Friday, 20 November 2009

It's Derby Time

Sonntag, 15:30, das sogenannte "große Derby" in Wien zwischen dem SK Rapid und der Wiener Austria. Und schon einen Tag früher (15:00 GMT) in England ein "Abstiegsderby", Hull City gegen West Ham United. Ja leider, man muss es so nennen, denn es spielt der Vorletzte gegen den Drittletzten.
Bei den Hammers soll Carlton Cole, der bei der unverdienten 1:2-Heimniederlage gegen Everton vor zwei Wochen gefehlt hat, wieder zurück in die Mannschaft kommen. Er wird dringend gebraucht, wenn sich die Hammers aus der Abstiegszone hieven wollen!
Hull hat nach einer langen sieglosen Serie letzte Runde erstmals wieder gewonnen - gegen Stoke -, sollte aber für die Hammers, wenn's endlich einmal normal läuft, zu biegen sein.
Wir werden sehen!
Und Sonntag dann ein Rapid-Sieg in St. Hanappi beim großen Wiener Derby.
"Ein schönes Wochenende", das wünsch ich mir!
Und hoffentlich streckt nicht die Wett-Mafia ihre schmutzigen Finger nach diesen beiden Spielen aus!!

Thursday, 19 November 2009

Die Schande von Paris

Thierry Henry handball vs. Ireland -> video (The Sun)

Giovanni Trapattoni Press Conference: Live coverage on -> BBC (15:00 MEZ)
-> Trapattoni: Press conference - video (BBC)

Some comments from BBC:
collie21 on 606: "It might be interesting to note that in the world of sport there are people of integrity and honour, and they exist in football. I can remember Robbie Fowler and Paolo di Canio incidents to name but two."
David McGrayl, Edinburgh via text on 81111: "A strong case for the additional linesman at the penalty box to be used permanently, surely?"
Stephen Fottrell, BBC News with Irish fans in Paris: "Wherever we go, the French are looking at us in an apologetic, embarrassed way. People at the hotel, cabbies, waiters - they are all pleased to be at the World Cup but sorry for how it happened. We've had them coming up, shaking our hands and saying 'We are ashamed'. When you pick up the papers here, it's obvious - the French robbed Ireland."

FRA v IRL 1:1 (a.e.t.) -> match report

Wednesday, 18 November 2009

Ceterum censeo: Zurück zu Schwarz-Weiß !

Die Zeiten sind bunter geworden seit den Dreißiger-Jahren, als wir in Österreich noch ein Wunderteam hatten (Foto links; wien.at), wenn auch nicht unbedingt erfolgreicher für die rot-weiß-roten Farben. Damals, als Österreich das beste Team Europas war, spielte die Fußballnationalmannschaft - übrigens schon seit 1902 - in weißen Leibchen, schwarzen Hosen und schwarzen Stutzen.
Genau 100 Jahre später hat ein - von mir in seiner früheren Funktion als Stürmer bei Rapid Wien und FC Barcelona hochgeschätzter - Bundestrainer durchgesetzt, dass der bisherige "away kit" zur "home dress" wurde: 2002 erfüllte der ÖFB Hans Krankl den Wunsch, dass Österreich regelmäßig in den bisherigen Ersatzdressen mit roten Leibchen und Stutzen und weißer Hose spielt. (Rot-weiß-rot eben, wie unsere Flagge! In diesen Farben hat der "Goleador" ja auch seine beiden Tore in Cordoba geschossen!)
Mag sein, dass Herrn Krankl auch eine vor Jahren publizierte (zweifelhafte) Untersuchung, wonach Mannschaften in roten Dressen die erfolgreichsten seien, zum "Leiberltausch" bewogen hat - wenn auch ohne Erfolg, wie man nach mehrmaligem Scheitern in EM- und WM-Qualifikationsrunden weiß.
Ich habe nun prinzipiell nichts gegen "rot", aber dass man schon seit einiger Zeit die traditionelle schwarz-weiße Teamdress nicht einmal mehr als "Zweitanzug" einsetzt, das ärgert mich.
Heute, Mittwoch Abend, wird die österreichische Nationalmannschaft in Wien gegen Spanien spielen und gastfreundlich, wie man in Wien eben ist, lässt man die Spanier in ihrer roten "Heimdress" antreten, in der sie im Vorjahr auch die (in schwarz-weiß spielenden) Deutschen im Euro-Finale besiegt haben.
Für unser Team bedeutet das aber, dass man im aktuellen "Zweitdress" und damit in den schwarzen Trauerfarben - man könnte auch sagen, im Schiri-Trikot - antritt. Und Schwarz als Dressenfarbe gefällt mir gar nicht, so elegant es vielleicht auch wirken mag.
Der einzige, der ein bisschen Schwarz-Weiß ins Wiener Stadion bringen wird, ist Teamkapitän Paul Scharner: er hat sich seine Haare s/w färben lassen (Bild: NEWS), womit er aber nicht an Österreichs Traditionsfarben erinnern will, sondern gegen das Schwarz-Weiß-Denken der Sportjournalisten protestiert. Die stehen dem Team und seinem Chef Constantini seit Kurzem nämlich wieder recht negativ gegenüber.
Ich werde jedenfalls ab sofort, wenn ich wieder über das österreichische Fußballteam "bloggen" sollte, die ständige Forderung aufnehmen: "Ceterum censeo: zurück zu Schwarz-Weiß!"

