Rapid Hammer

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RAPIDHAMMER

Saturday, 3 January 2009

FA Cup-Auslosung steht bevor

Die Auslosung für die vierte Runde des FA Cups, in der mit Torquay und Kettering zumindest zwei Non League-Sides fix antreten werden, steigt schon Sonntag Nachmittag. Auf der offiziellen FA Website kann man alle Details nachlesen.

Torquay United (Conference = 5. Leistungsstufe) schaffte eine der größten Sensationen des Nachmittags - abgesehen von ManCitys 0:3-Heimniederlage gegen Nott'm Forest vielleicht. Die Kicker aus dem südenglischen Seebad (Bild), wo ich meine ersten Englisch-Sprachferien verbrachte und zum ersten Mal ...... ein Eric Clapton-Konzert besuchte, schaltete das Championship-Team Blackpool (zweite Liga) mit 1:0 aus. Zwischen den beiden Klubs liegen gut 60 Tabellenränge.
Das zweite Conference Team in der vierten Runde ist Kettering Town, das sich gegen Eastwood, ebenfalls eine Non League-Mannschaft, 2:1 durchsetzte.

Video: -> Torquay v Blackpool 1-0

FA Cup 3rd Round: West Ham 3-0 Barnsley

Keine Probleme mit dem Underdog

Als ich Samstag Abend - erst nach Ende der meisten FA Cupspiele - meinen Blackberry wieder einschalten und auf der BBC-Seite die Topmeldungen anschauen konnte, war das Ergebnis von West Ham zum Glück nicht vorn dabei.
DIE Sensation war natürlich die Niederlage des Petro-Millionen-Klubs ManCity gegen Forest. Das im Europacup erfolgreichste englische Team der Siebzigerjahre, erst in dieser Saison wieder in die Championship zurückgekehrt, deklassierte die Blues in deren eigenem Stadion mit 3:0. Gratulation an Nott'm Forest!
Das Ergebnis des West Ham Spiels fand ich dagegen erst unter ferner liefen. Somit hatte sich der Favorit gegen Barnsley, das Cupsensationsteam vom Vorjahr, durchgesetzt - und zwar ebenfalls mit 3:0. Mit Bellamy, aber ohne Upson (Virus-Erkrankung?), und mit einem Comeback von Kieron Dyer, der sogar die Stange traf.

BBC: "West Ham eased through to FA Cup round four with a routine win over Barnsley.
Early on Herita Ilunga netted his first goal for West Ham after Mark Noble's free-kick (right) and before the break Noble made it 2-0 from the penalty spot.
Barnsley began the second half brightly and Robert Green had to be alert to turn Diego Leon's shot onto the post.
Carlton Cole's third goal in as many games settled matters, although Leon rattled the bar for Barnsley in the final moments at Upton Park." (BBC-Sport)

Videos: -> West Ham v Barnsley 3-0
-> Manchester City v Nottingham Forest 0-3
-> Hartlepool v Stoke 2-0

West Ham: Green, Faubert, Collins, Tomkins, Ilunga, Collison (Dyer 70), Noble, Mullins, Boa Morte (Etherington 66), Bellamy, Cole (Tristan 75). Subs Not Used: Lastuvka, Spector, Bowyer, Di Michele.
Booked: Faubert, Mullins.
Goals: Ilunga 10, Noble 39 pen, Cole 68.
Barnsley: Muller, Hassell, Foster, Guedes, Van Homoet, Campbell-Ryce, Colace, Leon (Butterfield 89), El Haimour, Odejayi (Coulson 86), Rigters (Adam 86). Subs Not Used: Steele, Mostto, Potter, Heslop.
Booked: Odejayi, El Haimour, Colace.
Att: 28,869
Ref: Michael Oliver (Northumberland).

Barnsley und andere Underdogs

Beim FC Barnsley, der heute in der 3. FA Cup Runde auf West Ham United trifft (15:00 GMT), kann man mit vollem Recht von einem UnderDOG sprechen, nennen sich die Roten aus dem Nordwesten doch selbst Tykes (Köter). Und im Vorjahr haben diese einigen Großen nicht nur ans Bein gepinkelt, sondern kräftig zugebissen. "Servas die Wadln", hieß es beim FC Liverpool und dann auch bei Chelsea: beide Großklubs wurden - noch dazu vor eigenem Publikum - von den "Tykes" aus dem Bewerb gebissen. Erst im Semifinale gegen Cardiff war Schluss mit der Herrlichkeit des Zweitligisten, mit 0:1 ging man erhobenen Hauptes aus dem Wembley-Stadion. "The proudest moment of my career", nannte es Barnsley-Manager Davey.
Den "Cup run" des FC Barnsley habe ich in der letzten Saison mit einiger Sympathie verfolgt, zumal der Klub den deutschsprechenden Fußball-Interessierten seit dem liebenswerten Buch "Traumhüter" (über den für Barnsley spielenden deutschen No Name-Keeper Lars Leese) ein Begriff ist.
Heuer ist es aber mit der Freundschaft vorbei, denn gegen "meine" Hammers dürfen die "Köter" heute nicht zuschnappen. Am Upton Park werden ihnen Matthew Upson & Co hoffentlich einen Beißkorb anlegen. Und wie meinte BBC-Experte (oder besser gesagt -Orakel) Lawro (hoffentlich) treffend:

"We all know about Barnsley's Cup run last year, but does lightning ever strike twice? I don't think so.
West Ham are another team that has turned a corner in recent weeks and the Hammers will progress to the fourth round."

Bilder wie diese (aus der Daily Mail: Jubel bei Barnsley nach dem Sieg in Liverpool) wollen wir am Upton Park jedenfalls heute keine sehen - nur auf anderen Fußballplätzen, wo es wieder zu zahlreichen Begegnungen zwischen David und Goliath kommt. (Die komplette "fixture list" findet man zB auf der Website der FA; siehe auch mein vorheriges Posting: 8 Non-League-Klubs in der dritten Runde).
Auch wenn man heute vielleicht ein paar ziemlich ungewohnte Gesichter bei den Hammers sehen wird, wie etwa Kieron Dyer, der eineinhalb Jahre nach seinem Unterschenkelbruch bei West Ham ein Comeback feiern könnte, sollten es die "Irons" gegen den Championship-Sechzehnten packen. Aber wie immer denkt man vor so einem Cupspiel gegen einen "Underdog": Hoffentlich nehmen West Ham-Manager Gianfranco Zola und sein Team den FA Cup ernst genug und uns bleibt ein Ausscheiden in der ersten Runde (wie beim Ligacup gegen Watford im Herbst) erspart!
Barnsley-Manager Simon Davey sieht den heutigen Nachmittag für sein Team übrigens als "Entspannung" an:
"We're going to West Ham with no pressure on us so in many ways it's a perfect
scenario. We can go there and relax."
BBC-Matchvorschau: click -> here
Weitere Artikel über Barnsley auf RapidHammer: click -> here, -> here and -> here

Friday, 2 January 2009

FA Cup: Wenn die Favoriten fallen ...

