Birmingham City

Seit 15. Dezember ist West Ham im eigenen Stadion ungeschlagen, zuletzt gab es drei Heimsiege in Folge (ManU, Fulham, Liverpool). Morgen Samstag (16:00 MEZ) kommt "relegation struggler" Birmingham zum Boleyn Ground. Die Hammers müssen die Auswärtsniederlage gegen Wigan auf dem Krautacker des JJB Stadiums wegstecken und unbedingt gewinnen, um sich in der Tabelle weiter nach oben orientieren zu können.
Das erste Spiel gegen den Aufsteiger in dieser Saison gewann West Ham durch ein Elfertor von Mark Noble mit 1:0.
Matchvorschau der West Ham Official Site: hier!
BBC-Matchvorschau hier!
BBC-pundit "Lawro" tippt aufgrund der Verkleinerung der Verletztenliste bei West Ham einen knappen 2:1-Sieg, glaubt aber nicht, dass West Ham noch eine Chance auf einen UEFA Cup-Platz hat. Birmingham (Platz 18 in der Tabelle) sei derzeit nicht in Form, meint Lawro.

Africa Cup: Ghana gegen Elfenbeinküste nur um Platz 3

Veranstalter Ghana wurde am Donnerstag von Kamerun im Halbfinale geschlagen. Die "Black Stars" mit West Ham-Verteidiger John Pantsil waren zwar das couragiertere Team, wurden aber durch einen herrlich vorgetragenen Konter der Kameruner mit 1:0 besiegt (Tor: Alain Nkong, 71.).

Überraschend und sehr deutlich verlor der Turnierfavorit Cote d'Ivoire mit Drogba gegen Titelverteidiger Ägypten mit 1:4.

Nun spielen am Samstag um 18:00 Ghana und Elfenbeinküste um Platz 3, während das Finale am Sonntag um 18:00 Ägypten und Kamerun bestreiten (live auf Eurosport).

West Hams senegalesischer Angreifer Henri Camara scheiterte übrigens schon in der Gruppenphase mit seiner Nationalmannschaft und ist bereits nach London zurückgekehrt und könnte gegen Birmingham City am Samstag eingesetzt werden.

FIFA: "6+5-Regel" schon ab Mai?

FIFA-Präsident Joseph "Sepp" Blatter treibt die Einführung der 6+5-Regel weiter voran. Beim FIFA-Kongress Ende Mai in Sydney will der Schweizer die Einführung beantragen.
Bringt Blatter die Regel tatsächlich durch, würde das für die Klubs einschneidende Veränderungen mit sich bringen. Dann nämlich müssten in jeder Mannschaft mindestens sechs Spieler aus dem Heimatland des jeweiligen Vereins in der Startelf stehen.
"Mit den Jahren haben die Klubs durch immer mehr ausländische Spieler aus immer entfernteren Ländern zuerst ihre lokale, dann ihre regionale und schließlich gar ihre nationale Identität verloren", erklärte Blatter.
Die FIFA-Fußball-Kommission unter dem Vorsitz von Franz Beckenbauer bewertete die 6+5-Regel grundsätzlich als notwendig und aus moralischer Sicht auch als empfehlenswert, hegt hinsichtlich ihrer Wirksamkeit aber auch gewisse Zweifel.
Auf die mangelnde Vereinbarkeit einer solchen Beschränkung mit dem europäischen Gemeinschaftsrecht hat der RAPIDHAMMER schon früher hingewiesen. Sepp Blatter meint zu dieser Problematik, die EU müsse im Interesse des Sports eine Ausnahmeregelung zulassen. Manchester-United-Manager Sir Alex Ferguson hat übrigens im November des Vorjahres eine Lanze für eine freiwillige Beschränkung der Ausländeranzahl in der Premier League gebrochen.
In Österreich gibt es den sogenannten "Österreicher-Topf", der den Einsatz heimischer Spieler für die österreichischen Bundesligavereine finanziell attraktiv macht.

Ominöser Artikel 17 soll geändert werden

Spieler zum Schnäppchenpreis - oder doch nicht?

Vor einer Woche machten fast alle Sportseiten mit einem Urteil des CAS vom 30. Jänner 2008 auf. Mit dieser Entscheidung wurde ein Rechtsstreit um den vorzeitigen Wechsel des schottischen Internationalen Andrew Webster (rechts) von seinem früheren Klub Heart of Midlothian (Schottland) zum englischen Premier League-Klub Wigan entschieden. Webster hatte vor dem Ende der Laufzeit seines auf vier Jahre abgeschlossenen Vertrages eine einseitige Auflösung dieses Vertrages ausgesprochen, um von Heart of Midlothian zu Wigan wechseln zu können.
Die drei Schiedsrichter des Genfer Sportgerichtshofes - Quentin Byrne-Sutton (Schweizer Rechtsanwalt), Jean-Jacques Bertrand (französischer Rechtsanwalt) und Hon. Michael Beloff (Barrister aus London) - hatten die Frage zu klären, welche Schadenersatz- bzw. Ablösesumme dem Verein für diesen offensichtlichen Vertragsbruch des Spielers zustand.
Die in erster Instanz zuständige FIFA-Schlichtungsstelle (DRC/Dispute Resolution Council) hatte dem Klub eine Summe von 625.000 Pfund zugesprochen, zahlbar von Webster und Wigan zu ungeteilten Handen, und den Spieler für zwei Wochen gesperrt. Den Hearts war das zuwenig, der Gegenseite zu viel. Also wurde der Court of Arbitration for Sport (CAS) in Genf angerufen.
Dieser hatte den Artikel 17 des FIFA Regulativs auszulegen. Diese Bestimmung regelt die Konsequenzen einer vorzeitigen grundlosen Vertragsbeendigung.

