Rapid Hammer

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RAPIDHAMMER

Saturday, 30 June 2007

Blowing ONLY BUBBLES: Rauchverbot im Stadion

Großbritanniens Raucher haben es ab Sonntag schwer, noch ein Plätzchen zu finden, an dem sie in aller Ruhe qualmen können: Wie DIE ZEIT und Der Standard berichten, gilt an öffentlichen Orten und am Arbeitsplatz ab dem 1. Juli absolutes Rauchverbot, eingeschlossen sind auch Fußballstadien wie West Hams Boleyn Ground, Bahnsteige und natürlich Gaststätten. Rauchern bleiben nur noch ein paar Rückzugsorte im Freien - wie Gärten oder Hinterhöfe von Restaurants. Die ursprünglich geplanten Ausnahmen für Pubs, die keine Speisen servieren, wurden nicht in das Gesetz aufgenommen.
Verstöße gegen den "Smoking Ban" werden mit Strafen bis zu 200 Pfund sanktioniert, Unternehmen, die das Verbot nicht durchsetzen, müssen bis zu 2500 Pfund zahlen.
Doch es sind nicht nur die angedrohten Strafen, die im United Kingdom mittlerweile zu einem spürbaren Sinneswandel geführt haben. Selbst die Wirte lehnen das Verbot nicht mehr völlig ab: "Es wird uns eher nützen", sagt Mark Hastings, der Sprecher des Britischen Bier- und Beisel-Verbands BBPA. Dadurch würden die traditionellen Pubs wieder für Menschen attraktiv, die die verrauchte Luft nicht vertrügen: "Wir können die bis zu 75 Prozent der Bevölkerung erreichen, die nicht rauchen", sagt Hastings.
Als "nicht militanter Nichtraucher", der ich bin, hatte ich gegen das Rauchen im Stadion persönlich nicht viel einzuwenden, aber vor allem meine Kinder störten die Rauchschwaden von vorne und hinten sehr. Darum ist es mir durchaus recht, dass am Boleyn Ground von West Ham künftig nur noch Seifenblasen ("Bubbles") gepustet, nicht aber Zigarettenrauch in die Luft geblasen werden darf.
Im Wiener Hanappi-Stadion sind wir aber noch nicht soweit. Nach dem österreichischen Tabakgesetz gilt ein Rauchverbot grundsätzlich nur in "Räumen öffentlicher Orte", nicht also im Freien.

Wednesday, 27 June 2007

Freispruch: Valdés rettet Didulica

Barcelona-Keeper Victor Valdés, aber auch Rapid-Verteidiger Hannes Eder sind indirekt mitverantwortlich für den Freispruch des früheren Austria-Tormannes Joey Didulica im Berufungsverfahren wegen Körperverletzung vor dem Oberlandesgericht Wien.

Es passierte im Mai 2005, als der SK Rapid beim Derby im ausverkauften Wiener Ernst Happel-Stadion seinen 31. Meistertitel feiern wollte: Der violette Keeper traf den Rapid-Angreifer Axel Lawaree (33) bei einer Aktion außerhalb des Strafraumes mit dem Bein im Gesicht und verletzte den Rapidler (nunmehr beim FC Augsburg) schwer (Trümmerbruch des Nasenbeines, Schädeltrauma und Augapfelquetschung). Dafür wurde Joey Didulica nicht nur vom Strafsenat der Bundesliga wegen"rohem Spiel" für 8 Spiele gesperrt, sondern auch vom Landesgericht Wien im April 2006 wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 60.000 Euro (120 Tagessätze à 500 Euro) verurteilt.

In der heutigen Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgericht Wien forderte die Staatsanwaltschaft eine strengere Verurteilung (wegen vorsätzlicher Körperverletzung), während die Verteidigung (Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Brandstetter, links, und Dr. Oliver Scherbaum, rechts von Didulica) argumentierte, dass es sich nicht um eine untypische, außerhalb des Spielflusses gelegene vorsätzliche Attacke gehandelt habe. Da "typische Regelverstöße" in "Kampfsportarten" nicht strafbar seien, plädierte die Verteidigung auf Freispruch. Dass es sich beim Hochspringen des Austria-Tormannes mit angezogenem Knie, um den Ball außerhalb des Strafraumes mit dem Fuß wegzuschlagen - was ihm allerdings nicht gelang (das Bein landete auf Lawarees Nase!) - um eine "spieltypische Situation" gehandelt habe, sei auch durch eine ähnliche Aktion von Barcelona-Keeper Victor Valdés in einem Spiel gegen Sevilla sowie die unschöne Kung Fu-Attacke von Rapid-Verteidiger Hannes Eder in einem Bundesligaspiel gegen Altach zu beweisen.
Der in Australien geborene Keeper Joey Didulica (29), der seit dem Vorjahr bei AZ Alkmaar in Holland spielt, sagte selbst vor dem Berufungssenat, es sei immer sein Ziel gewesen, den Ball zu spielen, "unfortunately" sei ihm dies aber bei der Aktion im Derby nicht gelungen. "Sorry for the whole situation", fügte der 1,91 m große Tormann mit australischer und kroatischer Staatsbürgerschaft noch hinzu, bevor sich der Senat zur Beratung zurückzog.

