Rapid Hammer

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RAPIDHAMMER

Wednesday, 17 December 2008

West Ham For Sale

Was ohnehin kein Geheimnis mehr war, ist durch ein Gerichtsverfahren in Island nun Gewissheit geworden: West Ham United steht innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren ein zweites Mal zum Verkauf.
Wie die Fan-Website KUMB und andere Quellen (siehe auch -> hier, -> hier und -> hier) berichten, musste West Ham-Präsident Björgolfur Gudmundsson, den die weltweite Kreditkrise besonders getroffen und zur Verstaatlichung seiner isländischen Landsbanki gezwungen hat, offenbar in einem Verfahren zur Erlangung eines Moratoriums für seine Holdinggesellschaft Hansa die Zusicherung machen, bis März den Fußballklub West Ham United zu verkaufen.
Bei der Verhandlung am Montag sei der Wert des Klubs mit £120-150 Mio angegeben worden, meldet KUMB, während in anderen Quellen von einem verlangten Kaufpreis von sogar £250 Millionen die Rede ist. Das wäre ein ganz schöner Gewinn für Gudmundsson, bezahlte er doch im November 2006 nur ca. £85 Mio für die Hammers; vor ca. einem Jahr investierte er weitere £30 Mio in den Klub.
Ein Interessent soll ein Konsortium von britischen Geschäftsleuten sein, aber auch eine asiatische Käufergruppe wird genannt. Laut Daily Mail wurden mit fünf Kaufinteressenten non diclosure agreements abgeschlossen. Ein solches NDA ist eine Vorstufe zur due diligence, die dem potentiellen Käufer eine genaue Prüfung des Unternehmens vor dem Vertragsabschluss ermöglicht.
Teil des Kaufvertrages müsste wohl auch ein out-of-court-settlement der leidigen Carlos Tevez-Causa sein, durch die West Ham mit Schadenersatzforderungen von bis zu £50 Mio bedroht ist. Schade, denn West Ham hat, selbst wenn an der Haftung an sich nicht mehr zu rütteln sein sollte, zumindest der Höhe nach noch beste Chancen in diesem Verfahren (die Schadenskalkulation von Sheffield Utd ist jenseitig!).
Für das kommende Jänner-Transfer-Fenster bedeutet der bevorstehende Verkauf Gutes und Schlechtes: ein Abgeben von Schlüsselspielern wie z.B. Green und Upson wird nicht in Betracht kommen, weil das den Klub zum so gut wie sicheren Abstieg verdammen und damit dessen Wert drücken würde. Dass Gianfranco Zola noch einmal groß auf Einkaufstour gehen wird können, bevor die neuen Eigentümer da sind, ist aber auch nicht anzunehmen.
Die in den offensiven und kreativen Zonen dringend benötigte Kaderverstärkung erscheint mir daher derzeit nicht sehr wahrscheinlich. Oder der Verkauf geht schon im Jänner über die Bühne und die neuen Eigentümer machen gleich Geld locker - sofern sie weiter mit Trainer-Greenhorn Gianfranco Zola zusammenarbeiten wollen...

Tuesday, 16 December 2008

Georg Grasser : ÖFB-Youngster auf den Spuren von Ferdinand, Carrick & Co

England, der Traum eines jeden Fußballers.
Der 18-jährige Steirer Georg Grasser darf diesen Traum seit dem heurigen Sommer leben. Und das nicht bei irgendeinem Verein.
Grasser wurde von den Scouts des Londoner Traditionsvereins West Ham United gesichtet und verpflichtet. "Claret and Blue" ist also momentan der Lebensmittelpunkt des talentierten Ex-GAKlers.
Der Linksallrounder nimmt in einem Interview, das vom RAPIDHAMMER gemeinsam mit Simon Charamza von LAOLA1 geführt wurde, zu seinem Leben in London, dem Training bei West Ham, seinen Schwierigkeiten bei der Umstellung und dem Klasseunterschied zwischen Österreich und England Stellung.

FRAGE: Georg, wie kam es zum Kontakt mit West Ham?
Georg Grasser: Bei einem England-Aufenthalt mit meiner Klasse aus der GAK-Akademie hatten wir Freundschaftsspiele gegen Tottenham, Charlton und auch West Ham. Daraufhin bekam ich eine Einladung für eine Woche Probetraining...

FRAGE: Schon zu Beginn dieses Jahres konnte man von deinem möglichen Wechsel zu West Ham lesen. War es eine bewusste Entscheidung, bis zum Sommer zu warten, oder konnten sich die Vereine nicht einigen?
Grasser: Wie gesagt, war es am Beginn dieses Jahres ein „möglicher“ Wechsel und es dauerte einfach eine gewisse Zeit, bis alle Bedingungen zur allseitigen Zufriedenheit ausverhandelt waren.

FRAGE: Was sprach gerade für die Londoner?
Grasser: Ein gutes Angebot, mit den richtigen Möglichkeiten, um sich als Jugendspieler noch zu entwickeln. West Ham ist in England dafür bekannt, sehr erfolgreich Spieler aus der eigenen "Youth Academy" in die Kampfmannschaft zu integrieren (Anm. d. Red: unter anderem Frank Lampard, Joe Cole, Michael Carrick, Rio und Anton Ferdinand, jüngst etwa Freddie Sears oder Jack Collison).

FRAGE: Hattest du immer schon ein Faible für den englischen Fußball und welcher ist dein Lieblingsklub auf der Insel?
Grasser: Meiner Meinung nach ist die englische Premier League eine der besten Ligen der Welt, wenn nicht die Beste. Mein Lieblingsklub ist natürlich West Ham.

FRAGE: War West-Ham-Sportdirektor Gianluca Nani in deinen Transfer eingebunden oder lief das ausschließlich über den Leiter der Akademie, Tony Carr?
Grasser: Für mich waren Jimmy Hampson und Tony Carr die Ansprechpartner. Die letzten Details wurden mit Klubsekretär Peter Barnes verhandelt.

FRAGE: Wo liegen die größten Unterschiede im Training zwischen einer österreichischen Akademie und der U18 von West Ham? (Bild rechts: Georg Grasser in der mittleren Reihe, 3. v. r., Photo: WHUFC)
Grasser: Die U18 in England entspricht einer U19 in Österreich. Das Training ist körperlich anspruchsvoller, es wird auf ein bis zwei Kontakte gedrillt. Im Training will jeder das Trainingsmatch gewinnen.

FRAGE: Wie ist das Niveau der Premier Academy League, in der die U18 von West Ham spielt, verglichen mit Österreich?
Grasser: Aus meiner Sicht nicht zu vergleichen, da es zwei verschiedene Arten sind, Fußball zu spielen.

FRAGE: War die Umstellung hart?
Grasser: Die Umstellung war für mich anfangs sehr hart, da ich körperlich nicht ansatzweise auf dem Level war, auf dem die anderen Spieler waren.

FRAGE: Wo hast du dich durch den Wechsel nach England besonders verbessern können?
Grasser: Zweikampf, Defensivarbeit, Ausdauer und Spielschnelligkeit.

