Rapid Hammer

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RAPIDHAMMER: October 2007

Wednesday, 31 October 2007

Wie gut ist Carlton Cole?

A comment from BBC 606 by brooking_was_great, 30 October 2007 :
>> So the much maligned Carlton Cole is the last forward standing.
Two Goals in 3 games, 3 games unbeaten and the boy is finally having a decent run of games.
It reminds me of an old Psalm 118:22 "The stone which the builders have rejected has become the chief cornerstone."
I don't think McClaren will be knocking any time soon, but Cole has something to offer West Ham and I'm glad he is getting his chance. (I wish he'd work on his touch though.)
Cool finish for the winner tonight. <<
Hier kann man lesen, was Alan Curbishley und Coventry-Manager Iain Dowie über das Carling Cup-Match sagten. Nach langer Zeit spielte auch John Pantsil wieder, hier der Artikel von der neu gestalteten West Ham Homepage.
Dass West Ham durchaus glücklich durch ein Tor in der Nachspielzeit der 2. Hälfte ins Viertelfinale aufstieg, bestreitet Alan Curbishley nicht:
"Coventry were the better side, we all know that. We didn't win a header, we hardly won a tackle, people were running off us, and then when we did get the ball back we found it very difficult to keep it.
"All the things that we were hoping to do to Coventry, they did to us. Great credit to them, they played exceptionally well.
"We got a bit of luck, but you get so many knocks in this game, you take it. We've got through, and we'll look forward to see who we get in the next round."

Tuesday, 30 October 2007

WM 2014 in Brasilien

Die übernächste Fußball-WM wird in Brasilien stattfinden.
Dienstag wurde von der FIFA bekannt gegeben, dass nach Südafrika 2010 Brasilien das Weltturnier 2014 veranstalten wird.

Brasilien ist der Rekordweltmeister mit 5 Titeln und war bisher einmal Gastgeber der WM. 1950 verloren die Brasilianer das Finale der Heim-WM allerdings 1:2 gegen Uruguay.

Die letzte WM in Südamerika fand 1978 in Argentinien statt. Damals besiegte Argentinien Holland im Finale und Österreich Deutschland im letzten Gruppenspiel der Zwischenrunde.

Für die WM 2018 möchte sich übrigens England bewerben.

Hammers sind durch: Carling Cup-Viertelfinale wartet

Es war kein großes Match für West Ham in der Ricoh Arena in Coventry. Die Heimmannschaft hatte die meiste Zeit mehr vom Spiel und ging in Hälfte 2 durch einen Kopfball von Tabb nicht unverdient in Führung (68.). Aber schon drei Minuten später gelang durch einen von Hall abgefälschten Schuss von Boa Morte (Assist: Lucas Neill) der Ausgleich, und jetzt waren die Hammers endlich im Vormarsch. Es sollte aber nach etlichen vergebenen Chancen bis weit in die "injury time" hinein dauern, bis der Siegestreffer gelang. Und es war tatsächlich Carlton Cole, der in der 93. Minute zum Matchwinner avancierte. Einen langen Abschlag von West Ham-Keeper Wright, der im Ligacup Robert Green ersetzte, wurde von Boa Morte auf Cole weitergespielt. Cole gelang es, Coventry-Verteidiger Turner abzuschütteln und frei vor das Tor zu kommen. Der Stürmer behielt die Nerven und schickte die Hammers ins Viertelfinale des League Cups - zum ersten Mal seit 6 Jahren!
Die übrigen Teams für die nächste Runde werden morgen Abend ermittelt. Das Viertelfinale wird am 3. November ausgelost.

Coventry: Marshall, McNamee, De Zeeuw, Turner, Hall, Tabb, Doyle, Osbourne, Gray (Simpson 46), Mifsud, Best (Kyle 70).
Subs Not Used: Ward, Cairo, Thornton.
Booked: Osbourne.
Goal: Tabb 68.
West Ham: Wright, Neill, Ferdinand (Gabbidon 85), Upson, McCartney, Bowyer, Noble (Pantsil 61), Mullins (Spector 46), Etherington, Boa Morte, Cole.
Subs Not Used: Green, Reid.
Booked: McCartney, Neill, Spector.
Goals: Hall 71 og, Cole 90.
Att: 23,968
Ref: Rob Styles (Hampshire).

Carling Cup: Mit Carlton gegen Coventry

Heute Abend um 20:45 (MEZ) steigt das Spiel der vierten Runde im Carling Cup zwischen ManU-Bezwinger Coventry City und West Ham. Die übrigen Viertrundenpartien finden morgen statt.
Coventry schlug in der dritten Runde Manchester United in Old Trafford völlig überraschend mit 2:0 (1:0) durch zwei Tore von Mifsud, einem maltesischen Nationalspieler.
Bei Coventry spielt mit Elliot Ward ein früherer West Ham-Eigenbauspieler. Er hat die Hammers im Sommer 2006 um eine Transfersumme von £1 Million verlassen.
Auch der Trainer der "Sky Blues" aus Coventry hat West Ham-Vergangenheit: Manager Iain Dowie spielte zweimal bei den Hammers in London (1991 und 1995-1998). Als Mittelstürmer erzielte er 13 Ligatore für West Ham. Seine Karriere beendete er als Verteidiger bei den Queens Park Rangers. 59 Mal trug Dowie das Nationaltrikot von Nordirland. Als Trainer war er bei den Queens Park Rangers, Oldham Athletic, Crystal Palace, Charlton Athletic und nunmehr seit Februar 2007 bei Coventry City tätig.
Der größte Erfolg des Coventry City FC war ein Sieg im FA Cup 1987. Aktuell spielen die Himmelblauen, die 2001 aus der Premier League abgestiegen sind, in der Championship (zweite englische Liga) und liegen dort auf dem 11. Platz. Das letzte Heimspiel gegen Colchester konnte Coventry 1:0 gewinnen (Torschütze: Mifsud, der auch gegen ManU zweimal getroffen hat) . Davor gab es aber in drei Ligaspielen ebensoviele Niederlagen ohne Torerfolg. Aber ein Cupspiel hat sowieso immer seine eigenen Gesetze...
Bei West Ham denkt man - wie man der offiziellen (seit gestern neugestalteten!) Homepage entnehmen kann - schon an die 5. Runde des Carling Cups (Viertelfinale). Diese wird am 3. November ausgelost.
Zunächst aber muss Runde 4 in den West Midlands überstanden werden. Dabei steht nur ein Stürmer mit Sicherheit zur Verfügung: Carlton Cole, Torschütze gegen Sunderland und Lattenschütze gegen Portsmouth, der gerade dabei ist, seine zahlreichen Kritiker unter den West Ham-Fans eines besseren zu belehren. Sogar ein Sport-Psychologe und die eigene Grußmutter wurden zu seiner Unterstützung beigezogen.
Stürmer Craig Bellamy wurde im letzten PL-Spiel gegen Portsmouth zur Pause ausgewechselt, Dean Ashton und Bobby Zamora sind verletzt. Henri Camara ist "cup-tied", da er bereits mit Wigan im "Bier Cup" gespielt hat.
Carlton Cole, West Hams einzige Stürmerhoffnung: Wenn das nur gut geht.

Monday, 29 October 2007

Fan-Website von West Hams Pressekonferenzen ausgeschlossen!

Die West Ham Fan-Website KUMB (Knees Up Mother Brown) beklagt sich darüber, dass deren Mitarbeitern neuerdings der Zutritt zur Pressekonferenz des Trainers nach dem Spiel verwehrt wird.
Miranda Nangalingam, die Pressesprecherin von West Ham United, begründete dies zunächst mit einer Anweisung der Premier League, nicht akkreditierte Journalisten nicht zu den "post match press conferences" zuzulassen. KUMB führt dagegen an, dass es die PL ausdrücklich den Vereinen anheim stellt, ob sie dieser Empfehlung folgen wollen oder nicht.
Schließlich blieb als Begründung übrig, dass die "sunday papers" sich darüber beschwert hätten, dass der KUMB-Bericht über die Pressekonferenz erscheine, bevor die Zeitungen darüber berichten konnten. Nun, gerade das ist ja ein großer Vorteil von Websites gegenüber Printmedien und warum sollte der Klub nicht daran interessiert sein, dass eine - ihm durchaus freundliche gesonnene - Website möglichst bald nach dem Spiel über die Aussagen des Managers berichtet?
Die Entscheidung des Vereins ist auf den ersten Blick unverständlich und eine Unfreundlichkeit gegenüber allen Fans, bei denen sich KUMB großer Beliebtheit erfreut. Gerade in der vorigen Saison und während des Sommers, als die Carlos Tévez-affair dazu führte, dass die Presse ständig auf West Ham losging, waren alle Fans froh, in KUMB eine etwas andere Informationsquelle zu finden.
Oder sollte der wahre Grund für den Ausschluss von KUMB von den Pressekonferenzen der sein, dass die offizielle Website mit ihren Kommentaren zu den Matches immer später dran war als die von den Fans betriebene Website?
West Ham sollte diese gegen die Fan-Basis gerichtete Entscheidung überdenken und rückgängig machen.

Sunday, 28 October 2007

Stürmerkrise: Craig Bellamy wieder verletzt!