Urteil: Freispruch für Didulica
Das nach der 3/4-stündigen Verhandlung gefällte Urteil mag für den Rapidanhänger unerfreulich sein, geht man aber vom festgestellten Sachverhalt aus (Didulica habe vorgehabt den Ball zu spielen!) muss man es als Jurist wohl begrüßen:
Das OLG Wien unter Vorsitz von Ernest Maurer argumentierte damit, dass es in einer "Kampfsportart" wie Fußball zu Verletzungen kommen könne, was von den Spielern "mitbedacht und in Kauf genommen" werde. Nur dort, wo eine Sorgfaltswidrigkeit vorliege, die über das "übliche Risiko" dieser Sportart hinausgehe, liege kein toleriertes, sondern ein "rechtlich missbilligtes Risiko" vor. Die Verursachung von Verletzungen in "Kampfsportarten" sei nur dann strafrechtlich relevant, wenn sich aus den Umständen ergebe, dass "losgelöst von den Regeln und Bedingungen des Spiels" aggressive Handlungen gesetzt würden, die nicht mehr durch den Kampf um sportlichen Erfolg motiviert seien, sondern bei denen der Sport nur mehr als "Vorwand" diene, wie etwa bei Tätlichkeiten, die unabhängig vom "Kampf um den Ball" stattfänden.

Kein Verletzungsvorsatz - Didulica wollte "den Ball spielen"
Dass es sich bei Didulicas Aktion, die zur Verletzung Lawarees führte, um eine solche Gewaltanwendung gehandelt habe, hatte schon das Erstgericht nicht angenommen, weil es den Austria-Keeper nur wegen fahrlässiger, nicht aber wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt hatte.
Der Berufungssenat meinte, dass sich Didulica zwar im gegebenen Fall für eine riskante Aktion entschieden habe, er habe aber eine "reelle Chance den Ball zu spielen gehabt und hatte dies auch vor". Aufgrund der kurzen Zeitspanne, die ihm für seine Entscheidung im Spiel zur Verfügung gestanden sei, sei ihm wohl "keine intellektuelle Auseinandersetzung mit den Folgen seiner Handlung" möglich gewesen. (Vorsatz würde nach § 5 StGB voraussetzen, dass der Täter die Verletzungsfolge "ernstlich für möglich hält und sich mit ihr abfindet".) Da Didulica sich "in Bruchteilen von Sekunden" habe entscheiden müssen, wie er auf die Spielsituation reagiere und es seine Absicht gewesen sei, den Ball mit dem Fuß wegzuschlagen, sei die von ihm begangene Regelwidrigkeit "noch spieltypisch", sie liege "in der Natur des Fußballsports" und sei daher "sozialadäquat", also innerhalb des tolerierten Risikos dieser Sportart. Die Aktion von Barcelona-Keeper Valdés (siehe oben) wurde vom Berufungssenat - als Beispiel dafür, dass Didulica nicht untypisch agiert habe - erwähnt. Der Senat wies auch darauf hin, dass der Strafsenat der Bundesliga den Spieler nicht wegen einer "Tätlichkeit", sondern (nur) wegen "rohen Spiels" gesperrt habe. Die von Didulica nicht vorsätzlich zugefügte Körperverletzung sei daher nicht rechtswidrig und daher nicht strafbar.
Ergo: Freispruch - die fahrlässige Körperverletzung beim "Kampfsport" Fußball bleibt straffrei. Lawaree wurde mit seinen Ansprüchen auf den Zivilrechtsweg verwiesen.

Ein Missverständnis: Fußball ist kein "Kampfsport" !
Dem Liebhaber des Fußballspieles tut es weh, wenn der Berufungssenat dieses mehrfach als "Kampfsportart" bezeichnet - in diese Kategorie fallen z.B. Fechten, Karate und Boxen (siehe hier!), aber Fußball? Nie und nimmer. Ob der Senat da nicht doch etwas missverstanden hat?
Ich hatte als Augenzeuge der damaligen Aktion auch meine Zweifel, ob hier wirklich nur um den Ball gekämpft wurde, aber wenn schon die erste Instanz nach ausführlichem Beweisverfahren nur Fahrlässigkeit annahm, war ein Freispruch eigentlich logisch. Ausgehend vom festgestellten Sachverhalt (Didulica habe vorgehabt den Ball zu spielen!) wäre eine Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung nicht zu begrüßen gewesen.
Eine Differenzierung innerhalb der Fahrlässigkeit ("normale" grobe Fahrlässigkeit ist nicht strafbar, "krasse grobe" Fahrlässigkeit aber schon) wäre im Strafrecht, das klare Grenzen der Strafbarkeit braucht, nicht sinnvoll. Und da Lawarees Vermutung, Didulica habe ihn "bewusst" verletzen wollen, nicht bewiesen werden konnte, lag es nahe, den Angeklagten freizusprechen.
Diesen Angriff des Staatsanwaltes konnte der Tormann also - mit Hilfe einer gut aufgestellten Verteidigung - parieren: 2:1 für Didulica! Trotzdem bleibt angesichts der schlimmen Verletzung und des Grinsers von Didulica bei seinem damaligen Ausschluss ein bitterer Nachgeschmack!

Tuesday, 26 June 2007

Millionen für verletzten Owen. Und für die anderen?