Auslegung des Artikels 17 durch den CAS
Nach dem FIFA Status Regulativ kann ein Profi bei einem Wechsel ins Ausland seinen Kontrakt nach einer geschützten Laufzeit von drei (bis zum 28. Lebensjahr) oder zwei Jahren (nach dem 28. Lebensjahr) einseitig auflösen. Der vertragsbrüchige Vertragsteil muss der anderen Seite Schadenersatz leisten, für dessen Berechnung der ominöse Artikel 17 ein ganzes Bukett von Kriterien anführt.
Es sei das Recht des betroffenen Landes zu beachten, aber auch die Besonderheiten des Sports und "andere objektive Kriterien". Diese sonstigen Kriterien sind insbesondere das Einkommen des Spielers aufgrund des bisherigen Vertrages und/oder des neuen Vertrages, die verbleibende Vertragslaufzeit (bis maximal fünf Jahre), die Zahlungen, die der frühere Klub seinerzeit für den Spieler ausgelegt hat, und der Umstand, ob der Vertragsbruch innerhalb oder außerhalb der "geschützten Laufzeit" erfolgte.
Der Spieler und Wigan argumentierten schließlich vor dem CAS erfolgreich, dass dem Arbeitgeber bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung nach drei Jahren zwecks Wechsel ins Ausland nur das ausstehende Gehalt für die Restlaufzeit des Vertrags als Ablösesumme zustehe. Die in der Entscheidung der FIFA-Schlichtungsstelle festgelegte höhere Ersatzsumme sei nicht zu bezahlen.
Hervorzuheben ist, dass die Entscheidung nur für Wechsel ins Ausland gilt und nur dann, wenn im Vertrag mit dem Spieler keine ausdrückliche Regelung über die bei Vertragsbruch zu leistende Vertragsstrafe enthalten ist. Interessant ist, dass der CAS aus den in Art. 17 angeführten Bemessungskriterien nur eines - das Gehalt des Spielers aus dem laufenden Vertrag - herangezogen hat.
Ein Wechsel von Spielern vor dem Ende ihres Vertrages wird auf diese Weise erheblich erleichtert, weil die vom Spieler zu leistende Summe, für die auch sein neuer Verein haftet, in der Regel weit niedriger liegt als die vom Klub geforderte Ablösesumme. "Spieler zum Schnäppchenpreis" lautete daher die häufigste Schlagzeilen der Sportzeitungen am vorigen Wochenende.
Link zur Original-Entscheidung hier.

"Der Entscheid des CAS schadet dem Fußball. Er ist ein Pyrrhussieg für die Spieler und Spielervermittler, die mit einer vorzeitigen Vertragsauflösung liebäugeln", erklärte damals FIFA-Präsident Joseph Blatter. "Mit diesem unglücklichen Entscheid wurde der Grundsatz der Vertragsstabilität hinter die kurzfristigen Interessen des betroffenen Spielers gestellt."

Artikel 17 soll geändert werden
Die FIFA hat nun erwartungsgemäß eine Änderung des Artikel 17 angekündigt.
Die FIFA hat den Klubs am Donnerstag bei einem Treffen in ihrem Hauptquartier in Zürich zugesagt, gemeinsam an einer Änderung des Artikels zu arbeiten. Zudem hat der Weltverband beschlossen, ihre Klub-Arbeitsgruppe zur "ständigen FIFA-Klubkommission" aufzuwerten. Die neue Kommission soll gewährleisten, dass der Klubfußball stärker in die Entscheidungsfindungsprozesse der FIFA eingebunden wird, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.
Das Versprechen, Artikel 17 ("Fall Webster") zu modifizieren, wurde von Klubvertretern mit Erleichterung aufgenommen.
"Ich bin nach dieser Sitzung wesentlich beruhigter", sagte etwa Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender von Bayern München: "Ich glaube, es wird kein zweiter Fall Bosman auf den Klubfußball zukommen."
Die FIFA und die Klubs wollen "einen Wechsel- und Kündigungswahn der Spieler" mit der Neugestaltung der bisherigen Regelung vermeiden, ergänzte Rummenigge. "Durch intelligente Manöver und geschickte juristische Formulierungen" könne man aber bereits gewährleisten, "dass die Dinge nicht total in Frage gestellt werden". Klubs könnten etwa in künftige Verträge eine Klausel einbauen, "die beiden Vertragsparteien im Falle einer einseitigen Kündigung nicht nur das Restgehalt, sondern auch eine Strafe in Form des zwei- oder dreifachen Gehaltes zuspricht", sagte Rummenigge. Zudem könne man Treue der Spieler bei langfristigen Verträgen belohnen, indem ab einem gewissen Zeitpunkt mehr bezahlt wird. Von einem "Gentlemen's Agreement", das verhindern soll, dass der Artikel angewendet wird, rät Rummenigge "dringend ab. Das käme einem Kartell zu Lasten der Spieler gleich - und wäre weltweit nicht durchsetzbar." Der Ex-Profi ist überzeugt, dass es zu einer Einigung kommt, weil auch der Spielervereinigung FIFPRO "nicht daran gelegen sein kann, dass es hier zu großen Irritationen kommt".

Premier League-Runde im Ausland?

"The 'international round' is an exciting and innovative proposal"
Premier League Chief Executive Richard Scudamore