Acht Non League-Klubs in der dritten Runde
Nicht nur das britische Pfund fällt (siehe mein voriges Posting), ab heute Freitag könnten auch wieder die Favoriten straucheln, wenn es im FA Cup in der 3. Runde zur Sache geht.
In dieser Runde Anfang Jänner steigen die Premier League-Klubs in den traditionsreichen Cupbewerb ein, wo sie heuer nicht nur auf Klubs aus Championship sowie League One und Two treffen. Heuer sind nämlich noch besonders viele Non-League-Klubs im Bewerb, die nicht nur die Qualifikationsspiele vor der "First Round Proper" überstanden haben, sondern zum Teil auch schon Profiklubs aus den unteren Ligen aus dem Bewerb geworfen haben.
Acht Vereine, die vor allem in den "Conferences" unterhalb der "League Two" (vierte Liga) spielen, sind in den aktuellen "FA Cup fixtures, 3rd round proper", die zwischen 2. und 5. Jänner gespielt werden, mit von der Partie:

- Histon
- Forest Green Rovers
- Torquay United
- Kidderminster Harriers *)
- Barrow
- Kettering Town - alle Conference ("Blue Square Premier")
- Blyth Spartans - Conference North (= 2. Leistungsstufe des Non League-"Conference"-Systems;
siehe zum englischen Fußballligen-System auch -> hier)
- Eastwood Town - Northern Premier League Premier Division (= 3. Non League-Leistungsstufe)

*) besiegten in der 2. Runde Curzon Ashton, bis dahin "lowest-ranked side left in the competition" (4. Non League-Leistungsstufe)

Sensationsteam Droylsden FC nach vier Spielen durch Strafverifizierung out

Wäre nicht dem FC Droylsden (in der Nähe von Manchester - Conference North) ein übles Missgeschick im zweiten Replay gegen Chesterfield passiert, dann wären es sogar noch neun "Non-Leaguers". Doch Droylsden, das sich nach einem Spielabbruch wegen Nebels, einem bemerkenswerten Auswärts-2:2 (siehe dazu noch unten), einem weiteren Spielabbruch wegen Flutlicht-Versagens und schließlich einem 2:1-Heimsieg mit zwei Toren von Droylsden-Left back Sean Newton (Bild) gegen den Viertligisten ("League Two") Chesterfield durchgesetzt hatte, musste im fünften Akt dieser denkwürdigen Cup-Paarung eine herbe Schlappe auf dem grünen Tisch einstecken:
Denn Newton, der zweifache Torschütze, war am 23. Dezember, dem Tag des sensationellen Sieges, gesperrt gewesen, sodass die FA eine Strafverifizierung zugunsten von Chesterfield vornahm. Ob daraufhin Droylsden-Präsident und Manager Dave Pace seine Ankündigung, er werde im Falle des Ausschlusses vom FA Cup "zur nächsten Brücke gehen und sich hineinstürzen", wahrgemacht hat, ist nicht bekannt. Offiziell ist hingegen, dass am 3. Jänner Chesterfield gegen Ipswich Town spielen wird.
Beim 2:2 in Chesterfield hat sich übrigens eine bemerkenswerte Geste von "fair play" ereignet: Jack Lester hatte Chesterfield 2:1 in Führung gebracht (79.), indem er den Keeper nach einem Einwurf überhoben hatte, bei dem der Ball eigentlich zu Droylsden zurückgespielt hätte werden müssen, weil die Gäste das Leder wegen einer Verletzung ins Out befördert hatten. Der Schiedsrichter musste das Tor natürlich geben, aber daraufhin erlaubte die Heimmannschaft es Droylsden-Spieler Steve Halford, in der 82. Minute unbehelligt auf 2:2 zu stellen - was zum Replay führte.
Und dann der Fehler des Droylsden-Sekretariats, das die Information der FA von Newtons Sperre für das Replay offenbar verschlampte! So steht das "Fairness-Team" Chesterfield, das ja auch zum Zeitpunkt des Flutlicht-Ausfalls im Droylsden-Stadion im ersten Replay 2:0 in Führung gelegen war, nun doch in der 3. Runde.
PS: Der besagte Sean Newton ist übrigens nicht jener Shaun Newton, der in der erfolgreichen ersten Saison nach dem Wiederaufstieg ('05/06) für West Ham spielte, anlässlich des 1:0-FA Cup-Semifinalerfolges von West Ham über Middlesbrough positiv auf Kokain getestet und sieben Monate gesperrt wurde. Später war der Mittelfeldspieler noch für Leicester City tätig, dürfte aber derzeit nicht mehr aktiv sein.

Wenn das britische Pfund fällt...

Das englische Pfund ist gegenüber dem Euro innerhalb eines Jahres um 30 % gefallen und stand Ende 2008 auf einem Rekordtief, las ich heute in der Zeitung. Und, was bedeutet das? wurde ich am Frühstückstisch gefragt. Dass der Europäer in England billiger einkaufen und Urlaub machen kann, meinte ich.
Und wenn Italiener, Spanier, Franzosen und Deutsche in England billiger einkaufen können, könnte das auch eine Abwanderung mancher Kicker aus dem bisherigen Fußballschlaraffenland England bedeuten. Zumindest meint das die Times, die unter dem Titel "The party is over" die Premier League Klubs warnt:
"The chill economic wind is threatening English football's love affair with foreign talent as the sinking value of sterling makes new players from Europe increasingly expensive to bring to these shores. And in a reversal of fortune, the plunging pound, which has lost 18 per cent of its value against the euro in the past month, makes Barclays Premier League players more attractive transfer targets to managers in Spain, Italy and France."
Inter Mailand möchte Michael Owen von Newcastle verpflichten, war denn auch prompt eine der Topmeldungen vom Donnerstag.
Für Manchester City ist das alles aber kein Problem: Angeblich 200 Millionen Pfund sind im "war chest" der Dubai-Scheichs (-> Guardian) und neben Abwehrspieler Wayne Bridge von Chelsea wird heute auch wieder West Hams Midfielder Scott Parker im "Times-Window Watch" als Objekt der Begierde genannt. Aussagen von West Ham-CEO Duxbury auf der offiziellen Homepage zum Jahreswechsel trugen wenig zur Beruhigung des West Ham-Anhanges bei. Denn einerseits versicherte Duxbury zwar,
"We have no intention of selling our best players, nor are we telling the manager to do so".
Andererseits sagte er aber:
All offers for any player will be considered "rationally" ... "in terms of fee, fitness, form and where the manager thinks the player is in his career. Similarly we have to consider the will of the player".
Was von manchen Medien sofort als "West Ham open door for rush sales" interpretiert wurde.
Ich glaube dennoch, dass nicht mehr als einer der Schlüsselspieler West Ham verlassen wird, denn WHU muss konkurrenzfähig bleiben, um einen halbwegs guten Preis beim Verkauf des Klubs zu erzielen. Der Verkauf sollte bis März über die Bühne gehen, um eine u.U. sogar zu Punkteabzügen führende Insolvenz der Holdinggesellschaft zu verhindern! Bloß die 250 Millionen Pfund, die Herr Gudmundsson derzeit verlangt, sind - wie der Guardian meldet - den derzeitigen Interessenten noch zu teuer. Aber wenn das Pfund noch weiter fällt, wer weiß...