Tuesday, 10 November 2009

Deano Going To Say Goodbye?

Der vorige Kate Perry-Artikel sollte ein wenig aufheitern, denn auch eine sehr traurige Nachricht kann man heute den Medien entnehmen.
Laut einem Telegraph-Artikel soll Dean Ashton (25), zweifellos einer der besten Angreifer bei West Ham United im letzten Jahrzehnt, demnächst seinen endgültigen Rückzug vom Fußball bekanntgeben.
Seine Knöchelverletzung, die er bei einer Teameinberufung im Sommer 2006 - sein erster Einsatz im englischen Nationalteam stand unmittelbar bevor - erlitten hat, soll sich endgültig als nicht mehr reparabel herausgestellt haben...

I Kissed ... My Badge

Mit "I kissed a girl" wurde sie berühmt, am Wiener Lifeball sang sie als einer der Stargäste und nun outete sie sich als West Ham-Fan.
Da Katy Perry (Bild: MTV) mit West Ham-Fan Russel Brand liiert ist und sie ihrem boyfriend offenbar eine Freude machen wollte, trat die Amerikanerin bei den MTV Awards letzte Woche in einem West Ham-Kostüm auf.
Es handelte sich allerdings nicht um ein simples Home Shirt in weinrot, sondern um ein aus einem Shirt geschneidertes kesses Kostümchen mit zwei West Ham Badges - an durchaus nicht undelikaten Stellen!
Fotos: -> hier und -> hier klicken.
Insgesamt trug Katy Perry bei den MTV Awards in Berlin 12 Kostüme.
Mag sein, dass die Fußballer von West Ham United am Sonntag beim Match gegen Everton ob ihres neuesten Celebrity Fans noch immer verwirrt waren - denn niemand kann verstehen, warum sie dieses Spiel verloren haben!

Links:
-> Russell Brand sings "Bubbles"
-> Bobby Zamora kisses West Ham badge
-> West Ham v Everton: Best performance of the season so far...

Monday, 9 November 2009

Intelligenzbolzen, Sturköpfe und Kopfschüttler

"Part of the reason why we didn’t win today was that Zola reverted to a 4-3-3 formation to accomodate Jimenez. It didn’t work. At all. I hope he won’t make that mistake again."
(Matchbericht zu West Ham v Everton 1:2)

"[LASK Linz-Coach] Hamann hat die Taktik von seinem offensiven 4-4-2 mit Raute und drei attackierenden Mittelfeldspielern auf ein 4-4-1-1 umgestellt, mit deutlich defensiv orientierteren Akteuren. Natürlich kann man zwischen diesen beiden Systemen leichter switchen als zwischen den beiden Bayern-Varianten [4-4-2 oder 4-3-3; cf. Philipp Lahm-Interview in der Süddeutschen und die Folgen] - die Frage nach der Sinnhaftigkeit mitten in einer Zwischensaison, bei der es drum geht das Publikum wieder zurückzuholen, auf die Beißer-Variante zurückzustellen, stellt sich massiv."
Martin Blumenau, Fußball Journal
(Analyse zu LASK v Rapid 3:3)

"Die Engländer sind uns nicht nur fußballerisch deutlich überlegen, sondern auch in der Berichterstattung darüber. Das ist nichts neues, kann man sich anhand des simplen Durchblätterns einer ganz normalen Tageszeitung recht einfach und sehr schön vor Augen führen."
Philipp Eitzinger, Ballverliebt

Was Philipp Eitzinger anhand der Wochenendberichterstattung des "Guardian" vor Kurzem dargelegt hat, konnte man anhand der Berichterstattung über Rapids bedauerliche 0:3-Heimniederlage in der Europa League gegen Hapoel Tel Aviv besonders schön sehen. Trotz einer durchaus guten ersten Halbzeit der Grün-Weißen, in der

a) zahlreiche Chancen herausgespielt, nur leider nicht verwertet wurden (wäre ein Tor für Rapid gefallen, hätte das den Charakter des Spiels sicher zum Positiven für die Wiener verändert!) und

b) zudem die Taktik von PP nicht ganz nachvollziehbar war (warum kein 4-2-2 mit
Salihi neben Jelavic?)

wurden z.B. in der Gratis-Zeitung ÖSTERREICH sämtliche Rapid-Spieler mit 4 oder gar 5 (Schulnotensystem) bewertet. Über die taktische Ausrichtung des Rapid-Teams, mögliche Fehler von Trainer Peter Pacult beim Auswechseln (warum kam der international unerfahrene Gartler und nicht Salihi bei 0:1?) erfuhr man nichts.

Die meisten Journalisten schreiben anscheinend nicht nur ihre Matchkritiken rein resultat-abhängig, sondern machen auch die Einzelkritik der Akteure vom Endstand auf der Anzeigetafel, anstatt von einer Analyse des Geschehens auf dem grünen Rasen abhängig.