FRAGE: Welchen Stellenwert hat aus heutiger Sicht deine Ausbildung beim GAK oder vorher bei Sturm?
Grasser: Die GAK-Akademie war auf jeden Fall ein guter Ort um mich zu entwickeln, auch mit Erfolg. Und im Endeffekt hat mir der GAK erst den Weg nach England ermöglicht.

FRAGE: Könntest du auch unter bestimmten Voraussetzungen zum GAK zurückkehren?
Grasser: Da ich nach Ende meines 2-Jahres Vertrages ablösefrei zu haben bin, ja.

FRAGE: Trainiert ihr ebenso wie die „Erste“ in Chadwell Heath?
Grasser: Wir trainieren vormittags in Little Heath, und nachmittags nach einem Mittagessen meistens im gemeinsamen Trainingszentrum in Chadwell Heath.

FRAGE: Welche Berührungspunkte gibt es mit dem Trainerteam des „First Teams“?
Grasser: Da wir uns im gleichen Areal aufhalten, kommt es oft zu Berührungspunkten. Bei den Trainingseinheiten der Reserves (wo ich des öfteren trainiere) nehmen sie auch manchmal aktiv teil (“can we have a little game please?!”).

FRAGE: Welche Unterschiede waren nach dem Abgang des bisherigen WHU-Managers Alan Curbishley und der Bestellung von Gianfranco Zola als neuem Chefcoach feststellbar?
Grasser: Eine Umstellung des Spielsystems auf 4-3-3, wobei versucht wurde, dieses so gut wie möglich auch in der Reserve und in den Youth-Teams zu praktizieren.

FRAGE: Hast du schon öfters Heimspiele von West Ham besucht und wie waren deine Eindrücke?
Grasser: Wenn terminlich möglich, sind alle Jugendspieler bei den Heimspielen anwesend. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie ein Stadion mit 35.000 Plätzen jede Woche ausverkauft ist und die Fans die Spieler unterstützen – auch wenn das Spiel oder gar die Saison nicht so gut läuft. Und es gibt sogar noch Bedarf für mehr Karten.

FRAGE: Trevor Brooking, der bei der englischen FA als „Director of Football Development“ für die Jugendarbeit zuständig ist, hat jüngst wieder eine stärkere Förderung der englischen Jugendspieler eingefordert. Wie viele Engländer und wie viele Ausländer stehen im Spielerkader von West Hams U18 und woher kommen diese?
Grasser: Es ist nicht wirklich zählbar, da Spieler zwischen Reserves, U18 und U16 wechseln. Aber es gibt einige Ausländer (Ungarn, Spanien, Polen, Island...). Im Verhältnis sind es aber mehr Engländer als Ausländer.

FRAGE: Du bist ja mittlerweile – am 3. Oktober - 18 geworden. Wie lange kannst du beim Akademie-Team bleiben und wie sind die Perspektiven in Bezug auf deine Weiterentwicklung bei West Ham?
Grasser: Ich könnte theoretisch auch nächstes Jahr noch in der U18 spielen, weil es erlaubt ist, drei Spieler im Kader zu haben, die älter sind. Ich rechne allerdings damit, dass ich meinen Platz in der zweiten Mannschaft finden werde, weil ich auch dieses Jahr schon einige "Reserves"-Spiele gehabt habe. Gegen Fulham übrigens von Beginn an. (Bild rechts: Georg Grasser beim Aufwärmen mit Phil Spector und Matty Etherington)

FRAGE: Auf welcher Position spielst du am liebsten und wie siehst du da deine Chancen auf regelmäßige Einsätze?
Grasser: Ich spiele am liebsten im Drei-Mann-Mittelfeld auf der halb-linken Position. Ich denke auch, dass ich gute Chancen habe, dort in Zukunft regelmäßig zum Einsatz zu kommen.

FRAGE: Hattest du schon einmal eine längere Verletzungspause?
Grasser: Knock on Wood! Nein.

FRAGE: Berät dich in Sachen Transfers noch dein Vater oder holst du dir professionelle Ratschläge von einem Spielermanager?
Grasser: Ich habe noch mit keinem Spielermanager einen Vertrag und bin bis jetzt mit der Beratung meines Vaters gut gefahren. Wir werden aber zeitweise von der Agentur „Stars and Friends“ beraten.

FRAGE: Im Gegensatz zu Dominik Hofbauer und Andreas Weimann, die bei Aston Villa spielen, warst du bei den EM-Qualifikationsspielen gegen Schweden, Island und Mazedonien nicht im Kader des ÖFB-U19-Teams. Gab’s einen besonderen Grund dafür und wie geht es mit deiner Karriere im Nationalteam weiter?
Grasser: Ich war das ganze Jahr vor der EM-Quali bei jedem Spiel und jedem Lehrgang dabei. Ich war natürlich enttäuscht über die Entscheidung der Trainer, und auch wie sie kommuniziert wurde. Allerdings nutzte ich daraufhin die Möglichkeit, mich in West Ham weiterhin gut einzugewöhnen. Ich weiß nicht, wie es mit mir im Nationalteam weitergeht, ich hoffe jedoch sehr, bald wieder eine Chance zu bekommen. Ich spüre schon, dass ich hier viel dazulerne und dem Team eine Hilfe sein kann.

FRAGE: Hast du Kontakt zu anderen Österreichern, die in England spielen?
Grasser: Ich treffe mich regelmäßig mit Johnny Ertl von Crystal Palace. Wir versuchen den Kontakt durch Treffen der „Kernöl-Connection“, ins Leben gerufen von einem Bekannten aus Graz, aufrecht zu halten.

FRAGE: In welcher Gegend von London wohnst du?
Grasser: Ich wohne in Essex, Romford. In einem Haus, in dem alle Jugendspieler wohnen, die nicht in der Nähe leben, beziehungsweise aus einem anderen Land kommen.

FRAGE: Inwieweit gefällt dir die britische Mentalität und die Sprache?
Grasser: Die britische Mentalität bezogen auf Fußball tut mir sehr gut, weil Fußball von vielen Engländern gelebt wird, auch wenn sie keine Fans sind. Die Sprache gefällt mir auch sehr und es macht mir Spaß Englisch zu sprechen. Ich denke auch, dass es ein Vorteil ist, wenn man Englisch als Fremdsprache beherrscht.

FRAGE: Hast du beim Klub einen englischen „Nick Name“ bekommen?
Grasser: Wenn man George als Nickname bezeichnen kann...

FRAGE: Inwiefern kümmert sich WHU um deine Ausbildung?
Grasser: WHU gibt uns die Möglichkeit die Trainerausbildung zu machen, wobei wir mit Level 2 starten und nächstes Jahr die UEFA-B Lizenz machen. Auch einen Schiedsrichterkurs mit Praxis habe ich schon erfolgreich absolviert. Wir haben jeden Mittwoch-Vormittag „College“ wo wir meist Sportkunde machen. Der Abschluss dieser Ausbildung würde dann die Weiterbildung in bestimmten Fächern an Unis in England möglich machen.