Wednesday, 31 December 2008

Nichts (?) bleibt wie es war

Zum Jahreswechsel tut es gut, an ein paar Fixpunkte in unserer kurzlebigen Zeit zu denken. Auch wenn die Welt sich immer schneller dreht, es gibt doch ein paar Institutionen, die einem das beruhigende Gefühl geben, dass manches so bleibt wie es immer war.
Dazu gehören die Christmette und "Stille Nacht", heute um Mitternacht die Pummerin und der Donauwalzer und am 1. Jänner das Neujahrskonzert; in England natürlich die Monarchie und auch die traditionellen Matches am Boxing Day. Und ein Herr namens James Alexander Gordon.

Wer kennt ihn nicht? Seit 1972 liest der freundliche Herr mit der angenehmen Stimme am Samstag um 5 p.m. im BBC-Radio die "classified football results". Von der Premiership bis hinunter zu den unteren Ligen und der schottischen Meisterschaft folgt Resultat auf Resultat und die Kenner unter den Hörern können schon am Klang der Stimme bei der Nennung der Klubs ablesen, ob diese gewonnen, remisiert oder verloren haben.
Ein von Mr. Gordon oder "Jag", wie er bei der BBC genannt wird, durchaus beabsichtigter Effekt:
"I looked at all these names", erzählte der Radiosprecher im Daily Telegraph über seine erste Ansage, "and I thought, 'Do I dare to do it a little differently?' I was told to spend four seconds on each result, and bring the whole thing in at under five minutes. I remember I was quite apprehensive and nervous.
"The first result that afternoon was Arsenal versus Manchester United. Arsenal had lost, and I felt sorry for their fans, and Manchester United had won, and I felt happy for their fans. And that is where the inflection in my voice came from."
Gordons Chefs waren von der ihnen vielleicht nicht als seriös und ausgewogen genug erscheinenden Ansage damals nicht gerade begeistert, die Zuhörer aber schon: es gab reichlichen telefonischen und schriftlichen Zuspruch für die unerwartet unterhaltsame Aneinanderreihung von Vereinsnamen und Resultaten, und so verkündet "Jag" nun seit mehr als 35 Jahren Resultat um Resultat.

Auch in den Zeiten des Internet wollen viele, für die früher das BBC-Radio die einzige aktuelle Quelle für die neuesten britischen Fußballresultate war, dieses Matchday-Ritual um Fünf nicht missen. Und wenn es nach Mr. Gordon geht, wird es seine "classified results" zur Samstags-"tea time" noch lange geben.
"I'll carry on as long as they want me", sagte der 72-jährige gebürtige Schotte bei einem Interview anlässlich der Jubiläen 35 Jahre "classified football results" und 60 Jahre BBC-Sport News im heurigen Jänner.
(Bild: Telegraph/Paul Grover)

Links:
-> JAG spricht über seine 35 Jahre "classified football results" (BBC)
->
BBC Radio Five Live (Radiosender Online.de)

Tuesday, 30 December 2008

Kein Winter-Schlussverkauf

Robert Green: "No fire sale at Upton Park"
Auf der Premier League-Website spricht der West Ham-Keeper über die nicht verstummenden Gerüchte, dass aufgrund der finanziellen Probleme des isländischen Klub-Eigentümers die besten Spieler im Jänner verkauft werden könnten.
Vor allem Craig Bellamy, aber auch Scott Parker, Matthew Upson und Green selbst wurden mit Tottenham und Manchester City in Verbindung gebracht.
Robert Green aber sagt, der West Ham-CEO Scott Duxbury habe ihm versichert, dass es keinen Massen-Exodus geben werde: "We've been assured as senior players that there won't be a fire sale from the chief executive and we'll just have to wait and see."
Und nachdem die Medien schon tagelang vom Abschied des in der letzten Zeit endlich in Form gekommenen Craig Bellamy geschrieben haben, hat die SUN nun gemeldet, dass West Ham ein £12 Millionen-Offert von Tottenham für Bellamy abgelehnt habe.
Diese Entscheidung macht Sinn: nachdem im Abstiegskampf 18 Spiele vor dem Meisterschaftsende noch alles offen ist, werden es sich die zum Verkauf stehenden Hammers wahrlich nicht leisten können, Schlüsselspieler abzugeben und den Klubwert durch eine dann wahrscheinliche Relegation in den Keller zu schicken. Wenn Bellamy abgegeben wird, dann müsste Zug-um-Zug in einen anderen Stürmer ähnlichen Kalibers investiert werden, denn Dean Ashton wird nach seiner Knöcheloperation in dieser Saison wohl nicht mehr für die Irons auflaufen können.

Monday, 29 December 2008

Thema: "Abstiegskampf"

Everyone from West Ham down is now involved in a relegation scrap
Stan Collymore, Daily Mirror, 29/12/2008:
"What a tense Premier League relegation fight we are in for.
Looking at the table, I firmly believe all of the current bottom 11 teams are candidates for the drop."

West Ham United liegt derzeit auf dem 10. Platz der Premier League mit 25 Punkten aus 20 Spielen (und wird vom Daily Mirror-Kolumnisten offenbar vom Abstiegskampf noch nicht ausgenommen). Im Vorjahr hatte man nach 20 Spielen (am 1. Jänner 2008) 29 Punkte und lag ebenfalls, wie auch am Ende der Saison, auf dem 10. Tabellenrang.
Vor einem Jahr führte übrigens Arsenal die Tabelle an und wurde - wie wir wissen - nicht Meister. Liverpool war Vierter (heuer Erster). Werden die "Reds" in dieser Saison ihren 19. Meistertitel schaffen? Für den englischen Rekordmeister, dessen letzter Titelgewinn noch aus der Zeit der alten "First Division" datiert (siehe -> hier), wäre es der erste Erfolg in der seit 1992 bestehenden Premier League.
Und auf den Abstiegsrängen lagen 2007 Wigan (16 Punkte aus 20 Spielen), Fulham (15/20) und Derby County (7/19). Nur einer von diesen dreien stieg am Saisonende ab. Die Relegationszonen-Bewohner von heute haben 20 (Stoke) und 18 Punkte (Blackburn und WBA). Bolton (Elfter) hat 23 Punkte, die 16. und 17. Teams, Tottenham und Middlesbrough (je 20), trennt nur die Tordifferenz von einem Dasein "unter dem Strich". "Harry Houdinis" Zauber bei den Sp@rs hat offenbar schon nachgelassen.