Dass es auch anders geht, kann man nicht nur in englischen Zeitungen (cf. Philipp Eitzinger), sondern auch in englischen Fan-Blogs wie jenem von (Polit-Kommentator) Iain Dale nachlesen. Und in Österreich bei Martin Blumenau, der sich v.a. mit der österreichischen Bundesliga und Didi Constantinis Nationalteam-Truppe auseinander setzt und Rapids PP immer besonders kritisch betrachtet. (Zur Abwechslung habe ich daher oben einen Kommentar über einen anderen Trainer der österreichischen Bundesliga wiedergegeben.)

Fußball ist ein hochintelligentes Spiel, habe ich einmal irgendwo gelesen (ich glaube, in dem sehr guten Buch von Christoph Pausenwein, dessen Taktikkapitel ich mir heute mal wieder durchlesen möchte). Und wenn es manche Blogger und Journalisten gibt, die uns dieses Spiel auch intelligent erklären, dann freut mich das.
Dass es auch intelligente Trainer und Spieler gibt, steht außer Frage: Einer von Letzteren, Philipp Lahm, hat für seine zutreffende Analyse (zuerst sollte man bei einem Klub klären, welches System man spielen möchte und dann erst die richtigen Spieler dafür einkaufen!) nun von Bayern-Manager Uli Hoeness angeblich eine Strafe von € 50.000 aufgebrummt bekommen.
Neben intelligenten Köpfen gibt es aber wahrscheinlich noch viel mehr Sturköpfe im Fußballzirkus. Und es darf daher bezweifelt werden, ob angesichts bayerischer Sturheit in der nächsten Übertrittszeit anders vorgegangen wird als bisher beim deutschen FC Hollywood.
Sturheit ist überhaupt eine hervorstechende Eigenschaft bei Trainern und Managern, glaube ich. Bis die einen einmal eingeschlagenen Kurs verlassen, kann ganz schön dauern. Und wenn man dann als Fan selbst - vielleicht auch durch intelligente Kommentare angeregt - ganz genau zu wissen glaubt, was taktisch anders gemacht gehörte, ist das ziemlich nervig.
Und so werde ich in diesem Herbst noch ein paar Mal den Kopf schütteln, wenn GZ oder PP wieder mal anders aufstellen, auswechseln oder die Mannschaft einstellen, als ich meine!
Das war aber auch nicht anders, als andere Trainer bei West Ham und Rapid am Ruder waren - und gehört zum Fußball einfach dazu.
Intelligenzbolzen, Sturköpfe und Kopfschüttler - nur ein paar von den Typen, die sich im Fußballgeschehen tummeln... wie im Geschäftsleben auch!

Sunday, 8 November 2009

Into The Drop Zone Again

West Ham Utd - Everton 1:2 (0:1)

Trotzdem: "West Ham United supporter forever!"
"Claret & Blue" West Ham United Online Magazine: auf das Bild klicken!

West Ham United:
Green, Faubert, Da Costa, Upson, Spector, Behrami, Jimenez (Diamanti 56), Parker, Collison (Stanislas 45), Franco, Hines
Subs: Kurucz, Daprela, Tomkins, Noble, Nouble

Everton: Howard, Hibbert, Yobo, Distin, Baines, Heitinga, Gosling (Neill 75), Rodwell, Fellaini, Cahill, Saha (Yakubu 56)
Subs: Nash, Wallace, Jo, Agard, Baxter

Tore: 0:1 Saha (26.) 0:2 Gosling (63.) 1:2 Hibbert (Eigentor 64.)

Gelbe Karten: - / Hibbert, Fellaini, Heitinga, Yobo

Zuschauer: 32,466
Referee: Alan Wiley

-> Premier League Tabelle

Thursday, 5 November 2009

Tweet tweet - West Ham Wins!

Die Segnungen von TWITTER: Auch auf dem Heimweg von einem beruflichen Termin war ich gestern Abend in der U-Bahn voll informiert über den Spielstand (auch durch BBC natürlich!), bei Twitter las man aber auch andere Besonderheiten.

Und mittlerweile wird heftig weiterge-twittert:
(Tweets am besten von unten lesen!)

westhamfootball
Just heard through a friend of a friend that Carlton Coles hamstring injury is a pull rather than a tear so he shouldn't be out for too long

rapidhammer
Love Zola's post match interview: http://bit.ly/IjBeh from web

rapidhammer
Zavon Hine's injury time goal for West Ham United (2-1 vs Aston Villa): http://www.101greatgoals.com/videodisplay/3830002/

rapidhammer
Gianfranco Zola on Zavon Hines' equaliser vs Aston Villa : “I would have been delighted to score that goal when I was a player." from web

westhamfootball
Mark Noble's Penalty Shot on youtube from last night http://is.gd/4NGUM #Westham from TweetDeck

westhamfootball
Zavon's injury time winning goal on Youtube http://is.gd/4NGSq

westhamfootball
Eastender Zavon Hines came up with a last minute winner which Zola believes could be the turning point of West Hams season http://is.gd/4NGtH from TweetDeck

westhamfootball
WEST HAM manager Gianfranco Zola said he would have been proud to score Zavon Hines’ winning goal against Villa http://is.gd/4NGmG (Express) from TweetDeck

WestHamProcess
the best #westhamwednesday ever? from TweetDeck

WestHamProcess
just eating the dominos that i accidentally ordered out of excitment