Mit ihrem neuesten Vorschlag hat die englische Premier League deutlich gemacht, dass beim Fußball in England offenbar nicht mehr der Sport im Vordergrund steht, sondern nichts anderes als das Geschäft. Zusätzlich zu den 38 regulären Meisterschaftsrunden soll eine Extra-Runde außerhalb Europas gespielt werden. Die zehn Spiele dieser Runde sollen an den Meistbietenden irgendwo in der Welt verkauft werden.
Bei einer Sitzung gestern Donnerstag in London haben die 20 Premier League-Klubs eine grundsätzliche Einigung erzielt, wonach die Saison um ein Spiel verlängert wird. Diese insgesamt zehn Spiele sollen im Ausland gespielt werden, wobei die Spielorte durch eine Versteigerung festgelegt werden sollen. Jedem der Klubs könnte das bis zu £5 Millionen zusätzliche Einnahmen bringen.
Eine solche Extra-Runde, die ausschließlich der Geldbeschaffung dient, würde die Liga wohl zu einer Farce verkommen lassen. Bestimmte Vereine würden dadurch drei Mal gegeneinander spielen.
Da dieses zusätzliche Spiel - das nach den Plänen der PL Mitte Jänner stattfinden soll - gewertet wird, würde sich je nach Gegner eine Verzerrung des bisherigen Wettbewerbs ergeben.
Wer einen leichteren Klub ein drittes Mal zugelost bekommt als ein unmittelbarer Konkurrent, würde sich im Abstiegs- oder Titelkampf Vorteile verschaffen. Die Extra-Runde könnte das Klassement nach dem bisherigen fairen Modus des "Jeder-gegen-jeden" auf den Kopf stellen. Auch wird es den bekannt treuen englischen Fans kaum mehr möglich sein, ihren Klub zu allen Spielen zu begleiten.
Richard Scudamore, Geschäftsführer der Premier League (Bild), bestand hingegen darauf, dass diese zusätzliche Runde nicht entscheide, wer die Liga gewinne oder absteige. Das ergebe sich aus dem Verlauf der gesamten Saison. Die 39. Premier League-Runde könnte erstmals 2011 gespielt werden, meinte Scudamore, über den Modus der Auslosung der Paarungen müsse man noch nachdenken.
Ob die englischen Anhänger sich diese Schnapsidee gefallen lassen? Eine Online-Petition gegen diesen Plan wurde bereits aufgelegt.
Nun hat sich auch der britische Premierminister Gordon Brown kritisch zu dem Vorhaben geäußert und die PL aufgefordert, die Meinungen der englischen Fans zur "Übersee-Runde" zu hören. Auch sollte das dabei verdiente Geld dem Fußball in England und den Fans, etwa durch Senkung der Ticketpreise, zugute kommen.

Don Fabio - Ein strenger Boss

Portsmouth-Torhüter David James, der nach einer guten Vorstellung im Ländermatch gegen die Schweiz wohl auch künftig Englands Nr. 1 sein wird, erzählte im Telegraph, wie das Trainingslager unter dem neuen Coach Fabio Capello abgelaufen ist.
"Mehr Disziplin" dürfte die Devise gewesen sein. Wie zu Hause bei wohlerzogenen Kindern durfte keiner aufstehen, bevor nicht alle aufgegessen hatten, und die Konzentration auf das Spiel versuchte Don Fabio dadurch zu heben, dass er die Aufstellung den Spielern erst zwei Stunden vor dem Anstoß verriet. 10 Minuten bevor die englische Nationalmannschaft in den Bus stieg, versammelte man sich vor einem Flipchart, um zu erfahren, wer gegen die Schweiz in Wembley auflaufen würde. Das Enthüllen der Aufstellung sei so spannend gewesen wie das Öffnen der Koffer bei "Deal or no deal" meinte James, aber dadurch sei jeder Spieler bis zuletzt auf das Match fokussiert gewesen.
Ordentlich und spannend ist also zugegangen unter dem neuen Teamchef, der in der Pressekonferenz vor seinem ersten Spiel nur ein englisches Wort verwendete. Auf die Frage, wie er von seinen Spielern genannt werden wolle, antwortete der Italiener wie aus der Pistole geschossen: "Boss".

Das sagte Curbs... - und Faubert ist ein "Happy Hammer"

Zu der jüngst in einem Interview wiedergegebenen Kritik von Julien Faubert, der taktische Mängel beim West Ham-Training unter Alan Curbishley geortet und sich "Mister" Trapattoni als Trainer gewünscht hatte, hat sich der Angesprochene nun geäußert: Curbishley meinte, man dürfe solche Aussagen in Interviews nicht auf die Goldwaage legen. (Siehe Interview mit Alan Curbishley unten!)

Julien Faubert, der 24-jährige französiche Mittelfeldspieler, der nach seinem Achillessehnenriss vom Sommer eine Wadenzerrung hatte und erst auf dem Weg zurück zu alter Schnellig- und Gefährlichkeit ist (schließlich nannte man ihn in Frankreich den "TGV") durfte auf der offiziellen Homepage von West Ham erklären, wie zufrieden er beim Klub sei: Er habe bisher jede Minute am Boleyn Ground genossen, sei von den Mitspielern sehr gut aufgenommen worden und finde, dass es sehr professionell beim Klub zugehe, sagte Faubert.

Und das meinte Manager Alan Curbishley:
CURBS STANDS UP FOR METHODS
West Ham manager Alan Curbishley has flexed his muscles in the wake of recent criticism and declared: "I am not here to keep people happy, I am here to get results."
Curbishley's training methods have been questioned by French midfielder Julien Faubert, who has been quoted as saying there is a lack of attention to tactical detail.
And Faubert's comments come just a week after Dean Ashton reportedly blamed Curbishley for his omission from Fabio Capello's first England squad.
Ashton has started only four of West Ham's last eight games, with Curbishley often preferring to use Carlton Cole as a lone striker.
Now Craig Bellamy is back in contention for Saturday's game against Birmingham, Curbishley must decide how best to balance his strike-force.
But he said: "It is a team effort, not for individuals. It is about the make-up of the side and I have changed formations during games. My only aim is to get a result. I am not here to keep people happy.
"Carlton Cole and Dean Ashton have got to work at their partnership a bit more because as a pair they can be very similar.
"I think Craig Bellamy offers us something different. He is one player who looks to get in behind defences."
Faubert has been quoted as telling a French radio station that there were "gaps in our tactics and on the defending and positional aspects".
Faubert said: "We rarely speak tactics at training, and since I've been here we have done just two tactical training sessions.
"Instead we just do games, try to play in little spaces with everybody in the front. The mentality here is different.
"Players kick you, then you kick them, but nobody complains, it's just part of the game."
Faubert has only made three appearances for West Ham this season and is yet to complete a full 90 minutes after being struck down first in pre-season by a ruptured Achilles, which ruled him out for six months, and latterly a calf strain.
And despite Faubert's concerns, West Ham sit comfortably in the top half of the table with the fifth-best defensive record in the Premier League and well placed to push for European qualification.
Curbishley has not spoken with Faubert about the interview but has taken the quotes with a "pinch of salt".
The Hammers boss said: "He has hardly been around us. He has only been in three squads. That was against Fulham, Manchester City in the FA Cup game where he came on for 20 minutes and in the Manchester City league game.
"We haven't seen him since then because he picked up a calf strain.
"In five or six months he has probably trained with the first team, in terms of being near the first team, on two or three days.
"And he doesn't mind kicking one or two people either. He is very aggressive with things!"