Thema: "Transfer Window January 2009"


"The plain truth is that the club means more to us [the fans] than it does to them [the players]. Where were they twenty years ago? Where will they be in twenty years' time? (Where will they be in
two years' time, a couple of them? (At Villa Park or Old Trafford, bearing down on the Arsenal goal with the ball at their feet, that's were.)
No, I'm happy with things the way they are, thank you very much.They're players and I'm a fan, and I dont wan't to blur the boundaries."
Nick Hornby, Fever Pitch
("Me and Bob McNab"
Stoke City v Arsenal [Villa Park] 15.4.72)

"Die schlichte Wahrheit ist, daß der Klub uns [den Fans] mehr bedeutet als ihnen [den Spielern]. Wo waren sie vor zwanzig Jahren? Wo werden sie in zwanzig Jahren sein? Wo werden sie in zwei Jahren sein, ein paar von ihnen? (In Villa Park oder Old Trafford, und sie werden mit dem Ball an den Füßen bedrohlich auf das Tor von Arsenal zustürmen, das ist die Antwort.)
Nein, ich bin glücklich, so wie die Dinge stehen, danke der Nachfrage. Sie sind Spieler, und ich bin ein Fan, und ich will die Grenzen nicht verwischen."

Nick Hornby, Fever Pitch
(Kapitel "Ich und Bob McNab"
Stoke City gegen Arsenal [Villa Park] 15.4.72)

Sunday, 28 December 2008

Nichts für schwache Nerven: West Ham 2-1 gegen Stoke

Ausschluss für Ohrfeige gegen eigenen Teamkapitän

Ein Thriller ist nichts dagegen. West Ham gegen Stoke war kein schönes Spiel, dafür aber war die Partie spannend bis zur letzten Minute und brachte mit einer roten Karte gegen Stoke-Angreifer Ricardo Fuller auch eine so noch nie gesehene Besonderheit.
Schon in der 4. Minute war Stoke in Führung gegangen, weil die - gegenüber dem Portsmouth-Match neu formierte - West Ham-Abwehr Stoke-Verteidiger Abdoul Faye bei einem Corner aus den Augen verloren hatte. Der hatte keine Mühe unbedrängt ins lange Eck zu köpfeln.
Beinahe hätten dann der in Abwesenheit von Craig Bellamy (Gelb-Sperre) von Beginn an eingesetzte Italiener Di Michele und Carlton Cole noch in der ersten Hälfte den Ausgleich geschafft, aber aus den zahlreichen kraftvollen Vorstößen, die vor allem über rechts vorgetragen wurde, resultierten bis zur Pause keine Treffer.
Faubert spielte statt des verletzten Lucas Neill Rechtsverteidiger, wobei er seine Rolle sehr offensiv anlegte, leider aber auch durch Fehlpasses und misslungene Flankenversuche auffiel. Im Mittelfeld war Behrami bemüht und kampfstark wie immer, Parker verteilte die Bälle diesmal recht gut, und der junge Collison fiel zwar weniger auf als zuletzt gegen Portsmouth, machte seine Sache aber wieder recht ordentlich.
Vorne waren Boa Morte, Carlton Cole und Di Michele aufgeboten worden, wobei alle drei durchaus zu gefallen wussten.
Cole nahm bei seinem Ausgleichstreffer in der 51. Minute den Ball - wie es so seine Art ist - mit dem Rücken zum Tor stehend an, umspielte mit einer Drehung den unbeweglichen (schon seit der ersten Hälfte leicht angeschlagenen) Stoke-Kapitän Griffin und schlenzte den Ball ansatzlos ins lange Eck. Ein typisches Carlton Cole-Tor!
Offenbar aus Ärger über den Ausgleich ging Stoke-Stürmer Ricardo Fuller auf seinen eigenen Kapitän los, was den mit Karten nicht gerade sparsamen Schiedsrichter Jones zu einer sofortigen roten Karte gegen den Jamaika-Forward veranlasste. Vielleicht die erste rote Karte der Geschichte wegen Insultierung eines Spielers der eigenen Mannschaft!
Gegen ein dezimiertes "Potters"-Team spielte West Ham dann Powerplay, wobei Boa Morte beinah schon der Siegestreffer gelungen wäre, hätte Higginbotham nicht für seinen geschlagenen Tormann Sörensen auf der Linie geklärt.
Und so spannte West Ham seine Fans bis zur 88. Minute auf die Folter. Das nervenaufreibende Match wurde schließlich durch einen Schuss von Carlton Cole, der vom Schienbein des gerade noch nicht im Abseits stehenden Diego Tristan ins Tor ging, entschieden.
In den vier Minuten Nachspielzeit versuchte sogar noch Stoke-Keeper Sörensen sein Glück als Stürmer, aber die West Ham-Verteidigung stand bis zum Ende sicher.
Überhaupt kann man, abgesehen von der Unachtsamkeit beim 0:1, der Abwehr der Hammers mit Upson (Kapitän) und Collins im Zentrum nichts vorwerfen, Stoke spielte aber auch sehr defensiv und prüfte die Hammers-Defensive kaum. So hatten Faubert und Illunga genug Gelegenheit, auf den Außenbahnen die Offensive in Schwung zu bringen.
Robert Green wurde wenig geprüft, war aber ein sicherer Rückhalt.
Und plötzlich steht West Ham in der Tabelle auf dem 10. Platz (durch 5 Punkte von den Abstiegsrängen getrennt)!
Das waren wirklich erfreuliche Weihnachtstage mit sechs Punkten für die Hammers!

West Ham: Green, Faubert, Collins, Upson, Ilunga, Behrami, Parker (Mullins 77), Collison (Tristan 77), Boa Morte, Di Michele (Spector 89), Cole.
Subs Not Used: Lastuvka, Bowyer, Sears, Ngala.
Booked: Cole, Boa Morte, Di Michele.
Goals: Cole 51, Tristan 88.
Stoke: Sorensen, Griffin (Davies 58), Abdoulaye Faye, Shawcross, Higginbotham, Delap, Olofinjana, Whelan, Pugh (Pericard 53), Cresswell, Fuller.
Subs Not Used: Simonsen, Lawrence, Soares, Tonge, Sonko.
Sent Off: Fuller (54).
Booked: Olofinjana, Higginbotham, Abdoulaye Faye.
Goal: Abdoulaye Faye 4.
Att: 34,477
Ref: M. Jones (Mansfield).