FRAGE: Hast du ein Lebensmotto oder ein sportliches Motto?
Grasser: Ich halte nicht so viel von Leitsprüchen, weil diese auch sehr einschränken können.

FRAGE: Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Grasser: Mein Ziel ist es Profi-Fußballer zu bleiben, in der bestmöglichen Liga. Ich denke allerdings eher von Tag zu Tag, da sich alles auf einmal ändern kann, und man nie weiß, was morgen passiert. So nimmt man vom Leben mehr wahr.

FRAGE: Wie wirst du Weihnachten verbringen?
Grasser: Ich fliege am 19. Dezember von Stansted nach Graz und am 1. Jänner 2009 wieder zurück. Weihnachten wird natürlich mit der Familie zu Hause gefeiert.

RAPIDHAMMER: Vielen Dank für das Gespräch, Georg. Frohe, gesegnete Weihnachten und weiterhin viel Glück bei West Ham United!!

West Ham v Aston Villa 1-3 (???)

1:3 - zum Glück ist das nicht das Resultat des kommenden Premier League-Spiels am Upton Park (Samstag 18:30 MEZ). Sondern bloß das Verhältnis, in dem sich die jungen Österreicher, die bei englischen Vereinen kicken, auf die beiden Teams in den "claret and blue" Shirts aufteilen.
Der KURIER vom Dienstag bringt eine ausführliche Reportage über die österreichischen "Teenie-Legionäre" (von Alaba bis Weimann). 29 junge Fremdarbeiter unter 20 Jahren halten in Europa die rot-weiß-rote Fahne hoch, darunter eben auch Georg Grasser bei West Ham United (siehe -> hier) sowie Thomas Dau, Dominik Hofbauer und Andreas Weimann bei Aston Villa.
Die weiteren jungen Insel-Legionäre sind laut KURIER Ashley Barnes (Plymouth), Georg Krenn (Everton) und Elias Wagner (Hearts, Edinburgh). Und zwei Jungkicker haben einen Cheftrainer aus England: der frühere Middlesborough-Coach und englische Teamchef Steve McClaren ist bei Twente Enschede in Holland für den Trainingsbetrieb verantwortlich. Unter seiner Leitung kicken Marko Arnautovic, der auch schon im österreichischen A-Nationalteam gespielt hat, und Michael Schimpelsberger.

PS: Demnächst bringt die Website RAPIDHAMMER ein ausführliches Interview mit dem österreichischen West Ham-Teenie Georg Grasser!

Sunday, 14 December 2008

Chelsea v West Ham 1-1

Craig Bellamy
Bellamy's first-half volley put West Ham in front at Stamford Bridge
(photo & report:
-> BBC)

Gianfranco Zola's West Ham held on for a spirited draw

Craig Bellamy volleyed the visitors in front, with Chelsea claiming Mark Noble had handled the ball in the build-up.

The introduction of Didier Drogba inspired Chelsea and Nicolas Anelka levelled after a neat one-touch move.

In injury time Carlton Cole could have been a hero for West Ham, yet as so often he couldn't manage to score. He fired too weakly at Petr Cech when sent through one on one by Valon Behrami.

The point will be looked at positively by Zola and assistant Steve Clarke, who received a rapturous welcome from the home fans at the start of the game.

Next up for the Hammers is another difficult challenge, this time against high-flying Aston Villa at the Boleyn (Saturday, 17:30 GMT). Although the form is definitely improving, Zola and his team (only one win out of 11 games!!!) now need to start winning games in order to avoid becoming embroiled in a potentially disastrous relegation battle.

West Ham boss Gianfranco Zola:

"The performance was outstanding and the point was totally deserved.

"We are improving but we do not play with the same freedom at home as we do away from home and we will fix that."

On the upcoming January transfer window Zola added: "We will not be selling our best players, but some who are not playing in the first team may go."


GOAL VIDEO:
click -> here



Chelsea: Cech, Bosingwa, Alex, Terry, Ashley Cole, Mikel (Belletti 80), Deco, Ballack (Drogba 46), Lampard, Joe Cole (Kalou 74), Anelka.
Subs Not Used: Hilario, Ivanovic, Bridge, Ferreira.
Booked:
Mikel, Ballack, Ashley Cole.
Goals:
Anelka 51.

West Ham: Green, Neill, Upson, Davenport, Ilunga, Collison (Boa Morte 87), Parker, Noble (Mullins 72), Behrami, Bellamy (Di Michele 90), Cole.
Subs Not Used: Lastuvka, Faubert, Tristan, Sears.
Booked: Cole, Bellamy.
Goals: Bellamy 33.

Att: 41,675.
Ref: Mike Riley (Yorkshire).

Friday, 12 December 2008

Curbishley ./. West Ham United wg.: £3,000.000

Beim Sportgerichtshof CAS herrscht nach der gegen West Ham ergangenen einstweiligen Verfügung von Mr. Justice Teare Funkstille. Die Ankündigung des CAS, bis Ende November über seine Zuständigkeit für den "appeal" von West Ham gegen den FA-Schiedsspruch in der Carlos Tevéz-Affäre zu entscheiden, hat man in Lausanne offenbar nicht eingehalten.
Und auch auf der Liste der künftigen (nicht-öffentlichen) Verhandlungen findet sich die Causa West Ham ./. Sheffield United nicht. Scheint fast, als wäre der Versuch, das abenteuerliche Zwischenurteil beim CAS zu bekämpfen, gescheitert.
Dafür steht West Ham United laut einem Bericht des Daily Telegraph vom Freitag schon die nächste Schiedsklage ins Haus.
Ex-Manager Alan Curbishley, der nach den Transfers von Anton Ferdinand und George McCartney zu Sunderland am 3. September sein Traineramt niedergelegt hat, soll 3 Millionen Pfund für die laut seinem Dienstvertrag noch offenen zwei Jahre verlangen (Jahresgage £1,5 Mio). Da man entgegen den Zusagen in seinem Arbeitsvertrag Spieler ohne Zustimmung des Managers abgegeben habe, sei er berechtigt ausgetreten und könne nun die ausstehende Gage bis zum Vertragsende begehren.
Eine außergerichtliche Einigung sei bisher gescheitert, sodass Curbs wohl im nächsten Jahr als Kläger gegen seinen Exklub auftreten wird.
Außerdem wird Curbishley, der nach dem Rücktritt von Roy Keane als einer der möglichen künftigen Manager von Sunderland gehandelt wird, vom Telegraph dahin zitiert, dass er kein Interesse an diesem Job habe. Na klar! Denn die Übernahme des Traineramtes bei Sunderland würde dazu führen, dass Curbishley ab sofort keine weiteren Ansprüche gegen West Ham mehr hätte.

Thursday, 11 December 2008

Rasenpfleger aller Länder vereinigt euch!