On Setanta Alan Curbishley bemoans the injury to Craig Bellamy, “He has an abdominal strain and it’s just getting worse as he is carrying on and it’s obviously something that we have to sort out.”
The Sunday Mirror say West Ham have a striker crisis after Craig Bellamy was forced off at half time in yesterday's game against Portsmouth. Manager Alan Curbishley revealed that the combative Wales international has a recurrence of the abdominal injury that forced him to have surgery earlier this month.
He will now have a further examination and joins a list that already includes Kieron Dyer, Dean Ashton, and Bobby Zamora.
The only fit striker left at the moment is Carlton Cole (Bild) and he becomes an automatic selection for the Carling Cup clash against Coventry City this week. "It is a problem but we just have to get on and deal with it," said manager Alan Curbishley, "there is nothing we could have done because they are impact injuries."
From: http://westhamfc.blogspot.com

Saturday, 27 October 2007

Robert Green hält Elfer und rettet Punkt

Portsmouth 0 West Ham 0
Gegen Portsmouth - seit März 2007 zu Hause ungeschlagen - spielte West Ham eine gute Auswärtspartie und hatte die beste Chance des Spiels: In der 65. Minute setzte sich der diesmal wirklich gute Cole gegen Sol Campbell im Strafraum durch und schoss von Halblinks an die Latte, Solano versuchte einen Flugkopfball, konnte den abspringenden Ball aber nicht mehr richtig treffen und köpfelte weit daneben! Es war Solanos zweite Super-Chance in diesem Spiel, in dem er zum ersten Mal für West Ham von Beginn an eingesetzt wurde.
Schließlich musste sich West Ham nach einer dramatischen Nachspielzeit bei Robert Green bedanken, dass es beim Unentschieden blieb:
In der letzten Minute der 3-Minuten-injury time sprang Danny Gabiddon im Zweikampf mit Niko Kranjcar an der Strafraumgrenze der Ball an die Hand - Referee Mike Dean gab Elfer.
Nachdem er endlich einen Ball erhalten hatte, um den Elfer auszuführen, schoss Benjani Mwaruwari in der 96. Minute den Penalty flach nach rechts. Robert Green hechtete in die richtige Ecke und konnte den Strafstoß abwehren.
Danke, Greenie! Der Keeper rettete den Hammers das verdiente Unentschieden!

Portsmouth: James, Johnson, Campbell, Distin, Hreidarsson, Utaka (Kanu 77), Diop, Pedro Mendes, Muntari, Kranjcar, Mwaruwari.
Subs Not Used: Ashdown, Lauren, Taylor, Pamarot.
Booked: Hreidarsson, Diop.
West Ham: Green, Neill, Gabbidon, Upson, McCartney, Solano (Spector 78), Noble, Mullins, Boa Morte, Bellamy (Etherington 46), Cole (Ferdinand 90).
Subs Not Used: Wright, Camara.
Booked: Bellamy, Noble, Solano, Cole.
Att: 20,525
Ref: Mike Dean (Wirral).

Thursday, 25 October 2007

Umbro möchte Umsatz machen!

Da die England-Trikots von Umbro derzeit nicht gerade reißenden Absatz finden (siehe das vorherige Posting!), möchte man offenbar die West Ham-Artikel von Umbro verstärkt verkaufen. Heute informierte mich die Website des West Ham Megastores über diese befristete Rabattaktion.
Die Aktion läuft bis Montag, 29. Oktober.
Wer im Überschwang der Gefühle nach einem hoffentlich guten Resultat in Portsmouth West Ham-Fanartikel bestellen möchte, kann also sparen. Dieses nächste (Auswärts-)Spiel gegen den Klub des früheren West Ham-Spielers und Trainers Harry Redknapp findet am Samstag um 18:15 (MEZ) statt.
Der dann folgende Termin - das Carling Cup-Spiel gegen die Überraschungsmannschaft Coventry, die Manchester United aus dem Bewerb geworfen hat (Dienstag, 20:45 MEZ) - liegt dagegen schon außerhalb des Rabattzeitraumes.

Nike-Russen schuld an Umbro-Übernahme

Seit über 83 Jahren hat der englische Sportartikelausrüster Umbro seine Eigenständigkeit behauptet. Damit ist es nun vorbei - Umbro hat dem Übernahmeangebot des US-Sportartikelkonzerns Nike zugestimmt. Schuld am Niedergang von Umbro, das im kommenden Jahr deutlich weniger als 30 Millionen Pfund Gewinn erwartet, ist laut einem Bericht der Financial Times die einseitige Ausrichtung auf Fußball und das englische Nationalteam, das letzte Woche gegen die - von Nike ausgestattete - russische Nationalelf mit 1:2 verloren hat.
"Wir verwenden null Prozent unserer Überlegungen auf andere Sportarten als Fußball", hatte sich Umbro in einer Werbekampagne gebrüstet. Diese Einseitigkeit macht dem Unternehmen nun schwer zu schaffen.
Bei der Fußball-WM in England 1966 spielten noch 15 der 16 teilnehmenden Mannschaften mit Umbro, bei der WM 2006 dagegen nur noch zwei: England und Schweden.
Die Englandtruppe, deren Leibchen der Hersteller aus Cheshire (Nordengland) schon seit 25 Jahren liefert, ist das attraktivste der rund 140 Teams, die weltweit Umbros Trikots tragen - darunter seit dieser Saison auch West Ham United.
Seit die Mannschaft von Englands Nationaltrainer Steve McClaren letzte Woche gegen die in Nike-Trikots spielenden Russen unterlag (siehe Bild) und schlechte Chancen auf die Teilnahme an der Europameisterschaft hat, sank der Kurs von Umbro erneut um fast vier Prozent.
Der US-Sportartikelriese Nike kauft nun den britischen Rivalen Umbro und stärkt damit sein Fußballgeschäft in Europa. Nike legt dafür laut Welt Online umgerechnet rund 408 Mio. Euro auf den Tisch. Laut dem englischen Guardian zahlt Nike £285 Mio. Der englische Fußballverband FA soll den Deal unterstützen, wobei der Ausstattervertrag des englischen Teams mit Umbro unangetastet bleibe.
Analysten sprachen von einem fairen Preis. Umbro-Aktien legten an der Londoner Börse im Verlauf des Dienstag um 15 Prozent auf rund 190 Pence zu.
Nike-Manager Eunan McLaughlin sagte, der Vorstand von Umbro werde das Angebot an seine Aktionäre weiterempfehlen. Nike kommt damit dem Ziel näher, bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika noch vor Hauptkonkurrent Adidas - der im Vorjahr West Hams früheren Ausstatter Rebok übernommen hatte - zum weltgrößten Fußball-Ausrüster aufzusteigen.
Umbro kleidet auch die Nationalteams von Irland, Schweden und Norwegen sowie sechs Mannschaften aus der höchsten englischen Liga ein (außer West Ham noch Birmingham City, Blackburn Rovers, Everton, Sunderland and Wigan.). "Wir wollen investieren und die Umbro-Marke stärken", kündigte Nike-Manager McLaughlin an.
Infolge der Niederlage in Moskau ist das englische Team nun auf die Hilfe Israels im Spiel gegen Russland (17.11.) angewiesen. Israel spielt in Puma-Dressen.

Steirertor an der Stamford Bridge

Der FC Chelsea schlug Mittwoch Abend Schalke 04 im Champions League-Spiel der Gruppe B mit 2:0 (1:0). Der erste Treffer durch Malouda fiel schon in der 4. Minute und war ein klassisches "Steirertor" - der Ball ging durch die Beine des jungen Schalke-Keepers Manuel Neuer ins Netz. Ein Foto des Tormanns von dieser entscheidenden Szene konnte ich bisher nirgends finden. Es gibt zwar Fotos des Schützen wie auch des traurig auf dem Boden liegenden 21-jährigen Schalke-Goalies, der schon am Wochenende gegen Hansa Rostock (1:1) mit einem Auswurf zum Gegner gepatzt hatte. Der Moment aber, in dem der Ball zwischen den Beinen des jungen Keepers durchrutscht, wurde anscheinend nirgends in einem Standbild festgehalten.

Warum eigentlich nennt man die dümmsten aller Tore, die man als Keeper bekommen kann, in Österreich "Steirertor"?
(Bild links: Das Steirertor in Radstadt [Salzburg])
Die Antwort geht zurück auf den österreichischen Fußball der Zwanziger- und Dreißigerjahre - die Zeit des österreichischen "Wunderteams" (rechts).

Rudi Hiden, der 1909 in Graz geborene spätere Tormann jener großen österreichischen Nationalmannschaft, die am 16. Mai 1931 Schottland in Wien 5:0 schlug und damit eine beeindruckende Siegesserie startete (5:0 und 6:0 gegen Deutschland, 8:1 gegen die Schweiz, 2:1 gegen Italien, 8:2 gegen Ungarn, 6:1 gegen Belgien und 4:0 gegen Frankreich), kam schon als 18-Jähriger vom Grazer AK zum damaligen Wiener Spitzenklub WAC.
Der Einstand des Keepers in der Wiener Mannschaft verlief nicht nach Wunsch: Als Rudi Hiden 1927 bei seinem ersten Spiel für den WAC einen haltbaren Schuss eines nicht mehr namentlich bekannten Gegenspielers passieren ließ, ätzte sein Vordermann und Verteidiger Karl Sesta: "So a Türl kann a nur a Steirer kriegen" ("So ein Tor kann nur ein Steirer bekommen"). Das Steirertor war geboren.
Das tat der Karriere des jungen Spielers jedoch keinen Abbruch. Nach Erfolgen mit dem WAC wurde Hiden in die Nationalmannschaft berufen. Bei seinem dritten Länderspiel am 23. März 1930 gelang Österreich gegen England in Wien ein 0:0, wobei Hiden mit unglaublichen Paraden die sturmstarken Engländer zur Verzweiflung brachte. Gleich nach dem Spiel erhielt er Angebote von englischen Klubs und unterschrieb noch im selben Jahr einen Vertrag bei Arsenal. Als ausländischer Fußballprofi brauchte er aber eine Arbeitsbewilligung, deren Vergabe in England damals sehr restiktiv gehandhabt wurde. Da der österreichische Teamtorhüter diese Arbeitsbewilligung nicht bekam, war schließlich erst 1997 Alexander Manninger der erste Österreicher in der englischen ersten Liga (bei Arsenal!).

Rudi Hiden hütete auch im historischen Spiel Österreichs gegen England am 7. Dezember 1932 das österreichische Tor, konnte jedoch trotz Glanzleistungen die knappe 3:4-Niederlage des Wunderteams nicht verhindern. Das Spiel, das vor 70.000 Zuschauern an der Stamford Bridge - dem Schauplatz auch des gestrigen "Steirertors" - ausgetragen wurde, ging als die glorreichste Niederlage Österreichs in die Fußballgeschichte ein. Nach einer schwachen ersten Halbzeit, in der die Österreicher allzu viel Respekt vor dem Gegner gezeigt hatten, konnte das österreichische Team die Engländer mit Toren von Zischek, Sindelar und Schall noch in ärgste Bedrängnis bringen.