Wer bitte ist Stoke?

Eine Frage, die man in den 60er- und 70er-Jahren so nicht gestellt hätte. Damals war Stoke City, der heutige Gegner von West Ham United (So, 15:00 MEZ), ständiges Mitglied der alten "First Division".

Anfang der Sechzigerjahre kehrte England-Veteran Sir Stanley Matthews, der englische Dribbelkönig und erste Gewinner des Titels Europäischer Fußballer des Jahres (1956), zu seinem Stammklub zurück, bei dem er schon in den 30er-Jahren gespielt hatte. Er kickte noch bis 1965 für die als "Potters" bekannten Rot-Weißen, bevor er als Fünfzigjähriger abtrat. Zwei Jahre später gelang dem damaligen Langzeit-Manager Tony Waddington der nächste Coup mit der Verpflichtung von Tormannlegende Gordon Banks.
Mit dem Weltmeister von 1966 zwischen den Pfosten gewannen die "Töpfer" aus dem westenglischen Stoke-on-Trent 1972 den ersten bedeutenden Pokal für den Klub:
Nachdem man im Halbfinale des League Cups West Ham United erst im vierten Spiel (Hinspiel 2:1 für West Ham, Rückspiel 0:1, erstes Replay in Sheffield 0:0, zweites Replay in Old Trafford 3:2 für Stoke) ausgeschaltet hatte - wobei das entscheidende Spiel nicht ohne Heldentat seitens Banks über die Bühne gegangen war ("spectacularly palming a vicious penalty from his England team-mate Hurst over the crossbar") - besiegte Stoke im Finale in Wembley den FC Chelsea mit 2:1 und holte sich den Ligapokal (rechts). Bis heute der größte Titel, dessen sich Stoke City rühmen kann.

Nachdem Gordon Banks bei einem Autounfall im Herbst 1972 auf dem rechten Auge erblindete und seine Tormannkarriere beenden musste, kam mit Peter Shilton der nächste große englische Tormann zu Stoke. Er blieb bis 1977 beim Klub, der in diesem Jahr in die zweite Division absteigen musste. Vorher aber spielten die "Rot-Weißen" mit Peter Shilton sogar noch um den Titel in der ersten Liga mit - schlussendlich reichte es zu zwei fünften Plätzen, der besten Platzierung, die Stoke City in der First Division jemals erreichen konnte.

In der Folge gaben sich bei Stoke, laut Fußballhistorikern der zweitälteste Klub der Welt (gegründet 1863 - ein Jahr nach Notts County), die Trainer die Klinke in die Hand. Während Tony Waddington 17 Jahre lang Manager bei den "Potters" gewesen war, folgten in den späten 70er- und in den 80er-Jahren im Jahresrhytmus diverse Coaches, die aber - nach einem zwischenzeitigen Wiederaufstieg in die erste Division (1979-1985) - den Abstieg von Stoke bis in die dritte Liga nicht verhindern konnten. Stoke City stellte beim Abstieg 1984/85 mit nur 17 Punkten und bloß drei Saisonsiegen sogar einen neuen Negativrekord für einen englischen Erstligisten seit Einführung der 3-Punkte-Regel auf. Erst mit Lou Macari, dem 1989 bei West Ham nach nicht einmal einer Saison zurückgetretenen Schotten, gelang Stoke 1992/93 wieder der Aufstieg in die zweite Liga. 1998 stieg man aber erneut in die dritte Liga ab, um schließlich erst 2002 wieder in die "Championship" aufzusteigen.

In der Zwischenzeit war der Klub nach 119 Jahren im alten Victoria Stadium in das neue Britannia Stadium, unter dessen Rasen die Asche von Sir Stanley Matthews ruht, übersiedelt und hatte ein isländisches Konsortium als Eigentümer bekommen. Die Isländer beschäftigten sogar von 1999 bis 2002 einen Isländer, Gudjon Thordarson, als Coach. Obwohl mit diesem 2002 endlich der Aufstieg gelungen war, engagierte die isländische Vereinsführung für die Saison 2002/03 einen neuen Cheftrainer, der aber bald danach durch den Waliser Tony Pulis (Bild links unten; BBC/Getty) ersetzt wurde, der - mit einer einjährigen Unterbrechung - bis heute Manager von Stoke ist.

Im Mai 2006 übernahm der lokale Geschäftsmann Peter Coates, der schon früher einmal zehn Jahre Vereinspräsident gewesen war, wieder die Mehrheit der Geschäftsanteile von den Isländern und kündigte an:
"Our first task is to build a side capable of challenging for the play-offs with the ultimate dream being making it to the Premiership."

Mit einem 8. Platz in der Saison 2006/07 gelang Tony Pulis (Bild) zwar nicht schon im ersten Jahr unter der neuen Klubführung, was sich der Präsident gewünscht hatte. Aber schon in der nächsten Saison qualifizierte man sich mit einem zweiten Platz in der Championship für die erstmalige Teilnahme an der seit 1992 bestehenden Premier League.

Das erste Match in der ersten Liga seit 23 Jahren verlor Stoke gegen die Bolton Wanderers auswärts mit 1:3 und wurde von den Buchmachern schon nach einem Spiel als sicherer Absteiger gehandelt. Die "Potters" erfingen sich aber, schlugen im ersten Heimspiel den heutigen Liga-Vierten Aston Villa mit 3:2, remisierten gegen Liverpool und schlugen in Heimspielen in der Folge sogar Tottenham und Arsenal. So arbeitete man sich bis auf Platz 12 in der heuer ziemlich dichten Premier League hoch, rutschte aber nun - seit dem 22. November sieglos - wieder in die Abstiegszone. Im letzten Spiel - einer knappen 0:1-Heimniederlage gegen ManU (Torschütze: Carlos Tevez, 83.) - lieferte man den regierenden Champions im Britannia-Stadion jedenfalls einen harten Kampf und auf diese Leistung möchte Manager Tony Pulis aufbauen.
Auswärts sind die "Potters" aber alles andere als eine Macht. Neben Fulham sind sie das einzige Team, das noch keinen vollen Erfolg "away" verbuchen konnte. Nur drei Unentschieden gegen Newcastle, Wigan und - immerhin - Liverpool (0:0) stehen in der Auswärtstabelle zu Buche.
Insgesamt hat man aber schon 20 Punkte gehamstert, ist also weit davon entfernt, den Negativrekord von Derby County in der Vorsaison (Letzter mit nur 11 Punkten) zu gefährden.
1973 holte Stoke zuletzt einen Sieg bei West Ham am Upton Park. Die letzten Aufeinandertreffen von WHU und Stoke endeten in der Championship-Saison 2004/05 mit zwei West Ham-Siegen und auch in der letzten gemeinsamen Saison der beiden Klubs in der höchsten Spielklasse (1984/85) gelang West Ham ein Double gegen die "Potters".