"Newcastle United feiert einen 10 Millionen-Sieg", titelte gestern der Daily Express den Bericht über die Einigung im Streit um Kompensationszahlungen für die Knieverletzung von Michael Owen, die er vor etwa einem Jahr beim WM-Spiel England - Schweden (2:2) erlitten hatte. Der Stürmer von Newcastle United fiel dadurch beinahe die gesamte Saison 2006/07 aus. Zunächst hatte die Football Association (FA) durch ihre Versicherung für 10 Monate einen Teil von Owens Gehalt übernommen (£ 50.000 von Owens "£110,000-a-week wages") . Dem Verein war das aber zuwenig. Man argumentierte nicht nur mit Owens höherem Gehalt, sondern führte auch die Notwendigkeit des Transfers von Obafemi Martin von Inter Mailand, der Newcastle £ 10 Mio. gekostet habe, wie auch die hohen medizinischen Behandlungskosten ins Treffen.
Nun soll sich auch der Weltfußballverband (FIFA) bereit erklärt haben, aus einem anlässlich der WM 2006 dotierten Fonds für schwere Verletzungen bei WM-Spielen einen Beitrag zu leisten. Die FIFA hatte sich zunächst dagegen gewehrt, einem Klub aus der reichsten Liga der Welt Gelder aus diesem Fonds zukommen zu lassen, dann eine Million £ geboten und besteht auch jetzt darauf, dass die von Newcastle-Chairman Freddy Shepherd genannte Summe von £ 10 Mio. zu hoch gegriffen sei: es handle sich nur um £ 6 - 7 Mio., weil die Hälfte von Owens Gehalt durch Newcastles eigene Versicherung übernommen werde.
Bei Newcastle - die Michael Owen nur in drei Premier League-Spielen einsetzen konnten und die Saison auf dem 13. Platz beendeten - sieht man die erzielte Einigung, um die monatelang gekämpft wurde, als Akt der Gerechtigkeit.
Gerecht wäre es aber nur, wenn auch andere Klubs eine entsprechende Entschädigung für Langzeitverletzte erhielten, die sich ihre Blessuren "on international duty" zuzogen, wie z.B. West Hams Dean Ashton. West Hams "record signing" hatte sich im Training für Englands Freundschaftsspiel gegen Griechenland im August 2006 am Knöchel verletzt und konnte in der abgelaufenen Saison kein einziges Mal eingesetzt werden.
Ohne entsprechende Absicherung für die Vereine werden diese nämlich zunehmend weniger Lust haben, ihre teuer bezahlten Spieler für Länderspiele abzustellen, von denen sie vielleicht verletzt zurück zum Klub kommen und diesem längere Zeit nicht zur Verfügung stehen. Die Ehre einer Nationalteamberufung sollte kein Drahtseilakt ohne Netz sein.

Monday, 25 June 2007

Harry Potter, West Ham & das Kinderzimmer

Der Kurier berichtet heute, dass das "streng geheime" Ende des 7. Harry Potter-Bandes von einem Hacker ins Netz gestellt worden sein soll.
Am 21. Juli wird dieser letzte Band mit dem Titel "Harry Potter and the Deathly Hallows" auf Englisch erscheinen, die deutsche Ausgabe (deren Titel noch nicht feststeht) ist für den 27. Oktober 2007 angekündigt.
Übrigens: West Ham ist der einzige Fußballklub, der in einem Harry Potter-Roman vorkommt.
Eine der ältesten Freundinnen der Autorin Joanne K. Rowling soll eine überzeugte West Ham-Anhängerin sein. Harry Potter selbst interessiert sich zwar mehr für das Quidditch-Spiel, aber sein Mitschüler und Quidditch-Kollege Dean Thomas scheint auch ein echter Fußballexperte zu sein: Jedes Schuljahr hängt er ein neues West Ham-Mannschaftsposter über seinem Bett auf. ("Harry Potter und der Stein der Weisen", Kapitel 9; siehe Harry Potter-Lexikon.)
Was musste ich hingegen vor kurzem über dem Bett des Patenkindes meiner Frau sehen?
"Fat Frank" Lampard jr. !! (Den mögen wir bei West Ham seit seinem Abgang zum FC Chelsea 2001 gar nicht mehr so gerne.) Da wird unser "Präsi" Eggert Magnusson noch ein bisschen zaubern müssen, damit einmal ein aktueller West Ham-Spieler in einem österreichischen Kinderzimmer an die Wand gepinnt wird.

Wenig los ?

"It's all gone a bit quiet", meinte West Ham-Blogger Iain McDale gestern. Und er hat recht: Keine neuen Transfers bei West Ham, noch keine Spieltermine für West Hams weitere "friendlies" in Österreich (das einzige fixierte Spiel ist jenes gegen Sigma Olmütz) und auch die Carlos Tévez-Saga hat bisher weder eine definitive Fortsetzung noch einen Abschluss gefunden (Tévez zu Real Madrid ist ein Gerücht, Thierry Henry zu Barcelona hingegen eine Tatsache).

Immerhin gibt es von einem aktuellen West Ham-Internationalen was zu berichten: USA mit Jonathan Spector (bis zur 72.) besiegte Mexiko im Gold Cup-Finale mit 2:1 (0:1): "Feilhaber's 73rd Minute Strike Propels U.S. To Fourth Gold Cup Championship" (Bild links). Spector verletzte sich bei einem Kopfballduell und musste ausgetauscht werden. Meinungen aus dem KUMB-Forum: "Spector just got hurt in a mid air head to head collision he was definitely knocked out. However he did walk off the pitch with help and down the tunnel. Had a very solid match, had several good tough balls and some great crosses." - "Spector did pretty well before he got knocked out. They came after him the first half and then finally gave up and tried to attack the left side." - "I don't think the result should fool anyone. Mexico was the better team."

Und da es von aktuellen "Hammers" wenig zu berichten gibt: Ein Ex-Hammer kam in dieser Saison ausgiebig zu Lorbeeren. Der von 2000 - 2003 für West Ham tätige Frédéric Kanouté (84 Spiele - 29 Tore für West Ham; Bild rechts) gewann mit dem FC Sevilla das spanische Cup-Finale gegen Getafe mit 1:0. Er erzielte den entscheidenden Treffer schon in der 11. Minute, wurde kurz vor Schluss aber wegen einer Tätlichkeit ausgeschlossen. Für Sevilla war es der dritte Titel in dieser Saison: außer dem spanischen Pokal gewannen sie den UEFA-Supercup 2006 (3:0 gegen FC Barcelona in Monaco) und den UEFA-Cup (im Elferschießen in Glasgow gegen Espanyol nach einem 2:2 n.V.) . In allen drei Finali schoss Fredi Kanouté (29) ein Tor.