Rudolf Hiden wechselte schließlich nach Frankreich zu Racing Club de Paris, wo er 1936 sowohl französischer Meister als auch Pokalsieger werden konnte. Hiden, der bereits 1937 französischer Staatsbürger wurde und sich seitdem Rodolphe nannte, kam am 18. Januar 1940 sogar zu einer Teamberufung für die Équipe Tricolore. Im Pariser Prinzenparkstadion gewann der mittlerweile 31-jährige, aber noch immer sprunggewaltige Torhüter mit der französischen Nationalmannschaft gegen Portugal mit 3:2.
Mit Racing Paris feierte Hiden noch zwei französische Cupsiege.
Als Trainer war Hiden hingegen nur mäßig erfolgreich. Er versuchte sich auch als Cafetier in Paris und als Hotelbesitzer am Wörthersee. An seine Erfolge als Fußballer konnte er aber im Geschäftsleben nicht anschließen.
Der Tormann, der den Prototyp des "Steirertores" hinnehmen hat müssen, starb 1973 in Wien.

Wednesday, 24 October 2007

Happy Birthday, Sheffield F.C. !

Der älteste Fußballklub der Welt wird heute 150 Jahre alt.
Mit einem Festgottesdienst in der Kathedrale von Sheffield und einem anschließenden Dinner in Anwesenheit von FIFA-Präsident Sepp Blatter, Inter Mailand-Präsident Massimo Moratti, Sir Bobby Charlton, Sir Tom Finney und Sir Bobby Robson feiert der Sheffield F.C. heute seinen 150. Geburtstag.
Am 24. Oktober 1857 wurde der Sheffield Football Club, der offiziell als ältester Fußballklub der Welt anerkannt ist, gegründet. FIFA-Präsident Blatter sagte, das heutige Jubiläum sei etwas, worauf die ganze Fußballwelt stolz sein könne.
Über die Entstehung des Klubs vor 150 Jahren berichtet "Home Of Football", dass die Gründer des Klubs - William Prest und Nathanial Creswick, zwei leidenschaftliche Cricket-Spieler - eines späten Abends im Mai 1857 darüber nachgedacht hätten, wie sie im Winter ihre Fitness aufrechterhalten könnten. Die Lösung war Fussball. Fünf Monate später war der Sheffield F.C. geboren.
Die beiden Gründer nahmen auch Ergänzungen und Änderungen an den damaligen Fussballregeln vor und legten schliesslich ein eigenes Regelwerk, die Sheffield Rules, vor. Mit der Einführung des Profifussballs im Juli 1885 begann der Abstieg des Sheffield F.C., der bis heute ein ein Amateur-Club geblieben ist. Den größten sportlichen Erfolg konnte der Klub 1904 erreichen, als sie den FA Amateur Cup gewannen. Aktuell spielt Sheffield F.C. - nicht zu verwechseln mit Sheffield United und Sheffield Wednesday - in der Northern Premier League Division South, der 8. Liga im englischen Ligasystem - vor regelmäßig 300 zufriedenen Zuschauern, wie der ORF festhält.
Im Besitz des Sheffield F.C. befinden sich zwei unschätzbare Memorabilia: ein Notizbuch mit dem handgeschriebenen ersten Regelwerk von 1857 und die ersten gedruckten Regeln aus dem Jahr 1859. "Diese Erinnerungsstücke sind der Heilige Gral des Fußballs", meinte Sheffield-Präsident Richard Tims.
Bei der heutigen Festmesse in der Kathedrale wird der Kirchenchor Rückennummern tragen, die die Mannschaft des Sheffield F.C. repräsentieren.
Reverend Giles Fraser, der die Festmesse liest, sagte, es sei etwas Besonderes, einen Dankgottesdienst für einen Fußballklub zu feiern. "Fußball ist ein großartiger Weg, um Menschen aus verschiedensten Verhältnissen und Kulturen zusammen zu bringen und es ist absolut richtig, dass die Rolle des Sheffield F.C. in der Entwicklung des ‘beautiful game’ anerkannt wird", meinte der Pfarrer.
Die Festlichkeiten werden am 8. November auch einen sportlichen Höhepunkt haben. An diesem Tag wird ein Spiel gegen Inter Mailand im Stadion an der Bramall Lane in Sheffield stattfinden. Zugleich wird Brasiliens Legende Pelé, Weltfußballer und Sportler des Jahrhunderts, eine Ausstellung in Sheffield eröffnen.

Gunners feierten höchsten CL-Sieg

Mit dem gestrigen 7:0-Erfolg von Arsenal gegen Slavia Prag stellten die Gunners den bisherigen Champions League-Rekordsieg von Juventus aus dem Jahr 2003 (7:0 gegen Olympiakos) ein. Am 10. April dieses Jahres gelang dies beinahe Manchester United mit der 7:1-Packung für AS Roma. Nun fährt Slavia mit einer 0:7-Schraube im Gepäck heim in die "Goldene Stadt".
Die Goldene Stadt des Fußballs ist derzeit eindeutig London: Arsenal ist das Maß aller Dinge im englischen und europäischen Fußball. Mit einer magischen Vorstellung und drei Toren in der ersten und vier in der zweiten Halbzeit qualifizierte sich Arsenal schon nach der Hälfte der Gruppenspiele für den Aufstieg aus Gruppe H (3 Siege, Tordifferenz 11:0) .
Der erste Treffer durch Cesc Fabregas fiel schon nach 5 Minuten und in Hälfte 2 waren es 13 Minuten, in denen die Gunners von 3:0 auf 6:0 stellten.
Zwei Tore erzielte Youngster Theo Walcott (Bild links von der BBC-Website): Sieht der Theo auf diesem Foto nicht elegant aus wie früher Thierry Henry?
Letzterer höchstpersönlich musste sich hingegen im Ibrox Park von Glasgow fragen, warum er und seine Kollegen mehrere Riesenchancen vergeben haben: Barcelona gegen die Glasgow Rangers endete 0:0 (Bild rechts).

Tuesday, 23 October 2007

Besuch im Stadium Store

WHUTV und die Website von West Ham berichten über eine Autogrammstunde von Dean Ashton und Freddie Ljungberg im Fanshop des Boleyn Ground (oben):

Dean Ashton and Freddie Ljungberg were the star attractions at the stadium store on Monday afternoon as fans flocked to the Boleyn Ground.
The popular England striker and Sweden midfielder were helping to promote the launch of the brand new winter sportswear range at both the club shop and the Lakeside shopping centre store. Log on to WHUTV now to see exclusive footage from the day, including an interview with a young fan who has particular reason for being fond of Deano. [If you're not able to watch the video: her first name is Ashton!]
Supporters travelled from far and wide for a rare to chance to meet and speak to the West Ham United stars but do not worry if you missed out as there are two more opportunities to meet your Hammers favourites this week.
The player appearances will take place between 2pm and 4pm on the following days, although please note the players and dates are subject to change. Click here for more information about the stores.
Wednesday - James Collins and Mark Noble (Lakeside shop)
Thursday - Robert Green and Lucas Neill (Stadium shop).

Harte Bandagen im Netz: Klagen gegen Blogger und Website-Betreiber

Der Guardian berichtet, dass verärgerte Fans des englischen Zweitligaklubs Sheffield Wednesday, die ihre Kritik an der Klubführung in Postings im Internet geäußert hatten, kostspielige Verleumdungsklagen befürchten müssen. Mitglieder des Vereinsvorstandes des in der Championship auf einem Abstiegsrang liegenden Klubs haben den Inhaber der Website owlstalk.co.uk geklagt, die Namen der User bekannt zu geben. Der High Court gab ihnen vergangene Woche recht. Nun könnte Sheffield Wednesday mit Verleumdungsklagen gegen die Kritiker vorgehen.
Und auf der Internet-Site 101greatgoals.com wird berichtet, dass ein 26-jähriger Brite, der die populäre Internetseite tv.links.co.uk betrieben hat, kürzlich wegen Verletzung des Urheberrechtes verhaftet wurde. 101greatgoals.com stellte besorgt fest, dass auf der beanstandeten Internetseite nur Links zu TV-Sendungen, Filmen und Animationen zusammengestellt worden seien. Die Website habe aber die betreffenden Links nicht selbst erstellt oder gar selbst Filme hochgeladen, sondern den Usern schlicht und einfach den Weg zu bereits existierenden Netzinhalten gewiesen. (Dieses Video zeigt die Website in Aktion.)
Die auch von mir geschätzte Website 101greatgoals.com fürchtet nun, dass andere ähnliche Websites - nicht zuletzt 101greatgoals selbst - auf der "schwarzen Liste" der Federation Against Copyright Theft stehen könnten.

Monday, 22 October 2007

Die Tore vom 3:1

Hier alle Tore von West Hams 3:1 gegen Sunderland:
1. Ein sehenswerter Kopfball des vielgeschmähten Carlton Cole nach Flanke von meinem "Man of the Match" George McCartney;
2. das glücklicherweise einzige Sunderland-Goal mit akrobatischem Torjubel nach einem tollen Kopfball-Treffer von Sunderlands Neuverpflichtung Kenwyne Jones aus Trinidad (von ihm heißt es, "Kenwyne is another Didier Drogba in the making");
3. das schön herausgespielte, aber durch die Mithilfe des schottischen Sunderland-Tormannes nach Solanos Stangenschuss kuriose 2:1
4. und schließlich Craig Bellamys nach einer tollen Koproduktion von McCartney - Boa Morte in der Nachspielzeit erzielte 3:1.
Viel Vergnügen!