WestHamProcess
Please read my match report. It took me ages! http://bit.ly/4pBBYb from TweetDeck

@WestHamProcess Still the pub ;-)
waiting for tube crowds to die down from Yatca in reply to
WestHamProcess


westhamfootball
Wow potentially we could go 12th on Sunday if we beat Everton at home. Of course 12th to 15th must lose or draw for that to happen! #westham from Yatca

westhamfootball
Unbelievable two injury time goal. That's why I never leave early ever!!!! COYI from Yatca in reply to
WestHamProcess


westhamfootball
Off down the pub to celebrate West Ham's first home win of the season & 16th place in league with 30,000 other fans. It's party time, from Yatca

westhamfootball
I hope they show Robert Green kicking out the corner flag & jumping into the crowd after we scored the winner. It shows his passion for us

WestHamProcess
Aaaaaahhhhh!!!!!
Iiiiiiiiiirrrrrrrrrrroooooonnnnnsss!!!! Yyeeeeeaaaaahhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!!! Irons irons irons from twidroid

westhamfootball
In the excitement I forgot to add that Zavon Hines scored a wonder goal late into injury time #westham from Yatca

westhamfootball
Full time: westham 2 villa 1. 3 points and out relegation zone YES!!!!!! #westham. It's going mad here!!! from Yatca

gary_scott
Goal Goal Goal Goal! RT @westhamfootball: Goal west ham 2 villa 1 in injury time YES http://pic.gd/21e539 from Seesmic

rapidhammer
West Ham goal in injury time - 2:1 yeah! from mobile web

westhamfootball
MAGIC Robert Green jumped into the crowd when we scored in injury time #westham from Yatca

westhamfootball
Goal west ham 2 villa 1 in injury time YES http://pic.gd/21e539

westhamfootball
4 minutes of extra time from Yatca

westhamfootball
1 minute of full time and corner to west ham from Yatca

VIDEO: http://www.caughtoffside.com/2009/11/04/west-ham-united-2-1-aston-villa-premier-league-highlights-video/

Wednesday, 4 November 2009

Out Of The Drop Zone!

West Ham v Aston Villa 2-1 (1-0)


A thrilling last-gasp victory over 10-man Aston Villa hauled West Ham out of the Premier League drop zone for the first time since late September.

Three points, two injuries, one hero: this was a mixed night for West Ham United that ended in pure joy. When injuries to Carlton Cole and Hérita Ilunga were followed by a freakish equaliser for Aston Villa, the scene seemed set for yet another promising performance to end in another disappointing result... (Times Online)

But a Zavon Hines wonder goal three minutes into injury time (->VIDEO) earned West Ham all three points against Villa tonight - and could prove to be the turning point in United's season.
The 20-year-old striker - only on the field due to Carlton Cole's first half injury - turned the Villa defence inside out before poking home the winning goal in the 93rd minute of the game to give the Hammers their first home league win of the season - and their first since winning 2-0 at Molinueux on the opening day of the season.
The young striker tormented the Villa defence throughout the second half and went close on a number of occasions before finally scoring the goal his performance had fully deserved to win the game for West Ham - a win that lifts them out of the bottom three of the table. (KUMB)

A slow burner of a game had exploded into life when Mark Noble converted a West Ham penalty on the stroke of half-time (picture: WHUFC official site).
Ashley Young saw a penalty saved by Robert Green shortly after the break, but levelled soon afterwards.
Habib Beye saw red with five minutes left before substitute Zavon Hines scored a dramatic injury-time winner. (BBC)

West Ham United (4-4-2): R Green — J Faubert, M da Costa, M Upson, H Ilunga (sub: J Spector, 8min) — V Behrami, S Parker, M Noble, J Collison — C Cole (sub: Z Hines, 31), G Franco (sub: L Jiménez, 88).
Substitutes not used: P Kurucz, J Tomkins, A Diamanti, J Stanislas.
Goals: Noble (pen 45+2), Hines (90+3).
Booked: Parker, Franco.
Aston Villa (4-4-2): B Friedel — H Beye, J Collins, R Dunne, S Warnock — A Young, S Sidwell, S Petrov, E Heskey (sub: N Reo-Coker, 46) — G Agbonlahor, J Carew (sub: L Young, 86).
Substitutes not used: B Guzan, M Albrighton, N Delfouneso, F Delph, N Shorey.
Goals: A Young (51).
Booked: Young, Collins, Beye, Petrov.
Sent off: Beye.
Referee: S Bennett.
Attendance: 30,024.

Do A Rapid Unto Them !

"They don't call them Rapid for nothing", schrieb der Telegraph nach Rapid Wiens phänomenalem 1:0-Heimsieg über Aston Villa in der Europa League (20. August). Ein Tor von Jelavic in der ersten Minute legte damals den Grundstein für Rapids Aufstieg in die Gruppenphase der EL.
Heute, fast zweieinhalb Monate später, wissen wir, dass Aston Villa damals im August vielleicht ein bisschen langsam in die Saison gestartet war, aber keinesfalls als außer Form befindlich bezeichnet werden konnte. Denn gleich im Anschluss an die Niederlage in Wien legten die "Villans" eine beeindruckende Serie von sechs Siegen in Folge hin und sind seither beinahe - mit Ausnahme eines 1:2 bei den Blackburn Rovers am 26.9. - ungeschlagen geblieben.