Friday, 22 June 2007

Vor 30 Jahren: 11:1 für Rapid, 7 x Krankl!

Johann Krankls legendäre 7 Tore gegen den GAK

Heute, 22.6., vor genau 30 Jahren (1977) hat der SK Rapid Wien den Grazer AK im kurz davor neu eröffneten Weststadion (heute Gerhard Hanappi-Stadion) mit 11:1 geschlagen! Dieses 11:1 ist noch immer der höchste Sieg eines Vereins in der seit 1974 bestehenden österreichischen Bundesliga.

Hans Krankl, Rapids legendäre "Nummer 9", erzielte 7 Tore gegen den armen GAK-Tormann Brod, darunter einen Hattrick innerhalb von nur vier Minuten.

Mit meinem Freund Hermann war ich damals - als einer von nur ein paar tausend Zuschauern - auf der Nordtribüne dabei. Am nächsten Tag in der Schule haben wir allen, die zu diesem Match in der letzten Meinsterschaftsrunde nicht mitgefahren waren, stolz erzählt, dass sie ein historisches Ereignis versäumt hatten. Und das war es tatsächlich: ein Rekord-Sieg, der bis heute hält.

Hans Krankl (Original-Bild vom damaligen GAK-Spiel!) war in diesem Jahr überhaupt in Schusslaune: Bei Österreichs 9:0 gegen Malta in Salzburg (Quali für die WM 1978 in Argentinien) schoss er 5 Tore. Krankl wurde in diesem und im nächsten Jahr österreichischer Schützenkönig und holte sich 1978 auch den Goldenen Schuh für Europas besten Torschützen.

Nach seinen beiden Toren beim legendären 3:2 gegen Deutschland bei der WM in Argentinien (21.6.1978; hier der Kommentar von Edi Finger) wechselte Krankl zum FC Barcelona, wo der dort zum "Goleador" avancierte "Hansi" 1979 den Europapokal der Pokalsieger gewann. Im Endspiel in Basel steuerte er beim Sieg gegen Fortuna Düsseldorf ein Tor zum 4:3 Sieg der Spanier bei. Auch mit Rapid Wien erreichte er 1985 das Finale des Europapokals der Pokalsieger, in dem die Wiener trotz eines Tores von Hans Krankl mit 1:3 gegen den FC Everton unterlagen.

In einem Gespräch mit meinem Sohn Johannes und mir legte Hans Krankl übrigens Wert auf folgende Feststellung: "I haß net Hans, i haß Johann!"

West Ham in Bad Radkersburg

Vom 15. bis 22. Juli wird sich West Ham in Bad Radkersburg (Steiermark) auf die neue Saison vorbereiten. Ein Freundschaftsspiel wurde bereits fixiert: am 17.07.2007, 18:30, wird West Ham in Bad Radkersburg auf Sigma Olmütz (14. der tschechischen Meisterschaft) treffen.
In der Steiermark befindet sich West Ham in bester Gesellschaft: in den steirischen Fußballcamps in Bad Radkersburg, Bad Waltersdorf, Kapfenberg und anderen Orten tummeln sich in diesem Sommer insgesamt 25 Fußballteams. Deren "friendlies" während der Sommercamps werden auf der Homepage der steirischen Fußballcamps angekündigt, wobei für West Ham mit heutigem Stand bisher nur das oben genannte Match gegen SK Sigma Olomouc a.s. (Vereinswappen oben) bestätigt ist.

Besonders aufdrängen würde sich wohl ein Freundschaftsspiel gegen Lazio Rom, das bis 28. Juli in Kapfenberg stationiert ist. Bei Lazio spielte nämlich bis 2006 der italienische Stürmer Paolo di Canio, der von 1999 bis 2003 bei West Ham wegen seiner spektakulären Spielweise Kult-Status genoss. Ihm war es zu verdanken, dass im Upton Park regelmäßig die Melodie von "La donna e mobile" aus Verdis "Rigoletto" erklang, wenn die West Ham-Faithful diese Arie mit dem Text "Pa-o-lo di Ca-ni-o" anstimmten. Der umstrittene - mit seinen politischen Ansichten im Abseits stehende, später für den Ausspruch "Ich bin Faschist, na und?" bekannt gewordene - Stürmer spielte 118 Matches für West Ham und scorte 47 Mal, bevor er zu Charlton und anschließend zu Lazio wechselte.

2001 erhielt Paolo di Canio - dessen abzulehnende politische Einstellung damals wohl noch gar nicht so bekannt war - den FIFA Fair Play Award. Grund dafür war eine Aktion während des Spiels zwischen West Ham United und dem FC Everton. Di Canio hatte die Chance, auf das leere Tor von Everton zu schießen, doch als er bemerkte, dass der Torhüter von Everton verletzt am Boden lag, nahm er den Ball in die Hände und unterbrach so das Spiel, damit sein Gegenspieler behandelt werden konnte. Die FIFA bezeichnete sein Verhalten, als einen "besonders guten Akt sportmännischen Verhaltens". Allerdings sagte di Canio auch, dass er in einem Derby gegen den AS Roma sich eher die Hand abschneiden würde, als den Ball aufzuheben, was seine faire Geste relativiert. Zudem reckte sich dieselbe Hand schon des öfteren zu einem Gruß, den niemand mehr - weder auf dem Fußballplatz noch sonst irgendwo - sehen möchte!