Wednesday, 6 February 2008

Live - International Football 4

22:20: GOAL England 2-1 Switzerland Shaun-Wright Phillips scores his third goal for England this season with a simple tap-in from Gerrard's ball across the face of goal.

Spielbericht vom England-Match: hier!

Spieler-Bewertung von Matthew Upson (West Ham) laut Telegraph:
"Matthew Upson Surprise inclusion but another to have been rewarded for his club form. Looked unfazed by the occasion and can expect to remain in the squad for the friendly with France. 7/10"
Eurosport:
"A decent, if undistinguished showing. Solid enough to stay ahead of Richards and Joleon Lescott in the pecking order, but John Terry won't have any sleepless nights. 6.14"
Times Online:
"Matthew Upson had not played for England since the infamous friendly in Spain when several black players were racially abused in November 2004, and in the early stages it was easy to see why. The West Ham United defender was beaten in the air by Philippe Senderos at a corner and gave the ball away more than is permissible. John Terry is unlikely to be worried about losing his place. 5"

Live - International Football 3

England - Schweiz 1:1
Der Unterschied zwischen den beiden EURO-Veranstaltern:
die Schweiz gleicht aus, und Österreich kassiert das dritte Goal.

Österreich - Deutschland 0:3
80. TOOOR für Deutschland! Nach Podolski-Flanke ist Gomez aus wenigen Metern mit dem Kopf zur Stelle. 3:0 für Deutschland. Klarer Fehler von Manninger. Teamchef Hickersbergers "Wunsch" geht in Erfüllung, obwohl Österreich gut gespielt hat.
Wörtlich hatte der österreichische Teamchef vor dem Spiel gesagt: "Ein Sieg wäre eigentlich unglaublich schlecht für uns."
Führungskräfte-Coach Robert Koenes konnte die Traineraussage laut ORF nicht nachvollziehen. "Ich bewerte es als eher kontraproduktiv, so etwas zu sagen", sagte Koenes. "Ganz im Gegenteil, wenn Österreich tatsächlich heute gewinnen sollte, könnte das eine positive Reaktion loslösen. Das könnte Berge versetzen", so Koenes. Abschied vom Loser-Image? Ganz nach dem Motto "Hey, wir könnten es doch schaffen. Wir können was erreichen, wenn wir uns von unserem Loser-Image lösen", so der Coach.
Leider keine Image-Korrektur für Österreich bei all jenen, die nur das Resultat sehen - die Leistung war aber (vor allem in der ersten Hälfte!) durchaus O.K.

Live - International Football 2

England - Schweiz 1:0
21:41 GOAL England 1-0 SwitzerlandExcellent work from Joe Cole, who collects a superb pass from Gerrard and beats his man before passing the ball for Jermaine Jenas to slot home into an empty net from six yards.

Österreich - Deutschland 0:2
Verrücktes Spiel: Die bessere Mannschaft liegt mit 0:2 zurück. Deutschland macht aus zwei Chancen zwei Tore.
63.TOOOR für Deutschland: Hitzslperger spielt den öffnenden Pass auf Ballack, der Klose sieht und den Ball in den Strafraum spielt. Klose hat aus kurzer Distanz kein Problem, die Kugel zur 2:0-Führung einzuschieben.

Live - International Football

England - Schweiz 0:0
BBC 21:38: "Forget about the new manager, the new players and the new system - England are just not passing it to each other, which would kind of help..." BBC Sport's Mark Lawrenson

Österreich - Deutschland 0:1
Unglaubliche Leistung der Österreicher, die mit Riesen-Einsatz, aber auch guter Technik und schönem Kombinationsspiel die Deutschen an die Wand spielen. Fünf Chancen, zweimal Latte in der ersten Hälfte.
Aber nach der sechsten vergebenen Chance erzielt Deutschland das 1:0 (53): Hitzlsperger haut den Ball rechts unten in die Maschen. Im Gegenstoß fast das 1:1 durch Linz - aber nur Außennetz.
Unglaublich die bisherige Leistung des in der Vergangenheit viel gescholtenen österreichischen Teams, bei dem heute auch Middlesbrough-Legionär Emanuel Pogatetz in der Abwehr mit dabei ist!

What You Must Know About West Ham Today

Matthew Upson wird heute Abend in Fabio Capellos erster "England XI" stehen, die um 21:00 MEZ Euro-Veranstalter Schweiz in Wembley empfängt. Der verlässliche West Ham-Verteidiger wird voraussichtlich mit Ex-Hammer Rio Ferdinand die Innenverteidigung der Three Lions bilden. Der erste Mannschaftskapitän unter dem neuen Teamchef wird Steven Gerrard sein, während David Beckham, der (noch) nicht zum 100. Mal im englischen Team spielen wird, gestern einräumte, es wäre "unfair" gegenüber seinen Teamkollegen gewesen, ihn ohne Matchpraxis einzuberufen. (BBC Online)

Mark Noble spielte für England U21 beim 3:0-Sieg gegen Republik Irland gestern Abend und bot eine sehr gute Leistung im Mittelfeld. Der 20-Jährige legte das 3:0 durch Theo Walcott auf. (West Ham United Website)

Calum Davenport, West Ham-Verteidiger, machte zuletzt schreckliche Schlagzeilen, als er in seinem ersten Match als Leihspieler für Watford im Jänner schwer verletzt wurde. In seinem ersten Interview nach seiner dramatischen Wirbelverletzung sprach er mit Sky Sports über seine veränderte Einstellung zum Leben nach dieser Verletzung:

"I'm definitely going to have a different aspect on everything that I'm doing to be honest. I think there was a lot of swelling and bleeding around my neck and obviously I broke a bone. It was quite worrying for me, but thankfully I'm still walking because some people don't come through it.
"I'm going to be alright. It's a long road but I'm going to come through it. It's difficult when you're picking up injury after injury to stay motivated and to see any light at the end of the tunnel, but I've got a good family around me who can pick you back up when you are feeling low.
"It's made me a better person. Even in the last two weeks since it happened I look atthings differently. I was lying there thinking the worst.
"I'm just thankful that I'm still going to be able to play football which is something I love." (Talking Soccer)

Kia Joorabchian, der undurchsichtige iranisch-britische Geschäftsmann, der 2006 Carlos Tévez und Javier Mascherano zu West Ham brachte, hat West Ham vor dem Londoner High Court auf mehr als £ 7 Mio. geklagt. Dabei soll es sich um nicht bezahlte Leihgebühren, Provisionen und Versicherungsprämien für den nunmehrigen Manchester United-Stürmer Carlos Tévez handeln. Joorabchian, der Mann hinter den Gesellschaften, die die Transferrechte an Carlos Tévez gehalten haben, beruft sich auf Vereinbarungen mit dem früheren West Ham-Präsidenten Terence Brown wie auch mit dessen Nachfolger Eggert Magnusson. West Ham hat die Ansprüche zurückgewiesen.
Die schon länger anhängige Schiedsklage von Sheffield United gegen West Ham wegen Schadenersatzansprüchen aufgrund des Abstieges dieses Klubs soll nächste Woche verhandelt werden. (David Bond, The Telegraph)


Paolo di Canio, im Londoner East End unumstrittene West Ham-Legende (er spielte von 1999-2003 bei den Hammers), will mit Ende der Saison seine aktive Karriere beim unterklassigen italienischen Klub Cisco Roma beenden und nachher als Trainer arbeiten. Der Stürmer, der mit seiner Verehrung für Mussolini und den Faschismus zahlreiche negative Schlagzeilen machte, hat gestanden, dass es ein Traum für ihn wäre, wenn er eines Tages als Manager zu West Ham zurückkehren könnte:


"I am going to retire at the end of the season, I'm a little too old to carry on playing so I will take up managing next year. I hope to have the same success as a coach that I did as a player.
"My dream would be to manage inthe Premier League because English football is the best in the world and my dream in particular would be to manage at West Ham - that would be perfect.
"I spent four seasons there and I would love to go back and win something with them. The fans are fantastic there and the atmosphere at Upton Park was always so special.
"Every weekend I watch all the English games on TV but I always look out for the West Ham score, I have a special place for them in my heart.
"When I watch the Premier League I am always proud to see players that were young boys when I was at West Ham - I'm talking about Joe Cole, Frank Lampard, Rio Ferdinand and Trevor Sinclair.
"When I was there they were really young so I saw them grow up into men and players and I am proud to watch them playing at the top level in the Champions League.
"The standard in the Premier League was always good but these players and Jermain Defoe also stand out for me as the best English players." (tribalfootball.com)

Tribute To The Busby Babes: "The Flowers of Manchester"

The Flowers of Manchester
One cold and bitter Thursday in Munich, Germany,
Eight great football stalwarts conceded victory,
Eight men will never play again who met destruction there,
The pride of English football, the flowers of Manchester.

Matt Busby's boys were flying, returning from Belgrade,
This great United family, all masters of their trade,
The pilot of the aircraft and the skipper Captain Thain,
Three times they tried to take her up and twice turned back again.

The third time down the runaway disaster followed close,
There was ice upon the wings and the aircraft never rose,
It ran upon the marshy ground, it broke, it overturned.
And seven of the team were killed when the battered aircraft burned.

Roger Byrne and Tommy Taylor who were capped for England's side.
And Ireland's Billy Whelan and England's Geoff Bent died,
Mark Jones and Eddie Colman, and David Pegg also,
Before the blazing wreckage went ploughing through the snow.

The trainer, coach and secretary, and a member of the crew,
Also eight sporting journalists who with United flew,
and one of them was Big Swifty, we never will forget,
the greatest English 'keeper who ever graced a net.

They said that Duncan Edwards had an injury to his brain,
They said that Jackie Blanchflower would never play again,
Matt Busby he was lying there, the father of the team
Six months or more did pass before he saw another game.

Oh, England's finest football team its record truly great,
its proud successes mocked by a cruel turn of fate.
Seven men will never play again, who met destruction there,
the pride of English football, the flowers of Manchester.

50 years ago today, on 6th February 1958, twenty-three people died when the airliner carrying players and backroom staff of Manchester United, plus a number of journalists and supporters, crashed in a blizzard on its third attempt to take off from Munich airport. United were returning from Belgrade where they had just beaten Red Star Belgrade in the European Cup and had stopped off at Munich for re-fuelling. Twenty-three of the forty-four passengers on board the aircraft lost their lives.

munich58.co.uk
In memory of those who died in the Munich air crash in February 1958

Tuesday, 5 February 2008

Absolument non, Monsieur Faubert!

Setanta Sports bringt heute ein Interview mit West Hams Mittelfeldspieler Julien Faubert. Darin spricht er ziemlich offen über seine Probleme, sich an den englischen Stil (im Match und im Training) zu gewöhnen, und über die Unterschiede zwischen englischem und kontinentalem Fußball. Faubert glaubt daran, dass sich der Klub für einen Europacup-Platz qualifizieren wird.
Auch das Gerücht, dass Giovanni Trapattoni zu West Ham kommen könnte, wird wieder aufgewärmt.
Dass ich davon absolut nichts halte, habe ich schon einmal deutlich gemacht.
Mag sein, dass es taktische Lücken ("tactical gaps") in West Hams Spiel gibt - und Mr. Curbishley ist daran sicher nicht unschuldig -, aber der Defensivspezialist, der derzeit bei Red Bull Salzburg auf der Betreuerbank sitzt, ist sicher nicht der Richtige, um West Ham weiterzubringen.
"Trapattoni? Absolument non, Monsieur Faubert!"