Heute Mittwoch kommt Aston Villa zum Upton Park, um das Nachtragsspiel auszutragen, das just wegen der Europa League im Wiener Hanappi Stadion nicht zum vorgesehenen Termin stattfinden konnte. Und man möchte West Ham zurufen, sich ein Beispiel an den Grün-Weißen zu nehmen, wenn Claret & Blue aus Birmingham zu den heuer ohne hellblaue Ärmel spielenden Weinroten nach London kommt (Bild: Milner gegen Illunga bei West Hams vorjähriger 0:1-Heimniederlage gegen AVFC).
"Do a Rapid unto them!" möchte ich Gianfranco Zolas Mannen auffordern.
"Haut's ihnen gleich am Anfang ein Goal rein, rennt sie nieder mit einem Engagement, wie es Rapid Wien damals im 'St. Hanappi' gezeigt hat, und steckt auch nicht auf, wenn vielleicht auf der Gegenseite ein Tor fällt!" Rapid war vor zwei Monaten im Rückspiel im Villa Park bei 0:2 schon draußen, bevor es dann zu Beginn der "Rapid-Viertelstunde" wieder Nikica Jelavic war, der mit dem Treffer zum 1:2 den Aufstieg für die Hütteldorfer sicherstellte.

Beinahe jeder, der sich zu West Hams derzeitiger prekärer Tabellensituation äußert (Vorletzter; noch ohne Heimsieg), meint, dass die Mannschaft viel besser sei als ihre bisherigen Ergebnisse.
Auch Martin O'Neill, der Aston Villa-Manager, schlägt in diese Kerbe: "I don't think results and performances have gone together. They have played much better than that", warnt MON auf der Aston Villa-Website vor seinem heutigen Gegner.
Ähnlich wie es Aston Villa nach dem enttäuschenden Saisonbeginn gelungen ist, sich am eigenen Schopf aus dem Schlamassel zu ziehen, so muss es auch bei den Hammers sein: heute Abend ein Sieg gegen Aston Villa - was nicht leicht sein wird! - und dann weitere Erfolge in den nächsten Spielen gegen Everton (H), Hull (A) und Burnley (H), bevor am 5. Dezember ManU zum Upton Park kommt: in einem Monat kann es schon wieder viel rosiger aussehen bei West Ham!
Also: "Do a Rapid unto them, Hammers!" Und dann geht's weiter bergauf!

Tuesday, 3 November 2009

West Ham verliert gegen Curbishley

Wie nicht anders zu erwarten - die von mir zuletzt vorgebrachten Argumente contra Ex-Manager Curbishley überzeugten mich auch nicht gerade! - wurde heute ein für West Ham unerfreuliches Ergebnis des Schiedsgerichtsverfahrens Alan Curbishley v West Ham United wg. "constructive dismissal" bekannt:
Das Schiedsgericht der englischen Fußball-Manager-Vereinigung erkannte den Austritt von Curbishley aus seinem Vertrag mit West Ham für berechtigt.
Curbishley hatte sich vertraglich die letzte Entscheidung bei Spielerverkäufen vorbehalten. Dass der Klub in der Sommerübertrittszeit 2008 gegen seinen Willen Anton Ferdinand und George McCartney "verkaufte", berechtigte "Curbs" daher zum Austritt aus seinem Vertrag.
Der Entschädigungsbetrag wird noch festgesetzt werden.

Siehe auch: -> Keegan gewinnt ....

Ersatzbankheld(en)

Heute berichtete der KURIER ausführlich über Jimmy Hoffer und Ümit Korkmaz, zwei Ex-Rapidler, die nach ihren Transfers (Napoli, Frankfurt) - bestenfalls - die Ersatzbank drücken oder sich sogar auf der Tribüne wiederfinden.

Einen Film zum Thema kann man heute, Dienstag, 3.11., ab 19:00 Uhr im Schikaneder-Kino, Margaretenstraße 24, 1040 Wien, sehen: "The Substitute".
Nach dem ersten Film der von "Null Acht" organisierten Fußball-Filmreihe »Im Flutlicht« im Oktober bringt der November nun einen Streifen über Vikash Dhorasoo, ehemaliger französischer Nationalspieler und tragischer Protagonist in der Österreich-Premiere von "Subsitute".
In der Qualifikation zur WM-Endrunde 2006 in Deutschland noch in fast jedem Spiel im Einsatz, kam Vikash Dhorasoo während der Turniers insgesamt lediglich auf 16 Spielminuten in zwei Spielen. Im übermächtigen Spielmacher-Schlagschatten von Zinédine Zidane gibt uns Vikash äußerst persönliche und intime Einblicke in die Seele unserer einsamen Ersatzbankhelden. Gedreht auf Super-8, vor und während des »Festes für Freunde«.
Der indisch-stämmige Vikash Dhorasoo begann seine Karriere bei Le Havre und lief dann für Olympique Lyon, Girondins Bordeaux und den AC Milan sowie PSG auf. Für die "Équipe Tricolore" streifte er 18-mal das Shirt über. Mittlerweile hat er seine aktive Karriere beendet.
Bei Journalisten gilt der ehemalige offensive Mittelfeldspieler als "Fußballintellektueller" und ist deswegen häufiger Gast in Redaktionen, Fernseh- und Rundfunkstudios. Die Veröffentlichung des Films "Substitute" soll ihm mit einigen seiner Nationalmannschaftskameraden Ärger eingebracht haben.