Käme ein Vorbereitungsspiel gegen Lazio zustande, so würde West Ham in diesem Sommer "friendlies" gegen beide großen Römer Vereine austragen, denn am 4. August wird AS Roma im Upton Park zu Gast sein.

On to the Final

US-Team macht es besser. Und Guadeloupe?

Es wird hoffentlich nicht daran gelegen haben, dass West Ham-Verteidiger Jonathan Spector auf der Bank blieb und im Seminfinale gegen Kanada nicht zum Einsatz kam. Jedenfalls haben die USA im Seminfinale des CONCACAF Gold Cups Kanada mit 2:1 (2:0) geschlagen. Die USA spielen nun im Finale am Sonntag gegen den Sieger aus Mexiko gegen Guadeloupe. Im Finale sollte Spector wieder dabei sein, denn sein Konkurrent als Außenverteidiger, Frankie Hejduk, kassierte eine gelbe Karte und wird im Finale voraussichtlich gesperrt sein.

Der Halbfinalist Guadeloupe, ein französisches Übersee-Département in der Karibik (Bild), ist übrigens eine von der FIFA nicht anerkannte Nationalmannschaft, weil es sich dabei um eine Region Frankreichs handelt. Bei ihrer erstmaligen Teilnahme am CONCACAF Gold Cup avancierten die in rot-grün spielenden Inselkicker zum Überraschungsteam und besiegten im Viertelfinale Honduras 2:1, wobei Honduras zuvor in einem Gruppenspiel Mexiko geschlagen hatte.

Star von Goudeloupe ist Jocelyn Angloma (41), der ehemalige französiche Nationalteamspieler, der auch beim 2:1 gegen Honduras ein Tor erzielte. Sein Mitwirken ist eben dadurch möglich, dass die 400.000 Einwohner zählende Inselgruppe nicht Mitglied der FIFA ist. 1993 gewann Angloma mit Rudi Völler und Olympique Marseille die Champions League, 2000 und 2001 gehörte er dem CL-Team des FC Valencia an, das sich gegen Real Madrid und dann gegen Bayern München geschlagen geben musste. 37 Länderspiele hat er für Frankreich bestritten, 1992 und 1996 war er mit der Equipe Tricolore bei der EM.

Thursday, 21 June 2007

Fortune's Always Hiding ...

Früh übt sich, was ein echtes englisches Nationalteam werden will
Bekanntlich scheidet Englands Nationalmannschaft mit schöner Regelmäßigkeit nach unglücklich verlorenem Elferschießen aus internationalen Bewerben aus, zuletzt bei der WM in Deutschland gegen Portugal (0:0, 1:3 i.E.).
Nun hat auch das englische U21-Team diese schwarze Serie bei Großereignissen fortgesetzt: Die Engländer führten gestern bei der U21-EM in Holland gegen den Gastgeber durch ein Tor von Reading-Stürmer Leroy Lita (39.) bis zur 89. Minute mit 1:0. In der vorletzten Minute mussten sie aber noch den Ausgleich hinnehmen (Maceo Rigters mit einem Fallrückzieher aus kurzer Distanz, 89.). Was dann folgte, war zuerst eine Verlängerung, in der für England nur mehr 9 Spieler auf dem Platz standen, die noch fit waren (Taylor und Onuoha waren verletzt, das Austauschkontigent bereits ausgeschöpft). Dennoch hielten die tapferen Engländer das 1:1, nur um dann in einem Elferschießen von wahrhaft epischen Dimensionen wieder zu unterliegen:
Die Entscheidung fiel erst nach dem 32. Schuss. Mehrere Schützen mussten doppelt antreten, Schiedsrichter Knut Kircher (D) beorderte entsprechend dem Reglement auch Englands verletzten Abwehrspieler Steven Taylor, der humpelnd verwandelte, zum Punkt. West Ham-Mittelfeld-Rookie Mark Noble konnte zweimal verwerten, U21-Teamkapitän Nigel Reo-Cokers Elfer wurde hingegen gehalten.
Der letzte Schütze für England war schließlich West Ham-Back Anton Ferdinand, der jüngere Bruder von ManU-Verteidiger Rio. Er konnte gestern seinen ersten Elfer verwerten, hat aber im Vorjahr für West Ham beim FA Cupfinale gegen Liverpool (3:3, 1:3 i.E.) den letzten Elfer verschossen. Und es kam wie es kommen musste: Ferdinand traf für England nur die Latte, und Gianni Zuiverloon konnte mit dem 32. Elfer die Entscheidung in diesem shoot-out für die Hausherren herbeiführen.
Stuart Pearce, der Trainer von England U21 ist übrigens als Spieler mit der englischen Nationalmannschaft bereits zweimal in einem Semifinale im Elferschießen gescheitert: bei der WM 1990 (gegen Deutschland) und bei der EURO 1996 (ebenfalls gegen Deutschland).
Das waren aber beileibe nicht die einzigen "unlucky shoot-outs" für die englischen "spot kick heroes": weitere Niederlagen im gefürchteten Elferschießen erlitt England bei der EURO 2004 (Halbfinale gegen Portugal) und bei den WM-Endrunden 1998 (Achtelfinale gegen Argentinien) und 2006 (Viertelfinale gegen Portugal).
England und das Elferschießen: eine Tragödie in Fortsetzungen!