Guus Hiddink verhöhnt Englands Taktik

Es war keine gute Woche für den englischen Sportfan: Mittwoch das 1:2 der "Three Lions" in Moskau, Samstag die Final-Niederlage im Rugby World Cup in Paris und gestern Hamiltons Grand Prix-Niederlage in Brasilien, die ihn die Formel 1-WM kostete. Und wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen:
In einem BBC-Interview machte sich Guus Hiddink, der erfolgreiche Teamchef der russischen Fußball-Nationalelf (Bild links) über die Taktik des englischen Teamchefs Steve McClaren im entscheidenden EURO-Quali-Match in Moskau lustig.
Der erfolgreiche, aus Holland stammende Nationalteam-Trainer (jeweils 4. Platz mit Holland 1998 und Südkorea 2002, WM-Qualifikation und Achtelfinale mit Australien 2006) meinte, die Defensivtaktik der Engländer sei "naiv" gewesen und ihm habe vor allem Steve McClarens Entscheidung, in der Abwehr vier gelernte Innenverteidiger aufzustellen, in die Hände gespielt:
"Ich freute mich, als ich Englands Aufstellung sah", sagte Hiddink. Denn mit Lescott von Everton als Ersatzmann für den verletzten Ashley Cole auf der linken Seite und Micah Richards (ManCity) auf rechts hatte Steve McClaren zwei Außenverteidiger aufgeboten, die bei ihren Vereinen im Abwehrzentrum spielen.
"Wir spielten mit zwei Angreifern und einem sehr offensiven Mann im Mittelfeld", erläuterte Hiddink, "dadurch zwangen wir den englischen Mittelfeldspieler Joe Cole praktisch einen linken Verteidiger zu spielen."
"Am Ende bedeutete das eine 2 zu 1-Situation auf unserer rechten Angriffsseite, sodass wir auf der Flanke immer wieder durchkamen." Unter Druck seien die Engländer panisch geworden. "Sie haben sich wie ein Handballteam an ihren eigenen Strafraum zurückfallen lassen", meinte der holländische Teamchef. Die Engländer konnten den Ball nicht halten und verloren in der zweiten Hälfte jede Kontrolle über das Spiel.

Hiddink gab zu, die 1:0-Führung der Engländer durch Wayne Rooney sei ein herber Rückschlag für sein Team gewesen, aber er habe gespürt, dass Russland ein Tor schießen werde. Die Einwechslung von Pavlyuchenko erwies sich dann als Goldgriff, denn der Spartak Moskau-Spieler verwertete den Elfer nach Rooneys Foul und schoss vier Minuten später auch den Siegestreffer.

Dass das "Elferfoul" außerhalb des Strafraumes begangen wurde - worüber sich Hiddinks Kontrahent Steve McClaren (rechts) zu Recht beschwerte - kommentierte Hiddink so:
"Der Kontakt begann außerhalb des Sechzehners und setzte sich innerhalb des Strafraumes fort. Und der Referee muss nach der neuen Regel im Zweifel für das angreifende Team entscheiden."
"Wir haben uns nicht darüber beschwert, dass uns bei der 0:3-Niederlage in Wembley ein reguläres Tor zum 1:1 vorenthalten wurde, das das Spiel gedreht hätte. So hat sich am Ende alles ausgeglichen", fügte Hiddink hinzu.

Russland kann sich nun mit zwei Siegen gegen Israel und Andorra für die EM-Endrunde qualifizieren und Steve McClaren in seiner ersten Qualifikation als Teamchef zum Scheitern verurteilen. Zu "Maccas" unerquicklicher Lage meinte Guus Hiddink, als Außenstehender wolle er sich kein Urteil über den englischen Teamchef anmaßen: "I don't know if you should hang the coach because of one result," meinte er.

Die englische FA hat sich mittlerweile schon für McClarens Verbleib ausgesprochen, aber wenn sich England das erste Mal seit 1994 (WM in den USA) nicht für ein Fußball-Großereignis qualifiziert, wird der frühere Middlesbrough-Manager als Teamchef nicht zu halten sein.

Sunday, 21 October 2007

Back Into Winning Ways! West Ham 3 Sunderland 1

"You don't know what you're doing" - Doch Curbishleys Doppeltausch brachte den Sieg
In der ersten Hälfte lief alles nach Plan: Ein Carlton Cole-Goal in der 8. Minute bedeutete die 1:0-Halbzeitführung für West Ham. Der groß gewachsene Stürmer-Ersatz traf per Kopf nach George McCartney-Flanke. Die zeitweise ansehnlich kombinierenden Hammers konnten zwar keine richtig zwingenden Chancen mehr herausspielen, gingen jedoch durchaus verdient als Führende in die Pause.
Nach der Pause wurde aber Sunderland gefährlicher, vor allem die Nummer 17, Kenwyne Jones, bedeutete eine ständige Gefahr für die bei hohen Bällen nicht immer sattelfeste West Ham-Innenverteidigung (Upson, Gabbidon). Und in der 52. Minute gelang Sunderland durch Jones tatsächlich der Ausgleich - natürlich per Kopf.
Die Hammers taten sich schwer, das Kombinationsspiel klappte gegen die nun über weite Strecken sogar feldüberlegene Sunderland-Elf nicht wirklich, und man musste sich ständig Sorgen wegen Jones' Kopfbällen machen... In der 60. Minute brauchte es schließlich Robert Greens ganzes Können, um einen Schuss von Leadbitter aus der Ecke zu fischen. Mit 1:1 waren die Hammers zu diesem Zeitpunkt gut bedient.
Dann ein Doppeltausch bei West Ham: für Etherington und Noble, der zuvor bei einem Sunderland-Schuss sogar auf der Linie retten musste, kamen Boa Morte und Solano (West Ham-Debut!). Mit "You don't know what you're doing" kommentierte man auf der Tribüne, dass Manager Alan Curbishley local hero Mark Noble herausnahm.
Aber dieser Doppeltausch machte sich doppelt bezahlt: zweimal hatte Boa Morte seinen Fuß im Spiel, und es stand 3:1 für die Hammers!
In der 78. Minute ein schöner, schneller Angriff über die linke Seite, Bellamy tankte sich durch, spielte weiter zu Boa Morte. Der schoss bei seiner Hereingabe zwar einen Verteidiger an, von dem kam der Ball aber zum freistehenden Solano, der am Keeper vorbei an die Stange schoss - und der zurückspringende Ball traf Sunderland-Keeper Gordon am Fuß und kullerte ins Tor: ein kurioses Tor zum glücklichen 2:1 (Bild)!
Schön herausgespielt - ohne Mithilfe eines Sunderland-Spielers - dann das 3:1 in der Nachspielzeit (92.); Boa Morte zu dem wieder einmal in den Angriff gehenden McCartney, der gegen seinen Ex-Klub eine Traum-Performance hinlegte; der Linksverteidiger spielte wieder zu dem nach vor stürmenden Boa Morte, der den Ball von der Toroutlinie schön zur Mitte brachte, und vom Fünfer konnte Bellamy, bedrängt von zwei Verteidigern, einschießen.
Eine Minute später wäre Boa Morte beinahe noch das 4:1 gelungen, er scheiterte aber allein vor dem Tormann.
Schlusspfiff - Manager Curbishley wischte sich den Schweiß vom Gesicht, der neuerdings vollbärtige Sunderland-Trainer Roy Keane gratulierte ihm zum Sieg und die Fans sangen "I'm forever blowin' bubbles" statt "You don't know what you're doing". Der "Pflichtsieg" nach drei sieglosen Premier League-Spieltagen war geschafft.
Nach dieser Runde, in der die sieben führenden Klubs in der Premier League ihre Spiele gewannen, klettern die Hammers um einen Rang auf Platz 10 in der Tabelle.

West Ham: Green, Neill, Gabbidon, Upson, McCartney, Bowyer, Noble (Solano 73), Mullins, Etherington (Boa Morte 74), Cole (Ferdinand 84), Bellamy.
Subs Not Used: Wright, Camara.
Booked: Cole, Bellamy, Bowyer.
Goals: Cole 9, Gordon 78 og, Bellamy 90.
Sunderland: Gordon, Halford, Nosworthy, Higginbotham, Collins (Harte 80), O'Donovan (Chopra 46), Leadbitter, Miller, Etuhu, Wallace (Stokes 46), Jones.

Subs Not Used: Ward, Connolly.
Booked: Leadbitter, Halford.
Goal: Jones 52.
Att: 34,913.
Ref: Chris Foy (Merseyside).

Saturday, 20 October 2007

Back Into Winning Ways

Zurück auf die Siegerstraße - das ist es, was sich die West Ham-Anhänger nach drei Meisterschaftsniederlagen en suite wünschen!
Und mit Sunderland, dem 16.-Plazierten der Premier League, kommt Sonntag um 17:00 Uhr (MEZ) ein Aufsteiger in den Boleyn Ground, der auswärts noch sieglos ist.
Bei der 2:3 (1:1)-Auswärtsniederlage gegen Arsenal vor zwei Wochen beeindruckten die "Black Cats" allerdings mit einer beherzten, mutigen Vorstellung gegen den Tabellenführer.
Den Trainer von Sunderland, Roy Keane, hat der RAPIDHAMMER schon einige Male mit ebenso beherzten Aussprüchen zitiert (zum Nachlesen hier und hier).
Seine Mannschaft konnte in neun Spielen aber erst zwei Heimsiege erringen und gewann nach dem 1:0-Heimsieg gegen Tottenham im ersten Meisterschaftsspiel nur noch gegen Reading (2:1, ebenfalls zu Hause).
Der Klub gehört dem irischen Drumaville Konsortium und sowohl der Chairman als auch der Trainer, Niall Quinn und Roy Keane, sind Iren. Da auch zahlreiche Spieler der Mannschaft von der "grünen Insel" kommen, hat man Sunderland jüngst auch den Spitznamen "Sund-Ireland" verpasst.
Mark Noble, mittlerweile einer der Schlüsselspieler von West Ham, der gegen Aston Villa vor zwei Wochen von Manager Alan Curbishley geschont worden war, weil er als junger Spieler ein Pause gebraucht habe, meinte vor dem Spiel gegen Sunderland:
"To be honest, I'm not going to agree because I'm only 20 and I don't feel like I need any rest. I want to play every game. Resting isn't sitting on the bench on a Saturday - resting is in the summer on a beach. It's not an excuse."
Und zum Sunderland-Match meinte d 20-Jährige, der in Englands U21-Team zuletzt zwei Tore erzielte: "I want to score as many goals as I can. Goals give you confidence and I want to also score for West Ham. West Ham need to kick on now. We haven’t had a win for three games and with a squad like ours, that shouldn’t happen. We need three points on the table and we need to give the fans something to cheer about."
Seine drei Tore für West Ham in der vergangenen Saison resultierten allerdings sämtlich aus Vorlagen von Carlos Tévez (1:0 gegen Brighton, 1:0 gegen Tottenham, 3:0 gegen Bolton: immer kam der Assist von Carlos Tévez!) Heuer konnte "Nobes" für West Ham erst ein Elfertor gegen Birmingham erzielen.
Hoffen wir also, dass diesmal der nach seiner Leistenoperation rasch wieder fit gewordene Craig Bellamy gute Passes gibt oder selber wieder trifft und dass das Fehlen von Dean Ashton nicht allzu sehr ins Gewicht fällt. Bei Freddie Ljungberg wird noch ein Fitness-Test vor dem Match erforderlich sein.
Es wird eine konzentrierte, starke Leistung notwendig sein, damit West Ham am Sonntag wieder "back into winning ways" findet, wie Kapitän Lucas Neill auf der Website des Vereins versprochen hat!
Mein Tip: 2:0.