Auch wenn es Stoke an Qualität mangelt, um in der Liga vorne mitspielen zu können, gelang den Anhängern der Potters in einer im August, September und Oktober 2008 durchgeführten Untersuchung ein voller Erfolg: Die Stoke-Fans im 28.000 Zuschauer fassenden Britannia Stadium sind die lautesten in der Premier League - ein Durchschnitts-Lärm von 101.8 Dezibel während 90 Minuten wurde gemessen. (Laut Arbeitsmedizinern reicht eine Stunde wöchentlich mit einem Lärmpegel von 101 Dezibel übrigens, um "dauerhafte Gehörschäden" zu riskieren.)

Die prominentesten Spieler in der aktuellen No Names-Mannschaft des Premiership-Achtzehnten scheinen mir der senegalesische Abwehrspieler Abdoulaye Faye (kam von Newcastle), dessen Landsmann Ibrahima Sonko, der aus Jamaika stammende Stürmer Ricardo Fuller und der dänische Nationalkeeper Thomas Sørensen zu sein. Der frühere irische Nationalspieler Rory Delap (Bild rechts; PFA) ist für seine langen Einwürfe und allgemein für seine Assists bekannt.
Der englische Stürmer Dave Kitson brach in der sommerlichen Übertrittszeit zwar den Vereins-Transferrekord - £5.5 Mio kostete den Klub sein Wechsel von Reading -, bisher gelang dem rothaarigen Angreifer jedoch kein einziger Treffer für Stoke. Aufgrund einer Knieverletzung ist sein Einsatz gegen West Ham fraglich.
Stoke-Verteidiger Andy Wilkinson wurde gegen Manchester United ausgeschlossen. Er ist im Sonntags-Spiel gegen West Ham ebenso gesperrt wir Craig Bellamy bei den Irons nach seiner fünften gelben Karte.

Die Frage "Wer bitte ist Stoke?" sollte nun wohl beantwortet sein.

Saturday, 27 December 2008

Unglaublich: 4-1 am Stefanitag - und alles spricht von Bellamy

"Spurs have had a bid turned down, and I think there will be more offers", sagte Harry Redknapp, der verzweifelt einen neuen Stürmer für seine Hot Spurs sucht, laut Daily Telegraph. Er glaubt, dass Manchester City im Jänner das Rennen um den zweifachen Torschützen vom zweiten Weihanchtsfeiertag Craig Bellamy machen wird, außer West Ham entscheide sich, den Flügelflitzer, der beim überraschenden 4:1-Auswärtserfolg der Hammers über Portsmouth der "Man of the match" war, nicht zu verkaufen.
"I'll speak to the chairman but if Man City are in for him then it is very difficult to compete with them - they can throw millions and millions at everything", scheint Redknapp die Chancen auf eine Verpflichtung von Craig Bellamy nicht besonders hoch einzuschätzen.
Einen 4:1-Sieg am gestrigen "Boxing Day" konnte man realistischerweise auch nicht erwarten. Die "Irons" hämmerten bei Pompey vier Goals rein (Collison, Cole, Bellamy 2) und schossen damit in einem Spiel so viele Tore wie in den elf Partien davor zusammen.
Und dass Carlton Cole wieder ins Netz traf (das erste Mal seit 5. Oktober), wer hätte das und einen 4:1-Sieg für möglich gehalten?
Die Wiener Tageszeitung "Die Presse" jedenfalls nicht: sie meldete heute das Spielergebnis "Portsmouth - West Ham 4:1" (links; vgl. aber auch die offizielle Website). Gleichzeitig berichtete "Die Presse", dass Mark Hughes' Tage bei ManCity (trotz 5:1-Sieg gegen das bisherige Überraschungsteam der Liga, Hull City) gezählt sein könnten.
Stimmt (wahrscheinlich?) beides nicht. Hughes wird Manager von Citeeh bleiben, glaube ich.
Aber bleibt auch Craig Bellamy bei den Hammers?
Es ist wieder einmal bezeichnend für die finanziell unsichere Situation bei West Ham, dass in den Presseberichten weniger vom Spiel selbst die Rede ist, als davon, dass Craig Bellamy mit seinen zwei Toren den Marktwert immens erhöht habe - als wäre es schon ausgemacht, dass der walisische Internationale, dessen Verpflichtung in den letzten Spielen endlich Früchte trug, nach eineinhalb Jahren ein Ex-Hammer sein wird.
Hammers-Manager Gianfranco Zola will es nicht wahrhaben, dass sein schnellster und gefährlichster Mann bald weg sein könnte: "He’s an important player for us and the club knows I don’t want to sell him", sagte der Italiener. Und weiter: "Between me and Gianluca Nani [the technical director] and Scott Duxbury [the chief executive] there is a total understanding. We work together and we’ll try to keep all our players. For the moment, everybody wants to improve this team but we have to see what happens."

Match report: Portsmouth - West Ham 1:4
Video: click -> here!

Portsmouth: James, Wilson, Campbell, Distin, Belhadj, Little (Armand Traore 71), Davis, Hughes, Kranjcar, Crouch, Defoe (Kanu 73).
Subs Not Used: Ashdown, Hreidarsson, Diop, Nugent, Pamarot.
Booked: Wilson.
Goal: Belhadj 8.
West Ham: Green, Neill (Faubert 46), Davenport, Upson, Ilunga, Collison, Noble (Boa Morte 73), Parker, Behrami, Cole (Tristan 87), Bellamy.
Subs Not Used: Lastuvka, Mullins, Collins, Di Michele.
Booked: Noble, Behrami, Parker.
Goals: Collison 20, Cole 67, Bellamy 70, 83.
Referee: Steve Bennett (Kent).

PS: West Ham hat Tottenham in der Tabelle wieder überholt, denn die Sp@rs spielten nur 0:0 gegen Fulham. Bezüglich der beiden nicht gerade torgefährlichen Fulham-Stümer meinte ein durchaus zufriedener Manager Hodgson nach dem Spiel:
"I also know Bobby Zamora and Andy Johnson, who are working so hard for us up front, are going to score some goals because they are both talented technicians."
Redknapp was also impressed with Zamora, adding: "I wish he was still at Tottenham. They let him go and maybe thought he wasn't good enough. Maybe he wasn't good enough when they had (Dimitar) Berbatov, (Robbie) Keane and (Jermain) Defoe but he looks all right to me."
Es freut mich, dass Zamora bei Fulham einen Stammplatz hat und gut spielt; ebenso wie Ex-Hammers-Verteidiger John Pa(i)ntsil übrigens.

Wednesday, 24 December 2008

Five Hammers Goals For Christmas - Happy Christmas Everyone !!!