Holland U21 - England U21 1:1 (0:0); 13:12 n.E.
Holland: 1 Boy Waterman, 2 Gianni Zuiverloon, 3 Ron Vlaar (c) (4 Arnold Kruiswijk, 66), 5 Erik Pieters (20 Tim Janssen 76), 6 Hedwiges Maduro, 8 Royston Drenthe, 9 Ryan Babel, 11 Daniël de Ridder, 13 Maceo Rigters, 18 Ryan Donk, 22 Otman Bakkal (14 Roy Beerens, 58)Subs not used 22 Otman Bakkal 16 Kenneth Vermeer, 23 Tim Krul, 19 Calvin Jong-A-Pin, 21 Frank van der Struijk, 12 Luigi Bruins, 17 Haris Medunjanin, 7 Julian Jenner, 15 Robbert Schilder.
Coach Foppe de Haan
England: 1 Scott Carson, 2 Justin Hoyte, 3 Leighton Baines (14 Liam Rosenior, 46), 4 Steven Taylor, 7 Nigel Reo-Coker (c), 10 David Nugent (19 Matthew Derbyshire, 78), 11 Ashley Young, 15 James Milner, 16 Leroy Lita (5 Anton Ferdinand, 87), 18 Mark Noble, 20 Nedum OnuohaSubs not used 6 Gary Cahill, 9 Kieran Richardson, 12 Wayne Routledge, 13 Joe Hart, 21 James Vaughan, 22 Ben Alnwick, 23 Peter Whittingham.
Coach Stuart Pearce
Tore: Leroy Lita 39, Maceo Rigters 89
Referee: Knut Kircher (Rottenburg).

Alle Elfer hier (BBC-Sport).

Und das sagte England U21-Coach Stuart Pearce:
"We battled against injury, emotion, yellow cards and a late equaliser. I've never seen a braver display by an England side. I’ve told them it’s the proudest night of my career. Representing my country brings out a lot of emotion in me as a person, but that aside this was unbelievable.
"I’ve lost near enough both centre halfs and Taylor’s attitude to carrying on was unbelievable.
"Onuoha couldn’t finish the game and we had one or two players who got booked and knew they were going to miss the Final but still slogged away."
"The 22-man squad was absolutely outstanding.
"I’m distraught for them to be honest with you. They put so much effort and emotion into this tournament.
"We practiced penalties and that took us into a double-figures penalty shoot-out. It’s unbelievable.
"We felt as though we have done everything right. I can only be proud of the players, they were sensational. And my report to the full England manager will reflect their attitude towards playing for their country."

Tuesday, 19 June 2007

Official Club Statement on Sheffield Arbitration

19/06/2007 19:15
The following is an official Club statement in relation to the Premier League arbitration hearing in London this week:

"West Ham United are and remain a Barclays Premier League Football Club. There is no scope for this to be changed by the Premier League's arbitration panel and West Ham United's status can not be called into question in relation to next season.
West Ham United were not and are not a party to the arbitration and our standing as a Premier League Club is not in doubt as a result of the panel's hearing.
The Club are well advanced in preparing for the new season and are taking further steps to strengthen the playing squad over the summer. We will not be deflected in our goal of achieving success in the Premier League next season."

Wie ich immer sagte: West Ham United ist nicht Partei des Verfahrens von Sheffield gegen die Premier League! Und es kann bei diesem Verfahren nichts herauskommen, was das Ergebnis des ersten Verfahrens - und damit West Hams Premiership-Status - ernsthaft in Frage stellen könnte. That's it!
Thank you very much for this statement.

GAK am Ende, Sheffield-Kampf noch offen

Während der GAK nun endgültig keine Lizenz für die Erste Liga erhält - auch das Ständige Neutrale Schiedsgericht der Bundesliga hat heute, im zweiten Anlauf, das Rechtsmittel des GAK abgelehnt -, ist der Kampf von Sheffield United um den Verbleib in der Premier League noch nicht zu Ende:
Heute Mittag gab ein Sprecher des Schiedsgerichtes bekannt, dass die Entscheidungsfindung noch länger benötigen könnte. Ein Urteil werde voraussichtlich erst Ende Juni ergehen.
Ein verdrießlich dreinschauender Sheffield United - Chairman Kevin McCabe sagte der Presse am Ende des zweiten Verhandlungstages: "I’d like to thank the tribunal. It’s been a very complicated case and the panel are going away to review the evidence and submissions. We have been told to expect a decision by the end of the month, hopefully sooner. It would be inappropriate to comment further until a decision has been made."

Ein Finne aus Great Britain für Rapid

Von Luton Town nach Wien-Hütteldorf kommt der finnische Nationalspieler Markus Heikkinen. Er soll die defensive Mittelfeldposition beim SK Rapid einnehmen, die nach den Abgängen von Peter Hlinka, Radek Bejbl und Petr Vorisek vakant gewesen war.
Der 28-Jährige kommt ablösefrei von Luton Town (heuer Absteiger aus der Championship in die League One) und war zuvor u.a. für Portsmouth (2003) und Aberdeen (2003-05) engagiert. Bei Portsmouth spielte er unter dem früheren West Ham-Spieler und Manager Harry Redknapp, der Durchbruch gelang ihm aber erst bei seinem nächsten Engagement in der schottischen Liga bei Aberdeen, wo er mit seiner Spielweise zu einem "Kult-Hero" der Fans wurde. Bei Luton Town, jenem Klub nahe London, für den zuletzt leihweise auch der österreichische U21-Teamspieler Besian Idrizaj (FC Liverpool) spielte, wurde er in seiner ersten Saison zum "Player of the Year" gewählt und absolvierte auch im abgelaufenen Spieljahr 37 von 46 Partien in der Championship. Heikkinen erhält in Wien-Hütteldorf einen Zweijahresvertrag und freute sich in einer ersten Stellungnahme sehr über den Transfer: "Ich habe mit Rapid große Ziele, die ich unbedingt erreichen möchte."
Toll, dass Rapid nun auch eine "connection" zum britischen Fußball hat!!