Giallorosso im Trevi Brunnen

«Farbanschlag» auf Roms berühmten Trevi-Brunnen
Unbekannte haben am Freitag das Wasser des weltbekannten Trevi-Brunnens in Rom rot gefärbt und den Touristen damit ein außergewöhnliches Bild vor die Kameras gebracht.
Nach Angaben der Behörden war ein mit Farbe gefüllter Plastikbehälter in das Wasser des Brunnens im Herzen der italienischen Hauptstadt geworfen worden. Eine Gruppe «Azione futurista 2007» (Futuristische Aktion) habe sich in einem Flugblatt zur Tat bekannt und darin auch kritisch auf den «roten Teppich» des in Rom laufenden Filmfestivals Bezug genommen.
Vielleicht waren es aber auch Fans von AS Roma, die das Wasser des Brunnens mit ihren roten Vereinsfarben (
«Giallorossi») färbten. Heute Abend spielen die Römer im Olympiastadion gegen den Aufsteiger Napoli, bei dem Österreichs Nationalspieler György Garics unter Vertrag steht.
In Fellinis «La Dolce Vita» von 1960 nimmt Anita Ekberg zusammen mit Marcello Mastroianni nachts ein Bad im Trevi-Brunnen - eine der beliebtesten Szenen der Kinogeschichte. Die Fontana di Trevi ist ein Touristenmagnet: Weil es Glück bringen soll, Münzen in das Wasser zu werfen, landen jährlich etwa 200 000 Euro in dem Brunnen. Sie werden regelmäßig herausgefischt und gehören der Denkmalbehörde.

Tévez: Even The Best Players Need Help

In an article in the Evening Standard Carlos Tévez again spoke about the reasons for leaving West Ham and joining Manchester United. The Argentine forward whose transfer to ManU was very controversial due to "third-party-ownership" has scored twice for ManU this season. He said:
"I am at Manchester United because of Sir Alex Ferguson. He has total confidence in me and he was key to my arrival here.
"I suffered an awful lot in order to leave West Ham but now I am very satisfied with what I did. It was painful and people talked about my reputation but it has been worth it.
"Ferguson is like a master to me, like a teacher. He is always giving me advice and helping my football get to the right level, the next level.
"That is so valuable because when I first came to England at West Ham there was nobody there to do that. Even the best players need help."

RugbyTown statt EiffelTurm!

Gestern Abend kam mein Sohn von einer zweiwöchigen Reise aus Paris zurück. Bei Mumm-Champagner und französischem Käse wurde natürlich auch gefragt, wie ihm der Blick vom Eiffelturm gefallen habe.

"Wir waren schon beim Eiffelturm", sagte er. "Aber ganz in der Nähe war auch die RugbyTown - und da sind wir dann nicht auf den Eiffelturm raufgefahren, sondern in die RugbyTown gegangen."

Rugby Town, das offizielle Fan-Dorf der Rugby-Weltmeisterschaft in Frankreich, befand sich seit 6. September bis zum heutigen Finale am 20. Oktober am Pariser Trocadéro-Platz beim Eiffelturm. Hier konnte man einen Vorgeschmack auf die im nächsten Jahr bei der EURO in Wien vorgesehene Fanzone an der Ringstraße bekommen. Meinem Sohn hat's gefallen.

Rugby, ein hierzulande meist nur dem Namen nach bekannter Sport, hat durch diese WM die Massen begeistert. Vor allem die Engländer, deren Fußballer ihnen mit dem 1:2 gegen Russland eine herbe Enttäuschung bereitet haben, hoffen im heutigen Finale im Pariser Stade de Prince auf Trost: Gegen Südafrika könnte England heute zum zweiten Mal Rugby-Weltmeister werden.
Wieder einmal ist aber der Gegner Favorit: Südafrika mit deren Star Bryan Habana besiegte in der Vorrunde England 36:0. Auch im Halbfinale am letzten Samstag lag England gegen Gastgeber Frankreich schon zurück, bevor der "David Beckham des Rugby", Jonny Wilkinson (rechts) die Engländer in Front brachte.
Bei der letzten Auflage der Rugby-WM 2003 standen sich im Endspiel in Sydney Gastgeber Australien und England gegenüber. Damals war es auch der Kapitän der "Red Roses", Jonny Wilkinson, der kurz vor Ende der Partie den WM-Titel mit einem Dropkick perfekt. Mit diesem Erfolg sicherte sich erstmals eine Mannschaft aus der nördlichen Hemisphäre den Weltmeistertitel. In den vier bisherigen WM-Turnieren waren bislang Neuseeland (1987), zwei Mal Australien (1991 und 1999) und Südafrika (1995) erfolgreich.

Das Rugby-Finale wird Samstag Abend um 21:00 Uhr auf DSF übertragen.

Hammers On International Duty

RAPIDHAMMERS traditionelle Länderspiel-Nachbetrachtung unter Verwendung der rot-blauen Brille
Das erwartete Duell Freddie vs. Macca fand nicht statt: Beim Spiel der Gruppe F war zwar West Ham-Left Back George McCartney mit Nummer 3 im Einsatz, Freddie Ljungberg blieb dagegen nach dem Aufwärmen auf der Bank. Nationaltrainer Lars Lagerbäck hatte den Torschützen des vorangegangenen Spiel gegen Liechtenstein (3:0) schon in diesem Match wegen eines Schlages gegen die Wade vorsichtshalber ausgewechselt.

Nordirland erkämpfte sich gegen Tabellenführer Schweden im Rasunda-Stadion in Solna bei Stockholm ein 1:1 (1:0). Tore: Mellberg (15.), Lafferty (72.). Ausschnitt aus dem Spielbericht: "In der zweiten Halbzeit bekam Nordirland die Partie besser in den Griff. Lafferty, George McCartney und Steven Davis hatten gleich in den ersten drei Minuten gute Gelegenheiten, und ein Schuss von Chris Brunt strich nur knapp über die Latte. Nach einem weiten Pass gelang Lafferty dann der Ausgleich. Er konnte sich dabei gegen zwei Verteidiger durchsetzen, und bei seinem Schuss war Andreas Isaksson im Kasten der Schweden machtlos."

Craig Bellamy (links) war in beiden EURO-Quali-Spielen von Wales (Gruppe D) ebenso dabei wie Danny Gabbidon. James Collins erzielte bei der 1:3-Niederlage gegen Zypern am Samstag zunächst das Führungstor für Wales, musste dann aber verletzt ausscheiden und fehlte beim enttäuschend knappen 2:1 (2:0)-Auswärtssieg gegen San Marino. Craig Bellamy legte sich nach dem Spiel mit den mitgereisten Wales-Anhängern an, indem er ihnen vorwarf, die Spieler mit bösen Sprechchören verunsichert zu haben (BBC-Interview hier): "I've played for Wales for a number of years and this was one of the worst atmospheres I've been in", sagte der Teamkapitän. Der kritische Wales-Teamchef John Toshak zeigte hingegen ob der schwachen Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Hälfte Verständnis für die Reaktion der Fans. Ein Waliser Anhänger, der am Wochenende nach Zypern geflogen war, dann zurück nach England und am Mittwoch wieder nach San Marino, sagte zum Spiel und den "bösen" Fan-Reaktionen: "There's not a lot of passion in some of the players in the way they perform and I think a lot of the fans get frustrated by that. The first half the crowd was behind Wales, they played quite well actually, but it was the second half that it started. It wasn't aimed at any individuals, it was just frustration."

Nun, wir wollen hoffen, dass Craig Bellamy & Co bei West Ham wieder mehr Einsatz und Begeisterung zeigen und die Fans am Sonntag im Upton Park gegen Sunderland sich besser fühlen als die Waliser in San Marino!

Von Mark Nobles "brace" (zwei Tore gegen Republik Irland beim 3:0-Auswärtssieg mit der England-U21) habe ich schon berichtet. Hier der "noble" Kommentar zum nächsten Spiel für "claret & blue":
"I want to score as many goals as I can. Goals give you confidence and I want to also score for West Ham. West Ham need to kick on now. We haven’t had a win for three games and with a squad like ours, that shouldn’t happen. We need three points on the table and we need to give the fans something to cheer about." Gut gebrüllt, junger Löwe! Aber es kommt noch besser. Gestern sagte Mark Noble, der beim letzten Spiel gegen Aston Villa (0:1) von Manager Alan Curbishley geschont worden war, weil er ein junger Spieler sei, der ein Pause gebraucht habe:
"To be honest, I'm not going to agree because I'm only 20 and I don't feel like I need any rest. I want to play every game. Resting isn't sitting on the bench on a Saturday - resting is in the summer on a beach. It's not an excuse."