Substitute
Frankreich 2006; Regie: Vikash Dhorasoo und Fred Poulet; Länge: 70 min.;
Originalfassung (französisch) mit englischen Untertiteln.

Vikash Dhorasoo im Interview: Ich war ein guter Ersatzspieler

Dienstag, 3. November 2009, 19:00
Schikaneder, Margaretenstraße 24, A-1040 Wien
Eintritt: 5 Euro

Gianfranco sprach

Zurück in Wien - Schneeregen statt 20 Grad C.
Bei unserem Kurzurlaub in Rom nicht an West Ham United zu denken war nicht schwer.
Aber manchmal kamen mir die Hammers doch in den Sinn, vor allem wenn die Italienisch-Kenntnisse nicht ausreichten und man ins Englische wechselte:
Wenn die Italiener Englisch sprachen, dann klang das wie Gianfranco Zola, der West Ham-Manager, wenn er wieder mal mit seinem weichen, sympathisch klingenden Italo-Englisch erklärt, warum die Hammers noch immer auf den zweiten Sieg in dieser Saison warten.
"I'm not happy at all", meinte er diesmal nach dem 2:2 auswärts gegen Sunderland, das die Hammers gegen eine Mannschaft, die immerhin die letzten vier Heimspiele gewonnen hatte, eine 2:0-Auswärtsführung verspielen sah. Mit dem Comeback von Sunderland habe er nicht mehr gerechnet, gestand Gianfranco und mahnte mehr Reife bei seiner Mannschaft ein. Diese habe aber auch streckenweise "sehr beeindruckend" gespielt, fügte Signor Zola, der immer auch etwas Positives zu sagen hat, hinzu.
Das Ausgleichstor in der zweiten Hälfte war allerdings wirklich blöd und zeigte mal wieder, dass man in den unteren Tabellenrängen oft gerade dann Pech hat, wenn man's am wenigsten braucht! Matthew Upson fälschte eine Flankevon Darren Bent - für Keeper Robert Green unhaltbar - ab, sodass Richardson nur mehr den Fuß hinzuhalten brauchte. Ein 2:2, das sich diesmal - im Gegensatz zum gleichen Resultat vor einer Woche gegen Arsenal - wie eine Niederlage anfühlte.
Chancen hatte Sunderland aber auch sonst mehr als genug, auch wenn man bei den "Black Cats" eine Hälfte lang mit einem Mann weniger auskommen musste. Dass auch West Ham am Ende Gelegenheiten vorfand, um die Führung wiederherzustellen, sah man im "Premier League Highlights"-Bericht vom Montag Abend nicht, kann es aber -> hier nachlesen.
Auch bei Sunderland v West Ham hatte der "Rotlauf" dieses Wochenende also Saison. Zuerst war es Kenwyne Jones, der Illunga leicht gestoßen, worauf Letzterer geschauspielert hatte, und gegen Ende des Spiels war es Radoslav Kovac von West Ham, der dem für ihn in diesem Moment unsichtbaren Darren Bent völlig unabsichtlich einen Tritt versetzte - zwei von insgesamt neun roten Karten in dieser Runde.
Die weiteren "Sünder" vom Wochenende: Barry Ferguson (Birmingham), Jamie Carragher und Philipp Degen (Liverpool), Diniyar Bilyaletdinov (Everton), Carlos Cuellar (Aston Villa), Geovanni (Hull), Jlloyd Samuel (Bolton).

Sunderland 2 West Ham Utd 2
West Ham Utd: Green, Spector, Tomkins, Upson, Ilunga, Behrami (Diamanti 67), Parker, Noble, Collison, Franco (Hines 72), Cole.
Subs not used: Kurucz, Faubert, Gabbidon, Jimenez, Stanislas.
Goals: Franco (30), Cole (36).
Booked: Kovac (37), Ilunga (45), Cole (60).
Sent off: Kovac (87).
Sunderland: Gordon, Turner, Da Silva, Nosworthy, Henderson, Richardson, Cana, Malbranque, Reid, Jones, Bent.
Subs not used: Fulop, Ferdinand, Bardsley, McCartney, Healy, Meyler, Murphy.
Goals: Reid (39), Richardson (76).
Booked: Cana (11), Bent (25), Turner (40).
Sent off: Jones (45).
Referee: Andre Marriner.
Attendance: 39,033.

Monday, 2 November 2009

Arrivederci Roma, Servus Vienna!

Saturday, 31 October 2009

A Roma

Friday, 30 October 2009

Die grüne Viertelstunde


Die Mannschaft von Rapid Wien machte mit drei Toren in der letzten Viertelstunde beim 3:1 in Kärnten ihrem Trainer Peter Pacult am Mittwoch ein - nicht mehr erwartetes - Geburtstagsgeschenk (bis zur 81. Minute hatte Austria Kärnten 1:0 geführt). Nach Verlustpunkten ist Rapid nun schon Tabellenführer in der österreichischen Bundesliga und weist auch das beste Torverhältnis auf (+18).