A little Christmas present for every reader of this blog:
WHU v Oxford United (21 Nov 1992): for teams & score click ->here!
Merry Christmas and a happy holiday season to everybody!

I will post again after Boxing Day!

Monday, 22 December 2008

Trend der Saison: Man spielt lieber auswärts

In Österreich ist man den internationalen Fußballtrends immer ein wenig hinterher, während die englische Liga oft eine Vorreiterrolle übernimmt. Das gilt auch für den neuesten, für die Zuschauer nicht sehr erfreulichen Trend, der auf Österreich zum Glück noch nicht übergegriffen hat:
So hat der SK Rapid Wien das letzte Mal im eigenen Stadion vor mehr als einem Jahr (am 1.12.2007) verloren und beweist also noch echte Heimstärke (Bild: "Block West" ganz in Grün am 24.8.2008 bei Rapid - Austria Wien 3:0) .
In England ist man dagegen drauf und dran, den sogenannten "Heimvorteil" zu verachten. Fabio Capello konstatierte nach dem überragenden 4:1-Auswärtssieg seines englischen Nationalteams über Kroatien, er sei sicher, die "Three Lions" spielten auswärts besser als daheim in Wembley. Und auch ein Blick auf die Tabelle der Barclays Premier League beweist, dass "at home" nicht mehr gleichbedeutend mit einer breiten Brust ist. Die "top three" haben alle eine bessere Auswärtsbilanz, und von den "top ten" nur Manchester United, Arsenal, Fulham und Portsmouth zu Hause bessere Resultate erzielt haben als in den Auswärtsspielen.
Everton zum Beispiel hat heuer erst einmal am Goodison Park gewonnen, während 6 Auswärtssiege zu Buche stehen.
West Ham startete zwar mit drei Heimsiegen in die Saison, seither warten aber auch die Fans am Upton Park bereits seit 6 Spielen auf einen vollen Erfolg. 2:11 lautet das Torverhältnis aus den letzten sechs Heimspielen bei 5 Niederlagen und einem Unentschieden, während die Auswärtsbilanz seit Gianfranco Zolas Amtsantritt mit 2 Siegen-3 Unentschieden-2 Niederlagen ausgeglichen ist.
Woran liegt es also, dass Englands Nationalteam ebenso wie viele Klubs in der Liga anscheinend auswärts besser spielen als daheim?
Matt Hughes meint in der Times, es liege vor allem an der überzogenen Erwartungshaltung der "home crowd", die auf diese Weise eher eine Bürde als eine Inspiration für das Heimteam darstellt. Sowohl Liverpool als auch Chelsea wurden nach den Unentschieden in ihren jeweiligen Spielen gegen West Ham vom eigenen Anhang ausgebuht. Die Atmosphäre in den Stadien kann manchmal geradezu als giftig beschrieben werden, sofern sie nicht schlicht langweilig ist.
Vielleicht liegt die von vielen beobachtete mangelhafte Unterstützung des eigenen Teams daran, dass in den letzten Jahren durch immens gestiegene Ticketpreise das Profil des durchschnittlichen "supporters" eine starke Wandlung erfahren hat. Viele langjährige treue Fans wurden "out-priced", wie das so schön heißt, und vor allem junge Anhänger, die früher besonders für Stimmung auf den Rängen sorgten, können sich die regelmäßige Live-Unterstützung ihres Teams oft schlicht nicht mehr leisten.
In das Bild des "Heim-Nachteils" passt auch diese Schilderung eines West Ham-Fans, der meint, der "support" bei Auswärtsmatches der Hammers sei besser als jener daheim am Upton Park - wobei auch er meint, die Unzufriedenheit auf den Rängen des Boleyn Ground habe mit der von den neuen Eigentümern geweckten - und längst entäuschten - Erwartung, um die Europacupplätze mitzuspielen, zu tun.
Der neueste Trend also lautet: Auswärts gute Stimmung unter den paar tausend "travelling fans", die einen Sportplatzbesuch noch als Erlebnis zelebrieren wollen - und daheim vor dreißig oder vierzigtausend die Langeweile einer allzu kritischen Masse, in der es manche sogar als störend empfinden, wenn der Nachbar allzu oft aufspringt oder lauthals mitsingt. (Mancherorts hat man schon eine eigene "singing section" auf den Zuschauerrängen errichtet, um den leisen vom lauten Fan zu separieren...)
Fußballfans, quo vadis? fragt man sich da - und ist einmal froh, in Wien zu sein, wo der Heimvorteil im Hanappi-Stadion noch echt und die Gesänge von den Rängen nicht enden wollend sind!

Martin Samuel verlässt die Times

Seine letzte Kolumne über West Ham und die Eigentümer-Krise in der Premier League

Der profilierte Sportjournalist überraschte seine Leser heute einmal mehr. Der siebenfache "Sports Writer of the Year", der seit Jahren als "The Times Chief Football Correspondent" fungierte, ließ am Ende seiner Montags-Kolumne, die sich ausführlich mit dem Verkauf von West Ham United befasste, verlauten, dass dies seine letzten Zeilen für die Times seien.
In dem lesenswerten Artikel beklagt Samuel zehn Jahre Missmanagement bei dem populären, nach gut zwei Jahren in isländischer Hand nun erneut zum Verkauf stehenden Londoner Klub und meint, dass die Preisvorstellungen des derzeitigen Eigentümers (£250 Mio) weit überzogen seien.
Allerdings, so kann man Samuel entgegen halten, hat auch Thaksin Shinawatra, als er sich nach einem Jahr wieder von Manchester City getrennt hat, einen Profit von etwa hunderttausend Pfund gemacht.
Gegenargument: Der ehemalige, der Korruption beschuldigte Thai-Premier konnte
1) einen Scheich als Käufer finden und
2) seinen Klub noch vor der Wirtschaftskrise um £230 Mio an den Mann bringen.
Außerdem ist Björgolfur Gudmundsson nicht der einzige Eigentümer, der derzeit einen Käufer für sein "Spielzeug" sucht. Mike Ashley bei Newcastle United und die amerikanischen Eigentümer von Liverpool, aber auch Alexander Gaydamek bei Portsmouth FC wären wohl lieber heute als morgen wieder im Besitz von Bargeld anstelle eines englischen Premier League-Klubs. Ein solches "Überangebot" an Fußballklubs treibt den Preis normalerweise auch nicht gerade in die Höhe...

Sunday, 21 December 2008

West Ham v Aston Villa 0-1: An Unjust Result

Video: http://www.veoh.com/videos/v16975592NP5sfZtB

Match report (Iain Dale): "An unjust result"

West Ham manager Gianfranco Zola:
"It is very hard to take. I don't think my players deserved that and it makes me very frustrated. "When my team plays well and creates chances like we did then I cannot complain - we need a change of luck but we will keep trying our best."