Also, Mark, dann zeig' wieder, was du kannst - ein Sieg gegen Sunderland am Sonntag ist Pflicht! Leider fehlen Mark Noble, einem der Schlüsselspieler der überraschenden Wiederauferstehung von West Ham in der letzten Saison, heuer die genialen Passes von Carlos Tévez. Seine drei Tore in der vergangenen Saison resultierten sämtlich aus Vorlagen des Argentiniers (1:0 gegen Brighton, 1:0 gegen Tottenham, 3:0 gegen Bolton: immer kam der Assist von Carlos Tévez!) Heuer konnte "Nobes" für West Ham erst ein Elfertor gegen Birmingham erzielen.

Christian Dailly (derzeit "on loan" bei Southampton) kam bei Schottlands 3:1-Sieg gegen die Ukraine am Samstag ab der 60. Minute zum Einsatz, beim 0:2 gegen Klaus Toppmüllers Georgier wärmte er 90 Minuten lang die Ersatzbank.

Schließlich kam Nolberto Solano (rechts) - der für West Ham seit seinem Wechsel Ende August noch kein Spiel bestritten hat - immerhin mit Peru zu zwei Einsätzen:
In Lima begann bereits die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika. Diese wird in Südamerika im Meisterschaftssystem gespielt - alle südamerikanischen Nationalteams spielen gegeneinander mit Hin- und Rückspiel, die ersten vier qualifizieren sich automatisch für die WM, der Fünfte spielt gegen das Team auf Rang 5 der Vorrunde Nord-, Mittelamerikas und der Karibik. (Das bei den letzten Weltmeisterschaften schon traditionelle Play-Off-Spiel Uruguay - Australien wird es daher diesmal nicht geben.)
Die Peruaner mit ihren schönen weißen Dressen mit rotem Diagonalstrich, die man leider seit 1982 bei keiner WM mehr sehen konnte, kamen bei ihrem Start in die WM-Quali am Wochenende über ein 0:0 im Stadio Monumental von Lima nicht hinaus. Gegen die höher einzuschätzende Elf von Chile setzte es am Mittwoch dann auswärts in Santiago eine 0:2-Niederlage.
Peru liegt damit in der Tabelle nur auf Platz 8 (von 10). Es führt Argentinien mit 2 Siegen aus 2 Spielen vor Brasilien (1 Sieg - 1 Unentschieden). No na ned.

Friday, 19 October 2007

Match Of The (Mon)Day!

"Football's coming home" heißt es jetzt jeden Montag im DSF:
Der Free TV-Sender bringt ab sofort jeden Montag ab 23:15 die Highlights aller Samstags- und Sonntags-Partien der Premier League (links: eine Szene vom Premier League-Match Reading gegen West Ham 0:3). Die Sendung dauert bis 24:00 Uhr.
Das "Deutsche Sportfernsehen" (DSF) hat sich die Ausstrahlungsrechte an der englischen Premier League bis einschließlich 2009/10 gesichert.

Übrigens: Ausländischen Fußball im Free-TV kann man in Österreich bekanntlich auch am Samstag sehen: ATV zeigt regelmäßig ein Spiel der deutschen Bundesliga "live", diesmal Samstag, 15:25 Uhr, Werder Bremen gegen Hertha BSC.
Und der ORF zeigt am Sonntag endlich wieder einmal Rapid: Um 15:15 Uhr wird das Wiener Derby Austria - Rapid "live" in ORF1 übertragen.

RapidHammer's Predictions

Wer fährt zur EURO?
Nur noch zwei Spieltage (17. und 21. November), aber noch stehen nur in der Deutschland-Gruppe D beide qualizierten Teams fest. In allen anderen Gruppen ist noch vieles offen. Hier meine Tipps, wen wir nächstes Jahr in Österreich und der Schweiz begrüßen dürfen:

Gruppe A: Polen und Portugal qualifizieren sich. Polen führt mit 24 Punkten und spielt noch gegen Belgien (H) und Serbien (A). Portugal liegt einen Punkt dahinter und hat noch zwei Heimspiele (Armenien und Finnland). Finnland und Serbien (je 20 Punkte) sind schon krasse Außenseiter auf die Qualifikation, denn die Finnen spielen nach einem Heimspiel gegen Armenien am letzten Spieltag auswärts gegen Portugal und die Serben müssen auf einen Ausrutscher von Polen (gegen die bereits chancenlosen Belgier unwahrscheinlich!) oder Portugal hoffen.

Gruppe B: Variante 1: Schottland schlägt Italien, Frankreich gewinnt auswärts in der Ukraine und Weltmeister Italien scheidet trotz Heimsieg gegen die Faröer im letzten Spiel aus. Als Freund des britischen Fußballs und Schätzer von Thierry Henry wird man ja noch träumen dürfen...
Andererseits muss ich zugeben, dass mir die Italiener schon abgehen würden. Also Variante 2: Schottland (24 Punkte) schlägt Italien (23), und Frankreich (25) spielt in der Ukraine nur Unentschieden und ist draußen.
Würde mir auch gefallen, aber alles in allem ist doch Variante 3 am wahrscheinlichsten: Ausscheiden der Schotten - denn den Italienern (derzeit 23 Punkte, aber noch ein Heimspiel gegen Faröer in der Hand!) genügt in Glasgow am 17.11. schon ein Unentschieden.

Gruppe C:
Titelverteidiger Griechenland ist nach dem 1:0-Auswärtssieg gegen die Türkei fix dabei und für die Türken (18 Punkte) wird's eng: Nicht nur ihr EU-Beitrittsantrag kommt nicht vom Fleck, sondern auch die EURO-Quali hängt an einem seidenen Faden. Beim direkten Duell von EU-Verweigerer Norwegen (20 Punkte) und EU-Schreck Türkei am 17. November wird Norwegen die Nase vorn haben. Neben den Griechen fährt also Norwegen zur EURO.

Gruppe D: Tschechien und Deutschland sind fix. Hier geht's nur mehr um Platz 1 und den haben im Moment die Tschechen inne, die Deutschland in München 3:0 geschlagen haben. Wenn die Deutschen nur zweite werden, können sie Österreich als Gruppengegner bekommen, weil sie dann bei der EURO-Auslosung nicht in Topf 1 gesetzt werden. Womit unsere Nachbarn in der Blamage von München auch ein Positivum entdeckt haben.
Wales mit seinen drei West Ham-Spielern liegt in dieser Gruppe nach einem Unentschieden gegen Zypern und einem mühsamen 2:1-Sieg gegen San Marino weiterhin nur an vorletzter Stelle hinter Republik Irland, Slowakei und Zypern.

Gruppe E: England und Kroatien. - Die Engländer qualifizieren sich doch noch, weil Yossi Benayoun und seine Israelis Russland am 17. November einen Punkt abnehmen und England gegen Kroatien das letzte Heimspiel am 21. November gewinnt. Noch unwahrscheinlicher als eine Qualifikation der Schotten! Ich möchte aber England nicht nur am 16. November in Wien sehen, sondern auch bei der EURO!!! Übrigens: Auch Kroatien könnte noch ausscheiden, wenn die Kroaten zunächst zuhause gegen Mazedonien und dann in England verlieren.

Gruppe F:
Schweden und Spanien qualifizieren sich, Dänemark und Nordirland scheiden aus. Um sich zu qualifizieren, müssten die Nordiren (17 Punkte) zunächst Dänemark (ebenfalls 17) schlagen und dann in Spanien (22 Punkte) gewinnen, außerdem müsste Spanien zuhause gegen Schweden (23) verlieren oder Unentschieden spielen. Dieses "Finale" findet am 17. November in Spanien statt. Für Schweden schaut's gut aus, denn auch wenn die Schweden dieses Match verlieren, haben sie am letzten Spieltag noch ein Heimspiel gegen Lettland: da können sie aus eigener Kraft alles klar machen. Eine Qualifikation von Nordirland oder Dänemark ist extrem unwahrscheinlich.

Gruppe G:
Rumänien ist nach einem 2:0-Auswärtssieg gegen Luxemburg fix dabei. Und mit meinem Tip Holland liege ich auch auf der sicheren Seite: Holland hat noch ein Heimspiel gegen Luxemburg und kann sich damit schon vor der abschließenden Auswärtspartie gegen Weißrussland fix qualifizieren. Den Bulgaren (4 Punkte hinter Holland) gebe ich keine Chancen mehr.

Thursday, 18 October 2007

Das Schöne am Fußball...

Das ist ja das Schöne am Fußball: Dass nix fix ist, oder?

Gestern nahmen wir noch an, dass sich England nach fünf 3:0-Siegen in Moskau für die EURO qualifizieren werde und bei Österreich nach einer absehbaren Niederlage gegen die Elfenbeinküste die Teamchef-Ablöse-Diskussion voll losbrechen würde.
Und heute?
Der Boulevard, der Teamchef "Hicke" schon längst auf der Abschussliste hatte, feiert das Team nach dem gestrigen 3:2-Erfolg gegen die Elfenbeinküste in Innsbruck als "Wunderteam". Damit bleibt uns eine Fortsetzung der Trainerdiskussion erspart: Hicke wird Österreich zur EM führen. Und diesmal stimmten Kampf, Einsatz und auch Kombinationsspiel nicht nur 30 Minuten lang wie gegen die Schweiz - sondern 90 Minuten! Herzlichen Glückwunsch!

Ausgesprochen ärgerlich ist aber, dass Englands 1:2-Niederlage in Russland durch einen eindeutig falschen Elfmeter-Pfiff eingeleitet wurde.
Was die Diskussionen um einen "Video-Referee" wieder anfachen wird - zu Recht, meine ich! Obwohl es in diesem Fall genügt hätte, den Linienrichter zu befragen.

UPDATE:
Dieser Fernsehbeweis lässt nun wirklich keine Zweifel offen (Bild rechts):
Das Foul von Rooney geschah doch im Sechzehner.