Rapid Viertelstunde - höchst aktuell
Eine aktuelle Statistik der Zeitung ÖSTERREICH zeigt, dass die "Rapid-Viertelstunde" heuer fröhliche Urständ' feiert. Nicht nur in Kärnten fielen Tore in den letzten 15 Spielminuten, insgesamt 13 von 29 Saisontoren erzielte Rapid in der immer pünktlich in Minute 75 eingeklatschten Viertelstunde.
Tore in der "Rapid-Viertelstunde", in der die Fans schon seit den Frühzeiten des vor 110 Jahren gegründeten Vereins die Spieler mit rhytmischem Klatschen noch einmal auffordern, ihr Bestes zu geben - bestes Zeichen für die "never say die-attitude" der kampfkräftigen Grün-Weißen aus Hütteldorf!

Seit 1919 - oder noch länger
Die Geburtsstunde der in aller Welt bekannten "Rapid-Viertelstunde" wird meist mit 1919 angegeben. In der Rapid-Chronik von Roland Holzinger heißt es:
"Das Jahr 1919 hatte für die Hütteldorfer historischen Charakter, denn damals
wurde die Rapid-Viertelstunde geboren! Man weiß nicht mehr, bei welchem Spiel es
war, aber eines Tages hallte das tatkmäßige Klatschen eine Viertelstunde vor
Spielende von den Rängen und tausende Hände feuerten ihre Spieler an, für einen
effektvollen Abschluss zu sorgen. Der Rapidgeist hatte eine großartige
Anerkennung gefunden!"
Die offizielle Website des österreichischen Rekordmeisters vermerkt aber, dass der Begriff "Rapid-Viertelstunde" tatsächlich sogar noch einige Jahre älter sein dürfte, denn bereits in der ersten Meisterschaftssaison 1911/12 gab es einige Spiele, die erst im Finish entschieden wurden und auch in den Zeitungen war in den Folgejahren immer wieder schon von einer "berühmten Viertelstunde" der Grün-Weißen die Rede. So erzielte Rapid-Stürmer Gustav Blaha im Meisterschaftsschlager gegen den hohen Favoriten WAF am 29. Oktober 1911 in der 75. Minute den 2:1-Siegestreffer. Auch im Rückspiel gegen den WAF, am 16. Juni 1912 auf der Pfarrwiese, fiel das Rapid-Tor zum Ausgleich von 1:1 erst zehn Minuten vor Schluss durch Leopold Grundwald. Ebenso beim letzten Meisterschaftsspiel der Saison zwischen Rapid und Cricket am 30. Juni 1912: Bis zur 84. Minute stand es 1:1, ehe Heinrich Krczal und Josef Schediwy noch auf 3:1 stellten und damit den ersten Meistertitel für Rapid fixierten.

Von 1:5 auf 5:7 - Der Uridil macht's möglich
Ein besonders leuchtendes Beispiel der "Rapid-Viertelstunde" finden wir im Jahr 1921: In einem Wiener Derby gegen den Wiener AC am 10.4.1921 lag Rapid schon mit 1:5 im heimischen Stadion hinten, zur 75. Minute immer noch mit 3:5. Doch dann folgte eine legendäre Rapid-Viertelstunde und am Ende hieß es 7:5 für Rapid Wien - Torschütze aller sieben Treffer in diesem Spiel auf der Pfarrwiese: Pepi Uridil, der Rapid-Star der Zwanzigerjahre. Über ihn gab es sogar einen eigenen Schlager - den sogenannten Foot-ball-walk "Heut spielt der Uridil":
"Heut spielt der Uridil, Uridil, Uridil!
Man kann sagen, was man will,
so wundervoll trifft keiner mehr ins Goal!
Jawohl!"
Eine Theorie, die ich zur Rapid-Viertelstunde einmal gehört habe, besagt, dass man fünfzehn Minuten vor Spielende auch jene Zuschauer, die sich keine Eintrittskarte leisten konnten, ins Stadion gelassen hat - und das sind wohl besonders in den Jahren der Wirtschaftskrise in der Zwischenkriegszeit nicht wenige gewesen. Und so hätte der "Arbeiter Sportklub" Rapid in der letzten Viertelstunde auf einen noch stärkeren Anhang zählen können.

Untrennbar mit Rapid verbunden
Wie auch immer, selbst wenn es natürlich nicht in jedem Spiel gelingt, dass der Sieg in dieser Phase herbeigeführt wird - und Rapid oft auch schon vor Minute 75 führt - die Tradition hat sich bis heute bewahrt.
Und das Einklatschen der letzten 15 Minuten ist nicht nur seit fast einem Jahrhundert ein fixer Bestandteil jedes Rapid-Spiels, die "Rapid-Viertelstunde" ist gerade auch heuer wieder untrennbar mit Rapid verbunden.
Also: Auf geht's Rapid, kämpfen und siegen!
Auch nächsten Donnerstag in der Europa League gegen Tel Aviv im Wiener Ernst Happel-Stadion!