"Liebe Freunde des Leders!" - Mit diesen freundlich-pathetischen Worten beginnen Alois Gstöttner und Christoph Schmiedhofer ihr Editorial zur fünften Ausgabe von "NULL ACHT - Magazin für Rasenpflege".
Die aktuelle Ausgabe ist ab sofort im Zeitschriftenhandel erhältlich und sie ist ebenso gelungen wie die vier vorangegangenen Hefte - sowohl inhaltlich wie graphisch.
Freuen darf sich das Redaktionsteam von "Null Acht" auch darüber, dass die unmittelbar vor der EURO erschienene dritte Ausgabe des Magazins beim heurigen »Joseph Binder Award« in der Kategorie »Editionsdesign« mit einem Pokal in Silber ausgezeichnet wurde. Insgesamt gab es 460 Einreichungen aus zwölf Ländern.
Aus dem Inhalt der aktuellen Ausgabe 5 heben die Herausgeber hervor:
"Diesmal lassen wir unter anderem Paul Gludovatz zu Wort kommen, der auf fast drei Jahrzehnte Erfahrung als Betreuer von Nachwuchsnationalmannschaften des ÖFB zurückblicken kann. Der Tatsache, dass man sich Fußballspiele ungern alleine ansieht, tragen wir mit unserer Rubrik »90 Minuten mit …« Rechnung. Wir entführen Prominente aus ihren einsamen Elfenbeintürmen und schleppen sie in eine Gaststätte ihrer Wahl, und dort vor die Übertragungsgeräte. Dort nötigen wir ihnen ein paar kluge Kommentare ab und lassen sie nach Bezahlen der Schnitzel- und Bierrechnung wieder nach Hause. Der Musiker und Schriftsteller Austrofred gab sich als Erster die Ehre und hat sich mit uns das Freundschaftsspiel Österreich gegen die Türkei gegeben. Im Unterschied zu uns gibt es viele Menschen, die nicht nur für, sondern in irgendeiner Art und Weise vom Fußball leben. In der »Job Description« rücken wir diese Menschen in den Mittelpunkt. Nach dem Stadionkantineur präsentieren wir dieses Mal den EM-Endspiel-Pyrotechniker Rudolf Jost. Tino Rossi – uneheliches Kind eines in Österreich tätigen italienischen Unterligalegionärs und einer steirischen Trafikantin – betrachtet in seiner neuen Kolumne »Rossis Verbalattacke« für uns die Sprache der Journalisten näher. Außerdem: Eine Reportage über den »Homeless World Cup« , der auf einzigartige Weise eine Verbindung zwischen sozialem Engagement und der Faszination Fußball schafft. Und die »Null Acht«-Thekenmannschaft drückte wie! der die Schulbank und testete eine neue Trainingsmethode für Kinder und Jugendliche. Nach den ersten Gehversuchen im Frühjahr und den ersten Worten im Spätsommer schickt sich »Null Acht« nunmehr an, ein braves Schulkind zu werden. Helfen kannst du uns, indem du uns weiterhin liest oder – noch besser – zum engagierten Rasenpfleger wirst und »Null Acht« im kostenschonenden Abonnement beziehst."
Null Acht – Magazin für Rasenpflege
Tannengasse 15 A 1150 Wien
http://www.nullacht.at/

Tuesday, 9 December 2008

The Manner Of The Victory ...

" The ominous storm clouds that had gathered over White Hart Lane have now moved east and are hanging, heavier by the day, over Upton Park. A 68th-minute goal by Ledley King (above) was all that separated the teams until the last minute, but it was not so much the margin but the manner of the victory that mattered.
Tottenham Hotspur were far superior, both in chances created and the effectiveness of their attacking play, and will surely continue to be upwardly mobile in the second half of the season. For West Ham United, the future appears increasingly uncertain. "

Monday, 8 December 2008

West Ham v Tottenham 0:2 - Spurs überholen Hammers

0:0 stand es noch nach einer Stunde bei strömendem Regen in East London. Bei West Ham hatte es gleich nach der Pause so ausgesehen, als könnte man durch den sehr lebendigen Craig Bellamy vielleicht doch zum Torerfolg kommen, aber mittlerweile waren die Angriffsbemühungen der Hammers wieder erlahmt.
Auch in der ersten Hälfte hatten sie außer einem nicht gegebenen Eigentor von Jermaine Jenas nach Bellamy-Corner, das aber Referee Chris Foy wegen eines Fouls von Lucas Neill nicht gegeben hatte (21.), nichts wirklich Erwähnenswertes zustande gebracht.
Dann kam Mark Noble rein, der wochenlang verletzt gewesen war, und es kam wieder Stimmung auf am verregneten Upton Park. Der englische U21-Teamspieler ist seit seinem tollen Zusammenspiel mit Carlos Tévez in der 06/07er-Saison nicht nur einer von meinen Lieblingsspielern bei den Hammers! Aber auch er konnte dem bis dahin ziemlich ausgeglichenen Spiel, in dem Tottenham allerdings die besseren Chancen gehabt hatte, keine entscheidende Wendung geben.
Bellamy (rechts) und Carlton Cole waren vorne bemüht, aber es wurden kaum zwingende Chancen herausgearbeitet - und Cole könnte wohl noch stundenlang weiterspielen, ohne dass man das Gefühl hätte: "jetzt trifft er". Allerdings hätte er beinahe einen Elfer herausgeholt - aber davon später!
Tottenham war einfach torgefährlicher, traf schon in der ersten Hälfte durch Pavlyuchenko die Stange. Dann musste Robert Green im West Ham-Tor mehrmals sein ganzes Können aufbieten, um die Hammers vor einem Rückstand zu bewahren.
Aber in der 68. Minute war der Keeper bei einem aufgesetzten Kopfball von Spurs-Kapitän Ledley King machtlos: die Schwarz-Weißen gingen im Londoner Derby in Führung.
Vom Heimpublikum angetrieben, versuchten die Hammers nun auszugleichen. Und bald gab es auch Elfer-Reklamationen, und zwar durchaus berechtigte: Tottenham-Full Back Assou-Ekotto, der mit über dem Kopf erhobenen Armen im Strafraum hochgesprungen war, hatte auf diese Weise einen Kopfball des unmittelbar vor ihm hochgestiegenen Carlton Cole abgewehrt. Der Schiedsrichter gab aber bloß Eckball!
Gianfranco Zola (links), der überraschend mit einem defensiveren 4-4-2-System statt der im Heimspiel erwarteten Offensivvariante begonnen hatte, stellte nun auf 4-3-3 um und brachte Di Michele für Mullins (73.). Und der Italiener hatte zweimal den Ausgleich auf dem Fuß. Seine erste gute Chance konnte Jonathan Woodgate abblocken und einige Minuten später, in einem hektischen Finish, kam Di Michele wieder in eine gute Schussposition, nachdem Spurs-Keeper Gomes zunächst einen Lucas-Neill-Schuss nur kurz wegschlagen hatte können. Aber leider wieder nichts, statt einem dramatischen Ausgleichstreffer in der letzten Minute!
Beim anschließenden Konter ist das Auswärtsteam nur 30 Sekunden später geschickter: der von der West Ham-Verteidigung nicht attackierte O'Hara, ebenfalls ein Wechselspieler, kann den Konter erfolgreicher abschließen als zuvor der West Ham-Substitut seine Torchance: mit einem tollen Schuss von halblinks trifft er genau ins Kreuzeck; Robert Green ist machtlos (90.).
Kein erfolgreiches Debüt gab es somit für den neuen Sponsor SBOBET, dessen Logo erstmals die weinroten Leibchen der Hammers zierte, und ebensowenig für den Südamerikaner Diego Tristan, der bei West Ham in der 83. Minute für Scott Parker eingewechselt worden war.
Mit diesem vierten Sieg am Upton Park hintereinander für den früheren West Ham-Manager Harry Redknapp (dreimal hatte er mit Portsmouth die Hammers zu Hause geschlagen), überholte Tottenham die Irons in der Tabelle. West Ham, das mit einem Sieg auf den 9. Tabellenrang hätte vorrücken können, fiel auf Platz 16 zurück; gerade einmal drei Punkte von der Abstiegszone getrennt.
Mit einer Niederlage nächsten Sonntag gegen Chelsea (18:00 MEZ) könnte das Schreckgespenst "relegation battle" für Signor Zola endgültig bittere Realität werden. Aber wer weiß: Chelseas Heim-Form ist derzeit alles andere als berauschend, und West Hams Co-Trainer Steve Clarke müsste doch besser als jeder andere wissen, wie man den Blues beikommt.