An Absolute Disgrace

"I've just seen the penalty again. It's an absolute disgrace."
England Manager Steve McClaren

Die Engländer und die Elfmeter...
Sonst scheitern die "Three Lions" bei internationalen Turnieren meist im Elferschießen, diesmal könnte der vom spanischen Referee Luis Medina Cantalejo gegebene Elfer im gestrigen Spiel gegen Russland schon ihre Qualifikation verhindern:
Rooneys Foul an Konstanin Zurianov war eindeutig außerhalb des Strafraumes. Der Linienrichter hätte nie ein Elferfoul gegeben (hätte man ihn gefragt!), aber der Referee, der ziemlich weit weg vom Tatort war, entschied sofort auf Elfmeter - die Fehlentscheiung drehte das Spiel gegen Russland, in dem England bequem mit 1:0 in Führung lag und durch den freistehenden Steven Gerrard eine 100%-Chance auf ein 2:0 vergeben hatte. Nachdem auch Micah Richards aus aussichtsreicher Position nicht getroffen hatte, kam die große Zeit des erst in der 58. Minute von Russland-Coach Guus Hiddink eingewechselten Roman Pavluchenko: Er verwertete den Elfer und schoss nur 4 Minuten später das 2:1, nachdem England-Keeper Robinson einen scharfen Schuss von Alexei Berezutsky nur kurz wegschlagen hatte können.
England hat es nun nicht mehr in der Hand, sich aus eigener Kraft zu qualifizieren. Gewinnt Russland die beiden ausständigen Matches gegen Israel (A) und Andorra (A), nützt England auch ein Sieg im abschließenden Heimspiel gegen Kroatien nichts. Kroatien, das schon drei Punkte vor England liegt, hat vor dem "Endspiel" in Wembley noch ein Auswärtsmatch gegen Mazedonien.

Steve McClaren: "Israel is a tough place to go - Russia have to go and win." (Im März 2007 spielte England in Israel 0:0.)

Wednesday, 17 October 2007

Oh No! England Out?

1751: FULL-TIME Russia 2-1 England - Agony for Steve McClaren's England. The Russian players are dancing up and down in a huddle while England's players look devastated. The Euro 2008 dream suddenly looks a long-shot. They must now hope Russia slip up against Israel or Andorra.

Wiedergewähltes Rapid-Präsidium: Sponsor dringend gesucht

Wer nicht schon depressiv ist, wenn er an das Ländermatch heute Abend und die österreichische Nationalmannschaft denkt, der kann diesen Bericht der APA lesen - dann hat er einen weiteren Grund zum Traurigsein. Wie sagte Nick Hornby so treffend: "Der natürliche Zustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung, egal wie es steht."

Edlinger-Wiederwahl im Zeichen finanzieller Gratwanderung
Der Rapid-Präsident geht in seine dritte Amtszeit bis 2010, musste bei der Hauptversammlung des Rekordmeisters aber budgetäre Schwierigkeiten eingestehen

Wien - Rudolf Edlinger geht in eine dritte Amtszeit als Rapid-Präsident. Der 67-Jährige ehemalige Finanzminister wurde am Dienstagabend bei der ordentlichen Hauptversammlung des Traditionsvereins in der Wiener Stadthalle ebenso wie fünf weitere Präsidiums-Mitglieder wiedergewählt. Mit Gerhard Höckner zog ein neues Mitglied erstmals ins höchste Gremium des Klubs ein, das drei weitere Jahre im Amt ist.
Edlinger musste in seinen Ausführungen allerdings auch auf die prekäre finanzielle Situation eingehen. Die vergangene Saison 2006/2007 habe "massives Kopfzerbrechen" bereitet. Sollten bis Frühjahr keine weiteren zusätzlichen Sponsoren akquiriert werden, muss Rapid einem Sponsorbetrag des Hauptgeldgebers Wien Energie für die Saison 2008/2009 vorgreifen. Das sei auch 2003 nach dem Ausstieg der Bank Austria bereits geschehen, erinnerte Edlinger.
Das laufende Jahresbudget beträgt rund elf Millionen Euro - vier Millionen davon lukriert Rapid aus eigenen Mitteln, sieben Millionen sind als Sponsoreneinnahmen veranschlagt. In der vergangenen Legislaturperiode von drei Jahren sei ein finanzieller Abgang von insgesamt vier Millionen Euro aufgetreten, bestätigte Finanzreferent Johann Smolka. Dabei sei der Transfersaldo mit 1,2 Millionen Euro positiv gewesen. Zwei Millionen an Eigenmitteln wurden in die Infrastruktur des Hanappi-Stadions investiert.
"Wir sind ein Verein, der ausschließlich seinen Mitgliedern gehört. Und das wird auch so bleiben", betonte Edlinger. Für einen Verein dieser Struktur sei es schwer, auf diesem Niveau zu bestehen. Dieser "mühsame Weg" soll aber weiter beschritten werden. Aktuell bestehen zwar keine Verbindlichkeiten. "Wir haben aber Probleme", gestand Edlinger, der im Sinne der Transparenz erstmals auch Medienvertreter als Gäste zur Hauptversammlung zugelassen hatte.
Der Präsident skizzierte drei Möglichkeiten, um den Budgetplan zu halten: "Neue Sponsoren, Spielerverkäufe, eine allgemeine Reduktion der Ausgaben oder eine Mischung der drei. Sonst müssen wir das Budget für die kommende Saison einbremsen." Edlinger strich in seinem Bericht aber auch die Leistungen hervor, die Rapid in den vergangenen drei Jahren erbracht hatte, und strahlte für die kommende Amtszeit Zuversicht aus. Mit "Können und ein bisschen Glück" sei sogar der Meistertitel im Bereich des Möglichen.

Dass der Meistertitel "im Bereich des Möglichen" ist, ist wohl nur eine Edlinger'sche Beruhigungspille am Ende. Wenn Rapid nicht bald einen ordentlichen Sponsor findet, schaut's anscheinend ziemlich finster aus. An dem Gerücht, dass GAZPROM (Schalke-Sponsor) bei Rapid einsteigt und Edlinger das bei der MV bekannt geben könnte, war offenbar nichts dran.

Heuer gab's wieder Rekord-Abozahlen und der Besuch in St. Hanappi ist toll - an den Fans kann's also nicht liegen, wenn Rapid schon wieder von roten Zahlen redet. Ich glaube, es muss ein neues Konzept her, wie man potente Sponsoren anzieht, mit diesen für beide Seiten gewinnbringend zusammenarbeitet und die Vereinsfinanzen auf gesunde Beine stellt. Eine solche Vision vermisse ich beim derzeitigen Vorstand!

Tuesday, 16 October 2007

Добрый ден! ['do:brij djε:n] - England in Moskau, Cote d'Ivoire in Innsbruck


"It's a big game and we've got to deliver. The history of English teams is a never-say-die spirit, and we have all been inspired by those last two rugby matches." Steve McClaren calling for a heroic performance to seal England’s Euro 2008 qualification tonight in Moscow

Am Mittwoch um 17:00 (MEZ) steigt im Moskauer Luzhniki Stadion das vorentscheidende Gruppenspiel Russland gegen England. Wie der RAPIDHAMMER schon berichtet hat, wird das Spiel auf Kunstrasen stattfinden. Um für diese Unterlage gerüstet zu sein, haben die Engländer auf einem vergleichbaren Rasen einer Fußballakademie in der Nähe von Manchester trainiert. Hoffentlich sind die "Three Lions", bei denen Kapitän John Terry nun doch wieder verletzt ausfallen dürfte und Frank Lampard nur Ersatz sein wird, nun gut auf das artifizielle Grün eingestellt.
Falls England die Russen schlägt, wäre die Qualifikation für die EURO-Endrunde fix und die Engländer würden zum freundschaftlichen Ländermatch in Wien am 16. November schon als EURO-Teilnehmer anreisen. Bei einem Unentschieden bräuchte man noch einen Punkt aus dem letzten Gruppenspiel gegen Kroatien in Wembley am 21. November.
Steve McClarens Mannen sind am Montag Abend in Moskau angekommen. In der Stadt hatte es das erste Mal geschneit. Am Spieltag soll die Temperatur aber 9 Grad C betragen. Die Engländer werden sich einem ausverkauften Luzhniki Stadion mit 80,000 Besuchern gegenüber sehen und einer russischen Elf, die um ihre letzte Qualifikationschance fighten wird. Guus Hiddink, der Trainer der Russen: "England hat eine erfahrenere Mannschaft, während wir eine jüngere Elf besitzen. Aber der Druck lastet sicher auf ihnen, weil jeder erwartet, dass England siegt. Deshalb haben wir nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen."
Daumen halten ist angesagt: schließlich wollen wir die Engländer nicht nur am 16. November, sondern auch nächstes Jahr bei der EURO in Wien sehen!

Ach ja, Österreich spielt übrigens auch. Bei all den Diskussionen über eine mögliche Ablöse von Teamchef Pep Hickersberger ist das Spiel am Mittwoch Abend in Innsbruck gegen die Elfenbeinküste (mit Chelsea-Star Didier Drogba) geradezu in den Hintergrund gedrängt worden. Vielleicht auch deshalb, weil den Österreichern gegen die beste Mannschaft Afrikas ohnehin niemand etwas zutraut.
Die Zeitung ÖSTERREICH wusste schon am Montag, dass Kurt Jara der neue Trainer des Nationalteams wird...

Nobes versenkt Republik Irland

Triumphale Rückkehr von Mark Noble nach seiner Sperre im letzten U21-Länderspiel gegen Montenegro. Im Auswärtsspiel der englischen U21-Auswahl gegen Irland erzielte er zwei Tore. Zur Pause führte England schon mit 3:0:

Live - Rep of Ire U21 v Eng U21

U-21 CHAMP'SHIP QUALIFYING SCORES
REP OF IRELAND 0-3 ENGLAND 2000
Noble 10, 17
Milner 26

Spielbericht auf der UEFA-Seite! (hier)

Monday, 15 October 2007

Meet Billy Bonds!