Aston Villa boss Martin O'Neill:
"I'm delighted to be third.
"We created quite a number of chances on the break in the first half but the game was really open and could have gone either way."
"We got a bit lucky with the goal at a time when West Ham were pressing us."


West Ham: Green, Neill, Davenport, Upson, Ilunga, Collison (Tristan 84), Noble, Parker (Mullins 46), Behrami (Bowyer 57), Bellamy, Cole.
Subs Not Used: Lastuvka, Boa Morte, Faubert, Di Michele.
Booked: Neill, Bellamy.
Aston Villa: Friedel, Cuellar (Reo-Coker 58), Davies, Laursen, Luke Young, Petrov, Milner, Sidwell, Barry, Ashley Young, Agbonlahor.
Subs Not Used: Guzan, Harewood, Delfouneso, Knight, Shorey, Gardner.
Booked: Milner.
Goal: Neill 78 og.
Att: 31,353
Ref: Mark Halsey (Lancashire).

Friday, 19 December 2008

Guten Heimflug, Georg!

Wie man dem auf RAPIDHAMMER und demnächst auch auf der Sport-Website Laola1 veröffentlichten Interview mit unserem österreichischen "Hammer" Georg Grasser entnehmen kann, fliegt der junge Mann heute nach seinen ersten knapp fünf Monaten in East London auf "Heimaturlaub".
Weihnachten wird natürlich in Graz gefeiert.
Und am 1. Jänner geht es zurück nach London.
Ich nehme an, alle Leser dieser Website werden sich meinen Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest und viel Erfolg im kommenden Jahr anschließen.
Also: "Guten Flug, frohe Weihnachten und ein tolles Jahr 2009 bei West Ham United, lieber Georg!"

Interview Georg Grasser:
-> ÖFB-Youngster auf den Spuren von Ferdinand, Carrick & Co

(Less) Busy Christmas Season

Für viele ist heute, Freitag, der letzte echte Arbeitstag vor den Weihnachtsfeiertagen. Der 22. und 23. Dezember ist in vielen Schulen schon frei und auch für eine Verlängerung des Weihnachtsurlaubs bieten sich diese beiden Tage vor dem Heiligen Abend an.
Für die Kicker in der englischen Premier League beginnt dagegen traditionell eine der anstrengendsten Perioden des Jahres.
Vier Spiele in nur zehn Tagen können um Weihnachten und Neujahr auf dem Programm stehen. So spielte West Ham im Vorjahr etwa am 22. Dezember gegen Middlesbrough (2:1-Auswärtssieg), am "Boxing Day" (26.12.) gegen Reading (H, 1:1), am 29.12. gegen Manchester United (2:1-Heimsieg!!!) und am 1. Jänner gegen Arsenal (A, 0:2). Und schließlich folgte zum Ende der Weihnachtsferien - als fünftes Spiel in zwei Wochen - das Antreten in der 3. FA Cup-Runde am 5.1. gegen Manchester City (0:0).
Heuer scheint es ein bisschen ruhiger zuzugehen: nur vier Spiele werden in den nächsten vierzehn Tagen stattfinden - eigentlich ein fast normales Wochenendprogramm mit einem dazwischen eingestreuten Freitags-Match am "Boxing Day".
Morgen, Samstag (20.12.) geht es zu Hause gegen Aston Villa. Villa hat Mittwoch im UEFA Cup gegen Hamburg 1:3 verloren, allerdings mit einer B-Mannschaft. Morgen können wir uns darauf verlassen, dass die "high flying" Lions in bester Besetzung mit Ashley Young und all den anderen in Form befindlichen Englishmen am Upton Park anrücken und auf Sieg spielen werden. Die Hammers werden wieder ein Top-Leistung wie zuletzt gegen Chelsea bringen müssen, um gegen "claret and blue" aus Birmingham bestehen zu können.
Am "Boxing Day" müssen die Fans in East London das erste Mal in diesem Jahrtausend auf den traditionellen Stephanitags-Matchbesuch am Boleyn Ground verzichten. Nachdem man am 26. Dezember 1999 das letzte Mal an diesem Tag auswärts gespielt hatte (2:2 gegen Wimbledon), bescherte die Premier League-Auslosung den Hammers in der Folge stets ein Heimspiel am 26. Dezember. Heuer geht es aber auswärts gegen Portsmouth - eine Paarung, die übrigens auch am "Boxing Day" vor zwei und vor drei Jahren auf dem Programm stand. 2006 hat West Ham in der Premier League zu Hause 1:2 verloren, 2005 remisierte man in der First Division in Portsmouth 1:1.
Nur zwei Tage später, am Sonntag, 28. Dezember, folgt ein Heimspiel gegen Stoke City.
Im Neuen Jahr geht es aber heuer nicht - wie 2005, 2007 und 2008 - mit einem Spieltermin am Neujahrstag weiter. Diesmal werden die Kicker sich vielleicht doch eine ordentliche Silvester-Party erlauben dürfen, denn das FA Cup-Spiel gegen Barnsley steht erst am 3. Jänner (H) auf dem Programm.
Da am 6./7. Jänner diesmal die ersten Ligacup-Semifinali (leider ohne West Ham-Beteiligung) gespielt werden, findet das nächste Meisterschaftsspiel dann erst am 10. Jänner gegen Newcastle (A) statt.
Eine richtige "Busy Christmas Season" wie in den vergangenen Jahren schaut anders aus.

Thursday, 18 December 2008

"Einheimischen-Topf" in Englands zweiter Liga

Wie Times Online meldet, haben die englischen Football League Klubs beschlossen, Quoten für "home-grown players" in den drei Ligen unterhalb der Premier League einzuführen.Der Beschluss wurde in einer außerordentlichen Generalversammlung der 72 Fußballklubs außerhalb der Premier League in Derby County's Pride Park gefasst und wird ab der nächsten Saison gelten.
Die neue Regel besagt:
"The rule means at least four of the 16 players in match squads will have had to have been registered domestically for a minimum of three seasons before their 21st birthday. They can however be of any nationality and have spent their three seasons with any club within the league structure."

Der Vorsitzende der Football League, Lord Mawhinney, hatte sich massiv für diesen "Einheimischen-Topf"(bezogen auf die Ausbildung in einem englischen Verein) eingesetzt. Mawhinney sagte:
"League clubs are at the forefront of developing young playing talent for the domestic game and are investing more than £40million a season in this important area. As a result of today's vote, those players being developed will have a greater chance to demonstrate their talent at first-team level."
Der Beschluss liegt auf der UEFA-Linie, die eine solche Quote für innerhalb eines Landes ausgebildete Spieler der von der FIFA favorisierten "six-plus-five"-Klausel vorzieht. Letztere stellt auf die Nationalität ab und ist daher im Widerspruch zum europäischen Gemeinschaftsrecht.