West Ham: Green, Neill, Collins, Upson, Ilunga, Behrami, Mullins (Di Michele 73), Parker (Tristan 83), Faubert (Noble 58), Cole, Bellamy.
Subs Not Used: Lastuvka, Boa Morte, Davenport, Collison.
Booked: Behrami, Noble.
Tottenham: Gomes, Corluka, Woodgate, King, Assou-Ekotto, Lennon, Zokora, Jenas, Bentley (O'Hara 81), Modric, Pavlyuchenko (Bent 54).
Subs Not Used: Cesar, Bale, Huddlestone, Dawson, Boateng.
Goals: King 68, O'Hara 90.
Att: 34,277
Ref: Chris Foy (Merseyside).

Saturday, 6 December 2008

Bye-bye Roy Keane: ein Raubein zeigt sich die rote Karte

Der Bart wurde schnell weiß und in den letzten Wochen immer länger. Wie der Kapitän eines Walfängers sah Roy Keane, 37, zuletzt aus, aber den Moby Dick der Premier League wird "Capt'n Ahab" auch diesmal nicht erlegen können. Seit Keane vor 2 1/2 Jahren Sunderland-Manager wurde, konnte er gegen keinen der "big four"-Klubs gewinnen. Und gegen den Samstag-Gegner (18:30 MEZ) Manchester United, den Klub mit dem Keane als Spieler Meistertitel, Cuptriumphe und einen Champions-League-Titel feierte, setzte es für Sunderland in den letzten eineinhalb Jahren zwei Niederlagen (0:4 und 0:1 in der letzten Saison).

Erste Trainerstelle
Keane hatte den Klub 2006, unmittelbar nach seinem Abschied aus dem aktiven Fußball - zuletzt spielte er bei Celtic Glasgow - übernommen und gleich im ersten Jahr aus der Championship in die Premier League geführt. Im ersten Jahr blieb man mit dem 15. Endrang in der Topliga, heuer aber rutschte man in einer jedenfalls im Mittelfeld extrem ausgeglichenen Liga (den Neunten trennen vom Achtzehnten - Sunderland - derzeit nur 5 Punkte!) in die Abstiegszone. Nun hat Roy Keane vor dem Wiedersehen mit seinem früheren Coach Sir Alex Ferguson das Handtuch geworfen.

Keane holt Ferdinand/McCartney, Curbs geht
Keane, der als Sunderland-Coach geklagt hatte, dass er wegen der "wifes and girlfriends", die lieber in der Hauptstadt blieben, keine Spieler ins nordenglische Sunderland lotsen könne, war zu Beginn dieser Saison indirekt für Alan Curbishleys Rücktritt als West Ham-Manager verantwortlich. Nachdem nicht nur Anton Ferdinand, sondern am letzten Tag der Übertrittsfrist auch George McCartney - gegen Curbs' Willen - von den Hammers zu den "Black Cats" gewechselt waren, legte Curbishley im September sein Traineramt in East London nieder. Nun stehen die beiden Hauptstadtflüchtlinge ohne Trainer da, nachdem der schlechte Saisonstart und zuletzt vier Heimniederlagen hinter einander, Keane zur Resignation als Sunderland-Coach veranlasst haben.

Ein grätschender Bastard
Keane ist laut Alois Gstöttner (Null Acht) der "Prototyp des kämpfend-grätschenden Bastards" (siehe -> hier) und kassierte als Spieler bei Manchester United nicht nur zahlreiche rote Karten, sondern produzierte auch eines der brutalsten Revanche-Fouls der ballestrischen Inselgeschichte.
Nachdem sich Keane im September 1997 bei einer Attacke gegen den norwegischen Leeds United-Legionär Alf-Inge Håland selbst schwer verletzt hatte, vom Norweger aber mit den Worten "get up, stop faking it" (erfolglos) zum Aufstehen aufgefordert worden war, nahm das irische Rauhbein fast vier Jahre später grimmige Rache:
Keane streckte Håland, mittlerweile im hellblauen Dress von Manchester United, beim Stadtderby im April 2001 mit einem Horror-Tackling nieder, das für den schwer am Knie verletzten Norweger das Karriereende bedeutete (Bild rechts). In seiner 2002 veröffentlichten Autobiographie schrieb der Täter über den Vorfall:
„Ich habe lang genug gewartet. Ich habe ihn verflucht hart getroffen. Der Ball war da (glaube ich). Nimm das, du Schwein. Und steh niemals mehr über mir und spotte über gefakte Verletzungen.“

Raubein, Streithansl und Sturkopf
Keanes Zeit bei Manchester United endete ähnlich wie sein Engagement als Spieler beim irischen Nationalteam: Der Mittelfeldspieler überwarf sich nicht nur 2002 mit dem irischen Teamchef Mick McCarthy und wurde von der WM aus Japan/Südkorea nach Hause geschickt, sondern legte sich im Herbst 2005 auch mit Vaterfigur Ferguson an, worauf er auf die Tribüne verbannt und schließlich an Celtic Glasgow abgegeben wurde. Nach der verpassten Qualifikation zur WM 2006 erklärte Keane zum zweiten Mal den Rücktritt vom irischen Nationalteam und beendete schließlich nach seinem letzten Meistertitel (mit Celtic) seine aktive Karriere.
Auch als Trainer dürfte Keane kein "Weichei" gewesen sein. Sunderland-Spieler sprachen nach seinem Rücktritt von einem Regiment des Schreckens in der Kabine.
Und wenn sich Keane einmal für etwas entschieden hat, ist er sehr stur: drei Tage lang versuchte Sunderland-Chairman Nigel Quinn, Keane von der Rücknahme seines Rücktritts als Manager zu überzeugen, biss aber auf Granit. Nach zweieinhalb Jahren, in denen der strenge Manager die "Black Cats" vom Schlusslicht der zweiten Liga zu einem Premier League-Team gemacht hat, nach einer teuren Einkaufstour im heurigen Sommer und nur sechs Wochen nach einem 2:1-Sieg über Lokalrivalen Newcastle (dem ersten Sieg gegen dieses Team seit 28 Jahren) verabschiedete sich der Ire von den Rot-Weißen.
Den ungeduldigen Roy Keane hat offensichtlich das "Second-Season-Syndrom" dahingerafft. Bei Aufsteigern kommt das in der zweiten Spielzeit nach dem Aufstieg öfters vor.