Hier das Interview mit Julien Faubert:

"I have a person at the club who speaks French and helps me with the translation and he is Italian and speaks to me about [Trapattoni’s possible arrival].
"He would be a huge boost for our tactics because we have gaps in that area of the game, on the defending and positioning aspects.
"His arrival is possible, it is up in the air. I don’t know if it will happen or not.
"For the moment only bad things happened to me, first the injury, then the robbery. It was difficult, especially when you move to a new club, but it is part of the past and I am looking for better days. "Being a starter is the next objective, but I have to pass stage after stage. I have been waiting for six months so I can wait for a few more weeks. I am not at my top form yet so I won’t risk being stupidly injured again.
"They do everything upside down and everything is different here and the league can’t be compared to the French one.
"They fight for every ball and the refs don’t whistle often. Then, the games are much quicker, they are not focused on tactics at all, there is no time to rest.
"You arrive at the stadium an hour before the game, contrary to in France where you are away with the team in a hotel a night before.
"It shows you if you are a professional or not because you are your own boss. It’s up to you to eat well, to drink enough, and to rest to be ready on D-day. We rarely speak tactics at training. It’s only based on little games and since I’ve been here we have just done two tactical training sessions, we just do games, try to play in little spaces with everybody in the front.
"They had ideas about French players so they tested me when I arrived; kindly kicked me (laughs). What is good here is that they kick you, then you kick them, but nobody complains, it’s just part of the game.
"Honestly, you have to be physically strong; everybody is big in my team, apart from the small strikers. They don’t like cry babies, players who stay on the grass. You have to accept being kicked and give it back to them.
"It’s their game and if it happened at training in France it would finish in brawls, but here the mentality is different.
"I think that we haven’t been lucky from the start of the season because many players have been injured, a lot of recruits have been injured, but players are starting to come back, Craig Bellamy for example.
"I think that we can qualify for a European cup, that is the club’s aim. I think that we can do it.
"They want to create a new training centre and within two or three years to create a new stadium a little less big than Emirates Stadium but the same kind."

PS: Montag Abend spielte Julien Faubert in einem Trainingsmatch gegen die Queens Park Rangers. Beim 2:1 - Sieg von West Ham waren auch Craig Bellamy, der der walisischen Nationalmannschaft abgesagt hat, und Bobby Zamora im Einsatz.

EURO-Aktion: Christen am Ball

Gott ins Spiel bringen - das haben sich österreichische Christen aus unterschiedlichen Kirchen, Gemeinden und Gruppen anlässlich der Fußball EM '08 vorgenommen.
15 christliche Organisationen, darunter die Katholische Kirche ebenso wie Freikirchen, Missionswerke und die Evangelische Kirche, haben sich in Wien zur Initiative "Christen am Ball" zusammengeschlossen, um anlässlich der EURO den Menschen vom größten Sieg der Welt - jenem von Christus über den Tod - zu erzählen. Wo hunderttausende Menschen zusammenkommen, wollen sich auch jene aktiv einbringen, die heute wahrscheinlich weltweit am meisten zu Frieden und Völkerverständigung sagen und vorleben können.
Den zahllosen Gästen, die vom 8. bis 29. Juni zur EURO kommen, soll Gelegenheit gegeben werden, etwas von Christi Liebe und Güte zu erfahren, Anstöße zum Glauben zu bekommen, christliche Gastfreundschaft zu erleben und gemeinsam zu feiern; auch karitative und seelsorgerliche Aspekte sollen nicht zu kurz kommen.
Bei einer Präsentation der Initiative "Christen am Ball" am Montag-Abend in Wien sagte Diakon Johannes Fichtenbauer, er sei enorm ermutigt durch die Zusammenarbeit von Christen aller Konfessionen einschließlich der Freikirchen. Man werde zeigen, dass die "Christen von heute" einen wichtigen "Beitrag für die Welt von morgen" zu leisten haben.
Die Initiative unterstützt Pfarren und Gemeinden, die Public Viewing abseits der großen Fanzonen - vor allem für Familien mit Kindern - veranstalten wollen. Auf der Freyung in der Wiener Innenstadt soll eine "Friedensmeile" eingerichtet werden, um den christlichen Beitrag für ein friedliches Miteinander von Menschen aus allen Nationen zu betonen. Neben Straßenmusik, Straßentheater, einer christlichen Fußballzeitung und dem Verteilen von "Pfeiferln" (eine Aktion, deren tieferer Sinn dem RAPIDHAMMER noch nicht ganz klar geworden ist), wird es auch zwei Familienfeste mit (Fußball-)Spiel und Spaß auf der Jesuitenwiese im Prater (14. und 21. Juni) sowie ein "Fest der Hoffnung" am 28. Juni, dem Tag vor dem Finale, am Stephansplatz geben.
Es werden zahlreiche Christen in Wien erwartet, die beitragen wollen, "Gott ins Spiel zu bringen" - vom christlichen Fußballteam aus Oregon bis zu katholischen Musikgruppen aus Italien. Auch internationale Fußballstars, die anlässlich des Großereignisses Glaubenszeugnisse geben werden, sollen in die Aktionen eingebunden werden.
Das Wiener Dom- und Diözesanmuseum wird während der Europameisterschaft eine Sonderaustellung "Helden-Heilige-Himmelsstürmer" zeigen, die dem Verhältnis von Fußball und Religion gewidmet ist. Dort werden auch "Fußball-Reliquien" wie beispielsweise Trikots berühmter Spieler oder Rasenteile berühmter Stadien ausgestellt werden. Eine Sonderschau wird den Wiener Rapid-Fanclubs gewidmet sein. Siehe "KIRCHE08 - Am Ball seit 2008 Jahren".

Sunday, 3 February 2008

"They fly so high, nearly reach the sky ..."