Wednesday, 28 October 2009

PP 50

Alles Gute, Peter Pacult!
Der Rapid-Trainer feiert am 28. Oktober seinen 50. Geburtstag. Wie es sich für den stets fleißigen und ernst wirkenden Coach geziemt, muss zur Feier des "runden Geburtstages" das Runde in Eckige - Rapid spielt heute Abend gegen Austria Kärnten, und die Mannschaft könnte ihrem Trainer mit einem Sieg gegen jenen Klub, den Pacult vor fünf Jahren trainert hat, sicher das schönste Geschenk machen.

Heimat Floridsdorf
Pacult, der privat bei Weitem nicht so grantig und unnahbar ist, wie er oft auf der Trainerbank wirkt, kommt aus Floridsdorf, dem 21. Wiener Gemeindebezirk - aus "Transdanubien", wie jene, die auf der anderen Seite der Donau zu Hause sind, den nördlichen Teil von Wien etwas abschätzig nennen.
Auch seine fußballerische Heimat hat PP in "Transdanubien", beim Floridsdorfer AC (FAC), einem heute in der Regionalliga Ost, der dritten Leistungsstufe, spielenden Klub, zu dem er schon als Volksschüler vom kleinen Verein Columbia geholt wurde.

Erfolge mit Rapid - Goldtor in Manchester
Wie seit dem Europa League-Duell Rapids mit Celtic Glasgow ganz Fußball-Europa weiß, spielte Stürmer Peter Pacult schon vor 25 Jahren für den SK Rapid, wohin er 1984 vom Wiener Sportclub gewechselt war. Mit vier Toren im Europacup der Cupsieger - darunter auch dem entscheidenden 1:0 im Wiederholungsspiel gegen Celtic in Manchester und zwei Toren beim 5:0 gegen Dynamo Dresden - hatte Pacult maßgeblichen Anteil am Weiterkommen der Rapidler bis ins Cupsieger-Finale 1985 in Rotterdam gegen Everton.
Gemeinsam mit Hans Krankl bildete der "Pezi" in Rotterdam den Rapid-Sturm. Dahinter standen Hristic, Reinhard Kienast, Weinhofer und Zlatko Kranjcar (der Vater von Tottenhams Niko Kranjcar) im Mittelfeld, in dem an diesem Tag leider Freistoß-König und Mittelfeld-Regisseur Antonin Panenka fehlte. Die Verteidigung vor Keeper Michael Konsel bildeten Heribert Weber, Lainer, Garger und Brauneder.
Nach 26 Meisterschaftstoren in zwei Jahren verließ Pacult den SK Rapid 1986 in Richtung Tirol (wo er 1988/89 österreichischer Torschützenkönig war) und spielte nach weiteren Stationen beim FC Linz und 1860 München schließlich auch für Rapids Erzrivalen Austria Wien.

Als Trainer aus Deutschland zu Rapid
Als Pacult, der davor den FC Kärnten und 1860 München gecoacht hatte, im September 2006 aus Dresden als neuer Cheftrainer zu den Grün-Weißen zurück kehrte, hatte man ihn daher trotz seiner Leistungen für den SK Rapid auch noch als Austria-Stürmer (1995/96) in Erinnerung, der bei einem 4:1-Derby-Sieg der Violetten im Ernst Happel-Stadion ein oder sogar zwei Tore gegen Rapid geschossen hatte.
Es dauerte daher eine Zeitlang, bis man sich mit dem Floridsdorfer im Wiener Westen wirklich anfreundete. Dass Pacult bei Rapid-Treffern nicht immer jubelnd von der Betreuerbank aufspringt, sondern das Spiel meist - wie auch bei Rapids legendärem 7:0-Sieg in Salzburg - mit ernster Miene verfolgt, war gewöhnungsbedürftig, gehört aber zu den Markenzeichen des Fünfzigjährigen, der heuer in seiner dritten Saison bei den Grün-Weißen in einer kontroversiellen Aktion seinen Assistentenstab ausgetauscht hat.

Schmäh und Erfolge
Mittlerweile schätzen die Rapid-Fans ihren Trainer aber sehr und seit dem Meistertitel 2008, dem Erreichen der Europa League-Gruppenphase gegen Aston Villa und dem 3:0-Sieg gegen den HSV besteht wohl kein Zweifel mehr daran, dass PP der erfolgreichste Rapid-Trainer seit Otto Baric und Ernst Dokupil ist!
Und Pacult, der in letzter Zeit von den Zeitungen mit seinen coolen und Wiener Schmäh beinhaltenden Kommentaren immer wieder gerne zitiert wird - zu den neuen Torrichtern in der EL meinte er etwa, er denke nicht, "dass es das Spiel zusätzlich belastet, wenn da zwei Pinguine mehr rumlaufen" - wird in Hütteldorf inzwischen mehr als geschätzt. PP hat in den Herzen des grün-weißen Anhanges mittlerweile seinen festen Platz gefunden.

Alles Gute, Herr Pacult, zum FÜNFZIGER und noch viel Erfolg mit unserem SK Rapid!

Tuesday, 27 October 2009

Vorher - nachher: "Wir waren beim Friseur!"

Yasin Pehlivan
(SK Rapid Wien)
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Alessandro Diamanti
(West Ham United)

Es ist töricht, sich im Kummer die Haare zu raufen,
denn noch niemals ist Kahlköpfigkeit ein Mittel gegen Probleme gewesen.

Mark Twain