Monday, 18 June 2007

Nochmals spannend: Sheffield vs. Premier League

Für Montag und Dienstag ist die Verhandlung in dem von Sheffield United gegen die FA Premier League (FAPL) angestrengten Schiedsgerichtsverfahren anberaumt worden. Wie auch in diesem Blog schon berichtet, geht es dem Absteiger Sheffield darum, dass West Ham in einem früheren Disziplinarverfahren in der "Carlos Tévez-affair" durch eine unabhängige Kommission der FAPL keine Punkte abgezogen, sondern nur eine Geldstrafe von 5,5 Mio. Pfund verhängt wurde. Im Falle eines Punkteabzuges wäre Sheffield - trotz Heimniederlage am letzten Spieltag gegen Wigan - oben geblieben.
Zumindest möchte Sheffield wohl eine finanzielle Kompensation für den seiner Meinung nach ungerechtfertigten Abstieg erreichen, doch wurde jüngst darauf hingewiesen, dass auch Sheffield sich während der vergangenen Saison im Zusammenhang mit dem vertraglichen Verbot des Einsatzes des an Watford abgegebenen Spielers Steve Kabba im Match gegen Sheffield nicht regelkonform verhalten hätte (siehe Artikel in der Times): In diesem Fall durfte Watford einen von Sheffield erworbenen Spieler nicht gegen Sheffield einsetzen, was auch tatsächlich nicht geschah. Hier war es also sogar Sheffield, das auf die "team's performance" eines anderen Teams direkten Einfluss genommen hat (Verstoß gegen Regel U18).

Sunday, 17 June 2007

Semifinal-Hammers

Sowohl das englische U21-Nationalteam als auch die USA haben das Semifinale zweier internationaler Bewerbe erreicht:
Die Hammers Mark Noble (Bild) und Nigel Reo-Coker waren beim 2:0 (1:0) gegen Serbien im Einsatz, Anton Ferdinand saß auf der Ersatzbank. Im Semifinale spielt England U21 nun am Mittwoch gegen Gastgeber Holland.
Im CONCACAF Gold Cup, an dem sich die Fußballnationalmannschaften aus Nordamerika, Mittelamerika und der Karibik beteiligen, lösten die USA ebenfalls das Semifinalticket mit einem 2:1 (0:0) gegen Panama. West Ham-Außendecker Jonathan Spector, der in zwei Gruppenspielen des Gold Cups (2:0 gegen Trinidad & Tobago und 4:0 gegen El Salvador) dabei gewesen war, fehlte allerdings diesmal. Die USA werden am Donnerstag in Chicago gegen Kanada um den Einzug ins Endspiel kämpfen.

Saturday, 16 June 2007

New Kit Has Arrived

West Ham supporters are very happy with the new Umbro-shirt which is on sale from 16 June and has already been delivered to fans who had pre-ordered the kit:

The fans fancy the colours which seem to be the same as last season (very happy it's not something like "new claret"), the proper sown badges and logos and a few nice touches, like the crossed hammers down the side panel. Everybody seems to be very impressed with the quality of it.

Most of all the fans feel happy about the stitched badge on it (the Reebok-shirt had a plastic one!).

Thus UMBRO has been a quality signing!
Hope there's going to be a good deal of quality signings brought into the squad, too.

Transfer Troubles

Ich wollte in diesem Blog eigentlich nicht allzu viel über Transfer-Gerüchte schreiben (gossip & rumours, wie die Engländer sagen). Dass ich es einmal doch getan habe - als ich die Vertragsverlängerung von Yossi Benayoun meldete - zwingt mich jetzt zu einer Aktualisierung: Der technisch versierte Mittelfeldspieler hat den neuen Vertrag offenbar, entgegen früheren Meldungen, noch nicht unterschrieben und ist nun Ziel eines Abwerbeversuches von Liverpool. Ein erstes Angebot für den Israel-Captain (der noch einen Zwei-Jahres-Vertrag bei den Hammers hat) wurde von West Ham abgelehnt, Yossi scheint aber einem Wechsel zum Champions League-Finalisten nicht ganz abgeneigt zu sein (siehe Artikel im Guardian).
Benayoun ist einer der talentiertesten Spieler der Hammers. Er spielt ideenreich, ist gut am Ball, kann auch wichtige Tore schießen, und er war - nach einer nicht immer optimalen Saison - am Ende einer der besten im Team. Sauer soll Trainer Alan Curbishley allerdings in der letzten Saison aufgestoßen sein, dass der ohnehin verletzte Spieler dennoch für das israelische Team spielte und daraufhin prompt für längere Zeit ausfiel.
Sollte Yossi Benayoun der "roten Versuchung" tatsächlich erliegen, wird es nicht leicht sein, ihn durch einen gleichwertigen Kreativspieler zu ersetzen.

Eine zweite Unerfreulichkeit auf dem Transfermarkt ist die Absage von Darren Bent, der von Charlton zu West Ham kommen sollte. Obwohl sich die beiden Vereine über den Transfer des Stürmers schon geeinigt hatten und Prasident Eggert Magnusson auf der West Ham-Homepage schon geheimnisvoll ein "exciting announcement" angekündigt hatte, konnte sich der Verein mit dem 23-Jährigen nicht einigen. Nun musste West Ham frustriert das Platzen des Transfers mitteilen.
In einem Statement versicherte uns der West Ham-Präsident übrigens kürzlich, dass die kolportierten Gehaltssummen der Spieler unrichtig seien ("simply factually wrong"). Offenbar hatte Mr. Bent die Zeitungsberichte allzu ernst genommen ...