I couldn't watch the game on Saturday afternoon. It was a situation as it could be described in Nick Hornby's "Fever Pitch". You've received visitors for a snack in the afternoon and there's hardly a chance to get to know the result as you've got caught in the small-talk at the dining-table.
Eventually you're able to absent yourself for some minutes. You drop out to the computer, type the BBC-sports-website, and get to know what???
The Hammers are 0-1 down and there are only 5 minutes left to play. But you can't stay away for such a long time, can you?
Well, you drop back to the company of your guests and think about the faint possibilty of another Mark Noble penalty in the 93rd minute...
One and a half hour later you're able to get a glimpse at the results of the Premier League - just to find out that neither a penalty was awarded at the "JJB" nor Mark Noble has scored.
After Wednesday’s performance against Liverpool you had thought you were entitled to expect yet another away win at Wigan. But all that's crossing your mind now are the lyrics of "Bubbles": "They fly so high, nearly reach the sky, then like my dreams ..."
You know, "they fade and die..."
Well, a win at Wigan - that couldn’t be, could it? Because it is after all West Ham we support. I suppose I should have known better.

Saturday, 2 February 2008

Frustrating Setback At Wigan

Keine Chance für Robert Green, wenn man Wigans Kevin Kilbane (rechts) bei einem Freistoß sträflich vernachlässigt, und der einen derart raffinierten Kopfball zustande bringt.
Auf dem von vorangegangenen Rugby-Matches devastierten Rasen des JJB Stadions wurden auch die Träume der Hammers von einem erfolgreichen "run" im Februar brutal zerstört.
Eine vergebene Chance von Craig Bellamy, den Dean Ashton (links gegen Paul Scharner) schön freigespielt hatte, in der zweiten Halbzeit. Sonst aber wenig Bemerkenswertes an diesem Samstag-Nachmittag, an dem auf einem Rasen gespielt wurde, der sicher der schlechteste in der ganzen Premier League ist.
Schade um die nicht genützte Chance, in der Tabelle weiter aufzuholen, denn Portsmouth (1:1 gegen Chelsea mit Debut-Goal von Jermain Defoe) und die Blackburn Rovers (0:0 gegen Everton) spielten unentschieden, Manchester City verlor (1:3 gegen Arsenal).
Nächste Woche gegen Birmingham am Upton Park wird's wieder besser gehen!

Wigan: Kirkland, Melchiot, Boyce, Scharner, Kilbane, Valencia, Palacios, Brown, Taylor (Koumas 84), Heskey (Bent 57), King (Sibierski 90).
Subs Not Used: Pollitt, Bramble.
Booked: Taylor.
Goal: Kilbane 45.
West Ham: Green, Neill, Ferdinand, Upson, McCartney, Ljungberg, Noble (Bowyer 73), Mullins, Etherington (Solano 48), Cole (Bellamy 68), Ashton.
Subs Not Used: Wright, Spector.
Booked: Upson, Bowyer, Neill.
Ref: Martin Atkinson (W Yorkshire).

West Ham im Februar

Der Februar bringt nur drei Pflichtspiele für West Ham United, und die werden gegen Klubs aus dem unteren Tabellendrittel ausgetragen:
2.2. Wigan (A)
9.2. Birmingham (H)
23.2. Fulham (A)
Im März warten dann zunächst Chelsea (H) und Liverpool (A), anschließend muss man zu Tottenham (A).
Wenn es sich auch bei den Februar-Matches um zwei Auswärtsspiele handelt, so scheint es dem RAPIDHAMMER doch nicht vermessen, mit drei vollen Erfolgen zu spekulieren. Und wenn ein solcher "run" zustande käme, dann könnten die Hammers auch mit breiter Brust den FC Chelsea am Upton Park empfangen (eine Partie, die im Vorjahr trotz guter Leistung in der ersten Hälfte mit 1:4 verloren wurde).
Wenn es dann zum Retourmatch nach Liverpool und an die White Hart Lane gegen den Londoner Rivalen geht, sollte schon ein ordentlicher Punktezuwachs auf dem Konto der Irons geparkt sein.
Naja, so stellt sich das der West Ham-Anhänger vor. Ziemlich unrealistisch, werden vielleicht manche meinen. Aber das Schöne an der laufenden Saison ist, dass solche Träume durchaus nicht unrealistisch sind. West Ham steht auf einem soliden Tabellenplatz, ist auswärts stark und hat zuletzt auch in den Heimspielen durchaus überzeugt.
C'mon you Irons!!!!!

Friday, 1 February 2008

Kein Leiberl für Robert Green

Dass der 99-fache Internationale David Beckham gegen die Schweiz nicht zu seinem "100er" kommt, ist aufgrund fehlender Matchpraxis verständlich. Dass aber Robert Green nicht in Fabio Capellos erstem vorläufigen Teamkader für das Freundschaftsspiel England - Schweiz nächsten Mittwoch in Wembley steht, ist schon sehr ärgerlich.
Die nominierten Torhüter sind "Calamity James", dessen würdiger Nachfolger Scott Carson ("calamity goal" vs. Croatia) und Chris Kirkland von Wigan, der die viertmeisten Tore in der Premier League kassiert hat (38).

Robert Green bekam in dieser Saison erst 21 Tore und führt in der "Fantasy Premier League"-Spieler-Statistik die Torhüterwertung an.
Zur Ehrenrettung von David James (Portsmouth) muss allerdings gesagt werden, dass er laut dieser Statistik der am zweitbesten eingeschätzte Torhüter der PL ist.

Warum nur hat der West Ham-Goalkeeper Robert Green bei Fabio Capello ebensowenig ein Leiberl wie bei Steve McC.?
Auch Alan Curbishley weiß keine Antwort.