Buchmacher: Who will replace Roy Keane?
S Allardyce: 11/8
A Curbishley: 4/1
G Strachan: 9/2

Wenigstens "claret & blue" !

Was vorgestern noch ein Geheimnis war (rechts), wurde am Freitag enthüllt und ist ab heute zu kaufen - das neue Shirt (links).
Aber anstatt einfach in weißen Buchstaben SBOBET draufzuschreiben (und damit eine Assoziation an den seinerzeitigen Schriftzug DR MARTENS - und an die Fußballkünste von Paolo di Canio! - zu erwecken), hat man sich für ein ziemlich häßliches "Kasterl" auf der Brust entschieden.
Mag sein, dass die Spieler die bisherigen - ebenfalls "eingekastelten" - Nummern der sponsorlosen Zeit so lieb gewonnen hatten, dass das Eckige nicht von der Brust verschwinden sollte.
Oder der Klub dachte an den alten Spruch: "Das Runde muss ins Eckige" und wollte mit dem Rechteck signalisieren, dass nach drei "clean sheets" nun die Zeit des Toreschießens angebrochen ist!
Wie dem auch sei: Immerhin ist das Kästchen hellblau auf Weinrot oder (wie man -> hier sehen kann!) weinrot auf Hellblau. Hätte man das ursprüngliche Dunkelblau des SBOBET-Schriftzuges verwendet, dann hätte West Ham wirklich die häßlichsten Dressen der Liga gehabt. Ich finde das aktuelle Shirt jedenfalls schöner als das unsägliche XL!
Und jetzt müssen die Burschen in ihren neuen Leiberln nur noch am Montag gegen die Sp@rs gewinnen - dann werden wir dem Verein auch die Häßlichkeit des neuen Sponsor-Logos verzeihen und ein wahrer Bestellungs-Orkan wird über den West Ham Online Store hereinbrechen!

Wednesday, 3 December 2008

Endlich ein neuer Sponsor

Man hat es ja kaum mehr für möglich gehalten, aber jetzt ist er da: der neue Shirt-Sponsor von West Ham United.
Der Online Store macht noch ein Geheimnis draus, wie das Logo künftig auf den Dressen der Hammers aussehen wird. Erst am 6. Dezember sollen die neuen Trikots präsentiert werden. Immerhin noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft!
Der neue Sponsor ist SBOBET, ein Sportwetten-Buchmacher. Bei Wikipedia liest man Folgendes über SBOBET:
"SBOBET.com is an online sportsbook. The website has operations in Asia licensed by the Philippines and operations in Europe licensed by the Isle of Man to operate as an international sports bookmaker. The company offers betting on all major sports in multiple languages."
West Ham hat angekündigt, die "XL"-2008-Shirts gegen die neuen Shirts umzutauschen.
Auf der offiziellen Homepage von West Ham United wird außerdem darüber informiert, dass das Logo des Bobby Moore-Krebshilfe-Fonds auf den Dressen der Jugendmannschaften und auf Kinder-Shirts verwendet werden soll, während die Kampfmannschaft und die Erwachsenen-Replica-Shirts vom SBOBET-Logo geziert werden.
Mal sehen, wie das aussieht ...

Burnley oder Barnsley?

Vor kurzem wurde die FA Cup-Auslosung vorgenommen und bescherte West Ham United als Gegner in Runde 3 Barnsley - oder war es doch Burnley? Und haben die nicht gerade nach Chelsea auch den FC Arsenal aus dem Ligacup geworfen!? Na, das wird ein mühsames Match Anfang Jänner am Upton Park...

Ich kann meine Leser beruhigen: Der Fußballklub aus Barnsley in der nordenglischen Grafschaft South Yorkshire, Gegner der Hammers im FA Cup, schied schon am 12. August mit einer 0:2-Niederlage gegen Crewe (einen früheren Klub von Hammers-Forward Dean Ashton) aus dem Ligacup aus. Nur in der Vorsaison hatten die "Tykes" ("Köter") aus Barnsley im FA Cup einen beachtlichen "cup-run" bis ins Halbfinale (Siege gegen Liverpool und Chelsea, Niederlage gegen Cardiff City)!
Die Sensationsmannschaft des heurigen Ligacups ist dagegen Burnley, nicht Barnsley.
Dienstag gelang dem wie West Ham in "claret and blue" spielenden Burnley FC ein sensationeller 2:0-Heimsieg gegen die Gunners. In einer denkwürdigen Nacht am "Turf Moor", dem Stadion von Burnley im Osten der Grafschaft Lancashire, war es Mittelfeldspieler Kevin McDonald, der mit zwei Toren den Sieg über Arsenal und den Einzug der "Clarets" in das Semifinale des Ligacups sicherstellte.
Burnley liegt 120 km nordwestlich von Barnsley und gut 40 km nördlich von Manchester in einer mit bekannten Fußballklubs gesegneten Gegend: Blackburn (Rovers) liegt gerade einmal 17 km entfernt und auch Bolton (35 km) und Wigan (57 km) sind nicht weit. Liverpool liegt 83 km westlich von Burnley.
Ein wütender Arsene Wenger machte nach dem Spiel in Burnley die Abschlussschwäche seines im Carling Cup eingesetzten jungen Arsenal-Teams für das Ausscheiden verantwortlich:
"We had six one-on-ones with the keeper and didn't score. We had plenty of chances but didn't score. We lost a game we should never have lost", meinte der Arsenal-Manager.
Neben Burnley schaffte es am Dienstag ein weiterer Zweitliga-Klub in das Semifinale des Ligacups: Derby County schlug Premier League-Vertreter Stoke mit 1:0. Die beiden weiteren Semifinalisten werden Mittwoch Abend bei den Partien Manchester United v Blackburn und Watford v Tottenham ermittelt.

Tuesday, 2 December 2008

Liverpool v West Ham United 0-0

Monday 1 December, Liverpool Anfield Road
Liverpool: Reina, Arbeloa, Carragher, Hyypia, Dossena, Benayoun, Gerrard, Alonso, Riera (Babel 78), Kuyt, Keane (Ngog 66).
Subs Not Used: Cavalieri, Agger, Mascherano, Leiva Lucas, Insua.
Booked: Alonso.
West Ham: Green, Neill, Collins, Upson, Ilunga, Faubert (Boa Morte 86), Parker, Mullins, Behrami, Bellamy, Cole.
Subs Not Used: Noble, Lastuvka, Tristan, Davenport, Collison, Di Michele.
Booked: Mullins.
Att: 41,169
Ref: Peter Walton (Northamptonshire).