Friday, 15 June 2007

Bemerkenswerte Meistertitel

Was Salzburg, Manchester und Gerasdorf gemeinsam haben

"Gegen den modernen Fußball" und "Stoppt den Kommerz" sind Schlagworte, mit denen in Österreich und auch international immer mehr Fans konfrontiert werden. In Salzburg gab es durch die Übernahme von Austria Salzburg durch Red Bull eine ganz besondere Situation, die enttäuschte Anhänger zur Neugründung des SV Austria Salzburg veranlasste. Mit dem Meistertitel in der untersten Liga (2. Klasse Nord A) startete der violett-weiße Nachfolgeklub des Traditionsvereins nun einen Weg, der in ganz Europa viele Sympathien hervorruft (siehe Bericht im ORF).

In Manchester war es der Protest gegen die Übernahme des Vereins durch den amerikanischen Milliardär Malcolm Glazer, die Proteste von ManU-Fans hervorrief und schließlich zur Gründung des FC United of Manchester durch enttäuschte ManU-Supporters führte. Der Klub erfreut sich wie die neue Salzburger Austria überproportional großen Interesses. Es gibt sogar eine monatliche Fernsehsendung über den Verein im lokalen TV-Sender Channel M. Statt ManU-Star Ryan Giggs spielt dessen Bruder Rhodri Giggs in der Mannschaft. Auch der FC United wurde heuer Meister, und zwar in der North West Counties Football League, Division 1.

Ein ähnlicher Fall wie die Übersiedlung des FC Superfund Pasching von Oberösterreich nach Kärnten ereignete sich 2002 in Wimbledon - dies führte zur Neugründung des traditionellen FC Wimbledon durch Fans (heuer dritter Platz in der Ryman League, Premier Division; siehe Bericht im ORF).

Aber schon 1998 ereignete sich ähnliches in Gerasdorf, nördlich von Wien:
Als im Sommer 1998 der Obmann des SV Gerasdorf bei einer Mitgliederversammlung auf dem Sportplatzgelände die Standortverlegung des damaligen Erstdivisionärs (der auch schon einmal, 1997/98, von Rapid-Legende Hans Krankl trainiert worden war!) von Gerasdorf nach St. Pölten bekannt gab, konnte die Zukunft des Fußballs in Gerasdorf (mit zahlreichen Jugendmannschaften) nur durch eine Zusammenarbeit mit dem benachbarten FC Stammersdorf gesichert werden. Der Verein spielt seither als SV Gerasdorf / Stammersdorf im Wiener Fußballverband und schaffte heuer den Meistertitel in der Oberliga-B.
Am Samstag, 16. Juni, 16:00 Uhr, findet das letzte Meisterschaftsspiel auf dem Gerasdorfer Sportplatz gegen den SC Süssenbrunn mit anschließender Meisterschaftsfeier (mit Spanferkel, Sekt-& Weinbar, Bier & Musik) statt.

Thursday, 14 June 2007

Premier League Fixtures Announced!

Start gegen Manchester City
Mit einem Match gegen den zweiten Verein jener Stadt, in der die letzte Saison so triumphal geendet hat (Bild: Torjubel nach Carlos Tévez' 1:0 gegen ManU), beginnt für West Ham die neue Spielzeit.
Aufgrund der heute bekannt gegebenen Premier League-Auslosung startet die West Ham-Saison - wie schon in den vergangenen Jahren mit einem Heimspiel - gegen Manchester City (11. August, 15:00 Uhr, Upton Park). In der 2. Runde (15. August) sollte ein Auswärtsspiel gegen Liverpool auf dem Programm stehen, das aber wegen der Champions League Qualifikation verschoben werden muss.
Das erste Auswärtsspiel ist daher gegen Aufsteiger Birmingham City am Samstag, 18. August, bevor die Hammers eine Woche später ihr zweites Heimspiel gegen Paul Scharners Wigan Athletic bestreiten werden.
Und schon das nächste Heimspiel am 15. September - nach einer Länderspielpause Anfang September - wird West Ham und Emanuel Pogatetz, den zweiten Premier League-Österreicher in den Diensten von Middlesbrough, zusammenführen.
Als erster der "big four" kommt zwei Wochen später Arsenal in den Upton Park.
Am 24. November geht es zu Hause gegen T*ttenham.
Und der Jahreswechsel verspricht besonders turbulent zu werden: am 29. 12. zu Hause gegen Meister ManU und am 1. Jänner auswärts gegen Arsenal.
Enden wird die Saison mit einem Heimspiel: am 11. Mai 2008 gegen Aston Villa (claret and blue vs. claret & blue).
Please note that all fixtures are still subject to change.

Wednesday, 13 June 2007

West Ham gegen AS Roma

In ihrem letzten Saison-Vorbereitungsspiel am 4. August 2007 (15 Uhr, Upton Park) werden die Hammers auf AS Roma treffen. Die Giallorossi mit dem derzeit besten Torschützen Europas, Francesco Totti, waren in der abgelaufenen Saison 2006/07 Zweiter der italienischen Serie A, Gewinner der Coppa Italia und Champions League-Viertelfinalist (ausgeschieden gegen Manchester United).
Die übrigen West Ham-Vorbereitungsspiele findet man hier.
Vom 15. bis 22. Juli 2007 wird sich West Ham United - ebenso wie davor Rapid Wien - im Trainingscenter Bad Radkersburg in der Steiermark auf die Premier League Saison 2007/08 vorbereiten.

The New Shirt


By the way: XL isn't the size, it's the new sponsor!