Bei West Ham blieb das Transfer-Fenster (fast) zu

"Signing players in the January is not always as good as some people imagine"
Sir Alex Ferguson

Das dürfte sich auch Alan Curbishley gedacht haben, denn bei West Ham tat sich im Transfer-Monat Jänner - im Gegensatz zu anderen Klubs - herzlich wenig. Kein neuer Spieler kam zu den Hammers, zwei Spieler wurden abgegeben:
Hogan Ephraim [West Ham - QPR] Undisclosed
Christian Dailly [West Ham - Rangers] Free

Mit Christian Dailly hat der längst dienende aus der aktuellen Mannschaft die Hammers verlassen. Er spielte seit dem Jänner 2001 für die Hammers. In der laufenden Saison kam die bei den Fans beliebte Nummer 24 zu keinem Einsatz in der "Ersten" mehr und wurde im September an Southampton verliehen. Nachdem daraus aber kein "permanenter Deal" wurde, saß der 34-jährige Schotte bei West Hams 2:1-Auswärtserfolg gegen Middlesbrough knapp vor Weihnachten auf der Bank, spielte aber sonst nur im Reserve-Team.
Der 19-jährige Hogan Ephraim dagegen war einer der Jüngsten im Kader. Der aus der West Ham-Akademie kommende Offensivspieler war schon einen Großteil dieser Saison an QPR ausgeliehen gewesen und unterzeichnete nun einen Vertrag für dreieinhalb Jahre. "It's a great time to be at QPR. Big things are going to happen here - the new owners are very ambitious", kommentierte der U19-Internationale seinen Vereinswechsel zum Klub von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Renault-Teamchef Flavio Briatore.

Wen die anderen Klubs der Premier League im Jänner verpflichtet haben - unter anderem wechselte Ex-Hammer Jermain Defoe in letzter Minute zu West Hams Ex-Trainer Harry Redknapp nach Portsmouth - und wie diese Transfers zu bewerten sind, kann man etwa im Beitrag Transfer window winners & losers (BBC Online) lesen. Eine komplette Transferliste findet man hier.
PS:
Noch unbeantwortet blieb meine jüngst gestellte Preisfrage: "Wer ist nach Daillys Rückkehr in seine schottische Heimat der am längsten dienende Spieler der Hammers?"

HANSE DER WOCHE: Mark Noble

In der Rubrik "HANSE DER WOCHE" (benannt nach Rapid-Legende Hans Krankl) wird regelmäßig ein Akteur aus der weiten Welt des Fußballs vor den Vorhang gebeten und vom RAPIDHAMMER der Akklamation durch die werte Leserschaft empfohlen.

Diesmal kann der Titel HANSE DER WOCHE niemand anderem zustehen als dem 20-jährigen Burschen aus Canning Town im Ost-Londoner Bezirk Newham. Mit seinem cool verwerteten Elfmeter in der 93. Minute gegen "Penalty-Killer" Pepe Reina fixierte Mark Noble einen historischen Sieg für West Ham: nach elf sieglosen Spielen gegen den FC Liverpool (darunter das im Elferschießen gegen Pepe Reina verlorene Cupfinale 2006) gelang den Hammers endlich wieder ein voller Erfolg gegen die "Reds".

Nobes: "I was so confident"
Als Freddie Ljungberg in der Nachspielzeit des Matches gegen Liverpool von Jamie Carragher im Strafraum gefoult wurde und Schiedsrichter Alan Wiley nicht zögerte, auf den Elferpunkt zu zeigen, stand für den 20-jährigen "Nobes" außer Zweifel, wer den Penalty schießen würde.
"Ich war so überzeugt, dass ich treffen würde", erzählte der "Man of the Match" nach dem Erfolg, und an dieser Selbstsicherheit habe sich auch nichts geändert, als ihm - nachdem er sich den Ball geschnappt hatte - eingefallen war, dass der Liverpool-Torhüter einen exzellenten Ruf als Elferkiller hat.
Dean Ashton, der sich nach dem Elferpfiff in Richtung des Balles bewegte und offenbar auch erwog, den Strafstoß zu treten, war zu langsam. Der junge Mark hatte sich in diesem Spiel gegen den Champions League-Finalisten schon durch seine vorangegangene Leistung ausgezeichnet; nun wollte er sich die Chance, die Partie im letzten Moment zu entscheiden, nicht nehmen lassen.
Und er nützte seine Chance: mit einem sehr platzierten flachen Schuss ließ er Reina, der die richtige Ecke erraten hatte und nach rechts hechtete, keine Chance. Der Ball war drin, der Boleyn Ground spielte verrückt, aber Manager Alan Curbishley hatte im Augenblick des Jubels auch eine große Sorge: dass "Nobes" zu ausgelassen jubeln und dafür seine fünfte gelbe Karte kassieren könnte (mit dem Ergebnis einer Sperre im nächsten Spiel).
Aber auch in dieser Beziehung bewies der junge Mittelfeldspieler Reife: der Torjubel erregte nicht Referee Rileys Missfallen, und Mark Noble kann am Samstag beim Auswärtsspiel gegen Wigan wieder zeigen, dass er zurecht der "Local Hero" in East London ist.
Noble scheut sich übrigens nicht, auf dem Platz Emotionen zu zeigen - im Spiel gegen Tottenham Hotspur im letzten Frühjahr, in dem er sein erstes Premier League-Tor erzielt hatte, saß er weinend auf dem Rasen des Boleyn Grounds: die gegen den Abstieg kämpfenden Hammers waren in dieser Partie mit Toren von Tévez, Noble und Zamora zweimal in Führung gegangen und hatten dann in der Nachspielzeit doch noch eine 3:4-Niederlage hinnehmen müssen. Dass die Nachspielzeit dieses Mal nicht in Tränen endete, hat sich Mark Noble selbst zu verdanken.
Nächsten Dienstag spielt der am 8. Mai 1987 geborene West Ham-Eigenbauspieler, der schon letzte Saison zusammen mit Carlos Tévez die Hammers zu jener fulminanten Aufholjagd inspirierte, die als "greatest escape" in die Vereinsgeschichte eingegangen ist, auch mit Stuart Pearces England U21-Team gegen Irland.
Die Probleme vom Herbst, als West Hams Nummer 16 Leistenbeschwerden plagten, die schließlich eine Operation notwendig machten, sind vergessen. Viele "Man of the Match"-Vorstellungen sollen noch folgen - und vielleicht auch wieder ein Tor aus dem Spiel, denn beide Treffer in der bisherigen Ligasaison erzielte der 20-jährige "midfielder", der durchaus einen ordentlichen Schuss hat, aus Elfmetern. Die Fan-Website KUMB hat Mark Nobles kraftvolles Volleytor zum 3:1 gegen Bolton (nach Zuspiel von Carlos Tévez) sogar zum Tor des Jahres 2007 gewählt.