Naja, für jene, die normalerweise doch ein paar Kilometer vom Boleyn Ground entfernt wohnen, wird dieser Abend nicht das Wahre sein. Wer sich aber Ende November in London und Umgebung befindet, der kann mit West Ham-Legende Billy Bonds zu Abend essen.
Auf der Website von West Ham wird zu einem von den "Boys of '86" gestalteten Abend eingeladen, bei dem man den legendären Verteidiger und Manager von West Ham treffen kann. Er wird ausführlich über seine lange Zeit bei West Ham erzählen, schließlich spielte er von 1967 bis 1988 am Upton Park und war Manager von West Ham von 1990 bis 1994. Billy Bonds wurde nach dem Abgang von Bobby Moore zum Kapitän der Irons ernannt und bestritt in 21 Jahren 793 Spiele für den Verein - das ist Vereinsrekord! Bonds (geboren 17.9.1946) ist der einzige West Ham-Kapitän, der zwei Mal den FA Cup gewinnen konnte.
Das Bild oben zeigt ihn mit John Lyall und Ron Greenwood, den beiden langjährigen Managern von West Ham, die beide 2006 verstorben sind. Es war John Lyall, der Bonds nach dem Ende seiner aktiven Zeit zunächst als Co-Trainer zu den Hammers holte. Lyall verstarb im April 2006 - kurz vor dem FA Cup-Halbfinale gegen Middlesbrough, bei dem sich West Ham für das Finale im Mai 2006 qualifizierte. Hier kann man eine Würdigung von John Lyall durch Billy Bonds hören.
Im Juni 1996, zwei Spielzeiten nachdem er West Ham verlassen hatte, wurde Billy Bonds beim Erzrivalen FC Millwall Manager. Nach zwei Jahren in Millwall endete die Trainerkarriere der West Ham-Legende.
Ein ausführliches Portrait dieses "local hero" findet man hier oder hier.
Eingeladen wird Billy Bonds von Tony Cottee and Tony Gale, ebenfalls zwei Spielern aus der Mannschaft von 1986, die mit einem 3. Platz in der damaligen First Division die beste Ligaplatzierung von West Ham erreichte.
Tickets für den Abend mit Billy Bonds kosten £86 pro Person, nähere Informationen auf der Website von West Ham.

EURO: Wer ist schon qualifiziert?

Offiziell d.h. 100 %ig sind bisher nur die Deutschen qualifiziert. Außer Schweiz und Österreich selbstverständlich! Wobei zumindest Letztere es aus eigener Kraft nie und nimmer geschafft hätten, an der eigenen EURO teilzunehmen. Zum Glück ist der Veranstalter ja fix dabei - bleibt nur zu hoffen, dass wir uns nicht allzu sehr blamieren...

Wie steht's also in den Qualifikationsgruppen? (Alle Daten und Tabellen siehe hier!)
Gruppe A: Bei Polen schoss Ebi Smolarek (Santander) beim 3:1 gegen Kasachstan einen lupenreinen Hattrick - soll heißen drei Tore hintereinander in einer Halbzeit, was deshalb möglich war, weil die Kasachen in Warschau zur Pause überraschend mit 1:0 führten und die Polen erst nach der Pause so richtig zeigten, was sie können. Polen ist praktisch durch, abzuwarten bleibt, ob sie diesmal nicht nur in der Qualifikation, sondern endlich einmal auch im Turnier selbst überzeugen. Den zweiten Platz in dieser Gruppe wird sich am ehesten Portugal sichern, Finnland ist zwar punktegleich, muss aber noch zu Portugal.

Gruppe B: Spannender Dreikampf zwischen Schottland (24 Punkte), Italien (23) und Frankreich (22). Am vorletzten Spieltag in dieser "Todesgruppe" mit den beiden Finalisten der letzten WM und den sensationellen Schotten kommt es im Hampden Park zum wahrscheinlich entscheidenden Duell Schottland gegen Italien. Frankreich spielt noch gegen Litauen (H) und Ukraine (A), Italien außerdem gegen die Faröer (H), die Schotten am Mittwoch gegen Georgien (A).

Gruppe C: Griechenland liegt schon 4 Punkte vor der Türkei und 5 Punkte vor Norwegen; am 17.11. kommt es zum Duell um Platz 2, Norwegen - Türkei. Die Griechen werden ihren überraschenden EM-Titel von 2004 wohl in Österreich und der Schweiz verteidigen können.

Gruppe D: Deutschland ganz fix und Tschechien so gut wie. Republik Irland müsste gegen die zweitplazierten Tschechen fünf Punkte in drei Spielen aufholen. Wales mit seinen drei West Ham-Spielern liegt derzeit nur an vorletzter Stelle hinter der Slowakei und Zypern.
Die Deutschen jammern übrigens schon über die voraussichtliche Topf-Einteilung für die Gruppenauslosung bei der EURO: Sie würden nämlich mit Griechenland (Europameister) und den Veranstaltern Schweiz und Österreich in Topf 1 gesetzt. Womit sie keinefalls gegen die "Ösis" spielen könnten - den derzeit wohl beliebtesten Gegner dieser EURO. (Mittlerweile ist Österreich 9 Spiele ohne Sieg - so schlecht wie bisher nur unter Kurt Stastny vor 33 Jahren!)

Gruppe E: Die England-Gruppe schaut im Moment auch ziemlich klar aus. Kroatien mit 26 Punkten ist die Qualifikation praktisch nicht mehr zu nehmen und dahinter hat England (23) nach drei 3:0-Siegen schon fünf Punkte Vorsprung auf Russland. Die Russen haben aber ein Spiel weniger und treffen am Mittwoch in Moskau auf England. Wenn die "Three Lions" gewinnen oder zumindest unentschieden spielen, haben sie's wohl geschafft. Russland hat außer den Engländern (H) noch Israel und Andorra auswärts als Gegner.

Gruppe F: Schweden und Spanien sind auf EURO-Kurs. Nordirland lag die längste Zeit gut im Rennen, doch nach zwei Auswärtsniederlagen in den letzten beiden Spielen (0:1 gegen Lettland und 1:2 gegen Island) werden sie wohl nach der folgenden Auswärtspartie gegen Tabellenführer Schweden (=> West Ham-Duell Freddie Ljungberg - George McCartney) endgültig weg vom Fenster sein. Die Dänen sind in dieser Gruppe als Vierter schon chancenlos.

Gruppe G: Rumänien (23) führt vor Holland (20), dahinter lauert Bulgarien (18). Am 17.11. spielt Bulgarien gegen Rumänien, das am Wochenende Holland mit 1:0 besiegen konnte. Die Rumänen haben neben Bulgarien noch Luxemburg (A) und Albanien (H) als Gegner, die Niederlande haben zwei Heimspiele (Slowenien, Luxemburg) und spielen auswärts gegen Weißrussland. Und Bulgarien muss nun nach Albanien und nach dem Heimspiel gegen Rumänien noch nach Slowenien. Alles noch offen, würde ich sagen.

Saturday, 13 October 2007

Frühe Tore - klare Siege (Ausnahme: Wales)

Mit einem schnellen Tor leitete Schottland einen wichtigen Sieg in der EURO-Qualifikation ein. Die Schotten gingen schon in der 4. Minute gegen die Ukraine in Führung und gewannen 3:1 (Tore: Miller 4, McCulloch 10, McFadden 68 bzw. Shevchenko 24). Christian Dailly wurde in der 60. Minute bei Schottland eingewechselt.
Auch die Franzosen scorten früh - schon in der 7. Minute (durch Anelka) - und wahrten mit einem 6:0 gegen die Faröer-Inseln ihre Qualifikationschance. Da aber auch Italien in der Gruppe B gewann (2:0 gegen Georgien), bleibt diese Gruppe extrem spannend: Schottland 24, Italien 23 und Frankreich 22 Punkte (je 10 Spiele)! Schottland muss nun nach Georgien, Frankreich spielt zu Hause gegen Litauen und am 17.11. kommt es dann in Glasgow zum entscheidenden Duell Schottland gegen Italien.
Gut schaut es für England aus: Die "Three Lions" führten gegen Estland schon ab der 11. Minute 1:0 und siegten schließlich nach zwei weiteren Toren in der ersten Halbzeit 3:0 (Tore: Wright-Phillips 11, Rooney 32, Rahn o.g. 33). England liegt in Gruppe E nun auf Platz 2, fünf Punkte vor Russland, dem nächsten Gegner im vorentscheidenden Spiel am Mittwoch in Moskau.
Auch bei Zypern gegen Wales gab es ein frühes Tor - und zwar von West Ham-Verteidiger James Collins (rechts beim Torjubel mit Craig Bellamy). Er erzielte in der 21. Minute das 1:0, doch die Heimmannschaft konnte dank einer starken zweiten Hälfte noch 3:1 gewinnen (Tore: Okkas 59, 68, Charalampidis 79). Für Wales wird es nun schwer werden, das erklärte Ziel - Platz 3 in der Gruppe D hinter Deutschland (heute 0:0 in Irland und damit als erstes Team fix qualifiziert!) und Tschechien - zu erreichen.
Und noch ein West Ham-Spieler sorgte für ein schnelles Tor: Freddie Ljungberg scorte für Schweden beim 3:0-Sieg in Liechtenstein. Er schoss in der 19. Minute das 1:0, wurde aber in der 39. Minute ausgewechselt. Schweden und Spanien halten in Gruppe F nun beide bei 22 Punkten und führen damit 6 Punkte vor den Nordiren, die am Mittwoch gegen Schweden spielen werden. Ljungberg, dessen Auswechslung eher eine Vorsichtsmaßnahme gewesen sein dürfte, wird daher wohl im Heimspiel gegen Nordirland am Mittwoch wieder mit dabei sein und auf seinen West Ham-Kollegen in der NI-Verteidigung George McCartney treffen.
Das schnellste Tor des Abends gab es in Zürich: Schon nach 71 Sekunden ging die Schweiz durch Streller mit 1:0 gegen Österreich in Führung; Endstand nach diesem Patzer schließlich 3:1 (2:1) für die Schweiz, wobei man allerdings mit der Leistung der Österreicher in der ersten Hälfte (aber nur in dieser!) zufrieden sein konnte.