Man of the Match:
Robert Green (West Ham United)
Gianfranco Zola:
"Best performance since I became manager" (KUMB)
Post from Times Online, December 02, 2008:

West Ham: All right at the back
All the press about the Liverpool v West Ham game on Monday was bound to focus on Liverpool, and their failure to press home their advantage at the top of the league by beating weaker opponents at Anfield. Fair enough, really, given that this is the third time they've frozen like a perpetual virgin presented with a drunk and willing
conquest. But I wasn't watching Liverpool throw away a golden opportunity; I was
watching a completely different story unfold. A story with an unlikely hero.
So who was responsible for West Ham's result at Liverpool? Rob Green made several great saves - one, from Benayoun, was absolutely thrilling - while Upson and Collins were heroic and Ilunga looked like a proper full back for the first time this season. But the man who gets the credit for the clean sheet, and for the previous two against Sunderland and Portsmouth, is Steve Clarke, the first team coach.
When Gianfranco Zola became West Ham's manager, I was worried about his lack of experience, and about what effect the leadership of an attack-minded cavalier might have on a set of players who already regarded defending as an unwelcome chore. The arrival of Steve Clarke was a real relief, then. This man is surely one of the best defensive coaches in the British game. He was right-hand man to Jose Mourinho while Chelsea were grinding their way to two titles, and retained his position, and reputation, through the arrival and departure of Avram Grant.
What Clarke brings to West Ham is something they haven't had since... well, since ever, probably: a sound, organised defence that doesn't panic and offers a secure platform to the forward players. It's early days yet, but the last time we kept three clean sheets in a row in the Premiership was in 2002/03, when Christian Dailly and Gary Breen were at the heart of our defence. (Now that was a miracle.)
And the improvement in the back line isn't necessarily at the expense of the club's tradition of open and attacking football. A secure and competent defence gives our forwards the confidence to play proper football on the break instead of desperately
trying to clear their lines and buy time for the team. In time, I think we'll
see a better balance between Clarke and Zola's divergent influences, and I'm
just a tiny bit optimistic that we're going to be OK.
Which all means that my brilliant post about a relegation scrap is going on the spike - for a few weeks at least.
Douglas Carter

Sunday, 30 November 2008

FA Cup: West Ham v Barnsley

Die Auslosung der traditionell Anfang Jänner gespielten 3. FA Cup-Runde bescherte West Ham ein Heimspiel gegen den FC Barnsley.
Im Vorjahr legte Barnsley einen sensationellen "cup-run" hin und schaltete den FC Liverpool und Chelsea aus. Der frühere Klub des von Ronald Reng beschriebenen "Traumhüters" scheiterte erst im Halbfinale an Cardiff City.
Spieltermin: 3. oder 4. Jänner

Matthew Upson: 3 x Man of the Match?

West Ham- und Nationalteamverteidiger Matthew Upson wurde zuletzt zweimal zum Man of the Match gewählt: bei Englands 2:1-Erfolg in Berlin gegen Deutschland (Torschütze zum 1:0) und beim wichtigen 1:0-Auswärtssieg von West Ham United gegen Sunderland. Eine dritte "MoM"-Performance von Matty Upson würden die Hammers wohl brauchen, um beim Montag-Match gegen Liverpool zu bestehen. Immerhin hat man seit den 60er-Jahren an der Anfield Road nicht gewonnen.

Links:
->Hier ein interessanter Artikel über Upson in der Times
-> Liverpool v West Ham match preview (BBC)

Saturday, 29 November 2008

Tevez-Affäre: Kommt ein Vergleich?

Nachdem der isländische (Ex-)Banker auf dem Präsidentensessel von West Ham United schon früher zwei unangenehme Rechtsstreitigkeiten im Vergleichsweg bereinigt hat (mit Kia Joorabchian auf einem Nebenschauplatz der Carlos-Tévez-Affäre und mit dem Ex-Präsidenten Terence Brown), wird nun offenbar intensiv über ein "out-of-court-settlement" mit Sheffield United nachgedacht.
Die Daily Mail meldete "exklusiv", dass Sheffield United erwäge, die Causa Tévez mit einer Zahlung von £25 Mio zu den Akten legen zu wollen, nachdem bisher ein Schaden von £30 Mio für den Abstieg und £20 Mio für die mittlerweile laufende zweite Saison in Liga 2 veranschlagt gewesen war.
Die Times meint dagegen, £10 bis £15 Mio plus Ersatz der Vertretungskosten seien wahrscheinlicher, denn die mittlerweile bekannt gewordenen Bilanzen von Sheffield United weisen bloß ein Umsatzminus von £8 Mio für den Fußballbereich und ein Gesamt-Umsatzminus von £12 Mio aus, was im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von £3,5 Mio zur Folge gehabt habe. Im letzten Jahr in der Premier League habe man dagegen, so Sheffield-Chairman Kevin McCabe, einen Gewinn vor Steuern von £2,7 Mio gemacht.
Betrachte ich diese Zahlen, scheint mir das Sheffield-Vergleichsangebot, das über die Daily Mail ventiliert wurde, um den Faktor 10 zu hoch gegriffen. £2,5 Mio als entgangener Gewinn für eine Saison würden wohl auch reichen - zumal für das zweite Jahr in der 2. Liga Carlos Tévez und West Ham United sicher nichts können. In der Football League Championship beendete Sheffield die Saison 2007/08 auf dem neunten Platz.
Ein Vergleich würde es dem in finanziellen Nöten befindlichen West Ham-Eigentümer Björgólfur Guðmundsson (Bild) ermöglichen, den Klub zu verkaufen - denn solange ein Rechtsstreit dieser Dimension anhängig ist, werden potentielle Investoren zögern, einen fairen Preis für den Klub zu bieten.
Gudmundsson, bis vor Kurzem der zweitreichste Mann in Island, hat West Ham im November 2006 für £85 Mio (knapp 109 Millionen Euro) übernommen, muss aber nach substanziellen privaten Geschäftsverlusten - seine isländische Landsbanki wurde vom isländischen Staat übernommen und aus dem Konkurs des West Ham-Sponsors XL drohen Millionenhaftungen - trachten, sich finanziell wieder zu sanieren.

Links: -> Familie Guðmundsson und die isländische Kreditblase (fm4)
-> Who's who in West Ham (KUMB)
-> Sheffield United: Double Standard for West Ham and Iain Hume (Daily Mirror)

Wednesday, 26 November 2008

Billigere Tickets durch Mehrwertsteuer-Senkung?

Ein Thema, das im September in Österreich großes Aufsehen erregt hatte - die von der SPÖ für bestimmte Bedarfsgüter vorgeschlagene, von der ÖVP aber letztlich erfolgreich abgelehnte Senkung der Mehrwertsteuer - hat nun Großbritannien erreicht:
Schatzkanzler Alistair Darling plant, die Mehrwertsteuer in Großbritannien generell von 17,5 auf 15 Prozent zu senken. Befristet bis Ende 2009 soll der neue Steuersatz vom 1. Dezember an gelten und damit den Konsum beleben.
Die Gesamtsumme von 20 Milliarden Pfund sei im Haushalt bis Ende April 2010 eingeplant. Die Staatsverschuldung werde in diesem Finanzjahr auf 78 Milliarden Pfund steigen und im kommenden Jahr auf 118 Milliarden Pfund - das seien acht Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Eine Gegenfinanzierung soll durch Erhöhung des Spitzensatzes bei der Einkommenssteuer von 40 auf 45 Prozent in der nächsten Legislaturperiode erfolgen, teilte Darling weiter mit.
Das Thema hat mittlerweile auch die Fußball-Community erreicht: "Will the VAT cut affect ticklet prices?" fragt sich Iain Dale und kommt auf eine Verbilligung von weniger als einem Pfund bei einem Ticket, das £45 kostet. Ob der Klub die MwSt-Senkung wohl weitergeben wird und ob deshalb mehr Fans in das zuletzt nie ausverkaufte Stadion am Upton Park pilgern werden?
Eine deutliche Antwort gab dieser West Ham Fan:
"Somehow Idon’t think reducing the second highest ticket prices in the entire
league by 83p or even £1 is going to see the return of those thousands of
working class fans who were priced out of the game years ago. You remember them,
they used to create genuine atmosphere at Upton Park, not the fake, sterile one
we get now inbetween long periods of total silence during which you can actually
hear the players yelling at each other. Now, reduce the price by £30 and only
then will the ragged mob of true east end passion once more fill our stadium.
So, basically they can stick their VAT reduction where Chelsea’s blue flag is
protruding from."

Was blieb von diesen Dreien? Nichts als Probleme ...

Blockiert einstweilige Verfügung West Ham-Appeal an den CAS?
Wie am Mittwoch bekannt wurde, hat Sheffield United in der Carlos Tèvez-Affäre von einem britischen Gericht eine einstweilige Verfügung zugestanden erhalten, wonach West Ham keine weiteren Schritte gegen das Zwischenurteil des FA-Schiedsgerichtes (mit Ausnahme der Anrufung des britischen High Court) unternehmen darf (Bild oben: Tévez mit Javier Mascherano und Ex-West Ham-Manager Alan Pardew).
Insbesondere wird es West Ham laut Berichten des Guardian, des Daily Telegraph und von Times Online durch den jüngsten Beschluss von Mr. Justice Teare verboten, Rechtsmittel an den internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne zu ergreifen.
West Ham hat ein solches Rechtsmittel allerdings schon vor Erlassung der Verfügung eingebracht, und der Court of Arbitration for Sport (CAS) wollte bis Ende November über seine Zuständigkeit zu dessen Behandlung entscheiden.
Die Rechtsvertreter von Sheffield United werden die einstweilige Verfügung - gegen die West Ham natürlich Rekurs ergriffen hat - nun sicherlich dem CAS vorlegen und versuchen, diesen damit zu beeindrucken.
West Hams Chancen auf eine Behandlung seines "appeals" durch den CAS hat diese Entscheidung von Mr. Justice Tear aus London zweifellos nicht verbessert, auch wenn eine endgültige Entscheidung über die Unterlassungsklage im Verfahren in London voraussichtlich erst für das nächste Jahr zu erwarten ist.
Im Schiedsgerichtsverfahren selbst, in dem nun die Schadenersatzsumme ausgemittelt werden könnte, wurde übrigens vereinbart, dass im März 2009 weiterverhandelt werden soll - nachdem West Ham Einsicht in die Bücher von Sheffield United genommen hat, denn der durch den Abstieg verursachte Verdienstentgang von Sheffield (um den geht es hier!) kann nur dadurch konkret ermittelt werden.

-> Carlos Tévez Tribute (Das blieb von Carlos Tévez ! Immerhin !!!)

Sunday, 23 November 2008

Bye-bye Alan, Part II

Bye-bye Alan, heißt es in diesem Herbst nun nicht nur bei West Ham, sondern auch bei Charlton. Der Championship-Klub aus der Hauptstadt, der seit fast zwei Jahren vom früheren Hammers-Coach Alan Pardew trainiert wurde, trennte sich am Samstag nach einer 2:5-Heimniederlage gegen Sheffield United von seinem Manager.

Dem 47 Jahre alten Pardew verdankt West Ham United die größten Erfolge der letzten Jahre: den Aufstieg aus der zweiten Liga durch einen Play-off-Sieg gegen Preston North End 2005 und das Erreichen des FA Cup-Finales 2006 gegen Liverpool (Bild links). Kein Wunder, dass "Pards" nicht nur bei mir immer einen Stein im Brett haben wird!

Nachdem es dem früheren Crystal Palace- und Charlton-Spieler aber im Herbst 2006 nicht gelungen war, die beiden Argentinier Tévez und Mascherano in die Mannschaft einzubauen, West Ham auf den 18. Tabellenrang abgerutscht war und die Spieler nicht mehr hinter dem charismatischen Trainer standen, wurde "Pards" im Dezember 2006 - kurz nach der Übernahme des Klubs durch Magnusson/Gudmundsson - entlassen.

Bald darauf heuerte er bei dem ebenfalls im Abstiegskampf stehenden früheren Klub des frisch bestellen West Ham-Managers Alan Curbishley an, besiegte mit seinem neu motivierten Charlton-Team die Hammers im Februar 2007 mit 4:0 --- und stieg dann doch in die zweite Liga ab.

Im Vorjahr wurde Charlton nur 11. in der Championship und heuer rutschte man in eine nun schon acht Spiele dauernde sieglose Serie, die dafür verantwortlich ist, dass Charlton derzeit auf einem Abstiegsplatz steht.

Und wie geht's nun weiter bei Charlton? "People talk about Alan Curbishley coming back but I don't think so", meinte der Präsident eines Charlton Supporter Clubs laut BBC.

Happy Afternoon: Erster Sieg im achten Spiel


20' Free-kick to West Ham on the right ... Faubert to take, he puts it into the six-yard box, it's headed clear by Nosworthy but drops to Behrami (left & right) on the edge of the box, he drills a shot in low and it takes a wicked deflection off Jones and spins into the top left! 1-0 West Ham!
The Hammers should have been 2-up at the break, Bellamy broke, rounded the keeper and played in Behrami from four yards out with a virtually open net, only to see his shot rebound off the bar for one of the misses of the season.
90+3 That's it! West Ham win! Valon Behrami's first goal in English football gives the Londoners the win and Anton Ferdinand is disconsolate, losing against his former employers.

Highlights: click -> here !

Sunderland - West Ham 0:1

Sunderland: Fulop, Bardsley, Nosworthy, Ferdinand, Collins, Malbranque (Edwards 66), Whitehead, Reid (Murphy 66), Richardson, Jones (Diouf 81), Cisse.
Subs Not Used: Colgan, Tainio, Colback, Henderson.
Booked: Reid, Bardsley.
West Ham: Green, Neill, Collins, Upson, Ilunga, Faubert (Boa Morte 76), Parker, Bowyer (Mullins 61), Behrami, Bellamy (Di Michele 87), Cole.
Subs Not Used: Lastuvka, Davenport, Collison, Sears.
Booked: Bowyer.
Goal: Behrami 20.Att: 35,222.
Ref: Mike Dean (Wirral).